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Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation

Freud, Erikson, Piaget, Bronfenbrenner, Grundmann, Hurrelmann

Title: Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carolin Duss (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Was prägt die individuelle Entwicklung – der Mensch selbst oder seine soziale Umwelt? Bleiben wesentliche Verhaltensweisen über die Jahre stabil oder verändern sie sich in einem lebenslangen Prozess? Was macht das Individuum zum Mitglied einer Gesellschaft?
Diese grundlegenden Fragen der Entwicklungspsychologie und Sozialisationsforschung sollen in vorliegender Arbeit ausdifferenziert und beantwortet werden. Hierzu werden verschiedene Theorien vorgestellt. Kapitel II befasst sich mit klassischen und modernen psychologischen Erklärungsmodellen nach Freud, Erikson, Piaget und Bronfenbrenner. In Kapitel III werden, auf Durkheims Vermächtnis aufbauend, aktuelle Sozialisationstheorien von Hurrel- mann und Grundmann behandelt, welche Ergebnisse aus den zuvor beschriebenen psychologischen Theorien zu integrieren versuchen.
Jede Theorie des II und III Kapitels konzentriert sich auf bestimmte Dimensionen der menschlichen Entwicklung und Sozialisation: Persönlichkeitsmerkmale, Selbstverständnis, Kognition, Bindungsbeziehungen, Verortung im sozialen Umfeld. Mal wird der Mensch als eher passives, mal als aktiv gestaltendes Wesen begriffen, mal stehen genetische Veranlagung, dann wieder Umwelteinflüsse im Vordergrund.
Die in Kapitel IV nach Fuhrer beschriebenen Grundbedürfnisse und Entwicklungsaufgaben von Kindern schenken allen aufgeführten Entwicklungs- und Sozialisationsmodellen Beachtung und stehen als eine Art Zusammenfassung und Anleitung zur Erziehungspraxis für sich. Abschließend wird unter V ein Fazit gezogen, in dem oben genannte Grundfragen beantwortet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theorien der Entwicklungspsychologie

1. Freuds Theorie der psychosexuellen Entwicklung

2. Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung

3. Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung

4. Bronfenbrenners sozialökologische Entwicklungstheorie

III. Theorien zur Sozialisation

1. Durkheims Vermächtnis

2. Sozialisation nach Grundmann und Hurrelmann

IV. Grundbedürfnisse von Kindern in der psychischen und sozialen Entwicklung

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die grundlegenden Fragen der Entwicklungspsychologie und Sozialisationsforschung zu beantworten, indem sie klassische und moderne theoretische Erklärungsmodelle differenziert gegenüberstellt, um zu verstehen, wie sich das Individuum als Mitglied einer Gesellschaft entwickelt.

  • Psychologische Erklärungsmodelle nach Freud, Erikson, Piaget und Bronfenbrenner
  • Sozialisationstheoretische Ansätze von Durkheim, Hurrelmann und Grundmann
  • Bedeutung der Grundbedürfnisse und Entwicklungsaufgaben für das Kindesalter
  • Wechselwirkung zwischen individuellen Anlagen und sozialem Umfeld
  • Konstruktive aktive Mitgestaltung von Sozialisationsprozessen

Auszug aus dem Buch

Die orale Phase

Die erste Phase der psychosexuellen Entwicklung durchlebt ein Mensch während seines ersten Lebensjahres. In dieser ‚oralen Phase’ zieht der Säugling primär aus Kauen, Saugen, Beißen oder Essen Befriedigung (Miller 1993: 132). Die psychische Energie findet in dieser Phase ihr Zentrum in der erogenen Zone des Mundes, deshalb führen genannte Aktivitäten auch zu einem Abbau der für den Säugling zunächst unangenehmen sexuellen Spannung (ibid.).

Alle prägenden Erfahrungen, die ein Mensch in dieser ersten Phase erlebt, stehen mit oralen Bedürfnissen in Verbindung (ibid.), sowohl wenn Bedürfnisbefriedigung erlangt wird, als auch wenn dies nicht der Fall ist. So kann es etwa zu Frustrationen führen, wenn das Kind von der Brust oder Flasche entwöhnt und an eine Tasse gewöhnt werden soll oder die Eltern ihm Dinge wegnehmen, auf denen es nicht herumkauen darf (ibid.). Das mag zunächst als kleine Maßnahme in der täglichen Kindererziehung erscheinen. Für ein Kind jedoch ist es eine der ersten Herausforderungen mit Nicht-Befriedigung umzugehen. Es muss lernen mit der Realität umzugehen, wie schon beim Übergang vom Es zum Ich beschrieben. Für Freud ist die orale Phase grundlegend für die weitere Persönlichkeitsentwicklung (Miller 1993: 133). Wenn ein Kind zuviel oder zuwenig orale Befriedigung erfährt, hat dies auch in späteren Jahren Auswirkungen. Geringe Befriedigung führt demzufolge zu Persönlichkeitsmerkmalen wie Ängstlichkeit und Pessimismus. Zu viel Befriedigung könnte dazu führen, dass Kinder, obwohl biologisch reif dafür, in der nächsten Phase die psychische Energie nicht auf neue Objekte lenken können (Miller 1993: 132). Ein Teil der Energie bleibt in der ersten Phase verhaftet und fehlt dann bei der Weiterentwicklung in der nachkommenden (Miller 1993: 122). So kommt es zu Entwicklungsstörungen, deren Auswirkungen ein Leben lang zu spüren sein können. Freud differenziert fünf ‚Funktionsmodi’, die die orale Phase kennzeichnen: Sich einverleiben, Festhalten, Beißen, Ausspucken und Verschließen (Miller 1993: 133).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung formuliert die zentralen Forschungsfragen zur menschlichen Entwicklung und gibt einen Überblick über die behandelten Theorien sowie deren Zielsetzung.

