Die Hausarbeit befasst sich mit mit dem Einzug der neuen Medien in der Grundschule und dem daraus resultierenden Wandel der Lehrerrolle.
Dazu soll anfangs zunächst geklärt werden, wo der Einsatz neuer Medien überhaupt möglich wäre. Außerdem werden verschiedene Softwareprodukte vorgestellt und diskutiert, ob diese auch tatsächlich sinnvoll für den Einsatz im Unterricht sind.
Antolin – ein interaktives Leseförderungsportal für Schüler der Verlage Westermann, Schroedel, Schöningh und Winklers – soll als ein praktisches Beispiel für eine neue Lernsoftware dienen und kritisch auf seine Nutzen im Unterricht überprüft werden.
Desweiteren soll die neue Rolle des Lehrers dargestellt und diskutiert werden. Dazu sollen vor allem seine neuen Aufgaben, der Sinn und Nutzen der neuen Medien schon zu Beginn der Schullaufbahn, aber auch mögliche Ängste und Bedenken fokussiert werden.
Die Vorstellung verschiedener Fortbildungsangebote, welche eigens für die Einführung neuer Medien in den Unterricht konzipiert worden sind, soll diese Hausarbeit abrunden und aufzeigen, wie die neuen Medien in den Schulalltag etabliert werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Medieneinsatz im Unterricht – was ist sinnvoll?
3 Welche Medien können genutzt werden?
3.1 Drill & Practice-Programme
3.2 Tutorials
3.3 Spielerische Lernprogramme
3.4 Simulationsprogramme
3.5 Hypermedia-Lernumgebung
3.6 Internet und e-Mail-Kommunikation
4 Antolin – Lernsoftware zur Leseförderung
4.1 Kritik
5 Der Wandel im Unterricht – die neue Rolle des Lehrkörpers
5.1 Der Sinn von Fortbildungsangeboten
5.1.1 ForMeL-G ein Projekt im Rahmen des BLK Programms SEMIK
5.1.2 „Tutoring on demand“ und andere Workshops
6 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht den Einzug digitaler Medien in den Grundschulunterricht und analysiert, wie diese Entwicklung die pädagogische Rolle des Lehrers verändert. Ziel ist es, den didaktischen Mehrwert verschiedener Softwareformen zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Fortbildungen befähigt werden können, diese neuen Werkzeuge kompetent und sinnvoll in den Schulalltag zu integrieren.
- Chancen und Risiken des Medieneinsatzes in der Grundschule
- Kategorisierung und pädagogische Bewertung verschiedener Lernsoftware
- Analyse der Lernplattform "Antolin" zur Leseförderung
- Transformation des Lehrerbildes vom Wissensvermittler zum Moderator
- Bedeutung von Fortbildungskonzepten für die Professionalisierung
Auszug aus dem Buch
3.1 Drill & Practice-Programme
Bei Drill & Practice-Programmen geht es darum, bereits vorhandenes Wissen bzw. vorhandene Fähigkeiten zu trainieren und einzuüben. Die Struktur dieser Programme basiert auf einem simplen Frage-Antwort-Schema. Dem Lernenden werden Aufgaben in Form von Rechenaufgaben, Vokabeln oder Fragen angeboten, die er durch Eingabe einer Antwort bzw. Lösung abzuarbeiten hat. Der Computer gibt nach der Bearbeitung sofortige Rückmeldung, indem er die Eingabe als richtig oder falsch bewertet (vgl. Decker 1998, S. 132f). Zumeist erhält der Spieler dann Punkte für eine richtige Antwort oder Punktabzug für eine falsche Antwort.
Hier lässt sich die Methodik des Behaviorismus sehr gut erkennen: Der Spieler erhält einen Reiz (Frage) und wird anschließend belehrt, indem er entweder belohnt (Punkte) oder bestraft (Punktabzug) wird. Dass der Lernweg unwichtig und nur ein einziger Regelungsvorgang, bei dem der Lernerfolg lediglich allein von der vom Schüler gegebenen Lösung abhängt, entspricht nicht den Prinzipien der heutigen Grundschuldidaktik. Somit sind Drill & Practice- Programme nur bedingt für den Einsatz im Unterricht geeignet (vgl. Grimus, S. 21).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Medieneinsatzes in der Grundschule ein und formuliert die Fragestellung zur Veränderung der Lehrerrolle.
2 Medieneinsatz im Unterricht – was ist sinnvoll?: Das Kapitel diskutiert Kriterien für einen didaktisch begründeten Einsatz von Computern und Software in offenen Lernphasen.
3 Welche Medien können genutzt werden?: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung verschiedener Softwarekategorien, von Drill-and-Practice bis hin zu Hypermedia-Lernumgebungen.
4 Antolin – Lernsoftware zur Leseförderung: Dieser Abschnitt analysiert das Web-Portal Antolin hinsichtlich seines Konzepts, seiner Anwendung und einer kritischen Reflexion.
5 Der Wandel im Unterricht – die neue Rolle des Lehrkörpers: Hier wird der Bedarf an einer neuen Lehreridentität im Kontext der Digitalisierung sowie die Relevanz von Fortbildungen thematisiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines bewussten, zielorientierten Umgangs mit digitalen Medien durch kompetente Lehrkräfte.
Schlüsselwörter
Grundschule, Neue Medien, Lehrerrolle, Lernsoftware, Drill & Practice, Leseförderung, Antolin, Medienkompetenz, ForMeL-G, Unterrichtsgestaltung, Digitale Lernumgebungen, Fortbildung, Grundschuldidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration neuer Medien in den Grundschulalltag und den damit verbundenen Veränderungen der pädagogischen Anforderungen an die Lehrkräfte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen der pädagogische Nutzen von Lernsoftware, die Analyse von Leseförderprogrammen wie Antolin sowie Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrpersonen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Reflexion des Medieneinsatzes, um Lehrern eine Orientierungshilfe zu bieten, wie sie digitale Werkzeuge sinnvoll und schülerzentriert in ihren Unterricht integrieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle didaktische Konzepte und bestehende Studien zum Einsatz neuer Medien in der Grundschule ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine medienpädagogische Klassifizierung verschiedener Softwaretypen, eine Fallstudie zu Antolin sowie eine Analyse notwendiger Kompetenzentwicklungen für Lehrer.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Kernbegriffe sind Medienkompetenz, Lehrerrolle, Grundschule, Lernsoftware, digitaler Wandel und pädagogische Professionalisierung.
Warum wird der behavioristische Ansatz von Drill & Practice-Programmen kritisiert?
Der Ansatz wird kritisiert, weil er den Lernweg auf einfache Reiz-Reaktions-Schemata reduziert und somit nicht den modernen, entdeckungsorientierten Anforderungen der Grundschuldidaktik entspricht.
Welche Bedeutung kommt dem Projekt "ForMeL-G" zu?
ForMeL-G dient als Beispiel für ein erfolgreiches Fortbildungsprojekt, das Lehrkräfte dabei unterstützt, Medienkompetenz aufzubauen und neue Lernkulturen im Schulalltag zu etablieren.
- Quote paper
- Susanne Steinfeld (Author), 2009, Medieneinsatz in der Gundschule - die neue Lehrerrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145627