In der vorliegenden Hausarbeit wird untersucht, wie Gespräche mit Adressaten der Sozialen Arbeit professionell geführt werden können und wodurch sich diese auszeichnen. Der zentrale Bestandteil der Arbeit ist somit eine professionelle Kommunikation. Hierzu wird zunächst herausgestellt, worin sich diese von einer Alltagskommunikation unterscheidet. Anschließend werden zwei bedeutende Kommunikationsmodelle vorgestellt und schließlich ein Bezug zur Sozialen Arbeit hergestellt. Darauf aufbauend wird das Verfahren der Mediation näher betrachtet. Um die Forschungsfrage adäquat zu beantworten, werden immer wieder Erkenntnisse anerkannter Kommunikationsforscher und Forscherinnen einbezogen. Schließlich kann dadurch ein Leitfaden zur professionellen Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit skizziert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gesprächssteuerung in der Sozialen Arbeit
2.1 Definition Kommunikation
2.1.1 Sender-Empfänger-Modell
2.1.2 Vier Seiten der Nachricht
2.2 Professionelle Kommunikation
2.2.1 Relevanz einer professionellen Kommunikation in der Sozialen Arbeit
3. Professionelle Gesprächsführung in der Mediation
3.1 Definition Mediation
3.2 Grundprinzipien
3.3 Kommunikationstechniken
3.4 Mediationsphasen
4. Abschlussdiskussion
5. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Gespräche mit Adressaten der Sozialen Arbeit professionell strukturiert und geführt werden können, um den Anforderungen des Berufsalltags gerecht zu werden. Dabei steht die Abgrenzung zur Alltagskommunikation sowie die Anwendung des Mediationsverfahrens als kommunikatives Handlungskonzept im Fokus.
- Grundlagen der Kommunikation und zwei zentrale Erklärungsmodelle
- Unterschiede zwischen professioneller Gesprächsführung und Alltagskommunikation
- Relevanz professioneller Kommunikation in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit
- Die Mediation als strukturierte Methode der außergerichtlichen Konfliktlösung
- Einsatz spezieller Kommunikationstechniken und Phasenmodelle
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition Mediation
Unter dem Begriff Mediation wird eine freiwillige und strukturierte Methode zur außergerichtlichen Streitschlichtung zweier oder mehrerer Konfliktparteien verstanden, welche durch einen Mediator entsprechend angeleitet wird (Rabe & Wode, 2020, S.8). Hierbei werden, anders als in Beratungsgesprächen, keine Ratschläge erteilt, demgegenüber verhilft der Mediator den Parteien während des Gesprächsverlaufs dazu, eine selbsterarbeitete, für beide Parteien denkbare, Lösung zu entwickeln (Hartung, n.d.). Eine solche Lösung wird schrittweise durch die Transformation von Positionen in bearbeitbare Themen (Fröhlich, 2016, S.40) und die darauffolgende Offenbarung der dahinterliegenden Interessen und Bedürfnisse seitens der einzelnen Parteien erreicht. Durch letzteres wird es für die Konfliktparteien möglich ein Verständnis füreinander aufzubringen und somit den Blickwinkel für neue Lösungsideen zu erweitern. (Bielecke & Kumbier, 2020, S.141)
Das Mediationsverfahren selbst, dessen Anforderungen an den Mediator, sowie auch die Verschwiegenheitspflicht aller Teilnehmer, einschließlich des Mediators, sind genauestens durch das Mediationsgesetzt, [BGBL, Absatz1, §1-9] geregelt. (Bundesministerium der Justiz, 2012, Teil 1 Nr.35 S.1577 f.) Aus dem Gesetz geht ebenso hervor, dass sich nicht jeder einfach so Mediator nennen kann. Demgegenüber ist es erforderlich eine entsprechende Ausbildung abzuschließen und sich regelmäßig fortzubilden (ebd., S.1578).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach professioneller Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit sowie die Relevanz einer strukturierten Kommunikation im beruflichen Alltag dar.
2. Gesprächssteuerung in der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel definiert Kommunikation unter Einbeziehung von Modellen wie dem Sender-Empfänger-Modell und den vier Seiten einer Nachricht und differenziert zwischen Alltags- und professioneller Kommunikation.
3. Professionelle Gesprächsführung in der Mediation: Dieses Kapitel erläutert Mediation als Methode, beleuchtet deren Grundprinzipien, Kommunikationstechniken und die spezifischen Phasen des Mediationsablaufs.
4. Abschlussdiskussion: Die Abschlussdiskussion resümiert die theoretischen Erkenntnisse und bestätigt die Notwendigkeit von Gesprächsstrukturen für die Qualitätssicherung in sozialen Hilfeprozessen.
5. Reflexion: In der Reflexion zieht die Autorin ein persönliches Fazit über ihren Lernzuwachs und die Anwendbarkeit der erlernten Methoden in der eigenen beruflichen Praxis.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Soziale Arbeit, Mediation, Gesprächsführung, Sender-Empfänger-Modell, Vier-Seiten-Modell, Konfliktlösung, professionelle Kommunikation, Gesprächssteuerung, Zuhör-Technik, Fragetechniken, Mediationsphasen, Berufsalltag, Hilfeprozess, Neutralität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung einer professionellen Gesprächsführung im Kontext der Sozialen Arbeit und untersucht, wie Dialoge mit Adressaten strukturiert sein müssen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Grundlagen der allgemeinen Kommunikation, die Abgrenzung von professionellem Sprechen zum Alltag sowie das spezifische Verfahren der Mediation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie professionelle Gespräche in der Sozialen Arbeit geführt und strukturiert werden können, um Hilfeprozesse effektiv zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand von Fachliteratur und Kommunikationsmodellen sowie die Anwendung auf den Berufsalltag der Autorin.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung über Kommunikationsmodelle und eine detaillierte Betrachtung des Mediationsverfahrens samt seiner Phasen und Techniken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Gesprächsführung, Mediation, professionelle Kommunikation, Konfliktlösung und Soziale Arbeit.
Warum ist das "Vier-Seiten-Modell" für Sozialarbeitende relevant?
Das Modell hilft, Missverständnisse auf verschiedenen Kommunikationsebenen besser zu verstehen und professioneller mit den unterschiedlichen Botschaften eines Gegenübers umzugehen.
Was unterscheidet Mediation von einer normalen Beratung?
Im Gegensatz zur klassischen Beratung werden in der Mediation keine Ratschläge durch den Vermittler erteilt; stattdessen entwickelt der Mediator einen Prozess, in dem die Konfliktparteien ihre Lösungen selbst erarbeiten.
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- Anne Horrick (Author), 2024, Professionelle Kommunikation, Mediation und Beratung in der sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1457246