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Soziale Gerechtigkeit in ökonomischer Perspektive: Alterssicherung

Title: Soziale Gerechtigkeit in ökonomischer Perspektive: Alterssicherung

Seminar Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Hendrik von der Brelie (Author)

Business economics - Economic Policy
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Gerechtigkeit und Sicherheit gelten als institutionell eingebettete, normative Postulate einer westlichen Gesellschaft. Die Sozialpolitik hat dies insofern aufgegriffen, dass sie sie zu ihren Finalzielen erklärt und hieraus das Konzept der sozialen Sicherung entwickelt hat. Obwohl ein Zusammenhang zwischen Gerechtigkeit und Verteilung als theoretisch unstrittig gilt, hat
die moderne Ökonomie diese Thematik in den Hintergrund gedrängt und sich stärker auf effizienzorientierte Analysen fokussiert. Dass dies auch für die Alterssicherung gilt, verwundert vor dem Hintergrund einer Vielzahl der durch die Gesellschaft an der Alterssicherungskonzeption wahrgenommener Gerechtigkeitsprobleme.

Ziel dieser Arbeit ist die Herstellung einer Verknüpfung zwischen diesen beiden Themenfeldern, indem anhand ökonomischer Analysen
geprüft wird, ob die Alterssicherung in ihrer konzeptionellen Ausgestaltung Raum für eine im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit stehende Ausgestaltung gibt. Hierfür wird in Abschnitt 2.1 zunächst eine grundlegende Abgrenzung von relevanten Begrifflichkeiten vorgenommen, woran sich in Abschnitt 2.2 die Darstellung der Alterssicherung in funktionaler und organisationaler Form anschließt. Auf diesem theoretisch-konzeptionellen Fundament aufbauend werden in Kapitel 3 die Grundlagen zur Analyse der Gerechtigkeit in der Alterssicherung vorgestellt, wozu die relevanten Dimensionen und Modelle zur Messung der Gerechtigkeit (Abschnitt 3.1) sowie die Beurteilungskriterien (Abschnitt 3.2) zählen. In Kapitel 4 werden rückgreifend auf die gelegten Grundlagen die kontextrelevanten Organisationsmerkmale der Alterssicherung vor dem Hintergrund der hergeleiteten Kriterien der sozialen Gerechtigkeit theoretisch in Bezug auf die Vorziehenswürdigkeit einer Konzeption analysiert.
7 Die Arbeit schließt in Kapitel 5 mit einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und einem Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretisch-konzeptionelle Grundlagen

2.1 Abgrenzende Begriffsbestimmung

2.1.1 Soziale Gerechtigkeit

2.1.2 Alterssicherung

2.2 Konzeption der Alterssicherung

2.2.1 Funktionen

2.2.2 Organisationsmerkmale

3. Analysegrundlagen

3.1 Messung von Gerechtigkeit

3.2 Beurteilungskriterien

3.2.1 Beitragsäquivalenzprinzip

3.2.2 Mindestbedarfsicherungsprinzip

3.2.3 Weitere Prinzipien

4. Kritische Analyse der kontextrelevanten Organisationsprinzipien vor dem Hintergrund der sozialen Gerechtigkeit

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, eine Verknüpfung zwischen dem theoretisch-normativen Konzept der sozialen Gerechtigkeit und der ökonomischen Analyse der Alterssicherung herzustellen, um zu prüfen, ob die konzeptionelle Ausgestaltung von Sicherungssystemen Raum für soziale Gerechtigkeit bietet.

  • Analyse der Gerechtigkeitsdimensionen in der Alterssicherung
  • Vergleich von Umlageverfahren (ULV) und Kapitaldeckungsverfahren (KDV)
  • Anwendung des Beitragsäquivalenzprinzips und Mindestbedarfsicherungsprinzips
  • Diskussion von Zielkonflikten bei der Umsetzung sozialer Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Messung von Gerechtigkeit

