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Portfolio- und Risikomanagement im europäischen Stromgroßhandel

Märkte, Produkte, Preisbildungsfaktoren, Risiken, Handels- und Risikostrategien

Título: Portfolio- und Risikomanagement im europäischen Stromgroßhandel

Tesis , 2009 , 148 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Dipl.-Ökonom Andrej Berschadsky (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Seit die Menschheit den Sprung in die Industriegesellschaft geschafft hat, zählt die Nutzung von Energie in ihrem weitesten Sinne zu den Primärbedürfnissen jedes Individuums. Die Elektrizitätswirtschaft innerhalb der Energieversorgung kann heutzutage mit dem Zentralnervensystem der modernen Wirtschaft verglichen werden, da die Elektrizität die Basis für Wirtschaftswachstum und Wertschöpfung sowie für die Lebensqualität der Stromkonsumenten in privaten Haushalten darstellt und somit eine fundamentale Bedeutung für die menschliche Existenz besitzt.

Elektrizitätshandel in großen Mengen gab es bereits vor der Deregulierung der Strommärkte. Dabei ging es den großen, internalisierten, national oder regional dominanten Energieversorgungsunternehmen (EVU) weniger um gehedgten oder spekulativen Stromhandel bei dem eine verbrauchsinduzierte physische Belieferung nicht immer zwangsläufig im Vordergrund steht, sondern mehr um Stromhandel zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und Optimierung des eigenen Absatzes, sodass die Funktion eines wettbewerbsorientierten Stromgroßhandels und somit die des Stromgroßhändlers als solche nicht existierte.

Die von der EU initiierte Liberalisierung der europäischen Energiemärkte führte dazu, dass der früher übliche, auf Langfristverträgen beruhende Stromhandel zugunsten eines kurzfristigen, direkt von Angebot und Nachfrage abhängenden Handels zurückgedrängt wurde. Überall dort, wo sich Wettbewerb entwickelt, entstand im Sinne der Wertschöpfungskette der Elektrizitätswirtschaft mit dem Stromgroßhandel ein neues Geschäftsfeld, das eine Mittelfunktion zwischen der Erzeugung und dem Vertrieb an Endkunden übernimmt. Diese Handelsfunktion gibt den Einzelhändler bzw. Großkunden die Freiheit, ihren Bedarf aus zunehmend liquiden und transparenten Großhandelsmärkten zu beziehen.

Da dem Preis als Wettbewerbsparameter die Schlüsselrolle im neuen Wettbewerb zukommt, sehen sich die Marktteilnehmer erheblich stärkeren Marktpreisrisiken als zuvor ausgesetzt. In diesem Zusammenhang hat die Nutzung von Stromderivaten, wie Futures, Forwards, Optionen sowie Swaps, für Marktteilnehmer indes weitreichende Konsequenzen für das Portfolio- und Risikomanagement herbeigeführt. Dabei werden Stromderivate heutzutage nicht mehr ausschließlich zum Hedging von Marktpreisrisiken, sondern zum Teil auch gezielt zur Erzielung von Arbitrage- und Spekulationsgewinnen, also im so genannten „Prop-Trading“, eingesetzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Stromgroßhandels

