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Resozialisierung von Gewalttätern. Ein Vergleich zwischen Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie

Título: Resozialisierung von Gewalttätern. Ein Vergleich zwischen Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie

Tesis (Bachelor) , 2015 , 34 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Swantje Müller (Autor)

Trabajo social
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Die Verurteilung wegen eines Gewaltdelikts zieht in der Regel nicht nur eine Freiheitsstrafe nach sich, sondern wirft auch tiefergehende Fragen auf. In vielen Fällen bedeutet eine solche Strafe, dass ein Mitmensch aus unserer Gesellschaft verletzt wurde. In der Wahrnehmung der Öffentlichkeit stellen diese Straftäter daher eine potenzielle Gefahr dar, die es zu adressieren und zu bewältigen gilt.

In diesem Kontext übernimmt die Soziale Arbeit eine entscheidende Rolle. Sie hat nicht nur die Aufgabe, den Straftätern im Vollzug eine Eigenverantwortung zu vermitteln, sondern auch Hilfestellungen zur Selbsthilfe anzubieten. Soziale Berufe sind somit nicht nur Dienstleistungen für Menschen in Not und Bedürftige, sondern auch eine wichtige Stütze für diejenigen, die den rechten Weg verloren haben und ihn durch die Hilfe der Sozialen Arbeit wiederfinden müssen.

Die Möglichkeit der Resozialisierung bietet den Straftätern die Chance, ihren Weg neu zu definieren und sich in die Gesellschaft zu reintegrieren. Durch verschiedene Maßnahmen werden ihnen alternative Handlungsmöglichkeiten und -strategien aufgezeigt, um in Zukunft straffrei zu handeln. Dazu gehören beispielsweise schulische Ausbildungen und die Förderung ihrer beruflichen Integration nach der Haftentlassung.

Diese Arbeit widmet sich dem Vergleich zweier solcher Maßnahmen Sozialer Arbeit: dem Anti-Aggressivitäts-Training und der Sozialtherapie. Während das Anti-Aggressivitäts-Training in den letzten Jahren intensiv beworben wurde, ist es in jüngerer Zeit eher in den Hintergrund gerückt, was mit einer stagnierten Weiterentwicklung dieses Ansatzes erklärt werden kann. Dennoch ist es von großer Bedeutung, diesen Ansatz kritisch zu betrachten.

Im Folgenden werden das Anti-Aggressivitäts-Training und die Sozialtherapie gegenübergestellt. Dabei wird analysiert, welche Grenzen und Möglichkeiten sich durch diese beiden Maßnahmen für die Resozialisierung von Gewalttätern ergeben. Zunächst wird die Zielgruppe der Gewalttäter genauer betrachtet, gefolgt von einer Darstellung verschiedener theoretischer Erklärungsansätze, die in Verbindung mit den Maßnahmen erneut aufgegriffen werden. Anschließend erfolgt eine Erläuterung der beiden Maßnahmen und ein Vergleich, der kritische Aspekte hervorhebt. Abschließend wird ein Fazit gezogen, um zu erörtern, welche der beiden Maßnahmen fachlich angemessener ist und das Ziel der Resozialisierung effektiver erfüllt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zielgruppe ‚Gewalttäter‘

2.1 Gewalt

2.2 Das Phänomen ‚Gewalttäter‘

2.3 Hell- und Dunkelfeld

3 Theoretische Erklärungsansätze

3.1 Labeling-Approach

3.2 Lerntheoretischer Ansatz

3.3 Psychoanalytischer Ansatz

4 Resozialisierung

4.1 Resozialisierungsziel

4.2 Erreichung des Resozialisierungsziels

5 Maßnahmen Sozialer Arbeit

5.1 Anti-Aggressivitäts-Training

5.1.1 Zielgruppe des Anti-Aggressivitäts-Trainings

5.1.2 Phasen des Anti-Aggressivitäts-Trainings

5.1.3 Der ‚heiße Stuhl‘

5.1.4 Rückfallvermeidung durch das Anti-Aggressivitäts-Training

5.2 Sozialtherapie

5.2.1 Ziel der Sozialtherapie

5.2.2 Zielgruppe der Sozialtherapie

5.2.3 Inhalt der Sozialtherapie

5.2.4 Rückfallvermeidung durch die Sozialtherapie

6 Vergleich von Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie

6.1 Kritik am Anti-Aggressivitäts-Training

6.1.1 Nemo tenetur se ipsum accusare

6.1.2 Zeugnisverweigerungsrecht § 53 StPO

6.1.3 Menschenwürde Art. 1 I GG

6.1.4 Verhältnismäßigkeit Art. 6 GG i. V. m. § 1631 BGB

6.1.5 Theoretische Grundlage

6.1.6 Stigmatisierte Zielgruppe

6.1.7 Trainerrolle

6.2 Kritik an der Sozialtherapie

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die beiden Maßnahmen der Sozialen Arbeit, das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) und die Sozialtherapie, im Kontext der Resozialisierung von Gewalttätern kritisch zu vergleichen und zu bewerten, welche Methode fachlich angemessener ist, um die Rückfallquote nachhaltig zu senken.

