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Bankenaufsicht und Basel II - Status quo und Lehren aus der Finanzmarktkrise

Titre: Bankenaufsicht und Basel II - Status quo und Lehren aus der Finanzmarktkrise

Mémoire (de fin d'études) , 2009 , 115 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anita Kienast (Auteur)

Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit 1. Jänner 2008 haben sich zwei wichtige Änderungen für Banken ergeben. Zum einen wurde die Bankenaufsicht in Österreich reformiert und zum anderen wurden die Eigenkapitalbestimmungen namens „Basel I“ durch das viel komplexere und umfassendere „Basel II“ abgelöst. Diesen beiden Entwicklungen wird in der vorliegenden Arbeit in Form einer Untersuchung des Status quo in Österreich Rechnung getragen.

Mit der Bankenaufsichtsreform wurden die Aufgaben der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) besser abgegrenzt. Während die OeNB für umfassende Information und Analysen verantwortlich ist, übernimmt die FMA sämtliche behördlichen Agenden. Die neu geregelte Aufsicht hat im Wesentlichen zu klareren Kompetenzen und mehr Effizienz im Aufsichtsprozess geführt.

In Bezug auf die Umsetzung von Basel II in Österreich wurden die eingesetzten Risikomodelle zur Ermittlung der Eigenmittelerfordernisse für die Säule 1 bzw. die Methoden zur Erfassung der Risiken im Bereich der Säule 2 untersucht. Hier kann festgestellt werden, dass die sechs analysierten Großbanken ihre Hausaufgaben gemacht haben und die Umsetzung besonders im Hinblick auf die Säule 1 weit fortgeschritten ist. Hier wer-den immer mehr interne, besser auf das Institut abgestimmte Modelle verwendet. Auch für die Säule 2 finden sich ausführliche Beschreibungen der Risikoerfassung, sodass der Eindruck entsteht, dass sich die Banken auch im Bereich des ökonomischen Kapitals sehr intensiv mit der Materie beschäftigt haben.

Knapp zwei Jahre nach Einführung von Basel II ist die Regelsammlung aufgrund der Finanzmarktkrise bereits heftiger Kritik ausgesetzt. Vor allem die Diskussion um die Prozyklizität der Regelungen, fehlendes Eigenkapital und die Vernachlässigung des systemischen Risikos beherrscht die Medien. Der übersichtlichen Darstellung der wesentlichen Kritikpunkte sowie der Lösungsvorschläge, die in Summe in Richtung eines Basel III gehen, widmet sich der dritte Abschnitt dieser Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zielsetzung

3 Aufbau der Arbeit

4 Bankenaufsicht

4.1 Funktionen und Prinzipien der Finanzmarktaufsicht

4.2 Modelle der Finanzmarktaufsicht

4.3 Bankenaufsicht in Österreich

4.3.1 Bankenaufsichtsreform

4.3.2 Aufgabenverteilung Neu zwischen FMA und OeNB

4.3.3 Kritische Würdigung

4.3.4 Vergleich mit anderen Staaten

4.4 Fazit

5 Basel II

5.1 Einleitung

5.2 Eigenmittel und Kernkapital

5.3 Das Drei-Säulen-Modell

5.3.1 Säule 1

5.3.1.1 Kreditrisiko

5.3.1.2 Marktrisiko

5.3.1.3 Operationelles Risiko

5.3.2 Säule 2

5.3.3 Säule 3

5.4 Stand der Umsetzung

5.4.1 Auswahl der Banken

5.4.2 Eigenmittel - und Kernkapitalquote

5.4.3 Analyse der Säule 1-Risikoarten

5.4.3.1 Allgemeines

5.4.3.2 Kreditrisiko

5.4.3.3 Marktrisiko

5.4.3.4 Operationelles Risiko

5.4.4 Analyse des Risikomanagements im Rahmen der Säule 2

5.4.4.1 Berücksichtigte Risikoarten

5.4.4.2 Liquiditätsrisiko

5.4.4.3 Stresstests

5.4.5 Aggregierte Daten

5.4.6 Fazit

6 Lehren aus der Finanzmarktkrise

6.1 Allgemeines

6.2 Multilaterale Aufsicht

6.3 Systemisches Risiko

6.4 Liquidität

6.5 Originate to distribute

6.6 Prozyklizität

6.7 Mangelnde Eigenkapitalausstattung

6.7.1 Leverage

6.7.2 Handelsbuch

6.8 Risikobestimmung

6.9 Inkohärenzen in der EU

6.10 Weitere Kritikpunkte

6.11 Fokus Österreich

6.12 Fazit

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit untersucht den Status quo der österreichischen Bankenaufsicht sowie die Umsetzung von Basel II in sechs österreichischen Großbanken. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden die im Zuge der Finanzmarktkrise identifizierten Problemfelder des Regelwerks analysiert, um daraus Lehren für eine zukünftige Ausgestaltung der Bankenregulierung abzuleiten.

  • Reform und Aufgabenverteilung der österreichischen Finanzmarktaufsicht
  • Umsetzung des Drei-Säulen-Modells von Basel II in der Praxis
  • Analyse von Risikomanagement und Liquiditätsrisiken in Großbanken
  • Diskussion der Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf das bestehende Regelwerk
  • Kritische Würdigung und Entwicklungsvorschläge (Richtung Basel III)

Auszug aus dem Buch

4.3.2 Aufgabenverteilung Neu zwischen FMA und OeNB

Um die Doppelgleisigkeiten und Schnittstellenprobleme zu eliminieren, wurden die Aufgabenfelder der beiden Institutionen klar in die Funktionen des „Fact-findings“ und des „Decision-takings“ getrennt. Unter Fact-finding wird hier die Analyse und Risikobeurteilung verstanden, während unter Decision-taking sämtliche behördlichen Entscheidungen fallen. Die Aufgaben des Fact-findings wurden unter die Ägiden der OeNB gestellt und mit dem Decision-taking ist einzig die FMA betraut. In Abbildung 1 ist die Aufgabenverteilung in der Bankenaufsicht vor und nach der Reform übersichtsweise dargestellt.

