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Die Besonderheiten des obersächsischen Dialektes

Título: Die Besonderheiten des obersächsischen Dialektes

Trabajo Escrito , 2006 , 22 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Katrin Schubert (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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„Die Mundart ist von jeher die Sprache der einfachen, arbeitenden Menschen gewesen. Durch die Jahrhunderte fort ist sie uns — freilich nicht ohne gewisse Veränderungen — von unseren Vorfahren vererbt worden. Sie ist lebendiges Zeugnis der Vergangenheit, sie gibt Aufschluß über die gesprochene Sprache längst verflossener Zeiten und ist deshalb zu Recht einer der wesentlichsten Forschungsgegenstände der Sprachwissenschaft geworden.“ (Becker/Bergmann 1969, 17) So schreibt Horst Becker in dem von Gunter Bergman neu bearbeiteten Buch „Sächsische Mundartenkunde“ und misst damit dem Dialekt als Forschungsgegenstand eine große Bedeutung zu. Dialekt ist nichts, was einfach so entsteht wie etwa eine sprunghafte Metamorphose in der Biologie. Dialekt bedeutet Geschichte, Tradition und auch Identität. Die Sprecher in einer bestimmten Region sind oftmals stolz auf Ihre Mundart und möchten sie nur ungern und bestenfalls zu öffentlichen Anlässen ablegen. ‚Zu Hause spricht man so, wie einem der Schnabel gewachsen ist’, so heißt es oftmals im Volksmund, und so weist jede Region andere, jedoch besondere Merkmale auf, die es sich zu untersuchen lohnt. In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich nun mit den Besonderheiten der obersächsischen Mundart befassen, wobei Phänomene im Vokalismus und im Konsonatismus Erwähnung finden werden. Die wesentliche Frage wird dabei sein: „Was ist bei der Aussprache bestimmter Vokale und Konsonanten im obersächsischen und teilweise auch erzgebirgischen Dialekt anders, als in standarddeutscher Realisierung?“ Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf der Art und Weise der Artikulation liegen. Im zweiten Teil werden die aufgeführten dialektalen Phänomene anhand einiger Sprachbeispiele überprüft und damit auch hinterfragt. Eine Charakterisierung des Textkorpus der Sprachaufnahmen erfolgt zu Beginn des dritten Kapitels, wobei etwas über Alter, Beruf und Bildung der Sprecher und Sprecherinnen gesagt wird. Ziel der Arbeit soll es sein, besonders auffällige Merkmale des obersächsischen Dialektes herauszustellen und zu untersuchen, nicht aber alle Phänomene detailliert zu beschreiben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Theoretisch-begriffliche Grundlagen

2.1. Der obersächsische Dialekt

2.1.1. Eingrenzung des Untersuchungsgebietes

2.1.2. Besonderheiten Im Vokalismus und Konsonatismus

2.1.2.1. Der Vokal a

2.1.2.2. Der Vokal e

2.1.2.3. Die Vokale ö und ü

2.1.2.4. Die Vokale o und u

2.1.2.5. Die Diphthonge ai und au

2.1.2.6. Kürzungen

2.1.2.7. Spirans-Realisierung von g

2.1.2.8. Die Konsonanten p und t

2.1.3. Zusammenfassung

3. Empirische Untersuchungen und Ergebnisse

3.1. Charakterisierung des Textkorpus

3.2. Auswertung der Sprachaufnahmen

3.2.1. Der Vokal a

3.2.2. Der Vokal e

3.2.3. Die Vokale ö und ü

3.2.4. Die Vokale o und u

3.2.5. Die Diphthonge ai und au

3.2.6. Kürzungen

3.2.7. Spirans-Realisierung von g

3.2.8. Die Konsonanten p und t

3.3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung spezifischer phonetischer und phonologischer Merkmale des obersächsischen Dialekts. Ziel ist es, die Artikulation ausgewählter Vokale und Konsonanten im Vergleich zur standarddeutschen Aussprache zu analysieren und diese theoretischen Erkenntnisse anhand eines empirischen Textkorpus zu überprüfen.

