Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln


Diplomarbeit, 2008
110 Seiten, Note: 2,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Teil I: Einführung
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellung der Untersuchung
1.3 Aufbau der Arbeit

Teil II: Theoretische Aspekte
2 Strukturwandel des Sports und des Sportjournalismus
2.1 Strukturwandel und Professionalisierung des Sports
2.2 Strukturen und Wandel des Sportjournalismus
2.2.1 Wandel des Berufsstandes „Sportjournalist/in“
2.3 Bedeutung des Sports für die Medien und vice versa
3 Arbeitsmarkt Sport und Journalismus
3.1 Forschungsstand: Absolventenstudien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen
3.1.1 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen ohne Schwerpunkt Medien/Publizistik
3.1.2 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen mit Schwerpunkt Medien/Publizistik
3.2 Arbeitsmarkt Journalismus und Sportjournalismus
3.2.1 Arbeitsmarkt Journalismus
3.2.2 Arbeitsmarkt Sportjournalismus
4 Geschlechterverhältnisse im Journalismus
4.1 Geschlecht und Journalismus
4.2 Geschlecht und Sportjournalismus
5 Ausbildungswege
5.1 Ausbildungswege in den Journalismus
5.2 Ausbildungswege in den Sportjournalismus

Teil III: Empirische Untersuchung
6 Konzeption und Durchführung der empirischen Untersuchung
6.1 Methodik
6.2 Fragestellungen und Hypothesenbildung
6.3 Der Fragebogen
6.4 Die Befragten
6.5 Auswertung der Daten
7 Soziodemographische Daten
7.1 Geschlecht
7.2 Alter
7.3 Familienstand
7.4 Wohnort
7.5 Geschlechtsunterschiede
8 Studium
8.1 Studiendauer
8.2 Studienleistung
8.3 Studienzufriedenheit
8.4 Studieninhalte
8.4.1 Relevanz der Studieninhalte für den Beruf
8.4.2 Wünsche für weitere Inhalte des Sportstudiums
8.5 Geschlechtsunterschiede
9 Formale Zusatzqualifikationen
9.1 Formale Zusatzqualifikationen im Rahmen des Studiums
9.2 Formale Zusatzqualifikationen im Sport
9.3 Formale Zusatzqualifikationen in außersportlichen Bereichen
9.4 Geschlechtsunterschiede
10 Bewerbung und Arbeitsplatzsuche
10.1 Bewerbungserfolg nach dem Abschluss
10.2 Finden der Arbeitsstelle
10.3 Arbeitslosigkeit nach dem Abschluss
10.4 Geschlechtsunterschiede
11 Gegenwärtige berufliche Situation
11.1 Tätigkeit
11.1.1 Tätigkeitsbereich
11.1.2 Bezeichnung der Tätigkeit
11.1.3 Einkommen
11.1.4 Zufriedenheit und Zukunftsperspektiven
11.2 Gründe für die Anstellung
11.3 Arbeitsbedingungen
11.4 Nebenberuflich oder auf Honorarbasis Tätige
11.4.1 Tätigkeit
11.4.2 Arbeitszeit
11.4.3 Einkommen
11.5 Geschlechtsunterschiede

Teil IV: Diskussion
12 Zusammenfassende Diskussion und Ausblick
12.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
12.2 Zusammenfassung der Hypothesen
12.3 Probleme der Untersuchung
12.4 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 3.1: Entwicklung der Arbeitslosenzahlen von JournalistInnen in Deutschland

Abbildung 7.1: Geschlechterverteilung

Abbildung 8.1: Relevanz der Studieninhalte für den Beruf

Abbildung 9.1: Prozentualer Anteil an erworbenen Zusatzqualifikationen

Abbildung 9.2: Prozentualer Anteil der AbsolventInnen mit Zusatzqualifikation(en)

Abbildung 11.1: befristete und unbefristete Arbeitsverhältnisse

Abbildung 11.2: Arbeitsbereiche der SP MuK AbsolventInnen

Abbildung 11.3: Einstellungsgründe des Arbeitgebers aus Sicht der Angestellten

Abbildung 11.4: Arbeitsbedingungen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 6.1: verbale Beschreibung des Korrelationskoeffizienten

Tabelle 6.2: Signifikanzgrenzen

Tabelle 8.1: Angaben zum Studium

Tabelle 8.2: Wünsche für weitere Studieninhalte

Tabelle 11.1: Berufsbezeichnungen der SP MuK AbsolventInnen

Tabelle 11.2: berufliche Zufriedenheit und Zukunftsperspektiven

Teil I: Einführung

1 Einleitung

Das erste Kapitel dient der Heranführung an den Gegenstand der Untersuchung, der Vorstellung von Fragestellungen und Zielen der Arbeit sowie der Klärung der Struktur und des Aufbaus.

1.1 Problemstellung

Der Bereich des Sports hat sich im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte dynamisch entwickelt. Dies geschah vor dem Hintergrund des allgemeinen gesellschaftlichen Wandels, der ab den 1970er/80er Jahren den Begriff „post-industrielle Gesellschaft“ prägte. Galt Sport in den 60er Jahren noch als angenehme Nebensache für einzelne Gesellschaftsschichten, so ist er heut- zutage in jeder Bevölkerungsgruppe präsent. Das Bewusstsein für Sport und sein Stellenwert haben sich z.B. durch Fortschrittsdenken, Zunahme von Wohlstand und Freizeit, Individualisierung und neue Körperorientierung ver- ändert. Bis zu zwei Drittel der Deutschen treiben heute regelmäßig Sport (vgl. LANGER 2006, 265).

Damit und mit den steigenden Anforderungen an das System Sport ging auch dessen wachsende Verberuflichung einher. Die Bedeutung einer fun- dierten Ausbildung wuchs, ihre Gestaltung wurde jedoch auch schwieriger, da es kein klares Berufsbild gab und bis heute nicht gibt. Diese Tatsache be- ruht nicht zuletzt darauf, dass sich das System Sport ständig im Wandel be- findet und ausdifferenziert.