Für die Messung der Gerechtigkeit ist es zunächst erforderlich die verschiedenen Dimensionen der Gerechtigkeit und im Anschluss die Messverfahren aufzuzeigen. Die Darstellung der unterschiedlichen Messdimensionen, wie auch die sich hieran anschließende Analyse, erfolgt auf Basis des overlapping generations model (OLG-Modell), welches in seiner Grundform zu jedem Zeitpunkt t die Gesamtbevölkerung tätigkeitsbezogenen in die drei Gruppen Kinder K, Erwerbstätige E und Ruheständler R teilt. Obwohl die Beachtung der Kindergeneration vereinzelt hohe Bedeutung zugeschrieben wird62, ist der von dieser Gruppe vorgenommene Konsum der Gruppe der Erwerbstätigen zuzuordnen und damit nicht gesondert zu berücksichtigen.63 Wird weiter angenommen, dass jedes Individuum genau zwei Perioden lebt, von denen jede – nach Gleichsetzung mit dem aktuellen Proliferationsalter – ca. 30 Jahre dauert, entspricht die Menge an Erwerbstätigen in der Periode t der der Rentner in t + 1, woraus die formale Beziehung N1E = N2R folgt.64 Diese Beziehung ist in Abbildung 1 dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Alterssicherung ein und definiert das Ziel, beide Themenbereiche theoretisch zu verknüpfen.

2. Theoretisch-konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die definitorischen Grundlagen für soziale Gerechtigkeit und Alterssicherung sowie deren funktionale und organisationale Konzeption.

3. Analysegrundlagen: Hier werden Modelle zur Messung von Gerechtigkeit sowie die zentralen Beurteilungskriterien, wie das Beitragsäquivalenz- und das Mindestbedarfsicherungsprinzip, theoretisch hergeleitet.

4. Kritische Analyse der kontextrelevanten Organisationsprinzipien vor dem Hintergrund der sozialen Gerechtigkeit: In diesem Kapitel werden das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren anhand der zuvor erarbeiteten Kriterien kritisch auf ihre Gerechtigkeitswirkung geprüft.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass ein Zielkonflikt zwischen Leistungs- und Bedarfsgerechtigkeit existiert, der politische Gewichtungsentscheidungen erfordert.

Schlüsselwörter

Soziale Gerechtigkeit, Alterssicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Beitragsäquivalenzprinzip, Mindestbedarfsicherungsprinzip, Generationengerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, OLG-Modell, Wohlfahrtsökonomie, ökonomische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Alterssicherungssystemen mit dem normativen Anspruch sozialer Gerechtigkeit aus einer ökonomischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Konzepte der sozialen Sicherung, verschiedene Finanzierungsverfahren wie das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren sowie die operationalisierbaren Gerechtigkeitskriterien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu prüfen, ob die konzeptionelle Ausgestaltung der Alterssicherung Raum für soziale Gerechtigkeit lässt und wie diese theoretisch operationalisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt ökonomische Analysen auf Basis des "overlapping generations model" (OLG-Modell), um Gerechtigkeitsdimensionen und Finanzierungskonsequenzen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Messung von Gerechtigkeit, der Definition von Beurteilungskriterien und der kritischen Analyse der Organisationsprinzipien von Rentensystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Generationengerechtigkeit, Beitragsäquivalenzprinzip, Kapitaldeckung und Umlageverfahren sowie Verteilungsgerechtigkeit geprägt.

Gibt es einen Zielkonflikt bei der Alterssicherung?

Ja, die Arbeit identifiziert einen Zielkonflikt zwischen der Leistungs- und der Bedarfsgerechtigkeit, da die Sicherung eines Mindestbedarfs zwingend Umverteilung erfordert, die dem reinen Beitragsäquivalenzprinzip entgegenstehen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf das KDV und ULV?

Beide Verfahren sind nicht eindeutig vorziehenswürdig; die Wahl hängt stark von den politischen Präferenzen zwischen nominaler oder relativer Mindestsicherung sowie der jeweiligen wirtschaftlichen Entwicklung ab.

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Details

Title
Soziale Gerechtigkeit in ökonomischer Perspektive: Alterssicherung
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Hendrik von der Brelie (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V145963
ISBN (eBook)
9783640563111
ISBN (Book)
9783640563296
Language
German
Tags
Soziale Gerechtigkeit Alterssicherung Rente Sozialsystem Soziale Sicherung Gerechtigkeit Beitragsäquivalenzprinzip Mindestbedarfssicherungsprinzip Mindestbedarf Beitragsäquivalenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik von der Brelie (Author), 2009, Soziale Gerechtigkeit in ökonomischer Perspektive: Alterssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145963
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