  • Phonetische Analyse von Vokalen (u.a. a, e, ö, ü, o, u) im obersächsischen Dialekt
  • Untersuchung von Konsonantenphänomenen wie der Lenisierung (p/t) und der Spirans-Realisierung (g)
  • Analyse dialektaler Kürzungen, Tilgungen und Wortverschmelzungen
  • Empirische Auswertung informeller Sprachaufnahmen von Dialektsprechern
  • Reflexion über den Einfluss der Standardsprache auf dialektale Sprachmuster

Auszug aus dem Buch

2.1.2.1. Der Vokal a

Als ein sehr markantes Merkmal des obersächsischen Dialektes wird die Verdunklung des langen a angesehen. Der Vokal klingt nach Becker/Bergmann „nicht ganz rein“ (s 48) und kann bis zum [ () ] verdumpft werden. Eine helle und unverdumpfte Realisierung wird von den Sachsen eher selten genutzt. Ebenso verhält es sich mit dem kurzen a, jedoch in einem erheblich geringeren Maße.

In den Untersuchungen von Barden und Großkopf zeigte sich, dass a in Wörtern mit phonologischer Kürze auffällig oft gedehnt wird. Entscheidend dabei war allerdings, dass a vor r auftritt, wie etwa in den Lexemen Arbeit, Park und Mark. Es kann also festgehalten werden, dass a vor r überdurchschnittlich häufig dialektal realisiert wird und damit zu den charakteristischen Merkmalen des obersächsischen Dialektes zählt.

Der Einfluss von offener und geschlossener Silbe ist in sofern relevant, als dass a in geschlossenen Silben, wie im Wort Amt, meist normal jedoch in offenen Silben etwas mehr dialektal realisiert wird. Ein Beispiel hierfür ist das Lexem Sache, bei dem es wieder zur Verdunklung kommt. Das bei der Lautschrift verwendete Symbol wäre [ ].

Zusammenfassung der Kapitel

2. Theoretisch-begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert das Untersuchungsgebiet und erörtert die phonetisch-phonologischen Merkmale des Obersächsischen, insbesondere im Bereich der Vokale und Konsonanten.

3. Empirische Untersuchungen und Ergebnisse: Hier werden ausgewählte Sprachaufnahmen analysiert, um die zuvor theoretisch beschriebenen dialektalen Phänomene in der Praxis zu verifizieren.

Schlüsselwörter

Obersächsisch, Dialektologie, Phonetik, Vokalismus, Konsonantismus, Entrundung, Lenisierung, Sprachaufnahmen, Mundart, Sprachwandel, Artikulation, Lexikalisierung, Sächsisch, Empirie, Phonologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen lautlichen Besonderheiten des obersächsischen Dialekts im Vergleich zur deutschen Hochsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen phonetische Phänomene bei Vokalen und Konsonanten, wie beispielsweise die Verdunklung von Vokalen, Entrundung, Spirans-Realisierung und Kürzungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, besonders auffällige Merkmale des Obersächsischen herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese in realen Sprachaufnahmen von Dialektsprechern nachweisbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse durchgeführt, die theoretische Grundlagen aus der Fachliteratur mit einer empirischen Auswertung eines selbst erstellten Textkorpus (Sprachaufnahmen) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Erläuterung der Lautveränderungen und einen empirischen Teil, in dem konkrete Beispiele aus Dialogen auf ihre dialektale Realisierung hin untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Obersächsisch, Phonetik, Dialektologie, Entrundung und Lenisierung charakterisiert.

Warum wird im Obersächsischen bei p und t oft von Lenisierung gesprochen?

Unter Lenisierung versteht man die Umwandlung stimmloser Plosive (wie p oder t) in stimmhafte Konsonanten (wie b oder d), was ein sehr typisches Merkmal der sächsischen Aussprache ist.

Welche Rolle spielt das Alter oder der Wohnort der Sprecher für den Dialektgebrauch?

Die Arbeit stellt fest, dass Dialektmerkmale trotz unterschiedlicher Wohnorte oft ähnlich ausgeprägt sind, wobei starke Sprecher auch bei formaler Bildung dialektale Muster beibehalten.

Warum ist das Wort „nor“ ein interessantes Beispiel für Kürzungen?

„Nor“ ist ein durch kontinuierliche Zusammenziehung aus der Phrase „nicht wahr“ entstanden, was die Tendenz zur Vereinfachung und Verschmelzung im obersächsischen Dialekt verdeutlicht.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Besonderheiten des obersächsischen Dialektes
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Curso
Linguistik
Calificación
2,3
Autor
Katrin Schubert (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
22
No. de catálogo
V146091
ISBN (Ebook)
9783640565610
ISBN (Libro)
9783640565252
Idioma
Alemán
Etiqueta
Besonderheiten Dialektes
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Schubert (Autor), 2006, Die Besonderheiten des obersächsischen Dialektes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146091
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