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Leistungsabhängige Besoldung am Beispiel des TVöD

Title: Leistungsabhängige Besoldung am Beispiel des TVöD

Seminar Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Lenhard (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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„Die Rechts- und Organisationsformen, mit denen Nationen, Länder und Kommunen ihre Aufgaben wahrnehmen, unterliegen, wie die Gesellschaft auch, einem ständigen Wandel. […] Stillstand wäre Rückschritt. […] Aktuell ist die Managerialisierung Ökonomisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland in vollem Gange“ (Niederelz, 2007, S. 276)

Dieses Zitat beschreibt die gegenwärtige Situation sehr genau. Globalisierung, Terrorismus und Themen innerhalb der Gesellschaft, wie Familie und das soziale System üben einen ungeheuren Druck auf die Verwaltung aus, der vor allem einen Kostendruck darstellt.
Kosten müssen vermieden und Effektivität gesteigert werden. Das Instrument der leistungsbezogenen Entgelte stellt ein Mittel dar um dieser Tendenz entgegenzukommen.
Der Einsatz dieses „Allheilmittels“ muss jedoch gründlich vorbereitet werden um ihn zu einem erfolgreichen zu machen. Wie Befragungen zeigen, wird es in Zukunft zu einer verstärkten Nutzung des Instruments des §18 kommen, und das auf allen Ebenen der Verwaltung. Ob diese Nutzung jedoch positiv ist, hängt davon ab, wie viele Mittel man bereit ist im Vorfeld in die Verwaltung zu investieren, die sie später um ein Vielfaches wieder einsparen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Ökonomisierung im öffentlichen Dienst: Vom Bat zum TVöD

2. Die Leistungsabhängige Vergütung im TVöD

2.1 Begriffbestimmungen

2.1.1 Vergütung

2.1.2 Leistungslohn

2.2 Theoretische Grundlagen

2.2.1 Motivationstheoretische Ansätze

2.2.2 Principal Agent Theorem

2.3 Sinn und Nutzen der Einführung eines leistungsbezogenen Entlohnungssystems

2.4 Instrumente im TVöD

2.4.1 Geltungsbereich

2.4.2 Leistungstopf

2.4.3 Die tariflichen Formen des Leistungsentgelts

2.4.3.1 Leistungsprämie

2.4.3.2 Leistungszulage

2.4.3.3 Erfolgsprämie

2.5 Leistungsbemessung

3. Empirische Umsetzung

4. Kritik

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Übergang von traditionellen, altersabhängigen Entlohnungsstrukturen hin zu einem leistungsorientierten Vergütungssystem im öffentlichen Dienst unter dem Aspekt der Ökonomisierung, konkret am Beispiel des TVöD, um zu analysieren, ob dieses System tatsächlich Anreize zur Effizienzsteigerung bieten kann.

  • Wandel der Verwaltungsstrukturen durch das New Public Management
  • Theoretische Fundierung durch Motivationstheorien und das Principal-Agent-Modell
  • Differenzierung der Instrumente des leistungsbezogenen Entgelts (§18 TVöD)
  • Methoden der Leistungsbewertung (Zielvereinbarungen und systematische Beurteilung)
  • Kritische Reflexion der ökonomischen Transformation in der öffentlichen Verwaltung

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Principal Agent Theorem

Die Principal Agent Theorie, die aus dem System der Neuen Institutionenökonomie herrührt, bezieht sich vor allem auf Menschen in Hierarchien. Diese lassen sich gliedern in Prinzipale, das heißt Auftraggeber oder Vorgesetzte, und Agenten, das heißt diejenigen, die die Aufträge erfüllen. Die zentrale Annahme der von Jensen und Meckling 1976 begründeten Theorie beruht auf Informationsassymetrien: Der Agent hat grundsätzlich einen Informationsvorsprung vor dem Principal, den er geschickt ausnutzen kann, indem er seinen Auftraggeber hintergeht. Es geht speziell um einen Zielkonflikt: Die Ziele der Unternehmung, nämlich Gewinnerzielung und Aufgabenerfüllung, stehen den individuellen Zielen des Arbeitnehmers gegenüber, die häufig aus angemessenem Gehalt, Sicherheit und Selbstständigkeit bestehen. Das zentrale dargestellte Problem liegt nun darin, wie die Ziele des Auftraggebers mit den Zielen des Agenten in Einklang gebracht werden können. Hier können entsprechende Motivationsmaßnahmen, wie eben die leistungsbezogene Besoldung ansetzen. Der einzelne Mitarbeiter muss durch gewisse Anreizmaßnahmen dazu gebracht werden, sein Verhalten auf die Ziele des Betriebs abzustimmen (Hock et al., 2007, S.8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Ökonomisierung im öffentlichen Dienst: Vom Bat zum TVöD: Beschreibt den historischen und theoretischen Wandel von einer starren, dienstalterbasierten Besoldung hin zu flexibleren, marktorientierten Entlohnungssystemen im Zuge des New Public Management.

