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Die Förderung europäischer Integration durch die Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Titre: Die Förderung europäischer Integration durch die Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Carolin Duss (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Immer mehr Europäer sind müde. Müde von etwas, von dem sie eigentlich begeisterter Teil sein sollten, nämlich von Europa. Ein regelrechter ‚Europaüberdruss’ scheint eingekehrt zu sein. Davon kann man sich in der Zeitung oder im Fernsehen überzeugen, oder auch aktuell im Buchhandel. Dort steht das neuste Werk des deutschen EU-Kommissars Günther Verheugen, es trägt den Titel Europa in der Krise. Es ist vor allem eine Vertrauenskrise. Dabei sollten wir uns in diesem ‚neuen Europa’ doch alle wohl, sicher und stolz fühlen, sollten zusammenwachsen, kurz: integrierte Europäer sein. Die meisten von uns fühlen sich aber alles andere als integriert. Das zeigt zum Beispiel die Ablehnung der EU-Verfassung durch Frankreich und die Niederlande im Frühjahr 2005.

Worin begründet sich wohl die Skepsis gegenüber Europa? Liegt es an negativen Alltagserfahrungen mit dem Euro, oft als „Teuro“ bezeichnet? Ist es der histo- rische Hintergrund der Europäer, der sie in der Vergangenheit mehr getrennt als geeint hat? Oder ist das Gebilde EU schlicht zu wenig greifbar für seine Bürger?

Da die wirtschaftliche und kommerzielle Basis für ein vereintes Europa durch diverse Verträge, zuletzt durch den Vertrag von Maastricht, gegeben ist, mangelt es nach Ansicht vieler Kulturpolitiker an gemeinsamen kulturellen Werten. So schreibt Jürgen Chrobog, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes: „Ein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl und Selbstbewusstsein sowie eine europäische Identität der Bürger können sich nur auf kultureller Grundlage entwickeln. Kultur schafft Vertrauen und vermittelt über Landesgrenzen hinweg freundschaftliche und langfristige belastbare Verbindungen“ (Chrobog 2002, S.9). Kulturpolitik kann demnach eine Brücke schlagen über den Graben, der viele Europäer voneinander und von der Idee Europa zu trennen scheint.

Was kann nun konkret die Kulturpolitik der BRD zur europäischen Integration beitragen? Diese Frage soll in den folgenden Kapiteln beantwortet werden. Zunächst wird jedoch in Kapitel zwei kurz auf die Frage eingegangen, welchen Sinn die europäische Integration für den einzelnen Bürger macht. In Kapitel drei werden die zentralen Institutionen, die rechtliche Grundlage, aktuelle Programme und die Finanzierung dieser kulturellen Integrationspolitik vorgestellt. Darauf folgt das Fazit mit der persönlichen Schlussfolgerung und einem Ausblick.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wozu europäische Integration?

3. Deutsche Kulturpolitik für ein vereintes Europa

3.1 Institutionen, Akteure und rechtliche Hintergründe

3.2 Programme und Initiativen

3.3 Kulturfinanzierung in Deutschland und der EU

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag die deutsche Kulturpolitik zur europäischen Integration leisten kann, um dem zunehmenden „Europaüberdruss“ entgegenzuwirken und ein europäisches Identitätsbewusstsein zu fördern. Dabei wird analysiert, wie trotz begrenzter finanzieller Mittel und komplexer föderaler Strukturen kulturelle Programme die Verständigung zwischen den europäischen Völkern unterstützen können.

  • Kulturelle Identitätsbildung als Basis für europäische Integration
  • Strukturen und Akteure der deutschen Kulturpolitik im europäischen Kontext
  • Analyse kulturpolitischer Förderprogramme (z. B. Kultur 2000, Büro Kopernikus)
  • Finanzielle Rahmenbedingungen und die Rolle öffentlicher versus privater Akteure
  • Herausforderungen des Kulturföderalismus für eine einheitliche europäische Strategie

Auszug aus dem Buch

3. Deutsche Kulturpolitik für ein vereintes Europa

Kulturpolitik aus Deutschland für ein vereintes Europa, dieses Ziel kann auf den verschiedensten politischen Ebenen erreicht werden. Institutionen des Bundes und der Länder, Verbände, Gesellschaften und private Initiativen können den Weg europäischer Kulturpolitik beschreiten. Als Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft hat die Bundesrepublik Deutschland laut Artikel 151 des EG-Vertrags zudem an folgenden drei Hauptaufgaben mitzuwirken:

1) einen Beitrag zu leisten zur Entfaltung der Kulturen der Mitgliedsstaaten unter Wahrung ihrer nationalen und regionalen Vielfalt;

2) das kulturelle Erbe zu bewahren und zu schützen;

3) den kulturellen Austausch und die künstlerische und literarische Produktion zu unterstützen (Klein 2003, S. 97).

