Diese Hausarbeit fokussiert sich auf ein Konzept einer europäischen Hochschule auf dem zweiten
Bildungsweg, wobei der erste Teil sich zunächst mit dem Recht auf Bildung und die
Bildungsweiterentwicklung beschäftigt. Im ersten Teil wird beschrieben, wie wichtig es ist, dass
jeder Mensch ein Recht bzw. Grundrecht auf Bildung und Bildungsweiterentwicklung hat und
wie dieses umgesetzt werden könnte. Ferner wird der zweite Bildungsweg definiert.
Im zweiten Teil werden die unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen der europäischen
Hochschule auf dem zweiten Bildungsweg erklärt, wobei die Hochschulen die beschrieben
werden in dem Sinne keine Europahochschulen auf dem zweiten Bildungsweg sind. Des
Weiteren wird erklärt, wie eine Europahochschule des zweiten Bildungswegs aussehen könnte
und wie der aktuelle Zustand ist. Zum Abschluss werden eine Zusammenfassung und ein
Ausblick dargestellt. Bildung und die persönliche Bildungsweiterentwicklung ist für jeden Menschen in der
Gesellschaft von sehr großer Bedeutung, ob nur die allgemeiner Schulausbildung, eine
betriebliche Ausbildung oder ein Hochschulstudium. Die Motivation sich zu bilden und seine
Bildung weiterzuentwickeln, wird unter anderem in den Familien gelegt. Die Eltern müssen den
Kindern den Sinn des Lernens vermitteln. Viele junge Menschen halten nur die Gegenwart für
wichtig und nicht die Zukunft. Bestimmte Verhaltensweisen sind zwar in der Gegenwart sehr
angenehm, jedoch zahlen sie sich auf lange Sicht aber nicht aus. Ein sozialer Hintergrund und
Bildungsleistungen sind in Deutschland eng miteinander verknüpft. Aus diesem Grunde kann die
Rolle eines frühen Bildungs- und Sozialisationsprozess gar nicht hoch genug bewertet werden.
Zur Unterstützung eines frühen Bildungsprozesses könnten z. B. auch Kindertageseinrichtungen
einen wichtigen Beitrag leisten.1 [...]
1 Vgl. Becker, G. u. a. in: Welt am Sonntag, Die Familie ist die wichtigste Schule, Nr. 22, 02.06.2002, S. 16
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Das Recht auf Bildung und die persönliche Bildungsweiterentwicklung
1.1 Bildung als Grundrecht
1.2 Zweiter Bildungsweg
2. Die Europahochschule des zweiten Bildungswegs
2.1 Zugangsvoraussetzung an einer „Europäischen Hochschule“ des zweiten Bildungswegs
2.2 Wie könnte eine „Europäische Hochschule“ des zweiten Bildungswegs aussehen
2.3 Wie ist der aktuelle Zustand der „Europäischen Hochschule“ des zweiten Bildungswegs
3. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept einer europäischen Hochschule auf dem zweiten Bildungsweg. Dabei wird analysiert, wie das Grundrecht auf Bildung durch lebenslanges Lernen realisiert werden kann, welche Zugangsvoraussetzungen für solche Institutionen sinnvoll sind und wie der aktuelle Zustand der Hochschullandschaft in Bezug auf diese Thematik zu bewerten ist.
- Das Recht auf Bildung und Bildungsweiterentwicklung als gesellschaftliches Grundrecht.
- Strukturen und Zugangsmöglichkeiten zum zweiten Bildungsweg in Europa.
- Anforderungen an eine zukunftsfähige „Europäische Hochschule“.
- Die Vereinbarkeit von Bologna-Prozess, gestuften Studienabschlüssen und Bildungsqualität.
- Die Rolle der Forschung und Lehre im Kontext lebenslangen Lernens.
Auszug aus dem Buch
2.2 Wie könnte eine europäische Hochschule des zweiten Bildungswegs aussehen
Eine Europahochschule des zweiten Bildungswegs könnte als eine Hochschule definiert werden, die Menschen aus dem In- und Ausland aufnimmt, die nicht nur die Voraussetzung der allgemeinen Hochschulreife erfüllen, sondern einen Beruf gelernt haben und sich dann entscheiden, ein Hochschulstudium aufzunehmen wie es an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik der Fall ist. Es wäre von Bedeutung, dass die Berufsabschlüsse bzw. die Berufserfahrungen, die die Studierenden vor dem Studium erworben haben, europaweit anerkannt werden, um die Mobilität der Menschen hinsichtlich ihrer Weiterbildung zu ermöglichen und zu gewährleisten. Ferner ist nicht außer Acht zu lassen, dass eine Europahochschule des zweiten Bildungswegs den Prozess des lebenslangen Lernens ohne Einschränkung fördern würde.
