In den folgenden Punkten wird von daher besonders auf den Umgang mit den Patienten und seinen Angehörigen eingegangen. Weiterhin wird auf die Situation des/ der SozialarbeiterIn im Kontext dieses Arbeitsfeldes Bezug genommen und mögliche psychische Belastungen bis hin zum Burnout-Syndrom beleuchtet.
Zum Schluss der Arbeit werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie der/die SozialarbeiterIn befriedigend und kompetent mit Hilfe von Entlastungsstrategien seiner Arbeit in diesem anspruchsvollen aber auch erschöpfenden Bereich nachgehen kann.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Was bedeutet Sterben und was bedeutet Tod
2. Geschichte
3. Begriffserklärung Hospizarbeit
4. Die Klienten der Palliativstationen und Hospize in Deutschland
5. Probleme
6. Theoretische Ansätze
7. Kompetenzen und Methoden des Sozialarbeiters
8. Das Phasenmodell nach Kübler-Ross
8.1. Beispiel Herr „Mux“
9. Ängste der Angehörigen
10. Aufgabenfelder der Sozialen Arbeit
11. Hilfeleitfaden für die Betroffenen und ihre Angehörigen
12. Beispiele für gesetzlich geregelte Hilfsangebote
13. Burnout
14. Emotionale Belastungen für die SozialarbeiterIn
15. Mögliche Anzeichen für das Burn-Out-Syndrom
16. Der Umgang mit den Belastungsfaktoren
17. Selbsthilfekontakte für Betroffene und Angehörigen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Rolle der Sozialen Arbeit in der Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen auseinander, um aufzuzeigen, wie professionelle Unterstützung in einer hochbelastenden Lebensphase psychische Krisen mindern und die Lebensqualität verbessern kann.
- Grundlagen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie historische Entwicklung.
- Herausforderungen und Ängste von Sterbenden und Angehörigen.
- Methoden und Kompetenzen der Sozialarbeit in der Sterbebegleitung.
- Prävention und Umgang mit berufsbedingtem Burnout bei SozialarbeiterInnen.
Auszug aus dem Buch
Das Phasenmodell nach Kübler-Ross
Elisabeth Kübler-Ross konzipierte das Modell der Sterbephasen in einer Studie mit 200 sterbenden Patienten. Es ergab sich bei allen Beteiligten ein mehr oder minder ähnliches Muster der psychischen Vorgänge im Zusammenhang mit dem nahenden Tod, welches sich in fünf Phasen eingliedern lässt (sterbeforschung.de).
1. Phase des Nicht-Wahrhabens-Wollens
Patient: >> Das kann nicht sein, mir geht es doch gut… <<
Begleiter: Akzeptanz aufbringen, aushalten, nicht widersprechen
Für viele Menschen bedeutet die Stellung der Diagnose einer eventuell tödlich verlaufenden Krankheit erst einmal ein Schock. Sie wehren sich gegen die Fakten und zweifeln sie an. Hier gilt es zunächst viel Verständnis für das Verhalten und Emotionen der Betroffenen aufzubringen und sie nicht zu drängen, ihr Schicksal zu akzeptieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Begründung der Themenwahl und Ausblick auf die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und der Rolle der Sozialarbeit.
1. Was bedeutet Sterben und was bedeutet Tod: Untersuchung der verschiedenen medizinischen und sozialen Definitionen von Sterbeprozessen.
2. Geschichte: Darstellung des Ursprungs der Palliative Care und der historischen Entwicklung der Hospizbewegung.
3. Begriffserklärung Hospizarbeit: Erläuterung des Kerngedankens der Hospizarbeit und der verschiedenen Versorgungsformen.
4. Die Klienten der Palliativstationen und Hospize in Deutschland: Identifikation der Patientengruppen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen.
5. Probleme: Analyse der psychosozialen Belastungen und Verlustmerkmale im Sterbeprozess.
6. Theoretische Ansätze: Diskussion von Empowerment und Case-Management als Grundlagen sozialarbeiterischen Handelns.
7. Kompetenzen und Methoden des Sozialarbeiters: Reflexion über notwendige Grundhaltungen und professionelle methodische Vorgehensweisen.
