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Go to shop › Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies

Soziales Lernen durch Theaterspielen im Englischunterricht

Title: Soziales Lernen durch Theaterspielen im Englischunterricht

Thesis (M.A.) , 2009 , 72 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Nixdorff (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Wer schon einmal Theater gespielt hat, weiß, dass in Erinnerung an diese Erfahrung sehr verschiedene Gefühle und Assoziationen hervorgerufen werden. So unterschiedlich die bleibenden Erinnerungen sind, so deutlich zeigen diese aber auch, dass es tiefgehende und berührende Momente waren. Jeder der Theater spielt stößt hin und wieder an seine physischen und psychischen Grenzen und ermöglicht dadurch, dass das Gelernte dauerhaft gespeichert wir, da es über die ganze Person erfahren wurde.
Das Besondere des Theaterspielens und die Methoden der Theaterpädagogik sind Gegenstand dieser wissenschaftlichen Hausarbeit. Ziel der Arbeit ist es die Theaterpädagogik in der Schule zu verorten und ihre Möglichkeiten konkret für den Englischunterricht aufzuzeigen. Eines der Leitziele der heutigen Schule ist es ihren Schülerinnen und Schülern die Schlüsselqualifikation der sozialen Kompetenz zu vermitteln, da dies Aufgabe jeden Faches ist und über bestimmte Inhalte und Methoden vor allem indirekt vermittelt wird, habe ich das Theaterspielen im Englischunterricht als die Methoden und den Ort gewählt, wo soziales Lernen stattfinden kann.
Um eine theoretische Grundlage für die Praxisbeispiele zu schaffen, werde ich im Folgenden einige Aspekte genauer betrachten. Ich die Theaterpädagogik im Allgemeinen beleuchten. Die Theaterpädagogik ist in der Schule erst eine jüngere Erscheinung, über ihre Möglichkeiten und Ziele informiert das 2. Kapitel. Im 3. Kapitel widme ich mich dem sozialen Lernen und dem Aspekt der ‚veränderten Kindheit’. Wie kann soziales Lernen in den Schulalltag integriert werden und welche Möglichkeiten bieten sich hier speziell dem Englischunterricht? (Kapitel 4 und 5). Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet der Bereich der konkreten Vorschläge für den Unterricht. Hier zeige ich Möglichkeiten auf, wie soziales Lernen durch Theaterspiel im Englischunterricht (1. -9. Klasse)gefördert werden kann. Ein vielseitiges Repertoire ( Kinderbuch mit Bildern, Eigenproduktion mit freien Texten, Kurzdrama,Roman, komplettes Theaterstück) soll Lehrern die Möglichkeiten für den eigenen Unterricht aufzeigen (Kapitel 6 bis 6.2.3).
In Kapitel 7 möchte ich der wichtigen Rolle und Funktion des Lehrers als Theaterpädagoge und Spielleiter einen Platz einräumen. Ohne deren Engagement und deren Mut zum Risiko würden den Schülern wertvolle Erfahrungen verwehrt bleiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theaterpädagogik

2.1. Geschichte der Theaterpädagogik

2.2. Theaterpädagogik und Schule

3. Notwendigkeit des sozialen Lernens

3.1. ‚Veränderte Kindheit’

3.2. Soziales Lernen und soziale Rollen

4. Theaterpädagogik im Kontext Schule

4.1. Soziales Lernen durch Theaterpädagogik in der Schule

4.2. Soziales Lernen durch Theaterpädagogik im Englischunterricht

5. Theaterpädagogische Methoden des handlungsorientierten Englischunterrichts

6. Beispiele für die Praxis

6.1 Praxisbeispiele für die Grundschule

6.1.1 Vorschläge für die 1.-2. Klasse

6.1.2 Vorschläge für die 3.-4. Klasse

6.2 Praxisbeispiele für die Sekundarstufe I

6.2.1 Vorschläge für die 5.-6. Klasse

6.2.2 Vorschläge für die 7.-8. Klasse

6.2.3 Vorschläge für die 9.-10. Klasse

7. Die Rolle des Lehrers als Spielleiter und Theaterpädagoge

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten der Theaterpädagogik zur Förderung sozialer Kompetenzen im Englischunterricht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie theatrale Methoden den Erwerb sozialer Schlüsselqualifikationen unterstützen und wie diese sinnvoll in den schulischen Alltag integriert werden können.

  • Theoretische Fundierung der Theaterpädagogik und ihrer Geschichte
  • Analyse der Notwendigkeit sozialen Lernens durch gesellschaftlichen Wandel
  • Verknüpfung von Fremdsprachenerwerb und handlungsorientierten theaterpädagogischen Methoden
  • Praktische Implementierung in verschiedenen Klassenstufen (Grundschule bis Sekundarstufe I)
  • Rolle der Lehrkraft als Spielleiter und theaterpädagogischer Begleiter

Auszug aus dem Buch

3.1. ‚Veränderte Kindheit’

Der Begriff der ‚veränderten Kindheit’ wurde durch die gleichnamige Publikation von Maria Fölling-Albers im Jahr 1989 bekannt und fasste sehr schnell in Politik und breiter Öffentlichkeit Fuß. Meist ist der Begriff negativ konnotiert und strebt den Vergleich der heutigen Generation mit der Generation der Eltern und Großeltern an, wobei man hier oft Gefahr läuft, das Gute der alten Zeiten mit dem Schlechten von Heute zu vergleichen. Dies führt sowohl zu einer falschen Darstellung der gegenwärtigen Situation, als auch zu einer Glorifizierung der Vergangenheit (vgl. Oswald 2006:36). Es ist nicht zu verleugnen, dass es den Kindern der Gegenwart in vieler Hinsicht, besonders, was die Bedingungen im Bereich von Bildung, Gesundheit, Hygiene und Schutz vor Gewalt und Ausbeutung angeht, wesentlich besser geht. Kinder erlebten zu allen Zeiten auch Leid, was letztlich auch Vorraussetzung für Entwicklung und Reifung ist.