II. Theorien der Entwicklungspsychologie: Dieses Kapitel stellt klassische psychologische Erklärungsmodelle von Freud, Erikson, Piaget und Bronfenbrenner vor und analysiert deren Schwerpunkte.

III. Theorien zur Sozialisation: Es werden aktuelle sozialisationstheoretische Ansätze von Hurrelmann und Grundmann beleuchtet, die psychologische und soziologische Aspekte integrieren.

IV. Grundbedürfnisse von Kindern in der psychischen und sozialen Entwicklung: Dieses Kapitel fasst zentrale Entwicklungsaufgaben und Grundbedürfnisse von Kindern zusammen, die als Anleitung für die Erziehungspraxis dienen.

V. Fazit: Das Fazit führt die verschiedenen Theorien zusammen und beantwortet die in der Einleitung aufgeworfenen Grundfragen zum Wechselspiel zwischen Anlage und Umwelt.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Entwicklungspsychologie, Sozialökologische Theorie, Identität, Anlage-Umwelt-Wechselwirkung, Sozialisationsinstanzen, Triebenergie, Kognitive Entwicklung, Grundbedürfnisse, Erziehung, Kindheit, Jugendliche, Individuum, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren die individuelle Entwicklung und Sozialisation des Menschen prägen, und analysiert hierzu verschiedene wissenschaftliche Theorien aus Psychologie und Soziologie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die psychosexuelle und psychosoziale Entwicklung, kognitive Entwicklungsschritte sowie die sozialökologische Einbettung des Menschen in verschiedene Lebensumwelten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die grundlegenden Fragen zu beantworten, ob der Mensch primär durch sich selbst oder seine Umwelt geprägt wird und wie er zum Mitglied einer Gesellschaft wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich etablierter klassischer und moderner Modelle der Sozialisations- und Entwicklungsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Theorien der Entwicklungspsychologie, Theorien der Sozialisation und eine Analyse der Grundbedürfnisse von Kindern für eine gesunde psychische und soziale Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Identität, Anlage-Umwelt-Interaktion, Entwicklungsphasen und Sozialisationsinstanzen.

Wie unterscheidet sich die Theorie von Freud von der von Erikson bezüglich der Dauer der Entwicklung?

Während Freud die Persönlichkeitsentwicklung primär als nach der frühen Kindheit abgeschlossen betrachtet, erweitert Erikson diesen Ansatz zu einem lebenslangen Prozess, der sich über acht Phasen erstreckt.

Welche Rolle spielen die von Bronfenbrenner beschriebenen Systeme für das Kind?

Bronfenbrenner definiert verschiedene ineinandergreifende Ebenen wie Mikro-, Meso-, Exosysteme, die maßgeblich beeinflussen, wie ein Kind durch soziale Interaktionen und Einflüsse seine Persönlichkeit entwickelt.

Warum betont die Arbeit die Bedeutung von Grundbedürfnissen?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Erfüllung von Bedürfnissen wie Geborgenheit oder entwicklungsgerechten Erfahrungen die notwendige Basis für die Ausbildung kognitiver und sozialer Kompetenzen darstellt.

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Details

Title
Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation
Subtitle
Freud, Erikson, Piaget, Bronfenbrenner, Grundmann, Hurrelmann
College
University of Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaften)
Course
Hauptseminar: Entwicklung-Sozialisation-Erziehung. Psychologische und Soziologische Grundlagen der Erziehung
Grade
1,3
Author
Carolin Duss (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V145737
ISBN (eBook)
9783640565481
ISBN (Book)
9783640565337
Language
German
Tags
Erziehung Sozialisation Persönlichkeitsentwicklung Grundbedürfnisse von Kindern Freud Erikson Piaget Bronfenbrenner Grundmann Hurrelmann kognitive Entwicklung psychosoziale Entwicklung Entwicklungspsychologie psychosozial psychosexuell sozialökologisch Durkheim
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Duss (Author), 2007, Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145737
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