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US-Amerikanische und Hamburgische Migrationsgesetzgebung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Einwanderungswellen rufen US-Amerikanische Antiimmigrationspolitik hervor

Title: US-Amerikanische und Hamburgische Migrationsgesetzgebung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Franziska Jahn (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Im 19. Jahrhundert immigrierten Millionen Menschen aus europäischen und asiatischen Ländern in die USA einer „nation of immigrants“. Während meiner Recherchen stellte ich fest, dass die Übersee-auswanderung in den Gesamtkomplex der Sozialgeschichte einzuordnen ist und ein vielschichtiger Prozess, der ohne Detailstudien gar nicht erfasst werden könnte. So befasste ich mich zunächst mit den Faktoren, die einen Men-schen zum endgültigen Verlassen seines Heimatlandes veranlassten.
Hieraus entwickelten sich sehr schnell Fragestellungen, die den Rahmen der Auswande-rung betreffen: Warum wandern die Menschen im 19. Jahrhundert aus? Wie vollzog sich solch eine Reise? Für mein Thema zentral: In welchem gesetzlichen Rahmen vollzog sich das Ganze?
Ich hatte keinerlei Probleme, an Quellen und Literatur für diese Arbeit zu gelangen, da gerade in Hamburg die Überseeauswanderungs-forschung weit gediegen ist. Ähnlich oben erwähnter Vielschichtigkeit sind auch die Forschungsfragen, die den heutigen Stand der Überseeauswanderungsforschung widerspiegeln. Sie zeigen ein Interesse an Fragen völkerverbindender Migration, an der sozialen Eingliederung von Einwanderungsgruppen, also ihrer Akkulturation in der Aufnahmegesellschaft. So möchte ich im Folgeneden zunächst die Rahmenbedingungen der Auswanderung aufzeigen, um dann mit einem Gesetz, dem „Chinese Exclusion Act“ exemplarisch zu erläutern, zu welchen gesetzlichen Maßnahmen sich eine Gesellschaft durch Migration hinreißen lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Faktoren der Auswanderung

2.1 Wirtschaftliche Faktoren

2.2 Politische Motivation

2.3 Religiöse Motivation

2.4 Individuelle Motivation

3 Strukturen der Auswanderung – Die Organisation der Auswanderung in den Europäischen Häfen (insbesondere deutsche Häfen)

3.1 Rolle der Agenturen, des Auswanderungsagenten

3.2 Rolle der Auswanderungsvereine, des -verkehrs und der -fürsorge

3.3 Die Rolle der HAPAG im Auswanderergeschäft

3.4 Die Konkurrenz zwischen der HAPAG und dem NDL

4 Gesetze über die Beförderung per Schiff: Die Hamburger Auswanderungsgesetzgebung von 1887

5 Die Aufnahmesituation in den USA

5.1 Einwanderungsbeschränkungen: The Chinese Exclusion Act

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen den Migrationsbewegungen aus Europa und Asien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den darauf reagierenden gesetzlichen Regulierungen. Der Fokus liegt dabei auf der Organisation der Auswanderung über deutsche Häfen sowie der restriktiven Einwanderungspolitik in den USA, exemplarisch dargestellt am „Chinese Exclusion Act“.

  • Faktoren der Massenauswanderung im 19. Jahrhundert
  • Strukturen und Akteure des Auswanderergeschäfts in Hamburger Häfen
  • Die Rolle der HAPAG im internationalen Transportwesen
  • Einfluss der Hamburger Auswanderungsgesetzgebung von 1887
  • Entwicklung US-amerikanischer Einwanderungsbeschränkungen

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Rolle der HAPAG im Auswanderergeschäft

Kennzeichnend für die Rolle der Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actiengesellschaft (HAPAG) im Auswanderergeschäft sind die Stationen der Anreise, der Einschiffung bis hin zur Überfahrt.

Hierbei sei zunächst erwähnt, dass in der überseeischen Massenauswanderung des 19. Jahrhunderts Bremen zunächst die führende Hansestadt war. Erst als Hamburg dem bremischen Beispiel die Auswandererfürsorge zu stärken und auch eine vorbildlichere Auswanderungsgesetzgebung zu formulieren, folgte, verbesserte sich auch der Ruf Hamburgs als Auswandererhafen. Für einen kräftigen Aufschwung des Hamburger Hafens in der Auswandererbeförderung sorgte die 1847 gegründete HAPAG, die knapp zehn Jahre später ihr erstes dampfbetriebenes Passagierschiff einsetzte und somit eine neue Ära der Schifffahrt einläutete.