8. Das Phasenmodell nach Kübler-Ross: Systematische Vorstellung der fünf Phasen des Sterbens anhand von Fallbeispielen.
9. Ängste der Angehörigen: Analyse spezifischer Ängste wie Ungewissheit, Leiden und Versagen.
10. Aufgabenfelder der Sozialen Arbeit: Übersicht praktischer Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
11. Hilfeleitfaden für die Betroffenen und ihre Angehörigen: Konkrete Handlungsschritte in der Beratung und Betreuung.
12. Beispiele für gesetzlich geregelte Hilfsangebote: Auflistung relevanter rechtlicher Rahmenbedingungen.
13. Burnout: Einführung in die Begriffsbestimmung und Entstehungsursachen des Burnout-Syndroms.
14. Emotionale Belastungen für die SozialarbeiterIn: Aufarbeitung der Gefahren für die helfende Person.
15. Mögliche Anzeichen für das Burn-Out-Syndrom: Symptomatische Darstellung körperlicher und psychischer Warnsignale.
16. Der Umgang mit den Belastungsfaktoren: Strategien zur Psychohygiene und Prävention im beruflichen Alltag.
17. Selbsthilfekontakte für Betroffene und Angehörigen: Zusammenstellung relevanter Anlaufstellen für weitere Unterstützung.
Schlüsselwörter
Sterbebegleitung, Hospizarbeit, Palliative Care, Soziale Arbeit, Angehörigenarbeit, Burnout-Syndrom, Sterbephasen, Kübler-Ross, Psychosoziale Betreuung, Empowerment, Fallmanagement, Lebensqualität, Trauer, Palliativstation, Selbsthilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Aspekte der Sterbebegleitung und beleuchtet die zentrale Rolle, die SozialarbeiterInnen in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld einnehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Das Spektrum reicht von der Definition des Sterbens über die Historie der Hospizbewegung bis hin zur Bewältigung psychosozialer Belastungen bei Patienten, Angehörigen und dem Fachpersonal.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Komplexität der Sterbebegleitung aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Sozialarbeit zur Verbesserung der Lebensqualität in der Endphase beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich primär um eine literaturgestützte Arbeit, die durch die Analyse theoretischer Modelle und die Einbindung von Fallbeispielen aus der Praxis fundiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Hospizarbeit, die Darstellung von Sterbephasen nach Kübler-Ross sowie eine detaillierte Analyse der Burnout-Gefährdung für SozialarbeiterInnen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Sterbebegleitung, Hospizarbeit, Palliative Care, Soziale Arbeit, Empowerment sowie die Prävention von Burnout bei professionellen Helfern.
Welche Rolle spielt die Familie im Sterbeprozess?
Die Familie ist die wichtigste Bezugsperson, erfährt jedoch selbst enorme emotionale Belastungen, weshalb die Unterstützung der Angehörigen ein integraler Bestandteil der hospizlichen Arbeit ist.
Was bedeutet das "Phasenmodell nach Kübler-Ross" für die Praxis?
Das Modell hilft Helfenden, die psychischen Reaktionen Sterbender besser einzuordnen, wobei betont wird, dass die Phasen individuell verlaufen und sich überschneiden können.
Wie kann sich ein Sozialarbeiter vor einem Burnout schützen?
Durch Supervision, eine klare Abgrenzung, die Pflege sozialer Kontakte außerhalb des Berufs und ein frühzeitiges Erkennen eigener Belastungsgrenzen.
Warum wird das Fallbeispiel "Herr Mux" angeführt?
Das Beispiel illustriert die praktische Anwendung des Phasenmodells und verdeutlicht, wie ambivalente Reaktionen und familiäre Krisen die professionelle Begleitung beeinflussen.
- Citation du texte
- Karin Luther (Auteur), 2009, Palliative Care und Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146013