2. Die Leistungsabhängige Vergütung im TVöD: Analysiert die theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Auszahlungsinstrumente und die Methoden der Leistungsbewertung innerhalb des modernen Tarifvertrags.

3. Empirische Umsetzung: Präsentiert Ergebnisse einer Befragung unter Personalmanagern zur Akzeptanz und den praktischen Hürden bei der Einführung leistungsorientierter Systeme in der Verwaltung.

4. Kritik: Hinterfragt die Übertragbarkeit privatwirtschaftlicher Erfolgsmodelle auf den öffentlichen Sektor und warnt vor einem Verlust an politischer Rationalität und dem Erodieren des Beamtenstatus.

5. Ausblick: Bewertet den zunehmenden Kostendruck und unterstreicht, dass der Erfolg leistungsbezogener Entgelte massiv von einer adäquaten Vorbereitung und Investitionen in die Implementierung abhängt.

Schlüsselwörter

Ökonomisierung, Öffentlicher Dienst, TVöD, Leistungsentgelt, New Public Management, Principal Agent Theorem, Zielvereinbarung, Leistungsbewertung, Verwaltungsreform, Personalmanagement, Motivation, Effizienz, Tarifvertrag, Leistungsprämie, Leistungszulage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung einer leistungsabhängigen Vergütung im öffentlichen Dienst am Beispiel des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) und beleuchtet den damit einhergehenden Wandel der Verwaltungskultur.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernpunkten gehören die betriebswirtschaftliche Steuerung der öffentlichen Verwaltung, die Motivationstheorien für Mitarbeiter sowie die spezifischen rechtlichen und praktischen Ausgestaltungen des Leistungsentgelts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, ob durch den Übergang zu leistungsorientierten Entgeltsystemen tatsächlich eine Effizienzsteigerung erreicht werden kann oder ob dies die administrativen Strukturen eher belastet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der ökonomischen und motivationstheoretischen Literatur sowie auf eine Auswertung empirischer Umfrageergebnisse unter Personalmanagern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Principal Agent Theorie), die Darstellung der konkreten Instrumente (Prämien, Zulagen) und die Diskussion der Leistungsbemessungsverfahren (Zielvereinbarungen, Beurteilungen).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Ökonomisierung, New Public Management, leistungsorientierte Bezahlung, Zielvereinbarungen und der Wandel vom BAT zum TVöD.

Wie unterscheidet sich die Leistungsprämie von der Leistungszulage gemäß TVöD?

Die Leistungsprämie ist als einmalige Zahlung für das Erreichen vereinbarter Ziele konzipiert, während die Leistungszulage eine befristete, in der Regel monatlich wiederkehrende Zahlung auf Basis einer Leistungsbewertung darstellt.

Welches fundamentale Risiko sieht der Autor bei der Umsetzung dieser Reformen?

Der Autor warnt davor, dass die Reformen aus Kostengründen nicht konsequent umgesetzt werden könnten, was dazu führt, dass das System seinen Anreizcharakter verliert und lediglich bürokratischen Mehraufwand erzeugt.

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Details

Title
Leistungsabhängige Besoldung am Beispiel des TVöD
College
Zeppelin University Friedrichshafen
Grade
2,0
Author
Johannes Lenhard (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V145707
ISBN (eBook)
9783640559640
ISBN (Book)
9783640559916
Language
German
Tags
Verwaltung Öffentliche Verwaltung Bürokratie Leistungsabhängige Besoldung TVÖD Administration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Lenhard (Author), 2008, Leistungsabhängige Besoldung am Beispiel des TVöD , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145707
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