Seit den 1870er-Jahren war es möglich, eine kombinierte Fahrkarte, (auch „Durchbilletts“ genannt) zu kaufen, die eine Anfahrt per Zug und die Überfahrt nach Amerika beinhaltete. Ab 1879 wurden sogar Billets angeboten, die den Auswanderer noch zusätzlich zum Auswanderungsziel in den USA beförderten. Die Reederei machte mit diesen Passagebillets ein gutes Geschäft und entledigte sich gleichzeitig noch der Sorge des rechtzeitigen Erscheinens der Auswanderer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Forschungsrahmen über die sozialgeschichtliche Einordnung der Überseeauswanderung und stellt die zentrale Frage nach den zugrunde liegenden gesetzlichen Rahmenbedingungen.

2 Faktoren der Auswanderung: Dieses Kapitel erläutert das Zusammenspiel von wirtschaftlichen, politischen, religiösen und individuellen Motiven, die Menschen im 19. Jahrhundert zur Auswanderung bewegten.

3 Strukturen der Auswanderung – Die Organisation der Auswanderung in den Europäischen Häfen (insbesondere deutsche Häfen): Hier werden die organisatorischen Aspekte der Massenauswanderung, insbesondere durch Agenturen, Vereine und Reedereien wie die HAPAG, analysiert.

4 Gesetze über die Beförderung per Schiff: Die Hamburger Auswanderungsgesetzgebung von 1887: Dieses Kapitel behandelt die Entwicklung und Inhalte des Hamburger Gesetzes von 1887, das das Auswanderergeschäft umfassend regulierte.

5 Die Aufnahmesituation in den USA: Das Kapitel analysiert die Veränderung der US-amerikanischen Einwanderungspolitik und die Entstehung restriktiver Maßnahmen, insbesondere gegen asiatische Einwanderer.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Bedeutung wirtschaftlicher Not als Auswanderungsgrund sowie die Etablierung restriktiver Gesetze als Reaktion auf Migrationswellen zusammen.

Schlüsselwörter

Auswanderung, Migration, HAPAG, Hamburger Auswanderungsgesetzgebung, 19. Jahrhundert, Überseeauswanderung, Chinese Exclusion Act, USA, Migrationspolitik, Auswanderergeschäft, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Norddeutscher Lloyd, NDL, Einwanderungsbeschränkungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sozialgeschichte der Überseeauswanderung im 19. Jahrhundert und den damit verbundenen gesetzlichen Regulierungen in Hamburg sowie den USA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Motive der Auswanderer, die organisatorische Struktur des Auswanderungswesens in Hamburg und die restriktive Einwanderungspolitik der USA.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, in welchem gesetzlichen Rahmen die Massenauswanderung stattfand und wie Gesellschaften mit Migrationswellen durch gesetzliche Maßnahmen reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf Quellenstudien, Literaturanalyse und der Untersuchung zeitgenössischer Gesetzestexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Auswanderungsmotive, eine Untersuchung der Infrastruktur in europäischen Häfen und eine detaillierte Betrachtung der Gesetzgebung in Hamburg und den USA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Auswanderung, Migration, HAPAG, Chinese Exclusion Act und Hamburger Auswanderungsgesetzgebung.

Welche Rolle spielte die HAPAG für den Hamburger Hafen?

Die HAPAG fungierte als zentraler Akteur im Auswanderergeschäft, der durch technologische Innovationen und neue Dienstleistungen wie das Passagebillet den Aufstieg Hamburgs zum bedeutenden Auswandererhafen maßgeblich mitprägte.

Warum wird der "Chinese Exclusion Act" als besonders bedeutsam eingestuft?

Das Gesetz markiert einen Wendepunkt in der US-Migrationspolitik, da es erstmals eine Einwanderungsgruppe aufgrund von Rasse und Nationalität ausschloss und somit einen Präzedenzfall für spätere restriktive Maßnahmen schuf.

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Details

Title
US-Amerikanische und Hamburgische Migrationsgesetzgebung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Subtitle
Einwanderungswellen rufen US-Amerikanische Antiimmigrationspolitik hervor
College
University of Hamburg  (Historisches Institut)
Course
Atlantische Geschichte
Grade
2,0
Author
Franziska Jahn (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V145762
ISBN (eBook)
9783640606108
ISBN (Book)
9783640605910
Language
German
Tags
US-Amerikanische Hamburgische Migrationsgesetzgebung Hälfte Jahrhunderts Einwanderungswellen US-Amerikanische Antiimmigrationspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Jahn (Author), 2009, US-Amerikanische und Hamburgische Migrationsgesetzgebung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145762
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