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Stichwort "Ekphrasis" - Versuch eines Resümees anhand von Texten zur Rhetorik, Literatur- und Kunstgeschichte

Titre: Stichwort "Ekphrasis" - Versuch eines Resümees anhand von Texten zur Rhetorik, Literatur- und Kunstgeschichte

Dossier / Travail , 2009 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Straube (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Im ersten Teil wird das Problem einer fehlenden einheitlichen Definition des Begriffs "Ekphrasis" diskutiert und damit verbundene Problematiken aufgezeigt. Im Hauptteil beziehe ich mich auf einen Texte von Fritz Graf (= Entstehung von Ekphrasis, Gattung oder nicht?), betrachte und diskutiere die erste überlieferte Ekphrasis (="Der Schild des Achilleus" in Homers Illias) und diskutiere Ruth Webbs Beitrag zum Diskurs über die modernen Künste und das Problem ihrer Rezipation/Interpretation. Abschließend greife ich das Problem Wort-/Bildkunst nochmal auf, in dem ich einen Bezug zum intermedialen Theater herstelle (Robert Wilsons Hamletmaschine) und hier eine Lösung der Gleichberechtigung der Künste sehe.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I.) Problemerläuterung des Begriffs „Ekphrasis“ und Anmerkungen zur nachfolgenden Seminararbeit

II.) Untersuchung ausgewählter „Ekphrasis“ – Texte: Aspekte, Schlussfolgerungen und Perspektiven

1.) „Der Schild des Achilleus“ : Eine Auseinandersetzung mit der ersten überlieferten Ekphrasis

2.) Fragen zur Gattung und der Herkunft bei Fritz Graf

3.) Diskussion in Anlehnung an Ruth Webb: Ekphrasen und ihr Beitrag zum modernen Diskurs über die Künste

III.)Exkurs: Problematik von Wort-& Bildkunst im Theater

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis des Begriffs der Ekphrasis zu schärfen, indem sie historische Definitionen, rhetorische Konzepte und moderne Diskursansätze kritisch miteinander verknüpft. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die Spannung zwischen der Unmittelbarkeit des Bildes und der Sukzessivität der Sprache aufgelöst oder produktiv genutzt werden kann, um eine zeitgemäße Theorie der Kunstbeschreibung zu entwickeln.

  • Historische Herleitung des Begriffs Ekphrasis in der griechischen Rhetorik
  • Analyse der Wirkungskraft bildhafter Sprache am Beispiel des „Schilds des Achilleus“
  • Untersuchung der theoretischen Debatte um Subjektivität und Objektivität in der Kunstbeschreibung
  • Diskussion des Konzepts der „Enargeia“ als Mittel der visuellen Vorstellungserzeugung
  • Übertragung der Problematik von Bild- und Wortkunst auf die theaterwissenschaftliche Praxis

Auszug aus dem Buch

1.) „Der Schild des Achilleus“ : Eine Auseinandersetzung mit der ersten überlieferten Ekphrasis

Die bildhafte Beschreibung der Schildherstellung durch Hephaistos, den „hinkenden Feuerbeherrscher“, nimmt im Homer – Text eine zentrale Rolle ein. Das lässt sich zum einen an der Länge der Beschreibung, zum anderen aber auch anhand der inhaltlichen Positionierung im „Ilias“ belegen. Wie Erika Simon bereits festgestellt hat, stellt der 18. Gesang im „Ilias“ eine Art Wendepunkt dar, da Achilleus nun endlich aktiv in den Krieg gegen Hektor ziehen will, um seinen gefallenen Freund Patroklos zu rächen. Seine Mutter Thetis sieht nun aber den Tod ihres Sohnes voraus und aus Angst eilt sie zu Hephaistos, um von ihm vor dem nächsten Morgen und der sich anbahnenden Schlacht eine neue Rüstung für Achilleus zu bekommen, damit dieser nicht unbewaffnet in den Krieg zieht.