  • Analyse der Zielgruppe der Gewalttäter und deren soziologische Erklärungsansätze
  • Methodische Untersuchung und Gegenüberstellung von AAT und Sozialtherapie
  • Kritische Reflexion rechtlicher sowie sozialpädagogischer Aspekte
  • Evaluierung der Wirksamkeit in Bezug auf die Rückfallvermeidung
  • Diskussion von Grenzen und Möglichkeiten im Strafvollzug

Auszug aus dem Buch

5.1.3 Der ‚heiße Stuhl‘

Das Element des ‚heißen Stuhls‘ findet während der Konfrontationsphase statt. Jener stammt aus der Gestalttherapie und ist angelehnt an Perls ‚hot seat‘. Dieser wurde ursprünglich genutzt, um dem Teilnehmer ein sachliches Feedback zu geben. Im Gegensatz dazu, hat der ‚heiße Stuhl‘ im Anti-Aggressivitäts-Training die Aufgabe, den Teilnehmer zu attackieren und zum Nachdenken zu zwingen. Während des ‚heißen Stuhls‘ wird die konfrontative und die provokative Therapie umgesetzt (vgl. Schanzenbächer 2003: 54; Plewig 2010: 432). In Anlehnung an Corsini beinhaltet die konfrontative Therapie, dass der Mensch einen plötzlichen Erkenntnisgewinn hat und seine Persönlichkeit langanhaltend verändert (vgl. Schanzenbächer 2003: 52; Weidner 2004: 27). Die provokative Therapie nach Farrelly besagt, dass die Menschen Grenzerfahrungen machen müssen und eine Selbstakzeptanz durch Humor über das Leiden gewinnen (vgl. Schanzenbächer 2003: 53). Durch den ‚heißen Stuhl‘ wird demnach das Ziel erreicht, dass der Teilnehmer sich kritisch mit seiner Tat auseinandersetzt und eine Veränderung der Persönlichkeit durch macht, wodurch er die Verantwortung für seine Tat übernimmt. Diese Veränderung der Persönlichkeit erfolgt nicht durch eine einfühlsame Art, sondern durch ein starkes Eindringen in die Persönlichkeit des Teilnehmers. Dieser Aspekt wird am Ende der Arbeit nochmals kritisch hinterfragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Resozialisierung von Straftätern ein und stellt das Ziel des Vergleichs von Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie vor.

2 Zielgruppe ‚Gewalttäter‘: Es wird definiert, wer zur Zielgruppe der Gewalttäter gehört, und es werden soziologische sowie statistische Grundlagen (Hell- und Dunkelfeld) beleuchtet.

3 Theoretische Erklärungsansätze: Dieses Kapitel erläutert den Labeling-Approach, den lerntheoretischen und den psychoanalytischen Ansatz als Grundlagen für abweichendes Verhalten.

4 Resozialisierung: Hier werden die gesetzlichen und theoretischen Grundlagen des Begriffs Resozialisierung sowie deren Ziele im Strafvollzug erarbeitet.

5 Maßnahmen Sozialer Arbeit: Dieses Hauptkapitel detailliert das Anti-Aggressivitäts-Training sowie die Sozialtherapie hinsichtlich Zielgruppen, Inhalten und Rückfallvermeidung.

6 Vergleich von Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie: In diesem Teil erfolgt eine kritische Gegenüberstellung beider Maßnahmen anhand rechtlicher und fachlicher Kriterien.

7 Fazit: Das Fazit bewertet die beiden Maßnahmen zusammenfassend und spricht sich aufgrund der Ergebnisse für die Sozialtherapie als die fachlich angemessenere Methode aus.

Schlüsselwörter

Resozialisierung, Gewalttäter, Anti-Aggressivitäts-Training, Sozialtherapie, Strafvollzug, Rückfallvermeidung, Konfrontative Pädagogik, Labeling-Approach, Menschenwürde, Verhältnismäßigkeit, Opferempathie, Delinquenz, Soziale Arbeit, Aggressionsbereitschaft, Strafrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Resozialisierung von Gewalttätern im Strafvollzug und vergleicht das Anti-Aggressivitäts-Training mit der Sozialtherapie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungen für Gewalt, die Zielgruppenanalyse, die Erläuterung der beiden Therapiemaßnahmen und eine kritische rechtliche sowie pädagogische Reflexion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, welche der beiden Maßnahmen bei der Resozialisierung von Gewalttätern und der Rückfallvermeidung fachlich angemessener ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um verschiedene Theorien und Studien zum Thema Straftäterbehandlung und Resozialisierung methodisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Beschreibung der beiden Maßnahmen sowie einen intensiven Vergleich, der sich auf Kritikpunkte wie Menschenrechtsaspekte und Verhältnismäßigkeit stützt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Resozialisierung, Gewalttäter, AAT, Sozialtherapie, Strafvollzug, Rückfallvermeidung und Rechtskonformität.

Warum wird das Anti-Aggressivitäts-Training kritisch bewertet?

Die Kritik fokussiert sich auf rechtliche Bedenken (nemo tenetur-Prinzip), die Radikalität der Methode und das Risiko der Stigmatisierung durch den konfrontativen Ansatz.

Was macht die Sozialtherapie als Alternative attraktiver?

Der Autor stuft die Sozialtherapie als umfassender und verstehender ein, da sie das gesamte Lebensumfeld integriert, rechtlich unbedenklicher ist und eine nachhaltigere Basis für Resozialisierung bietet.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Resozialisierung von Gewalttätern. Ein Vergleich zwischen Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie
Universidad
University of Vechta
Calificación
2,0
Autor
Swantje Müller (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
34
No. de catálogo
V1459372
ISBN (PDF)
9783389004999
ISBN (Libro)
9783389005002
Idioma
Alemán
Etiqueta
Anti-Aggressions-Training Sozialtherapie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Swantje Müller (Autor), 2015, Resozialisierung von Gewalttätern. Ein Vergleich zwischen Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459372
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