Die Probleme der Kinder und Jugendlichen von ‚damals’ haben sich jedoch verschoben und die Generation der Erwachsenen hat schon immer mit Sorge auf den Verfall der Jugend geschaut. Schon der griechische Dichter Hesiod sah 700 vor Christus den Untergang seines Volkes kommen, weil die Jugend so „unerhört rücksichtslos“ sei (Hesiod zitiert in ebd.:11). Es ist jedoch nicht richtig die Gesellschaft als Opfer der Kinder zu betrachten und darauf zu beharren, dass die Kinder sich verändert hätten, denn „die heutigen Kinder sind ganz offensichtlich die Kinder ihrer Zeit und ihrer Umwelt, sie sind ihr entlarvendster Spiegel“, wie Hartmut von Hentig schon 1987 konstatierte (ebd.:34). Selbstverständlich ist der Auslöser für die veränderte Kindheit der Wandel der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit und steckt das Ziel ab, Theaterpädagogik als Ort für soziales Lernen im Englischunterricht zu verorten.

2. Theaterpädagogik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte und den pädagogischen Stellenwert der Theaterpädagogik in der Schule.

3. Notwendigkeit des sozialen Lernens: Es wird die Bedeutung sozialer Kompetenzen vor dem Hintergrund der ‚veränderten Kindheit’ analysiert.

4. Theaterpädagogik im Kontext Schule: Das Kapitel verknüpft die Ziele der Schule mit den Möglichkeiten theaterpädagogischer Arbeit im Englischunterricht.

5. Theaterpädagogische Methoden des handlungsorientierten Englischunterrichts: Hier werden konkrete theaterpädagogische Verfahren für den Fremdsprachenunterricht vorgestellt.

6. Beispiele für die Praxis: Dieser Teil bietet eine umfassende Sammlung an konkreten Vorschlägen für alle Klassenstufen von der Grundschule bis zur Sekundarstufe I.

7. Die Rolle des Lehrers als Spielleiter und Theaterpädagoge: Das Kapitel thematisiert die veränderte Rolle der Lehrkraft hin zu einem Begleiter in kreativen Lernprozessen.

8. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des hohen Bildungswertes der Theaterpädagogik.

Schlüsselwörter

Theaterpädagogik, Englischunterricht, Soziales Lernen, Handlungsorientierter Unterricht, Rollenspiel, Szenisches Spiel, Identitätsbildung, Kommunikative Kompetenz, Interkulturelles Lernen, Medienkindheit, Bullying, Lehrerrolle, Persönlichkeitsentwicklung, Schultheater, Fremdsprachenerwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz theaterpädagogischer Methoden im Englischunterricht zur Förderung der sozialen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Geschichte der Theaterpädagogik, die Notwendigkeit sozialen Lernens angesichts veränderter Kindheitsbedingungen sowie methodische Ansätze für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten der Theaterpädagogik im Englischunterricht aufzuzeigen und Lehrern eine praktische Basis für die Förderung sozialer Kompetenzen zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Fachliteratur sowie die theoretische Aufbereitung theaterpädagogischer Konzepte, ergänzt durch Praxisbeispiele.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die direkte Verknüpfung von theaterpädagogischen Methoden mit den Anforderungen und Themenfeldern des Englischunterrichts über verschiedene Klassenstufen hinweg.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Soziales Lernen, Handlungsorientierung, Szenisches Spiel, Rollendistanz, Empathie und kommunikative Kompetenz.

Warum wird das Thema Bullying explizit behandelt?

Bullying wird als ein aktuelles Problem in Schulen thematisiert, wobei theaterpädagogische Ansätze wie im Stück „Allie’s Class“ als Filter dienen, um Konflikte spielerisch und distanziert zu bearbeiten.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei diesen Methoden?

Die Lehrkraft wandelt sich von einer reinen Autoritätsperson zu einem Spielleiter, der einen Schutzraum schafft, in dem Schüler durch eigenes Handeln soziale Erfahrungen sammeln können.

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Details

Title
Soziales Lernen durch Theaterspielen im Englischunterricht
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für Fremdsprachen)
Grade
1,0
Author
Sarah Nixdorff (Author)
Publication Year
2009
Pages
72
Catalog Number
V145731
ISBN (eBook)
9783640563616
ISBN (Book)
9783640563388
Language
German
Tags
Theaterpädagogik Theaterspielen Englischunterricht Teaching Drama Soziales Lernen Soziale Kompetenz Literacy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Nixdorff (Author), 2009, Soziales Lernen durch Theaterspielen im Englischunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145731
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