Der Europäische Rat hat die strategischen Ziele vorgegeben. Lebenslanges Lernen soll nicht nur zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dienen, sondern auch der sozialen Eingliederung, dem Bürgersinn und die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen. Für dieses Vorhaben ist auch eine zukünftigen Europahochschulen des zweiten Bildungswegs aufgerufen.
Ferner wäre es vom Vorteil, dass ein abgeschlossenes Studium z. B. in Deutschland europaweit anerkannt wird, um die Mobilität der Menschen als Studierende sowie als Berufstätige zu unterstützen; ob die Studienabschlüsse Bachelor oder Master sich nennen sollen wird an anderer Stelle diskutieren. Wichtig ist, dass die Inhalte des Studiums europaweit anerkannt werden. Dabei ist allerdings nicht außer Acht zu lassen, das jede Universität bzw. als zukünftige Europauniversität als eigene Institution in der europäischen Gesellschaft anerkannt bleiben sollte, da sich diese unter Umständen ergänzen könnten.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in das Konzept einer europäischen Hochschule auf dem zweiten Bildungsweg ein und legt die methodische Vorgehensweise dar.
1. Das Recht auf Bildung und die persönliche Bildungsweiterentwicklung: Es wird erörtert, warum Bildung als existenzielles Grundrecht zu verstehen ist und welche Bedeutung der zweite Bildungsweg für die persönliche Entwicklung hat.
2. Die Europahochschule des zweiten Bildungswegs: Dieser Hauptteil analysiert Zugangskriterien, theoretische Konzepte für eine solche Hochschule sowie den Status quo der europäischen Hochschullandschaft.
3. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Vereinbarkeit von Bologna-Reformen mit den Zielen des lebenslangen Lernens und skizziert notwendige Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Europäische Hochschule, zweiter Bildungsweg, Bildung als Grundrecht, lebenslanges Lernen, Bologna-Prozess, Studienabschlüsse, Hochschulzugang, Nichtabiturienten, Mobilität der Studierenden, Wissensgesellschaft, Forschung und Lehre, europäische Bildungsreform, berufliche Weiterbildung, soziale Eingliederung, Hochschulqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und dem aktuellen Zustand einer europäischen Hochschule, die gezielt den zweiten Bildungsweg fördert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen das Recht auf Bildung, die strukturellen Voraussetzungen für den Hochschulzugang ohne Abitur sowie die Integration von beruflichen Erfahrungen in das akademische Studium.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel besteht darin, Kriterien für eine „Europäische Hochschule“ zu definieren, die lebenslanges Lernen ermöglicht und die Mobilität von Studierenden in Europa stärkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse aktueller bildungspolitischer Strategien, Gesetze und Leitbilder verschiedener Universitäten, um ihre Argumentation aufzubauen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition von Zugangsvoraussetzungen, der Diskussion von Gestaltungsmodellen für europäische Hochschulen und einer kritischen Analyse des aktuellen Hochschulzustands hinsichtlich Wissensvermittlung und Forschungsansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind lebenslanges Lernen, zweiter Bildungsweg, Hochschulzugang, Bologna-Prozess und die Einheit von Forschung und Lehre.
Wie bewertet die Autorin den Einfluss des Bologna-Prozesses auf den zweiten Bildungsweg?
Die Autorin äußert Bedenken, dass die durch Bologna forcierte Schnelligkeit des Studiums und die gestuften Abschlüsse zulasten der Bildungsqualität gehen könnten und die Bedürfnisse von Studierenden des zweiten Bildungswegs vernachlässigen.
Welche Rolle spielen berufliche Erfahrungen bei einer möglichen zukünftigen Europahochschule?
Berufliche Erfahrungen sollen als wertvolle Perspektiven anerkannt werden, wobei die Hochschule sicherstellen muss, dass diese Erfahrungen durch praxisnahe Lehre und Kooperationen mit Unternehmen in den akademischen Prozess einfließen.
- Quote paper
- Andrea Rolle (Author), 2003, Konzept und aktueller Zustand einer europäischen Hochschule auf dem zweiten Bildungsweg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14594