Die sportwissenschaftlichen Studiengänge1 bereiteten im Sinne des Begrün- ders der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln - Carl DIEM (vgl. Rede bei der Gründungsfeier der DSHS Köln 1947) - zunächst nur auf den Beruf des Sportlehrers/der Sportlehrerin (mit Abschluss „Diplom-Sportlehrer/in“) vor. Auch in den 70er Jahren wurde noch auf das Ziel, nach dem Abschluss dem Lehrerberuf nachzugehen, hingearbeitet (vgl. Prüfungsordnungen DSHS Köln 1971)2. Allmählich mussten die Studienordnungen aber modifiziert und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft und des Sports angepasst werden, auch weil sich die Berufsaussichten für Sportlehrer und Sportlehrerinnen an Schulen verschlechtert hatten.

So entstanden - neben den Lehramtstudiengängen - zum Beispiel an der Deutschen Sporthochschule Köln im Jahr 1986 zunächst zwei Studienrich- tungen (A: Breiten- und Spitzensport; B: Rehabilitation und Behinderten- sport), die auch für außerschulische Berufsfelder qualifizierten. 1998 (weitere Modifikationen im Jahr 2002) wurden im Diplomstudiengang fünf Schwerpunkte festgelegt, die auf mehrere außerschulische Berufsfelder vorbereiten sollten und den AbsolventInnen3 den Titel „Diplom- Sportwissenschaftler/in“ verliehen:

- SP I: Training und Leistung
- SP II: Freizeit und Kreativität
- SP III: Prävention und Rehabilitation
- SP IV: Ökonomie und Management
- SP V: Medien und Kommunikation

Die Welt der Medien und speziell des Sportjournalismus entwickelte sich als ein Tätigkeits- bzw. Berufsfeld, das nach immer besser ausgebildeten Ar- beitskräften verlangt. Waren SportjournalistInnen in den 70er Jahren noch die „Außenseiter der Redaktion“ (WEISCHENBERG 19764 ), die eher als Quer-

einsteiger in diesem Bereich ihren Lebensunterhalt verdienten, sind sie heute meist speziell ausgebildete Fachkräfte:

„ [...] ein Fachstudium in Kombination mit einer journalistischen Ausbildung [ist] inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden“ (MAST 1996, 16). Die Zeiten, in denen AkademikerInnen nach dem Abschluss einen Arbeitsplatz in ihrem Berufsfeld sicher hatten, sind vorbei. Auch AkademikerInnen befinden sich in einem Verdrängungswettbewerb, in dem es gilt, mit einer Mischung aus fundiertem Fachwissen und praktischen Erfahrungen zu überzeugen.

Zudem stellt die steigende Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Sport („Sport- Medien-Wirtschaftsallianz“, vgl. SCHAUERTE 2004, 39) ständig neue Anforde- rungen an die SportkommunikatorInnen. Um diesen gerecht zu werden, be- darf es einer fundierten Ausbildung. Doch genügt diese - in dieser Arbeit be- trachtete universitäre - Ausbildung den Ansprüchen des verschärften Ar- beitsmarktes für JournalistInnen, auf dem es immer mehr freiberuflich Tätige gibt? Diese und weitere Fragestellungen sind der Gegenstand von Absolven- tenstudien, die an der Deutschen Sporthochschule Köln in regelmäßigen Ab- ständen durchgeführt werden. Diese sollen des Weiteren Aufschluss darüber geben, ob der Einstieg ins Berufsleben gelingt, wie sich die Beschäftigungs- situation darstellt und welche Inhalte des Studiums als sinnvoll bewertet wer- den, ob also tatsächlich für den Bedarf des Arbeitsmarkte]s ausgebildet wird. Die Arbeitslosenzahlen von 3.1% im Jahr 2006 bei SportwissenschaftlerIn- nen (vgl. HARTMANN-TEWS/MRAZEK 2007a, 23) liegen leicht unter dem Bun- desdurchschnitt arbeitsloser AkademikerInnen von 3.8% im Jahr 2005 (vgl. http://www.zeit.de/2006/19/C-Chancen, Zugriff am 15. Juli 2008).

1.2 Zielsetzung und Fragestellung der Untersuchung

Absolventenstudien im Allgemeinen sind vor allem für die interne Hochschul- entwicklung, aber auch für Politik und Gesellschaft von Interesse. Sie sollen neben quantitativen (Gehalt, Arbeitsbedingungen etc.) auch qualitative Er- kenntnisse (Motivation, Zufriedenheit etc.) liefern. Ziele sind, den Übergang in den Beruf nachzuzeichnen, Tätigkeitsbereiche und Studienverlauf darzu- stellen, Erwartungen an die Hochschule zu thematisieren und vor allem die erlernten Kenntnisse mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes und des Berufslebens abzugleichen (vgl. JANSON/TEICHLER 2007, 5ff).

In der vorliegenden Arbeit werden anhand des Datensatzes der aktuellsten Befragung von MRAZEK/HARTMANN-TEWS (vgl. 2007a, 22ff) von 2006 die Ab- solventInnen des Studienschwerpunktes Medien und Kommunikation (SP MuK) untersucht. Die übergeordnete Fragestellung hierbei ist, welche cha- rakteristischen Unterschiede sich im Vergleich mit den anderen AbsolventIn- nen herauskristallisieren. Dabei werden auch die Geschlechtsunterschiede betrachtet.

Untergeordnete Fragestellungen sind, wie sich die AbsolventInnen im Stu- dienverlauf und bei Zusatzqualifikationen unterscheiden, in welcher Beschäf- tigungssituation sie sich befinden, wie sie ihre Zukunft und Berufszufrieden- heit einschätzen und ob sie die Studieninhalte als wichtige Voraussetzungen für den Beruf betrachten. Weiter wird geklärt, wer überhaupt im Bereich des Sports arbeitet, welche Erfolge sich bei Bewerbungen erkennen lassen und wie sich die Arbeitsbedingungen zwischen beiden Gruppen (SP MuK und Andere) unterscheiden.

