Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Miscellaneous

Über bildende Kunst und Symmetrie. Ein philosophischer Essay

Title: Über bildende Kunst und Symmetrie. Ein philosophischer Essay

Essay , 2009 , 7 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne von Pappritz (Author)

Philosophy - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Schreibt man über die Kunst, so schreibt man unweigerlich über das Leben, denn ohnehin ist die Kunst nicht getrennt von ihrem Podiumsplatz – dem des Lebens als musealen Raum – zu denken. Doch schreibt man über die Symmetrie in der Kunst, so schreibt man über die Welt, den Kosmos. Denn nichts kann sich ihrer entziehen, ist sie doch, so scheint es zumindest, in jedem Ding in ihrem Dasein verkörpert. Wie ein Urprinzip allen Seins als regelmäßige Anordnung der Teile einer Gesamtheit.
Sie steckt in der Libelle, deren symmetrischer Flügelschlag ihren Auftrieb ermöglicht, in der Struktur eines zu allen Seiten gleichmäßig wachsenden Kristalls, in einer rotationssymmetrischen Blüte, in der Organisation von Atomen, oder in der symmetrischen Schönheit einer Nautilusschale. Auch das von Menschenhand Geschaffene ist von ihr dominiert. Ob bei den Pyramiden von Gizeh, im barocken Gartenbau, in der Anordnung eines Konzertensembles oder beim Mausoleumsbau Taj Mahal. Sie ist allgegenwärtig und damit auch allgegenwärtig in der Kunst. Wie ein universelles Strukturprinzip durchzieht sie Wissenschaft, Natur und Kunst. Doch was bedeutet sie der Kunst? Ist sie bloße Gleichförmigkeit? Gar ästhetisches Ideal?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Über bildende Kunst und Symmetrie

Zielsetzung & Themen

Das Essay untersucht die Bedeutung und den Wandel der Symmetrie in der bildenden Kunst: von ihrem historischen Status als Ideal und Proportionsprinzip für Schönheit und Harmonie hin zu ihrer heutigen Abwertung oder instrumentellen Nutzung im Kontext moderner Kunst und Kommerzialisierung.

  • Symmetrie als antikes und naturgegebenes Schönheitsideal
  • Der Wandel der Symmetrie-Rezeption in der modernen Kunst
  • Wahrnehmungspsychologische Grundlagen von Ordnung und Symmetrie
  • Spannungsfeld zwischen ästhetischem Anspruch und gesellschaftlicher Provokation
  • Kommerzialisierung und Autonomie des gegenwärtigen Kunstbetriebs

Auszug aus dem Buch

Über bildende Kunst und Symmetrie

Schreibt man über die Kunst, so schreibt man unweigerlich über das Leben, denn ohnehin ist die Kunst nicht getrennt von ihrem Podiumsplatz – dem des Lebens als musealen Raum – zu denken. Doch schreibt man über die Symmetrie in der Kunst, so schreibt man über die Welt, den Kosmos. Denn nichts kann sich ihrer entziehen, ist sie doch, so scheint es zumindest, in jedem Ding in ihrem Dasein verkörpert. Wie ein Urprinzip allen Seins als regelmäßige Anordnung der Teile einer Gesamtheit.

Sie steckt in der Libelle, deren symmetrischer Flügelschlag ihren Auftrieb ermöglicht, in der Struktur eines zu allen Seiten gleichmäßig wachsenden Kristalls, in einer rotationssymmetrischen Blüte, in der Organisation von Atomen, oder in der symmetrischen Schönheit einer Nautilusschale. Auch das von Menschenhand Geschaffene ist von ihr dominiert. Ob bei den Pyramiden von Gizeh, im barocken Gartenbau, in der Anordnung eines Konzertensembles oder beim Mausuleumsbau Taj Mahal. Sie ist allgegenwärtig und damit auch allgegenwärtig in der Kunst. Wie ein universelles Strukturprinzip durchzieht sie Wissenschaft, Natur und Kunst. Doch was bedeutet sie der Kunst? Ist sie bloße Gleichförmigkeit? Gar ästhetisches Ideal?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über bildende Kunst und Symmetrie: Diese Abhandlung analysiert die historische und philosophische Wandlung der Symmetrie als ästhetisches Prinzip von der antiken Suche nach Harmonie bis hin zur modernen Krise des Kunstbegriffs und der wachsenden Kommerzialisierung.