Konkrete Ziele dieser Vereinbarungen sind unter anderem der Schutz von Minderheiten, wie zum Beispiel der Korsen in Frankreich, der Deutschsprachigen in Italien oder der Ungarn in Österreich. Zudem gilt es, den Diskurs zu fördern, der zur Annäherung und Verständigung über Konsens und Differenzen einzelner Nationen führen soll. Dieser Wertedialog soll im Rahmen einer Konfliktprävention und Friedenssicherung getätigt werden, Ziele, die es, wie schon angeführt, für ein starkes, gemeinsames Europa anzustreben gilt. Kultur kann als Medium der geistigen Auseinandersetzung mit kollektiven Konflikten wirken, so können sich zum Beispiel Künstler unterschiedlicher Ethnien friedlich begegnen, und Werte in einer Kulturgesellschaft vereinigen, die wiederum die Stabilität erzeugt, welche zur Friedenssicherung nötig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen „Europaüberdruss“ und stellt die These auf, dass Kulturpolitik als Brücke für die europäische Integration dienen kann, um ein gemeinsames Identitätsgefühl zu schaffen.

2. Wozu europäische Integration?: Dieses Kapitel diskutiert die Vorteile der europäischen Union über wirtschaftliche Aspekte hinaus und unterstreicht die Notwendigkeit eines gemeinsamen europäischen Bürgerbewusstseins durch kulturelle Werte.

3. Deutsche Kulturpolitik für ein vereintes Europa: Hier werden die institutionellen Aufgaben, die rechtlichen Grundlagen sowie die Akteure beleuchtet, die die deutsche Kulturpolitik auf Bundes-, Länder- und EU-Ebene prägen.

3.1 Institutionen, Akteure und rechtliche Hintergründe: Das Kapitel analysiert die verschiedenen politischen Ebenen und die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und EU bei der Gestaltung und Umsetzung kulturpolitischer Maßnahmen.

3.2 Programme und Initiativen: Hier werden konkrete Förderprogramme wie „Kultur 2000“ und bilaterale Projekte wie das „Büro Kopernikus“ vorgestellt, die den europäischen Austausch aktiv fördern.

3.3 Kulturfinanzierung in Deutschland und der EU: Das Kapitel befasst sich mit der komplexen Finanzierungslage, dem Rückgang öffentlicher Ausgaben und der wachsenden Bedeutung privater Förderung im Kultursektor.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Kulturpolitik einen höheren Stellenwert benötigt und eine stärkere finanzielle sowie kommunikative Unterstützung essenziell ist, um europamüde Bürger wieder für die europäische Idee zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Kulturpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Identitätsbildung, Kulturförderung, Kultur 2000, Kulturföderalismus, Europabewusstsein, Friedenssicherung, Minderheitenschutz, Interkultureller Dialog, Kulturfinanzierung, Europäische Identität, Bürgerbewusstsein, Integrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag die deutsche Kulturpolitik zur europäischen Integration leisten kann, um die Distanz zwischen den Bürgern und der Idee Europa zu verringern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der kulturellen Identitätsbildung, den föderalen Strukturen der deutschen Kulturpolitik sowie den finanziellen und programmatischen Rahmenbedingungen für den europäischen Kulturaustausch.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Hausarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturpolitische Maßnahmen dazu beitragen können, ein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln und die kulturelle Vielfalt innerhalb Europas zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Literatur, Verträgen (wie dem EG-Vertrag), Umfrageergebnissen und offiziellen Berichten zur Kulturfinanzierung, um den Status quo der europäischen Kulturpolitik zu bewerten.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Institutionen und rechtlichen Hintergründen, die Vorstellung konkreter Programme und Initiativen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der öffentlichen und privaten Kulturfinanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie europäische Integration, Kulturförderung, Identitätsbildung und Kulturföderalismus geprägt.

Warum ist das föderale System Deutschlands für die europäische Kulturpolitik relevant?

Die Autorin hebt hervor, dass der Kulturföderalismus den politischen Prozess verkompliziert, da Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern oft unklar sind, was eine einheitliche Strategie gegenüber der EU erschwert.

Welche Rolle spielen private Stiftungen laut der Analyse?

Angesichts sinkender öffentlicher Mittel gewinnen private Akteure und Stiftungen wie die „Hertie Stiftung“ zunehmend an Bedeutung bei der Förderung von Projekten, die zur europäischen Identitätsbildung beitragen.

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Résumé des informations

Titre
Die Förderung europäischer Integration durch die Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland
Université
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Cours
Kulturpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Note
1,7
Auteur
Carolin Duss (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
15
N° de catalogue
V145738
ISBN (ebook)
9783640562725
ISBN (Livre)
9783640562459
Langue
allemand
mots-clé
europäische Integration Kulturpolitik Kulturfinanzierung EU
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carolin Duss (Auteur), 2005, Die Förderung europäischer Integration durch die Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145738
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Extrait de  15  pages
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