Wie am obigen Zitat bereits deutlich wird, scheint dieser Hephaistos eine Art Monstrum zu sein: ein behinderter Halbgott, der aber so mächtig ist, dass er zum einen das Feuerelement beherrscht und zum anderen eine unglaublich vollkommene Rüstung in einer Nacht zu fertigen vermag. Dennoch scheint das Schild vielmehr als nur Rüstung: durch sein nahezu perfektes Abbild der Welt in detailgetreuen und vor allem „lebendigen Bildern“ und der Verwendung kostbarster Metalle wirkt es eher wie ein Kunstwerk als wie ein Werkzeug. Mit Blick auf die in der Einleitung formulierte Definition finden wir hier also eine erste Bestätigung: Die erste überlieferte und als solche betitelte Ekphrasis ist eine Beschreibung eines Kunstwerkes. Auch besitzt sie eine derart ausgeprägte „lebendige“ Sprache, durch die uns das Kunstwerk wie vor einem „geistigen Auge“ erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Problemerläuterung des Begriffs „Ekphrasis“ und Anmerkungen zur nachfolgenden Seminararbeit: Die Einleitung definiert den Begriff der Ekphrasis als besondere Form der Bildbeschreibung und thematisiert die Schwierigkeit, diesen in der Moderne eindeutig einzuordnen.

II.) Untersuchung ausgewählter „Ekphrasis“ – Texte: Aspekte, Schlussfolgerungen und Perspektiven: Dieser Hauptteil analysiert den Schild des Achilleus, die historische Herkunft des Begriffs bei Fritz Graf und den modernen Diskurs durch Ruth Webb.

III.)Exkurs: Problematik von Wort-& Bildkunst im Theater: Der Exkurs überträgt die theoretische Problematik von Bild und Wort auf die Theaterwissenschaft, insbesondere am Beispiel von Heiner Müllers Hamletmaschine.

Schlüsselwörter

Ekphrasis, Bildbeschreibung, Rhetorik, Antike, Enargeia, Phantasia, Ilias, Bildkunst, Wortkunst, Theaterwissenschaft, Hamletmaschine, Kunstbetrachtung, Literaturwissenschaft, Intertextualität, visuelle Vorstellungskraft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Ekphrasis, einer antiken literarischen Form der Bildbeschreibung, und deren Rezeption und Problematik in modernen Diskursen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Gattung, das Verhältnis zwischen Bild- und Wortkunst sowie die Frage nach der subjektiven oder objektiven Darstellung von Kunstwerken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein subjektives Resümee der im Seminar behandelten Texte zu ziehen und eine Antwort auf die Frage zu finden, ob und wie der Begriff der Ekphrasis heute noch sinnvoll verwendet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Diskussion fachwissenschaftlicher Aufsätze (u.a. von Erika Simon, Fritz Graf und Ruth Webb) als theoretische Grundlage für die eigene Reflexion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Schildes des Achilleus, eine begriffsgeschichtliche Analyse der antiken Wurzeln und eine kritische Auseinandersetzung mit modernen Definitionsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Ekphrasis, Enargeia, Wort- und Bildkunst sowie die theoretische Spannung zwischen rhetorischer Beschreibung und unmittelbarer Bildwahrnehmung.

Inwiefern beeinflusst die "Enargeia" die Wirkung einer Ekphrasis?

Die Enargeia ist die Kraft des Textes, beim Hörer oder Leser durch "Phantasia" visuelle Bilder zu erzeugen, wodurch dieser vom bloßen Zuhörer zum Zuschauer wird.

Warum wird der "Schild des Achilleus" als Grenzfall bezeichnet?

Er gilt als Grenzfall, da er einerseits als ideales Beispiel für Ekphrasis angesehen wird, andererseits unklar bleibt, ob er je real existierte oder lediglich als literarisches Motiv dient.

Welche Rolle spielt die Theaterwissenschaft im Exkurs?

Der Exkurs verdeutlicht, dass die Diskrepanz zwischen Wort (dramatischer Text) und Bild (Aufführung) nicht nur in der Kunstgeschichte, sondern auch in der Theaterwissenschaft eine zentrale Debatte darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Stichwort "Ekphrasis" - Versuch eines Resümees anhand von Texten zur Rhetorik, Literatur- und Kunstgeschichte
Université
LMU Munich  (Institut für Philosophie)
Cours
Die "Bildbeschreibung" (Ekphrasis) und die Vieldeutigkeit der Bilder: von der Rhetorik zur Literatur- und Kunstgeschichte
Note
2,0
Auteur
Sandra Straube (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V145989
ISBN (ebook)
9783640567331
Langue
allemand
mots-clé
ekphrasis bildbeschreibung philosophie schild des achilles fritz graf ruth webb
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sandra Straube (Auteur), 2009, Stichwort "Ekphrasis" - Versuch eines Resümees anhand von Texten zur Rhetorik, Literatur- und Kunstgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145989
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Extrait de  13  pages
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