Die Ergebnisse sind relevant für die Gestaltung des Studiengangs mit Me- dienschwerpunkt an der DSHS Köln, vor allem für die Modifikation der neuen Bachelor-/Masterstudiengänge5, die an der DSHS zum Wintersemester 2007/08 eingeführt wurden. Aber auch für andere Universitäten mit ähnlichen Studiengängen, die ihre AbsolventInnen auf den Arbeitsmarkt vorbereiten wollen und müssen, können die Erkenntnisse von Interesse sein.

Unter den Absolventenstudien gibt es nur sehr wenige Arbeiten über SportwissenschaftlerInnen mit Schwerpunkt Medien oder Journalismus. Diese Tatsache beruht darauf, dass der Sportjournalismus an sich nur einen kleinen Teil in der Sportwissenschaft und erst recht am gesamten Studienangebot in Deutschland ausmacht. Deshalb soll diese Arbeit auch dazu beitragen, diesen defizitären Forschungsstand zu verbessern.

Diejenigen, die sich für den Beruf des Sportjournalisten/der Sportjournalistin interessieren, können anhand dieser Arbeit Orientierung und Auskunft über Anforderungen sowie Beschäftigungen innerhalb des Tätigkeitsfeldes der Medien finden.

1.3 Aufbau der Arbeit

Teil II der Arbeit behandelt theoretische Aspekte, die als Hintergrund für die empirische Untersuchung und die Diskussion der Ergebnisse dienen. In Kapitel zwei wird der Strukturwandel des Sports und des Sportjournalis- mus erläutert, der neue Anforderungen an diese wachsenden Berufsfelder stellt und immer mehr Professionalisierungstendenzen erkennen lässt. Es wird dargestellt, wie sich im Zuge dieser Entwicklung auch der Berufsstand des Sportjournalisten/der Sportjournalistin verändert hat. Des Weiteren be- schäftigt sich das Kapitel mit dem Wirtschaftsfaktor Sport, der im Journalis- mus in einer Sport-Medien-Wirtschafts-Allianz zum Tragen kommt. Es sollen gegenseitige Abhängigkeiten dargestellt werden und Bedeutungen für das Tätigkeitsfeld der Sportmedien verdeutlicht werden.

Kapitel drei befasst sich mit dem Arbeitsmarkt Sport, der in diversen Studien über AbsolventInnen der Sportwissenschaft mit verschiedenen Schwerpunk- ten untersucht wurde. Der aktuelle Forschungsstand sowie allgemeine Ent- wicklungen im Arbeitsmarkt Journalismus und Sportjournalismus werden aufgezeigt.

Die besonderen Geschlechterverhältnisse im Journalismus und Sportjournalismus finden im vierten Kapitel ihre Berücksichtigung, bevor in Kapitel fünf alle Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten für den Weg in den Journalismus und Sportjournalismus dargelegt werden.

Aus diesen Erkenntnissen werden Folgerungen für die empirische Untersuchung gezogen.

Teil III der Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung, deren Konzeption und Durchführung in Kapitel sechs erläutert wird. Zudem werden hier entsprechende Fragestellungen und Hypothesen gebildet.

Die Kapitel sieben bis elf beschäftigen sich anhand der Fragestellungen und Hypothesen mit der systematischen Auswertung der Daten. Dies geschieht in der Reihenfolge, wie die AbsolventInnen in der Regel in den Beruf einsteigen (allgemeine soziodemographische Daten → Studium → Zusatzqualifikationen → Bewerbungsphase → berufliche Tätigkeit).

Im abschließenden Teil IV werden die Untersuchungsergebnisse interpretiert und diskutiert, wobei auch andere Studien zum Vergleich der Ergebnisse herangezogen werden. Eine kritische Betrachtung der Untersuchung sowie ein Fazit mit Ausblick runden die Arbeit ab.

Teil II: Theoretische Aspekte

2 Strukturwandel des Sports und des Sport- journalismus

Dieses Kapitel beschreibt die Veränderungen des Systems Sport vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels mit direkten Auswirkungen auf die Entwicklung und den Wandel des Berufsfeldes Sport. Durch diesen Strukturwandel hat sich auch ein Sportmedienwandel vollzogen. Dieser soll mit Blick auf die Fragestellung insbesondere beim Sportjournalismus und dem Berufsstand des Sportjournalisten/der Sportjournalistin aufgezeigt wer- den. Am Ende des Kapitels werden die Abhängigkeiten zwischen Sport, Me- dien und Wirtschaft erklärt. Da die meisten Studierenden des Schwerpunktes Medien und Kommunikation das Ziel haben, im Journalismus, speziell im Sportjournalismus oder im Bereich der Publizistik zu arbeiten (vgl. SEEGA 2003, 36ff), werden in den folgenden Kapiteln angrenzende Bereiche der Kommunikation, wie z.B. Public Relations oder Werbung, ausgeklammert.

2.1 Strukturwandel und Professionalisierung des Sports

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das System Sport deutlich verän- dert. Dies geschah vor dem Hintergrund des allgemeinen gesellschaftlichen Wandels, mit dem in den 1970er/80er Jahren der Begriff „post-industrielle Gesellschaft“ aufkam. Fortschrittsdenken, Säkularisierung, Zunahme von Wohlstand und Freizeit, Verlust zentraler Sinninstanzen wie Sozialmilieus und Kleinfamilie und nicht zuletzt Individualisierung und neue Körperorientie- rung waren zentrale Merkmale. Heute zählt der Deutsche Olympische Sport- bund (DOSB) ca. 27,3 Millionen Vereinsmitgliedschaften, welche etwa 33% der Gesamtbevölkerung Deutschlands entsprechen. 36% der Männer und 22% der Frauen gehören Sportvereinen der Landessportbünde an (vgl. http://www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/downloads/2007_DOSB_Bestands- erhebung.pdf, Zugriff am 28. Juli 2008). Hinzu kommt der Bevölkerungsanteil, der unorganisiert oder kommerziell Sport treibt.

