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"Frühlingserwachen" - die Mk Vorgeschichte und ihre Funktion

Titre: "Frühlingserwachen" - die Mk Vorgeschichte und ihre Funktion

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 14 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Sarah Marcus (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Evangelium nach Markus, wahrscheinlich das älteste der vier Evangelien, dessen Entstehungszeit ca. 70n. Chr. zu vermuten ist, ist zugleich das kürzeste der vier Evangelien. Die Adressaten waren Christen, die vom Heidentum zum Glauben an Jesus übergegangen waren. Der Verfasser sammelte Überlieferungen über Jesus, vor allem Wundererzählungen, Gleichnisse und Zeugnisse über die Passion. Diese Aspekte ordnete er nach thematischen und zeitlichen Gesichtspunkten und verarbeitete sie so zu diesem Evangelium.
Man ging lange Zeit davon aus, dass das Markusevangelium in Rom verfasst wurde, weil Markus stellenweise griechische Ausdrücke durch lateinische erklärt und allgemein in diesem Evangelium viele Latinismen vorkommen. Nach neueren Forschungsergebnissen geht man jedoch von Antiochien als Verfassungsort aus.
Als erster Evangelist repräsentiert Markus das früheste Stadium der christlichen Verkündigung, was vor allem durch den scheinbar noch unstrukturierten Vorspann (Mk 1,1-15) zu vermuten lässt. (Bei den darauffolgenden Evangelisten wirkt nämlich der Anfang deutlich strukturierter). Es werden am Anfang der Arbeit kurz mögliche Gründe dafür vorgestellt.
Trotz dieser Unstrukturierung ist die Textstelle Mk 1,1-15, dessen inhaltliche Interpretation Schwerpunkt dieser Arbeit sein wird, auf keinem Fall als vom Rest des Evangeliums gesonderte Textstelle zu betrachten. Dieses zu beweisen, was unter anderem auch durch die Nennung verschiedener Parallelstellen in der Bibel durchgeführt werden wird, wird Teil der Interpretation sein.
Ebenso wird auch (aber nur am Rande) auf die Inszenierung eingegangen, mit Gesichtspunkten über den Ort und die Zeit des Auftretens der handelnden Personen. Daraus entsteht ebenfalls die Frage nach der Absicht des Redaktors in dieser Inszenierung. Mittels Interpretation wird versucht, diese Fragen ansatzweise zu beantworten.
Außerdem wird auf die symbolische Bedeutung einzelner geographischer Elemente eingegangen, wie zum Beispiel auf den Jordan und die Wüste.
Ein noch wichtiger Punkt jedoch ist die Frage, ob oder inwiefern in Mk 1,1-15 die theologische Absicht des Markus erkennbar ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Besonderheiten in der Struktur von Mk 1,1-15

2. Inhaltliche Analyse und Interpretation von Mk 1,1-15

2.1 Wirkung und Verkündigung durch Johannes den Täufer Mk 1,1-8

2.2 Die Taufe Jesu Mk 1,9-11

2.3 Die Versuchung Jesu Mk 1,12-13

2.4 Das Wirken Jesu in Galiläa: erstes Auftreten in Galiläa (Mk 1,14-15)

3. Zusammenfassung: Die Vorbereitung des Wirken Jesu als ein lang vorher existierender Bestandteil des Heilsplanes Gottes

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prolog des Markusevangeliums (Mk 1,1-15) mit dem Ziel, die theologische Absicht des Verfassers zu ergründen und aufzuzeigen, dass der Beginn des Wirkens Jesu kein zufälliges Ereignis darstellt, sondern einen lang geplanten Bestandteil des Heilsplanes Gottes bildet.

  • Strukturelle Analyse der Einleitung des Markusevangeliums
  • Interpretation der Perikopen zu Johannes dem Täufer, der Taufe und der Versuchung Jesu
  • Untersuchung der symbolischen Bedeutung geographischer Orte (Jordan, Wüste)
  • Nachweis der alttestamentlichen Verankerung der messianischen Sendung Jesu
  • Reflexion über die Kontinuität des göttlichen Heilsplanes

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Versuchung Jesu Mk 1,12-13

Die Versuchung Jesu in der Wüste erscheint als Gegensatz zur erhofften Vollendung, durch diesen Gegensatz will Gott Jesus führen. Damit gewinnt der Name „Menschensohn“ an Bedeutung, weil die Versuchung an sich menschlich ist. Diese Situation ist mit der Situation Israels vergleichbar: Im gegenwärtigen, bösen Äon steht Israel unter fremder Herrschaft und falschen Göttern. Die Versuchung besteht aus der Verführung dieser falschen Götter. Versuchung an sich ist zweideutig: Zum einen kann sie eine Erprobung des Menschen sein, der in eine leidvolle Situation geschickt wird (wie Hiob), zum anderen kann sie auch einfach eine Verführung zum sündhaften Verhalten sein. In diesem Fall ist zu vermuten, dass die Verführung christlich motiviert ist und auf die messianische Amtsausübung bezogen ist: Bevor Jesus als Messias handeln kann, wird er in der Versuchung auf Probe gestellt.