Schlüsselwörter

Symmetrie, Kunstgeschichte, Ästhetik, Proportionslehre, Harmonie, Naturgesetz, Moderne Kunst, Schönheit, Wahrnehmung, Kunstbetrieb, Gesellschaftskritik, Kommerzialisierung, Authentizität, Ordnung, Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Symmetrie als universelles Strukturprinzip in der Natur und ihrer wechselhaften Bedeutung in der bildenden Kunst von der Antike bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die ästhetische Theorie der Symmetrie, wahrnehmungspsychologische Aspekte der Formbetrachtung, den Wandel vom mimetischen zum autonomen Kunstbegriff sowie die ökonomischen Einflüsse auf den modernen Kunstbetrieb.

Welches primäre Ziel verfolgt der Text?

Das Ziel ist es, den Konflikt zwischen dem traditionellen Bedürfnis des Menschen nach Harmonie und Ordnung und der gegenwärtigen Tendenz der Kunst, sich als autonome, teils provokante und kommerzialisierte Ausdrucksform von der Natur zu entfremden, kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine kulturphilosophische und kunsthistorische Analyse, ergänzt durch wahrnehmungspsychologische Überlegungen, um die Bedeutung der Symmetrie in der Geschichte und für den zeitgenössischen Rezipienten einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Sicht auf Symmetrie als Vollkommenheitsprinzip, den Bruch der modernen Kunst mit klassischen Formen, die Rolle der Symmetrie in der Wahrnehmungspsychologie sowie die kritische Reflexion des aktuellen Kunstmarktes.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Begriffe sind Symmetrie, Harmonie, ästhetisches Ideal, Kunstbetrieb, Naturgesetz, Autonomie der Kunst und Gesellschaftskritik.

Wie bewertet der Autor die moderne Abkehr von Symmetrie?

Der Autor interpretiert diese Abkehr als Symptom einer Kunst, die sich einerseits autonom definiert, andererseits aber in einem "Teufelskreis" der ständigen Suche nach Neuheit und Provokation gefangen hält, was zu ihrer Entfremdung vom Publikum beiträgt.

Welche Rolle spielt die Natur für den Autor am Ende des Essays?

Die Natur fungiert als Gegenentwurf zum modernen "Kunstdebakel"; sie wird als "größte Künstlerin" bezeichnet, die in ihrer Symmetrie und Ordnung eine unnachahmbare Harmonie und Wahrheit vermittelt, die der Kunstbetrieb zunehmend verloren hat.

Excerpt out of 7 pages  - scroll top

Details

Title
Über bildende Kunst und Symmetrie. Ein philosophischer Essay
College
University of Erfurt  (Philosophische Fakultät)
Course
Philosophien der Kunst
Grade
2,0
Author
Susanne von Pappritz (Author)
Publication Year
2009
Pages
7
Catalog Number
V1456800
ISBN (PDF)
9783963565847
Language
German
Tags
Symmetrie in der Kunst Symmetrie Kunstphilosophie Essay Philosophien der Kunst Natur Kultur Bildende Kunst Ästhetik Proportion Schönheit Harmonie Kunstfunktion Bildkomposition Wahrnehmungspsychologie Hegel Adorno Pollock Hirst Beuys Ordnung Vollkommenheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne von Pappritz (Author), 2009, Über bildende Kunst und Symmetrie. Ein philosophischer Essay, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1456800
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  7  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint