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Das deutsch-türkische Kino. Die Videokultur als Medium der Erinnerungskultur von Migranten

Titre: Das deutsch-türkische Kino. Die Videokultur als Medium der Erinnerungskultur von Migranten

Thèse de Master , 2024 , 149 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Bayram Umur Yildirim (Auteur)

Filmologie
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Die Masterarbeit untersucht mit historischer Tiefe Aufkommen, Entwicklung und Status Quo deutsch-türkischer Filmproduktion als genuinen Ausdruck spezifischer Transkulturationsprozesse. Diese Artefakte aus cinematischen ‚Contact Zones’ werden in ihrer Medialität, Ästhetik und ihren Identifikationsangeboten betrachtet und sowohl in ihrem jeweiligen Kontext eingeordnet, wie auch als eigenständige (Auteur-)Ausdrücke gelesen.

Das zuerst vorgenommene Framing eröffnet ein breit gespanntes Panorama, das sich mit gründlich mit unterschiedlichen Identitätskonzepten (Rückgriffe Assmann, Stuart Hall, Lacan), Begriffsarbeit und der Aufbereitung eines geschichtlichen und argumentativen Settings befasst. Es folgt der Übergang zum abschließenden und klar gewichteten Analyseteil, in dem die zuvor erarbeiteten Beobachtungen und deren historische Aufarbeitung in Form von exzellenten Stellenlektüren gut ausgewählter Filmsequenzen sorgfältig ausgearbeitet werden, wiederum unter Rückgriff auf verschiedene Konzepte, wie z. B. aus der psychoanalytischen Theorie Lacans. Hilfreich für eine medien- und kulturwissenschaftlich fundierte Arbeit ist auch die Behandlung auditiver Aspekte (insbesondere Sounddesign/Filmmusik) und die Einbeziehung aussagekräftiger Abbildungen, um neben der Nacherzählung der epischen Aspekte des Films auch die audiovisuelle Natur des gewählten Gegenstandes zu bearbeiten.

Die Bedeutung dieser wissenschaftlichen Arbeit umfasst verschiedene relevante Punkte in Bezug auf Erinnerungskultur, kollektives und kulturelles Gedächtnis, Identitätsentwicklung und die Beeinflussung identitätsrelevanter Elemente durch konsumierte Videofilme von 1961 bis heute. Dabei geht es nicht nur um die Frage, inwieweit der massenhafte Konsum von zumeist stark traditionell, religiös und konservativ geprägten Filmen nicht nur die ehemaligen Gastarbeiter, sondern auch deren Nachfolgegenerationen beeinflusst hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Leitgedanke der Arbeit

2. Theoretische Grundlage

2.1 Zum Migrationsbegriff

2.2 Identitätstheorien

3. Videofilme als Instrument der Erinnerungskultur und des kollektiven Gedächtnisses

4. Geschichte der türkischen Migration in Deutschland von 1960 bis heute

5. Der Medienkonsum: Von der Videokassette zum Satellitenfernsehen

6. Das deutsch-türkische Kino: Über den Begriff von 1960 bis heute

7. Die Bedeutung der Entwicklung der Yeşilçam-Phase für Türken in Deutschland

8. Postmigrantische filmische Perspektiven

9. Filmanalyse

9.1 Bir Türk'e Gönül Verdim (1969) & Almanyali Yarim (1974)

9.2 Tevfik Başer: 40 qm Deutschland (1986)

9.3 Kemal Sunal: Gurbetçi Şaban (1985)

9.4 Fatih Akın: Gegen die Wand (2004)

10. Fazit

11. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die mediale Repräsentation und die Funktion der Videokultur als Medium der Erinnerungskultur für türkischstämmige Migranten in Deutschland. Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss Videofilme auf die Identitätsbildung und das kollektive Gedächtnis migrantischer Gemeinschaften ausüben und wie sich diese audiovisuelle Praxis im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat.

  • Historische Aufarbeitung der türkischen Migrationsbewegung in Deutschland.
  • Analyse der Funktion von Videokassetten als "Brücke zur Heimat".
  • Untersuchung des deutsch-türkischen Kinos und seiner Genres (Yeşilçam, Migrantenkino, postmigrantisches Kino).
  • Vertiefende Filmanalyse ausgewählter Schlüsselwerke.
  • Reflexion über Identität, entfremdung und Integration durch das Medium Film.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und Leitgedanke der Arbeit

Deutschland zeichnet sich durch eine zunehmend vielfältige Gesellschaft aus, in der Zuwanderung eine wichtige Rolle spielt. Über mehrere Jahrzehnte hinweg, insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sind vor allem türkischstämmige Menschen nach Deutschland eingewandert. Menschen mit türkischem Migrationshintergrund sind daher als wesentlicher Teil der stetig heterogener werdenden Bevölkerungsstruktur anzusehen. Dies impliziert, die Transformation zu einer Einwanderungsgesellschaft als Teil der eigenen Geschichte zu verstehen und entsprechend zu erforschen und zu erinnern. Die türkische Herkunftskultur fungiert dahingehend als wesentlicher Bestandteil der Vergangenheit in Deutschland, die in das Einwanderungsland mitgebracht und mittels der Erinnerung an diese lebendig gehalten wird.

Dabei spielen Medien wie Bilder, Videos und Filme eine wichtige Rolle, da sie gerade in der heutigen Zeit eine entscheidende Funktion für Erinnerungen und Erfahrungen haben. Vor allem die bewegten Medien tragen wesentlich zur Bildung eines kollektiven Gedächtnisses bei. Daran anknüpfend wird in dieser Arbeit mit dem Titel Das deutsch-türkische Kino: Die Videokultur als Medium der Erinnerungskultur von Migranten, das Medium des Videos, beziehungsweise des Films im Rahmen des deutsch-türkischen Kinos betrachtet und dessen Funktion für türkische Migranten in Hinblick auf die Erinnerungskultur untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Leitgedanke der Arbeit: Einführung in die Relevanz der türkischen Migration für das kollektive Gedächtnis in Deutschland und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.

2. Theoretische Grundlage: Erläuterung grundlegender Konzepte wie Migration und Identität, die den theoretischen Rahmen für die Analyse bilden.

3. Videofilme als Instrument der Erinnerungskultur und des kollektiven Gedächtnisses: Untersuchung von Video als Speicher- und Vermittlungsmedium für kulturelle Erinnerung.

4. Geschichte der türkischen Migration in Deutschland von 1960 bis heute: Historischer Überblick über die Anwerbephasen und die soziokulturelle Entwicklung der türkischen Gemeinschaft.

5. Der Medienkonsum: Von der Videokassette zum Satellitenfernsehen: Analyse des Wandels von der privaten Videokultur zur Satellitentechnologie.

6. Das deutsch-türkische Kino: Über den Begriff von 1960 bis heute: Definitonsversuche und Einordnung des deutsch-türkischen Kinos in verschiedene Phasen.

7. Die Bedeutung der Entwicklung der Yeşilçam-Phase für Türken in Deutschland: Erläuterung des türkischen Kinos (Yeşilçam) und dessen Einfluss auf die Diaspora.

8. Postmigrantische filmische Perspektiven: Diskussion der zeitgenössischen Phase des Kinos und der Abkehr von klassischen Migrationsnarrativen.

9. Filmanalyse: Konkrete Untersuchung spezifischer Werke von Regisseuren wie Halit Refiğ, Orhan Aksoy, Tevfik Başer und Fatih Akın.

10. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Rolle der Videokultur als Identitätsstifter.

11. Ausblick: Reflexion über zukünftige mediale Entwicklungen und Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Migration, Identität, Erinnerungskultur, kollektives Gedächtnis, Videokultur, Yeşilçam, deutsch-türkisches Kino, postmigrantisches Kino, Diaspora, Medienkonsum, Integration, Fatih Akın, Kemal Sunal, Tevfik Başer, Migrationstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Videofilmen als Medium, das türkischen Migranten in Deutschland ermöglichte, ihre kulturelle Identität zu bewahren und ein kollektives Gedächtnis an ihre Herkunft zu pflegen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Felder sind Migrationsgeschichte, die Funktion von Speichermedien (insbes. Videokassetten), Konzepte nationaler und hybrider Identität sowie die filmwissenschaftliche Analyse deutsch-türkischer Spielfilme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss audiovisueller Medien auf die Identitätsbildung türkischer Migranten zu verstehen und aufzuzeigen, wie sich diese Medien in ihrer Funktion von einer "Brücke zur Heimat" hin zu einem postmigrantischen Erzählinstrument entwickelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Fundierung durch Migrations- und Identitätstheorien (u.a. nach Aleida und Jan Assmann) sowie eine qualitative Filmanalyse ausgewählter Regisseure.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Migrationserfahrung, eine medientheoretische Einordnung des Videokonsums sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen filmischen Strömungen, vom traditionellen "Migrantenkino" bis zu Fatih Akıns Werken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Erinnerungskultur, kollektives Gedächtnis, Videokultur, Identitätsstiftung, Diaspora und die Transformation des türkischen Kinos durch Migrationsthemen.

Welche Bedeutung wird dem Begriff "Yeşilçam" im Text beigemessen?

Yeşilçam bezeichnet die türkische Filmindustrie, die in den 70er Jahren Videokultur-Inhalte prägte. Der Text analysiert, wie diese speziellen Filmstile die Lebensrealität türkischer Migranten in Deutschland maßgeblich beeinflussten.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Films "Gegen die Wand"?

Der Film von Fatih Akın wird als Wendepunkt analysiert, da er das postmigrantische Kino legitimiert und komplexe menschliche Schicksale jenseits platter Klischees eines reinen "Migrantenkinos" behandelt.

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Résumé des informations

Titre
Das deutsch-türkische Kino. Die Videokultur als Medium der Erinnerungskultur von Migranten
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Medien-und Kulturwissenschaften)
Note
1.0
Auteur
Bayram Umur Yildirim (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
149
N° de catalogue
V1458209
ISBN (PDF)
9783389022030
ISBN (Livre)
9783389022047
Langue
allemand
mots-clé
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Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bayram Umur Yildirim (Auteur), 2024, Das deutsch-türkische Kino. Die Videokultur als Medium der Erinnerungskultur von Migranten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458209
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Extrait de  149  pages
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