In der Wüste ist der Geist, der sich auf Jesus herabließ, Subjekt des Handelns. Zur Symbolik der Wüste kann man sagen, dass sie der Ort des Todes ist, weil die Natur dort stirbt und weil sich das menschliche Leben wegen Bedrohung in Gefahr befindet. Aber nach Bibeltradition (Exodusüberlieferung) gilt die Wüste als Ort der Bewährung. Zur Heilserfahrung Israels gehört es dazu, dass aus der Wüste neues Leben hervorgehen kann. Der dort ausgesetzte Mensch wird als Zurückgeworfener für die Nähe und Stimme Gottes sensibilisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die Grundlagen zum Markusevangelium, dessen Entstehungsgeschichte sowie die zentrale Forschungsfrage nach der theologischen Absicht hinter der Struktur von Mk 1,1-15 dargelegt.

1. Besonderheiten in der Struktur von Mk 1,1-15: Dieses Kapitel diskutiert die wahrgenommene Unstrukturiertheit des Markus-Prologs und setzt sich kritisch mit verschiedenen gängigen Gliederungsversuchen in der Forschung auseinander.

2. Inhaltliche Analyse und Interpretation von Mk 1,1-15: Der Hauptteil bietet eine exegetische Interpretation der einzelnen Abschnitte von Johannes dem Täufer bis zum Wirken in Galiläa.

2.1 Wirkung und Verkündigung durch Johannes den Täufer Mk 1,1-8: Es wird die Bedeutung des Prologs als messianische Vorbereitung und die Rolle des Johannes als Gottes Bote analysiert.

2.2 Die Taufe Jesu Mk 1,9-11: Die Taufe wird als Messiasweihe und als Schnittpunkt von irdischer Wirksamkeit und göttlichem Heilsplan gedeutet.

2.3 Die Versuchung Jesu Mk 1,12-13: Die Wüstenerzählung wird als Ort der Bewährung und als Überwindung der Mächte des Bösen interpretiert.

2.4 Das Wirken Jesu in Galiläa: erstes Auftreten in Galiläa (Mk 1,14-15): Dieses Kapitel beleuchtet den Übergang zur Verkündigung des Reiches Gottes durch Jesus und den Aufruf zur Umkehr.

3. Zusammenfassung: Die Vorbereitung des Wirken Jesu als ein lang vorher existierender Bestandteil des Heilsplanes Gottes: Die wesentlichen Ergebnisse zur Kontinuität des Heilsplanes durch alttestamentliche Bezüge werden hier abschließend zusammengeführt.

4. Schlussteil: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung werden reflektiert und mögliche weiterführende Forschungsfragen für die restlichen Teile des Evangeliums aufgeworfen.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Jesus Christus, Heilsplan, Johannes der Täufer, Messias, Taufe Jesu, Wüste, Versuchung, Gottes Sohn, Exegese, Altes Testament, Verkündigung, Galiläa, Eschatologie, Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einleitungsphase des Markusevangeliums (Mk 1,1-15), um nachzuweisen, dass der Beginn des Wirkens Jesu kein Zufallsprodukt ist, sondern theologisch präzise geplant und im Alten Testament verankert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen gehören die strukturelle Eigenart des Markus-Prologes, die Rolle Johannes des Täufers, die symbolische Bedeutung der Taufe und der Versuchung Jesu sowie die Kontinuität des göttlichen Heilsplanes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist der Beweis, dass Markus durch die gezielte Auswahl und Anordnung von Ereignissen und alttestamentlichen Zitaten aufzeigt, dass der Weg Jesu als Gottessohn von Gott lange im Voraus bestimmt war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltliche Analyse und Interpretation der biblischen Textstellen (Exegese) vorgenommen, wobei zahlreiche Fachkommentare und wissenschaftliche Forschungsergebnisse herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Perikopen Mk 1,1-8 (Johannes der Täufer), Mk 1,9-11 (Taufe), Mk 1,12-13 (Versuchung) und Mk 1,14-15 (erstes Auftreten in Galiläa) detailliert exegetisch analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Heilsplan", "Messiasgeheimnis", "Markus-Prolog", "Exegese" und den Bezug zwischen Altem und Neuem Testament.

Warum spielt die Wüste eine so zentrale Rolle in der Argumentation des Autors?

Die Wüste wird als Ort des Todes, aber auch als Ort der Bewährung und des Neuanfangs interpretiert, der die menschliche Schwäche Jesu (im Vergleich zu Adam) und seine göttliche Bevollmächtigung hervorhebt.

Wie bewertet der Autor den Vergleich zwischen Jesus und Adam?

Der Autor führt aus, dass Jesus in der Versuchungssituation als "neuer Adam" auftritt, der im Gegensatz zum ersten Adam widersteht und damit ein neues, paradiesisches Zeitalter einläutet.

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Résumé des informations

Titre
"Frühlingserwachen" - die Mk Vorgeschichte und ihre Funktion
Université
University of Freiburg  (neutestamentliche Literarur und Exegese)
Cours
Hauptseminar: „ Galiläischer Frühling- der Zauber des Anfangs“
Note
2,3
Auteur
Sarah Marcus (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
14
N° de catalogue
V146072
ISBN (ebook)
9783640568932
ISBN (Livre)
9783640569274
Langue
allemand
mots-clé
Markusevangelium Vorgeschichte Einführung galliläischer Frühling Anfang Wirken Jesu Johannes der Täufer Aufbau neues Testament NT Exegese neutestamentliche Exegese
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Marcus (Auteur), 2009, "Frühlingserwachen" - die Mk Vorgeschichte und ihre Funktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146072
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Extrait de  14  pages
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