Bis in die 60er/70er Jahre hielt sich das Pyramidenmodell des traditionellen Sports (vgl. HEINEMANN 1999, 11; LAMPRECHT/STAMM 2002, 59), in welchem der Breitensport die Basis, der Leistungssport die Mitte und der Hochleis- tungssport die Spitze bildet. Kennzeichnend für dieses Modell ist seine Ein- deutigkeit. Der Lebensstilbezug spielt hier eine wichtige Rolle. BRETSCHNEI- DER (1992, 33) nennt als Voraussetzungen einen gewissen Wohlstand finan- zieller Art sowie ein entsprechendes Zeitbudget, das sich gegenüber dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert deutlich vergrößert hat. HEINE- MANN (2007, 319) nennt dies eine „hohe Standardisierung des Arbeits- und Freizeitrhythmus“. Diese war Voraussetzung für gemeinsames Sporttreiben und die Entstehung der Vereinskultur. Zu diesem „klassischen“ Verständnis von Sport gehören laut HEINEMANN (1999, 11f) der Sport als körperliche Be- wegung, das Leistungsprinzip, soziale Normen (Fairness, Chancengleichheit etc.), Sport als Nebensache ohne kommerziellen Charakter sowie der Verein als Organisationsform.

Das moderne Sportmodell hingegen zeigt eine zunehmende Komplexität so- wie eine Verwischung der Grenzen der einzelnen Sportbereiche, „sowohl in seiner organisatorischen als auch in seiner sozialen Fassung“ (HEINEMANN 1999, 15). DIGEL (1986, 39) teilt den modernen Sport in Leistungs-, Medien-, Freizeit-, Alternativ- und instrumentellen Sport ein. Heute finden sich durch- aus noch mehr Begriffe, die verschiedene Sportverständnisse charakterisie- ren (Trendsport, Seniorensport etc.). Diese Vielfalt liefert eine wesentliche Erklärung für den Erfolg des modernen Sports, da „jeder eine Betätigung nach seinem Geschmack finden kann“ (LAMPRECHT/STAMM 2002, 60).

Die Beweggründe Sport zu treiben sind in der heutigen Zeit überwiegend Fit- ness, Spaß, Gesundheit, Wohlbefinden und Entspannung im Gegensatz zu Leistung und Wettkampf. Durch die Einschränkung der Zeitsouveränität durch flexible Arbeitszeiten wurde der Ruf nach individuellen Angeboten laut. Phänomene des sich wandelnden Sportpanoramas sind z.B. eine zuneh- mende Individualisierung und Differenzierung, eine grundsätzliche Aufwer- tung des Sports in der Alltagskultur, Veränderungen auf der Ebene von Or- ganisationen und Institutionen sowie eine zunehmende Professionalisierung und Kommerzialisierung in diesem Bereich (vgl. HEINEMANN 2007, 321; RITT- NER 2007).

Weitere Gründe für den Wandel und die Ausdifferenzierung von Lebensstilen mit Auswirkungen auf den Sport sind kulturelle Veränderungsprozesse. Dazu gehören Demokratisierung und Gleichberechtigung sowie die Veränderung des Krankheitspanoramas und Gesundheitsmotivs in der Gesellschaft. Es lässt sich eine deutliche Steigerung der Sportnachfrage erkennen, ob in Ver- einen, bei kommerziellen Sportanbietern oder im unorganisierten Sport. Die- se betrifft auch Bevölkerungsgruppen, die früher nicht zu den sportlich Akti- ven gehörten, wie ältere Menschen, Frauen oder Mitglieder unterer sozialer Schichten (vgl. HEINEMANN 1999, 22ff). Noch in den 60er Jahren war Sport vor allem eine Sache junger Mittelstandsmänner, deren körperliche Leis- tungsfähigkeit besonders dem Militär und der Wirtschaft am Herzen lag. Erst durch Kampagnen wie beispielsweise der „Sport für Alle“ -Kampagne öffnete sich das Sportsystem vielen Bevölkerungsschichten (vgl. LAMPRECHT/STAMM 2002, 22).

Es hat sich ein neues Körperverständnis entwickelt, bei dem Sportlichkeit und Schlankheit zunehmend Bedeutung für die Formung der eigenen Identi- tät erlangen. Der Sport ist als „Kultur“ ins Bewusstsein der Menschen ge- rückt.

Die genannten Veränderungen wirken sich auch auf das Berufsfeld Sport aus. Der Sportboom zeigt sich nicht nur in der gestiegenen Sportaktivität, sondern auch anhand des Sportkonsums und des generellen Interesses für Sport, z.B. Sport in den Medien. So ergaben sich neue Arbeitsfelder und Be- schäftigungsmöglichkeiten für Sportwissenschaftler z.B. im Gesundheits- sport, Verbands- und Vereinsmanagement, in der Sportartikel- und Touris- musindustrie sowie im Sportjournalismus (vgl. LANGE 1995, 2).

Diesen Entwicklungen ist mit angepassten Studiengängen Rechnung zu tra- gen, denn laut HARTMANN-TEWS (1999a, 8) meint eine Verberuflichung einen Prozess, „innerhalb dessen eine spezifizierte Form der Qualifikation auf der Grundlage eines formalisierten Ausbildungs- und Prüfungssystems erworben und für den Ausübenden Grundlage einer dauerhaften Erwerbschance wird“. Professionalisierung beschreibt den „Prozess der Verwissenschaftlichung, der gesellschaftlichen Anerkennung sowie der Monopolisierung der Leistun- gen bei entsprechendem Autonomiegewinn“ (HARTMANN-TEWS 1999a, 8). Ziel muss es sein, den Schritt von der Verberuflichung zur Professionalisierung zu gehen und, für diese Arbeit relevant, den Sportjournalisten/die Sportjour- nalistin als gesellschaftlich anerkannte/n SpezialistIn zu etablieren. Sei- ne/Ihre Autonomie wird nur erreicht, wenn sich eine „Experten-Laien- Differenz“ (HARTMANN-TEWS 1999b, 37) manifestiert, in welcher der/die Sport- journalistIn der/die ExpertIn ist und der/die RezipientIn der Laie. Vor dem Hintergrund, dass Sport als „schönste Nebensache der Welt“ gilt und keine existenzielle Bedeutung besitzt, ist es sicherlich schwierig, als studierte/r SportjournalistIn akademische Expertise zuerkannt zu bekommen. Mittlerwei- le jedoch ist der professionelle Sport ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und so- mit mehr als nur eine Nebensache. So rechtfertigt sich zum Teil die Professi- onalisierung der SportjournalistInnen, auch wenn es durch die „Segmentie- rung des Berufsstandes“ (HACKFORTH 2000, 25) auf Grund der Ausdifferen- zierung der Medien noch weniger Chance auf ein einheitliches Berufbild ge- ben wird. HARTMANN-TEWS (1999, 37ff) beschreibt ein Modell, das den Pro- zess der Professionalisierung in die drei Phasen Potentiale, Formation und Stabilisierung einteilt:

„Unter Potentiale sind die zentralen Voraussetzungen und Tätig- keiten subsumiert, die vorhanden sein oder entwickelt werden müssen, um sich als professionelles Handlungssystem zu formie- ren. Dies sind a) die Bearbeitung essentieller Probleme durch b) personenbezogene Dienstleistungen auf der Basis c) eines kom- plexen, in Universitäten erworbenen Wissens und d) eine entspre- chende Außendarstellung und Image-Aufbau. In der Phase der Formation gilt es hierauf aufbauend öffentliche Anerkennung zu erlangen und die Monopolisierung von Zuständigkeiten und Auto- nomie sicherzustellen. Die dritte Phase der Stabilisierung verläuft überwiegend über kontinuierliche Image- und Öffentlichkeitsarbeit, die vornehmlich von Berufsverbänden sicherzustellen ist“.

Diese Phasen hat der Sportjournalismus durchlaufen, allerdings mit der Ein- schränkung, dass die akademische Expertise in der Phase Potentiale durch Artikel 5 des Grundgesetztes6 (vgl. Kap. 2.2.1) und dem damit verbundenen freien Berufszugang nicht ausnahmslos zutrifft, auch wenn ein Studium mitt- lerweile die Regel ist. Das Studium der Sportwissenschaften mit Schwer- punkt Medien und Kommunikation ist damit nur eine Möglichkeit, den Beruf des/der SportjournalistIn zu ergreifen. Ebenso ist der Sportjournalismus nur eine von vielen möglichen Tätigkeiten nach dem Diplomabschluss an der Sporthochschule. Es existiert eine „Heterogenität der Tätigkeitsfelder“ (HARTMANN-TEWS/MRAZEK 2002, 21) für SportwissenschaftlerInnen im Allge- meinen wie auch für AbsolventInnen des Schwerpunktes Medien und Kommunikation im Speziellen.

In den folgenden Kapiteln wird erläutert, wie sich die Rolle der Sportjournalis- tInnen im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Seit der Gründung des Be- rufsverbandes deutscher Sportjournalisten (VDS) im Jahre 1927 (http://www.sportjournalist.de/?page=chronik, Zugriff am 10. August 2008) hat sich der Berufsstand langsam aber sicher etabliert.

2.2 Strukturen und Wandel des Sportjournalismus

„Der Bedeutungswandel des Sports ist mit dem Weg vom Ritual zum Medienspektakel weitgehend treffend beschrieben. Wenn ein Ritual zum Medienspektakel wird, können Journalisten daran nicht unbeteiligt sein“ (FISCHER 1994, 71).

Der moderne Sportjournalismus ist in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Folge einer Wechselbeziehung zwischen Sport und Presse entstanden. Die erste eigenständige Sportrubrik in einer deutschen Tages- zeitung wird auf das Jahr 1886 datiert und den Münchner Neuesten Nach- richten zugeschrieben (vgl. GERHARDS/KLINGLER 2004, 152). Damals wurde der Sport auch als Medienthema interessant und wandelte sich zum Publi- kumssport. Damit entstand das Bedürfnis einer eigenständigen Sportbericht- erstattung.

„Eine wesentliche Rolle spielte dabei, dass sich die Presse von der Gesinnungs- zur Geschäfts- oder Massenpresse entwickelt hatte, die nach verkaufsfördernden, publikumswirksamen Themen suchte. Später haben sich der Hörfunk und dann das Fernsehen den Unterhaltungswert des Sports zunutze gemacht, als es darum ging, diese Medien beim Publikum durchzusetzen und technisch weiterzuentwickeln“ (WEISCHENBERG 1995, 125).

Im Hörfunk gab es 1924 die erste Direktübertragung: eine Ruderregatta auf der Alster in Hamburg. Für das Fernsehen waren hier die Olympischen Spie- le 1936 in Berlin wichtiger Ausgangspunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam 1954 der Fußballweltmeisterschaft in Bern eine besondere Bedeutung zu (vgl. GERHARDS/KLINGLER 2004, 153).

Am Beispiel der Sportberichterstattung des Fußballs im Fernsehen lassen sich klare Entwicklungstendenzen des Sportjournalismus erkennen. LEDER (2004, 40ff) teilt die Zeit von 1936 bis 2004 in vier Phasen ein. „Die Anfänge“ von 1936 bis 1954 zeigten vor allem einen dramatischen, pathetischen Sport, der zu Propagandazwecken genutzt wurde. Nach dem Krieg gehörten die Übertragungen von Sportereignissen, besonders des Fußballs, zu den Hö- hepunkten.

In der Phase „Formatierung“ von 1954 bis 1988 wurden Formate wie die „Sportschau“ (1961) oder das „Aktuelle Sportstudio“ (1963) gesendet. In die- ser Zeit gab es die ersten Rechteverträge für ARD und ZDF. Ein erster Dis- tanzverlust zum Sport und seinen Akteuren machte sich durch Interviews und Werbeverträge bemerkbar. Nicht nur die SportlerInnen, auch die Moderato- rInnen wurden zu Prominenten7. Technisch realisiert wurde das Ganze durch Groß- und Halbnahaufnahmen. Da das Interesse an Übertragungen mit er- folgreichen deutschen SportlerInnen immer besonders groß war und ist, e- tablierten sich in den 80er Jahren Sportarten wie Tennis (durch Boris Becker, Steffi Graf) oder in den 90er Jahren die Formel 1 (durch Michael Schuma- cher). Mit dem Aufkommen der privaten Rundfunkanstalten 1984 wurde die Konkurrenz zwischen den Sendern immer größer.

In der „Kinematographisierung“ von 1988 bis 1996 kam es schließlich zu ei- ner Inflation der Rechtekosten, als RTL Erstrechte an der Fußballbundesliga erworben hatte. So musste jeder Sender Differenzierungsstrategien entwi- ckeln, um die Gunst der ZuschauerInnen zu erlangen. Die Personalisierung wuchs somit enorm, und die technischen Entwicklungen schritten rasch vor- an.

LEDER (2004, 70ff) tituliert die Phase von 1996 bis 2004 als „Krise“. Die Kosteninflation stieg durch den Pay TV-Sender Premiere abermals, bis es schließlich zum Konkurs der Kirchgruppe kam. Daraufhin sanken die Rechtekosten und stürzten die Vereine, die schon fest mit den Einnahmen gerechnet hatten, zum Teil in eine Finanzkrise. Die Sendungen der öffentlichrechtlichen Sender orientierten sich wieder mehr an den Fakten des Sports als an privaten Hintergrundgeschichten.

Heutzutage nimmt der Sport als Berichterstattungsgegenstand, ob in der Presse, im Rundfunk oder in den Neuen Medien, einen Platz zwischen In- formation und Unterhaltung ein. Laut STIEHLER (2007, 182) hat der Sport eine Mischform angenommen und kann als „Infotainment“ bezeichnet werden. Jörg HAHN, Leiter der Sportredaktion der FAZ, sieht hingegen einen klaren Unterschied zwischen Printmedien und elektronischen Medien sowie zwi- schen Qualitäts- und Boulevardzeitungen, wobei jeweils letztere deutlich stärker zum Infotainment neigen (http://www.Frankfurt-main.ihk.de/ standort- politik/ aktuell/sportjournalismus/index.html, Zugriff am 1. Juli 2008).

WEISCHENBERG (1995, 136) nennt folgende Thesen, die den Strukturwandel des Sportjournalismus erklären sollen: „Mit wachsender Relevanz des Sports in der Gesellschaft wächst die Relevanz der Sportberichterstattung, damit wächst auch das Wirkungspotenzial der Sportberichterstattung“. Allerdings erweist sich die Gruppe der Sporttreibenden nicht identisch mit den Sportbe- geisterten unter den Fernsehzuschauern; es gibt jedoch eine stattliche Min- derheit, die den Sport in den Medien für unentbehrlich hält. Das Sportinteres- se, das Sportmedienangebot8 und die Sportmediennutzung haben sich in den vergangenen Jahren nicht einschneidend verändert. Die zunehmende Konkurrenz der Medien aber hat ihre Struktur an sich umgestaltet.

WEISCHENBERG (ebd.) stellt fest, dass die gewandelten Rahmenbedingungen des Sportjournalismus im Wesentlichen darauf beruhen, „dass im Medien- system ein weit härterer Wettbewerb um die Unterhaltungsware Publikumssport entbrannt ist“. Weiter führt er an, dass die wachsende Bedeutung des Sports und der Sportberichterstattung zu einer „Aufwertung des Sportressorts und zur Ausweitung des Berufsfeldes“ [führt]. Die SportjournalistInnen sind nicht länger „Außenseiter der Redaktion“9.

Aber auch wenn sich die Stellung der SportjournalistInnen verbessert hat, stehen sie immer noch unter informationsorientierten Ressorts wie der Politik und der Wirtschaft. Das geschieht allein aus der Tatsache heraus, dass Sport von vielen als Unterhaltung verstanden wird. Dabei wird nicht berück- sichtigt, dass Sport „Teil der Politik ist und Politik macht“ und „die Verflech- tung mit Sponsoren, Unternehmen, ökonomischen Entwicklungen und die Wandlung von Vereinen zu Firmen den Sport zum Wirtschaftsfaktor machen“ (HAHN 2008, http://www.frankfurt-main.ihk.de/ standortpolitik/aktuell/ sport- journalismus/ index.html, Zugriff am 1. Juli 2008).

WEISCHENBERG (1995, 136) nennt als Folge der veränderten Relevanz der Sportberichterstattung und des Sportressorts das Aufkommen einer neuen Generation von SportjournalistInnen in den Redaktionen. „Sie steht der Un- terhalterrolle aufgeschlossen gegenüber und betont weniger stark die Ver- mittler- und Erzieherrolle als ältere Sportjournalisten“ (ebd.). Und so korreliert der Mediensport zunehmend mehr mit dem Grad der Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sports als mit seiner gesellschaftlichen Bedeu- tung oder gar seiner praktischen Relevanz. Die Folge ist das Auseinander- gehen der Schere zwischen Medienrealität und Sportrealität (vgl. Loosen 2004, 14f).

Die gängigsten Kritikpunkte an der Sportberichterstattung zu dieser These hat LOOSEN (2004, 15) zusammengefasst. So wird der Vielfalt des Sports nicht ausreichend Rechnung getragen, und es kommt zu einer Konzentration auf wenige publikumswirksame Sportarten sowie den Leistungssport. Zudem wird Frauensport diskriminiert, die Auseinandersetzung mit negativen Ent- wicklungen im Sport ist mangelhaft, und die emotionale, klischeehafte Spra- che ist Teil der vielfach genannten Inszenierung des TV-Sports, der sich zum Medienspektakel entwickelt. Auch die Unterrepräsentanz des Behinder- tensports zeigt, dass wichtige gesellschaftliche Bereiche im Sportjournalis- mus ausgeklammert werden (vgl. SCHIERL 2004a, 154ff). Diese Themen tra- gen dem System Sport, Medien, Wirtschaft ungenügend Rechnung und fal- len deshalb oft aus dem Raster des heutigen Sportjournalismus. Jörg HAHN (2008, http://www.frankfurt-main.ihk.de/ standortpolitik/aktuell/ sportjourna- lismus/ index.html, Zugriff am 1. Juli 2008) hat die Aufgaben der Sportjourna- listInnen aus solchen Gründen heraus wie folgt beschrieben:

„Die Sportberichterstattung sollte eine kritische sein, vor negativen Auswüchsen warnen und das System hinterfragen. Die Medien haben die Verantwortung, sich einer Entwicklung entgegenzu- stemmen, in der die Ideale des Sports auf eine die Massen faszi- nierende Unterhaltungsindustrie reduziert wird. Sportjournalisten haben Verantwortung für die Menschen, über die sie berichten, Heldenverehrung stünde dem im Weg. Wenn Athleten im Erfolg zu Megastars hochgejubelt und im Falle des Misserfolgs, der für viele schon beim zweiten Platz beginnt, mit Hohn und Spott übergossen werden, wird der Mensch zur austauschbaren Wegwerfware de- gradiert“.