Konkret heißt dies, dass die FMA die weisungsfreie und unabhängige Aufsicht für alle Finanzbereiche bleibt. Wie bisher liegt bei ihr die Behördenfunktion in der Bankenaufsicht. Unter behördliche Tätigkeiten fallen beispielsweise die Konzessionserteilung (§§ 1 bis 5 BWG) oder -rücknahme (§§ 6 und 7 BWG), Notifikationsverfahren (§§ 9 bis 19 BWG), „Fit&Proper“-Beurteilung einer qualifizierten Beteiligung an Kreditinstituten (§ 20 BWG) sowie die Bewilligung von internen Basel II-Modellen.

Im Bereich der Vor-Ort-Prüfungen ist nunmehr ausschließlich die OeNB zuständig. Gemeinsam mit der FMA wird jedes Jahr ein Prüfungsprogramm erstellt, das unter anderem die zu prüfenden Institute, Prüfungsschwerpunkte sowie den jeweiligen Prüfungsbeginn enthält. An dieses Programm hat sich die OeNB zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Umbruchprozess in der Bankenaufsicht und die Einführung von Basel II im Jahr 2008 vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise.

2 Zielsetzung: Ziel ist die Untersuchung des Status quo in Österreich und der Umsetzung von Basel II sowie die Diskussion von Schwächen des Regelwerks nach der Krise.

3 Aufbau der Arbeit: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, bestehend aus der Beleuchtung des aktuellen Stands der Aufsicht und einer Analyse von Basel II in den größten österreichischen Instituten.

4 Bankenaufsicht: Es wird die historische und aktuelle Struktur der österreichischen Finanzmarktaufsicht, einschließlich der Rollen von FMA und OeNB, sowie deren Vergleich mit internationalen Modellen dargestellt.

5 Basel II: Dieses Kapitel beschreibt das Drei-Säulen-Modell, die Anforderungen an Eigenmittel sowie den Stand der Umsetzung bei sechs österreichischen Großbanken.

6 Lehren aus der Finanzmarktkrise: Hier werden die Problemfelder von Basel II und der Aufsicht diskutiert, wie etwa die multilaterale Aufsicht, das systemische Risiko, Liquidität, Prozyklizität und Mängel bei Ratingagenturen.

7 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, wonach die Aufgabenverteilung zwischen FMA und OeNB geklärt wurde und die Banken ihre Hausaufgaben hinsichtlich der Basel II-Umsetzung gemacht haben, während die Diskussion um ein Basel III weitergeht.

Schlüsselwörter

Bankenaufsicht, Basel II, Finanzmarktkrise, Österreich, FMA, OeNB, Eigenmittel, Liquiditätsrisiko, Marktrisiko, Kreditrisiko, Operationales Risiko, Systemisches Risiko, Prozyklizität, Stresstests, Ratingagenturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Bankenaufsicht in Österreich, die Implementierung von Basel II in Großbanken und leitet aus der Finanzmarktkrise notwendige Verbesserungen für das Regelwerk ab.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Aufgabenverteilung zwischen der FMA und der OeNB, der Umsetzung der drei Säulen von Basel II und der kritischen Auseinandersetzung mit prozyklischen Effekten und Liquiditätsrisiken.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Status quo der Aufsicht und der Basel II-Umsetzung in Österreich zu ermitteln und konkrete Schwachstellen aufzuzeigen, um Weiterentwicklungen in Richtung Basel III zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Publikationen der Finanzmarktaufsicht, der Oesterreichischen Nationalbank sowie auf Geschäftsberichten und e-mail-Befragungen der sechs größten österreichischen Kreditinstitute.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufsichtsanalyse, eine Untersuchung der Basel II-Implementierung (inkl. Kennzahlen zu Eigenmittelquoten und Risikomodellen) sowie eine umfassende Diskussion der Lehren aus der Finanzmarktkrise.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch zentrale Begriffe wie Basel II, Finanzmarktkrise, systemisches Risiko, Eigenkapitalanforderungen und Bankenaufsicht charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Liquiditätsrisiko in der Analyse?

Das Liquiditätsrisiko wird als eine der kritischen Lücken im ursprünglichen Basel II-Regelwerk identifiziert, die durch die Finanzmarktkrise deutlich hervorgetreten ist und nun eine stärkere quantitative und qualitative Beachtung erfordert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Ratingagenturen?

Sie kritisiert die zu große Abhängigkeit von externen Ratings und empfiehlt eine strengere Regulierung sowie die Steigerung der Eigenverantwortung der Banken für ihre Kreditentscheidungen.

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Résumé des informations

Titre
Bankenaufsicht und Basel II - Status quo und Lehren aus der Finanzmarktkrise
Université
University of Linz  (Institut für Asset Management)
Note
2,0
Auteur
Anita Kienast (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
115
N° de catalogue
V145961
ISBN (ebook)
9783640565986
ISBN (Livre)
9783640566372
Langue
allemand
mots-clé
Bankenaufsicht Basel Status Lehren Finanzmarktkrise
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anita Kienast (Auteur), 2009, Bankenaufsicht und Basel II - Status quo und Lehren aus der Finanzmarktkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145961
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