2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie

2.1.2 Emissionshandelsrichtlinie

2.1.3 Verordnung für den grenzüberschreitenden Stromhandel

2.2 Stromspezifisches Charakteristikum

2.2.1 Physikalische Besonderheiten

2.2.2 Netzbetrieb

2.2.3 Lasttypen

2.3 Handelsmöglichkeiten auf der Höchstspannungsebene

2.3.1 OTC-Stromhandel

2.3.2 Börsenhandel

2.3.3 OTC- vs. Börsenhandel

2.4 Marktplätze im Stromgroßhandel

2.4.1 Spotmarkt

2.4.1.1 Stromlieferprodukte am Spotmarkt

2.4.1.2 Preisermittlung am EEX - Spotmarkt

2.4.2 Terminmarkt

2.4.2.1 Stromprodukte am Terminmarkt

2.4.2.2 Abwicklung von Futures an der EEX

2.4.3 Ausgleichs-/Regelenergiemarkt

2.4.4 Intra-Day-Markt

2.5 Marktteilnehmer

3. Strompreisbildungsfaktoren

3.1 Einflussfaktoren auf Spotpreise

3.1.1 Fundamentale Einflussfaktoren

3.1.1.1 Kraftwerksverfügbarkeiten

3.1.1.2 Saisonalität und Wetterereignisse

3.1.1.3 Einfluss der Windenergie

3.1.2 Teilnehmergetriebene Einflussfaktoren

3.1.2.1 Anpassungsbedarf von Bandlieferungen an Stundenprofile

3.1.2.2 Physikalische Erfüllung finanzieller Futures

3.1.2.3 Marktmacht

3.2 Einflussfaktoren auf Terminpreise

3.2.1 Einfluss der Primärenergieträger

3.2.2 Einfluss der CO2-Emissionsrechte

3.3 Exkurs: Cross-Border-Trading

3.3.1 Explizite Auktionen

3.3.2 Market Coupling/Implizite Auktionen

4. Risiken im Stromgroßhandel

4.1 Marktpreisrisiko

4.2 Volumenrisiko

4.3 Basisrisiko

4.4 Liquiditätsrisiko

5. Stromportfolio- und Risikomanagement

5.1 Theoretische Grundlagen des Portfoliomanagements

5.1.1 Modellannahmen

5.1.2 Portfoliobildung und Diversifikation

5.1.3 Ermittlung effizienter Portfolios

5.2 Stromportfoliomanagement

5.2.1 Strukturierte Beschaffung als Dienstleistung der Vertriebsseite

5.2.2 Strukturierte Beschaffung in einem EVU

5.2.3 Schnittstelle zwischen Beschaffung und Vertrieb in einem EVU

5.3 Handels- und Risikostrategien

5.3.1 Asset Optimierung durch Spread Trading

5.3.1.1 Definitionen von Spreads

5.3.1.2 Durchführung des Spread-Tradings

5.3.1.3 Kraftwerksausfall und Marktpreisrisiko

5.3.2 Hedging

5.3.2.1 Long- und Short-Hedge

5.3.2.2 Cross-Commodity-Hedge

5.3.2.3 Delta-Hedging

5.3.3 Prop-Trading/Spekulation

5.3.4 Spreading

5.3.5 Arbitrage

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vermittelt die notwendigen Voraussetzungen für ein zielgerichtetes Handeln auf europäischen Stromgroßhandelsmärkten, indem sie die Mechanismen des Stromhandels, die Strompreisbildung, auftretende Marktrisiken sowie entsprechende Handels- und Risikomanagementstrategien analysiert.

  • Grundlagen und rechtlicher Rahmen des europäischen Stromgroßhandels
  • Fundamentale und teilnehmergetriebene Strompreisbildungsfaktoren
  • Risikotypen und Strategien zur Risikominimierung
  • Methoden des Stromportfoliomanagements und der Asset-Optimierung
  • Cross-Border-Trading und Engpassmanagement

Auszug aus dem Buch

2.4.1.2 Preisermittlung am EEX - Spotmarkt

Wie oben bereits angedeutet organisiert die Strombörse EEX den Spothandel in zwei unterschiedlichen Handelsformen. Der Handel für Stundenkontrakte und Stundenblöcke findet in einer so genannten „one-shot-auction“, also einer einzigen Call-Auktion mit geschlossenem Orderbuch, statt. Dabei teilen die Handelsteilnehmer am Vortag dem Auktionator (Börsenbetreiber) mit, welche Mengen sie zu welchen Stunden und zu welchem Preis verkaufen/kaufen würden (Aufrufphase). Die eingegangenen Gebote je Stunde des Folgetages werden in der Preisermittlungsphase durch lineare Interpolation zu einer Angebots- und Nachfragekurve aggregiert. Der Schnittpunkt beider Kurven bestimmt den Auktionspreis („Market-Clearing-Price“) der jeweils gehandelten Stunde, sodass im Ergebnis die nachgefragte Strommenge in dieser Stunde mit der angebotenen übereinstimmt. Der Börsenmarkt ist somit in dieser Stunde geräumt. Dieser ermittelte, markträumende Preis wird nun in die individuellen Gebote eingesetzt. Das heißt alle Käufer/Verkäufer, die einen höheren/niedrigeren Preis geboten haben, erhalten die gewünschte Menge zu diesem Gleichgewichtspreis. Dieses Prozedere erfolgt dann einzeln für alle 24 Stunden des Folgetages.

Der Handel der Blockkontrakte an der EEX findet dagegen ausschließlich für Base- und Peakload im fortlaufenden Handel statt (offenes Orderbuch). Dabei werden die Gebote der Handelsteilnehmer nach ihrem jeweiligen Eingang auf sofortige Ausführbarkeit geprüft und nach Möglichkeit nach dem Meistausführungsprinzip glattgestellt. Das Börsensystem führt die Preisbildung automatisch anhand definierter Regeln durch, die die Gebote im Orderbuch nach Typ, Limitpreis, zeitlicher Reihenfolge des Eingangs sowie dem erzielbaren Handelsvolumen ausführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung des Elektrizitätshandels für die moderne Wirtschaft und den Übergang von langfristigen Lieferverträgen hin zu einem liberalisierten, wettbewerbsorientierten Stromgroßhandel.