2.2.1 Wandel des Berufsstandes „Sportjournalist/in“

„Als sich der Sportteil der Zeitung etablierte, waren kompetente Sportjournalisten rar. Man musste auf Leute zurückgreifen, die aus der Sportbewegung kamen und wenigstens sportliches Sachwissen besaßen, um das bearbeiten zu können, was die anderen Redakteure mangels Kompetenz oder Interesse nicht übernehmen konnten oder wollten“ (WEISCHENBERG 1995, 125).

Die Dominanz der sportlichen gegenüber der journalistischen Kompetenz war Ursache für die anfängliche und lange währende Außenseiterstellung der SportjournalistInnen. Der Sportjournalismus war damals gekennzeichnet durch den Widerspruch zwischen dem Selbstverständnis von SportjournalistInnen, die Charakterbildungs- und Gesundheitswerte des Sports vermitteln zu wollen, und der Wirklichkeit der Sportkommunikation, die als Unterhaltungsware produziert und rezipiert wurde (vgl. ebd.).

Die ersten wissenschaftlichen Studien zur Kommunikatorforschung bei Sport- journalistInnen gab es in den 70er Jahren10 (vgl. GÖRNER 1995, 63). Die Er- gebnisse zeigen, dass damals SportjournalistInnen gegenüber ihren Kolle- gInnen aus anderen Ressorts ein geringeres Ansehen genossen. Interessant ist hierbei, dass die SportjournalistInnen beim Rundfunk - trotz vergleichs- weise höheren Bildungsniveaus, Prestiges ihres Mediums, zum Teil erhebli- cher Popularität und allgemein guten Arbeits- und Einkommensbedingungen - zu einer ähnlichen sozialen und beruflichen Selbsteinschätzung tendierten wie ihre KollegInnen bei den Printmedien. Die Berufssoziologie vermutet, dass es einen großen Zusammenhang zwischen dem Berufsprestige und der Übereinstimmung der Tätigkeit mit von der Gesellschaft hoch eingestuften Werten gibt. Ein solch hoher sozialer Rang fehlt vor allem dem Unterhaltungssektor (vgl. WEISCHENBERG 1995, 125f).

In punkto Ausbildung hatten SportjournalistInnen dennoch generell seltener ein Volontariat oder einen berufsbezogenen Studienabschluss vorzuweisen als Kollegen aus anderen Ressorts. Die meisten rekrutierten sich aus der sportlichen Praxis; ihre Berufszufriedenheit war recht groß. Damals sah sich bereits die Hälfte als Unterhalter des Publikums.

Die Studien der 80er Jahre11 lassen deutliche Veränderungen erkennen: Der formale Bildungsstand hatte sich verbessert, das Außenseiterbewusstsein nahm tendenziell ab, und das Selbstbewusstsein der Berufsgruppe war ge- stiegen. Es bestand aber immer noch ein enges Verhältnis der Sportjourna- listInnen zu ihrem Gegenstand, was die kritische Berichterstattung behinder- te. Allerdings hatte die Sensibilisierung bezüglich Sport und Politik im Ver- gleich zu den 70er Jahren zugenommen. Die existenzielle Abhängigkeit des Sports von der Wirtschaft wurde zunehmend akzeptiert (vgl. GÖRNER 1995, 64ff).

Laut Studien der 90er Jahre12 arbeitete die Mehrheit der SportjournalistInnen bei Printmedien und war jünger als 35 Jahre. Die Ausbildungssituation hatte sich weiter verbessert. Die „Kölner Studie“ 1994 von HACKFORTH und die Dissertation von GÖRNER 1995 untermauern die Tendenzen einer Entwicklung hin zur Professionalisierung und wachsendem Selbstbewusstsein. Die Außenseiterstellung konnte nicht mehr aufrecht erhalten werden; die SportjournalistInnen bewerteten die Zukunftsperspektiven positiv. Die Professionalisierungstendenzen haben sich auch bei den Online-SportjournalistInnen bestätigt, wie MORITZ im Jahr 2000 untersucht hat.

Fach- (Sportwissenschaft und Sportpraxis) und Vermittlungskompetenz (Kommunikationswissenschaft, Sportpublizistik und Journalismus) entwickel- ten sich zu gleichbedeutenden Säulen (vgl. HACKFORTH/FISCHER 1994, 43).

Die neuesten Erkenntnisse liefern EHL/FEY (2004) in ihrer Studie „Das Be- rufsprofil Sportjournalist 2004. Eine repräsentative Befragung der Sportjour- nalisten in Deutschland“, die als Diplomarbeit an der DSHS Köln verfasst wurde. Auffallend ist hier, dass die befragten SportjournalistInnen die Zukunft ihres Berufs aufgrund der allgemeinen Stagnation am Arbeitsmarkt negativ beurteilen. Die Zukunftschancen haben sich demnach tendenziell ver- schlechtert. Des Weiteren prognostizieren die Befragten eine weitere Ver- schiebung der Berichterstattung Richtung Unterhaltung zu Lasten der Infor- mation.

Dennoch ist die Berufszufriedenheit immer noch hoch, und auch die Stellung des Sportressorts wird besser eingeschätzt als in der letzten Dekade. Was die formale Ausbildung anbelangt, ist eine weitere Professionalisierung und Akademisierung festzustellen.