2. Grundlagen des Stromgroßhandels: Dieses Kapitel beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen, physikalische Besonderheiten des Gutes Strom, Handelsmöglichkeiten sowie die verschiedenen Marktplätze und Marktteilnehmer.

3. Strompreisbildungsfaktoren: Hier werden die fundamentalen und teilnehmergetriebenen Faktoren untersucht, die die Preisbildung an Spot- und Terminmärkten bestimmen, ergänzt durch einen Exkurs zum grenzüberschreitenden Stromhandel.

4. Risiken im Stromgroßhandel: Dieses Kapitel identifiziert und kategorisiert die spezifischen Risiken, denen Marktteilnehmer im Stromhandel ausgesetzt sind, mit Fokus auf Marktpreis-, Volumen-, Basis- und Liquiditätsrisiken.

5. Stromportfolio- und Risikomanagement: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements und zeigt praktische Handels- sowie Risikostrategien wie Spread Trading, Hedging und Spekulation auf.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass angesichts der steigenden Volatilität und der komplexen Marktstrukturen ein professionelles, zielgerichtetes Risikomanagement für den Erfolg im Stromgroßhandel unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Stromgroßhandel, Liberalisierung, EEX, Spotmarkt, Terminmarkt, Merit-Order-Prinzip, Strompreisbildung, Risikomanagement, Portfoliomanagement, Hedging, Asset Optimierung, CO2-Emissionsrechte, Cross-Border-Trading, Marktpreisrisiko, Stromderivate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Portfolio- und Risikomanagement im europäischen Stromgroßhandel und analysiert die notwendigen Bedingungen, Mechanismen und Strategien für ein zielgerichtetes Handeln auf diesen komplexen Märkten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der EU-Energiemärkte, die physikalischen Besonderheiten von Strom, die Funktionsweise von Spot- und Terminmärkten sowie die Preisbildung durch fundamentale Einflussfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das Handeln auf Stromgroßhandelsmärkten zu vermitteln, wobei der Schwerpunkt auf der effizienten Absicherung von Risiken und der Optimierung des Stromportfolios liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Darstellung theoretischer ökonomischer Modelle (wie die Portfolio-Selection-Theorie nach Markowitz) in Kombination mit praktischen Marktdaten und Marktmechanismen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Grundlagen des Stromgroßhandels, die Analyse von Preisbildungsfaktoren (Spot- und Terminpreise), die Identifikation relevanter Risiken und die Darstellung von Handels- und Risikostrategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stromgroßhandel, Merit-Order-Prinzip, Risikomanagement, Hedging, Spotmarkt, Terminmarkt, Asset Optimierung und Emissionshandel charakterisieren.

Warum ist die Nicht-Speicherbarkeit von Strom ein zentrales Problem für Händler?

Da Strom physisch kaum in großen Mengen lagerbar ist, müssen Erzeugung und Verbrauch simultan stattfinden. Dies führt zu einem hohen Bedarf an präzisen Lastprognosen und kurzfristiger Ausgleichsenergie, was die Volatilität und das Volumenrisiko erhöht.

Welche Rolle spielen die sogenannten „Fly Ups“ bei der Preisbildung?

„Fly Ups“ bezeichnen extreme Preisspitzen am Spotmarkt, die weit über den Grenzkosten der teuersten Kraftwerke liegen. Sie entstehen oft durch unvorhersehbare Ereignisse bei gleichzeitig hoher Netzauslastung und mangelnder Markttransparenz.

Final del extracto de 148 páginas  - subir

Detalles

Título
Portfolio- und Risikomanagement im europäischen Stromgroßhandel
Subtítulo
Märkte, Produkte, Preisbildungsfaktoren, Risiken, Handels- und Risikostrategien
Universidad
University of Wuppertal
Calificación
1,7
Autor
Dipl.-Ökonom Andrej Berschadsky (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
148
No. de catálogo
V146099
ISBN (Ebook)
9783640566020
ISBN (Libro)
9783640566464
Idioma
Alemán
Etiqueta
Portfoliomanagement Risikomanagement Long- und Short-Hedge Einfluss der Windenergie Einflussfaktoren auf Spotpreise stromspezifisches Charakteristikum Stromgroßhandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Ökonom Andrej Berschadsky (Autor), 2009, Portfolio- und Risikomanagement im europäischen Stromgroßhandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146099
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