Die Kommunikatorstudien der vergangenen Jahre betrachten lediglich, ob die SportjournalistInnen Abitur, Volontariat, Praktika oder ein Studium vorzuwei- sen haben.

Wie viele der studierten SportjournalistInnen z.B. Sportwissenschaften als Fach belegt haben, bleibt ungewiss. In der Diplomarbeit von PROCKL (2004, 53) über Sportjournalistinnen des deutschen Fernsehens wird kurz darauf eingegangen (siehe Kap. 5.2).

Nach GÖRNER (1995, 81) existieren in Deutschland noch immer kein einheit- liches Berufsbild oder verbindliche Regularien für den Berufszugang. Nach Ansicht vieler AutorInnen kann eine Verbesserung und Steigerung des Selbstvertrauens nur über eine intensivierte Aus- und Weiterbildung gesche- hen. Sonst hinken weiterhin die Qualität der Berichterstattung und das Be- rufsprestige der Komplexität und Relevanz des Berichterstattungsgegens- tandes hinterher. Betrachtet man die Ergebnisse von EHL/FEY, ist eine deutli- che Verbesserung erkennbar, trotzdem bleibt der Zugang zum Beruf durch Artikel 5 des Grundgesetzes frei und wird auch deshalb nie ganz reglemen- tiert werden können. Den Versuch, das Berufsprofil des Sportjournalisten/der Sportjournalistin zu definieren, hat SCHAFFRATH (2006, 7) in Anlehnung an den Deutschen Journalisten-Verband unternommen: „Sportjournalist ist, wer

- hauptberuflich
- eigenschöpferisch oder dispositiv
- Informationen über Sportereignisse und Sportakteure sammelt, auswertet, prüft, thematisiert und analysierend, kommentierend oder unterhaltend aufbereitet
- sie in Wort, Bild und/oder Ton
- über ein sportberichterstattendes Medium
- Strukturwandel des Sports und des Sportjournalismus 19
- an die sportinteressierte Öffentlichkeit vermittelt
- oder den Sportmedien zur Veröffentlichung zur Verfügung stellt.“

Die Ausbildungen und Studiengänge müssen so gut wie möglich an die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes angepasst werden und Interessenten des Berufsfeldes (Sport-) Journalismus auf Tendenzen z.B. zur Freiberuflichkeit oder unregelmäßigen Arbeitszeiten aufmerksam gemacht werden.

2.3 Bedeutung des Sports für die Medien und vice versa

Zwischen Sport und Medien existiert eine enge, symbiotische Verbindung. Für alle massenattraktiven Medien ist Sport ein nahezu unverzichtbarer Be- standteil der Berichterstattung. Im Fernsehen garantiert Sport hohe Ein- schaltquoten und ist daher für die Sender ein wirtschaftlich wichtiges Werbe- umfeld (vgl. LOOSEN 2006, 325). Außerdem ergaben Quotenmessungen für das Fernsehen, dass der Effizienzgrad der Programmsparte Sport, gemes- sen als Verhältnis von Sendekosten und Zuschauerreichweite, im Vergleich zu allen anderen Programmsparten außerordentlich hoch liegt (vgl. SCHIERL 2004b, 106f).

Auch in der Presse gehört der Sport zu den beliebtesten Inhalten der Tages- zeitungen, und die Printmedien sind die größten Arbeitgeber der Sportjourna- listInnen. Allerdings haben diese durch das Aufkommen der elektronischen Medien eine Komplementärrolle eingenommen (vgl. GÖRNER 1995, 38ff). Seit Etablierung des Internets mit seiner Aktualität als wichtigste Eigenschaft, müssen sich die Zeitungen noch mehr um Analysen und Hintergrundberichte bemühen.

Die enge Verbundenheit der Interessensgemeinschaft „Sport - Medien - Wirtschaft“ bestimmt im Wesentlichen die Rahmenbedingungen des Sportjournalismus und der von ihm produzierten Sportberichterstattung.

„Die nachgefragten Sportarten liefern den Rohstoff zur Erzeugung von Publikumsaufmerksamkeit an die Medien, welche die von ih- nen erreichte Publikumsquote dann an die PR-Branche für öko- nomische, politische und sonstige Werbezwecke vermarkten. Dem Sport erlauben die Erträge, die sich aus diesem Deal ergeben, ei- ne Professionalisierung ihrer Aktiven, die außerordentliche techni- sche Leistungssteigerungen in Gang bringt. Vorteile ergeben sich nicht nur für die Sportler, sondern auch für deren Organisationen […]. Sie gewinnen nicht nur Geld, sondern auch soziale Geltung und darüber hinaus politischen Einfluss, der ihnen helfen kann, sich gegen eine Übermächtigung durch Medien zu wehren“ (NEID- HARDT 2007, 5).

Vor dem Hintergrund der Abhängigkeitsverhältnisse in diesem „magischen Dreieck“ aus Sport, Medien und Wirtschaft (BRUHN 2003, 13) entsteht über die vermittelten Sportinhalte eine eigene Medienrealität des Sports. Sporter- eignisse folgen festen zeitlichen Abläufen und kalendarischen Regelmäßig- keiten. Zudem setzt sich die Sportberichterstattung zu einem großen Teil aus Ereignisstereotypen zusammen. Denn im Sport fällt routinemäßig Neues an, das sich aber so gut wie immer in bereits vorhandene Strukturen integrieren lässt. Schon allein in dieser Hinsicht kommen sich die Produktionslogik der Medien, insbesondere die des Fernsehens, und die Zyklen des Wett- kampfsports in nahezu idealer Weise entgegen (vgl. LOOSEN 2006, 326).

Aber auch wenn der Sport vor allem im Fernsehen einen hohen Stellenwert hat, liegt sein Anteil am Gesamtprogramm im Allgemeinen unter 10% (vgl. KRÜGER/ZAPF-SCHRAMM 2007, 167).

Der Stellenwert, den die Medien dem Sport einräumen, korrespondiert mit einer hohen Nachfrage seitens des Publikums. So werden die allgemeinen Ranglisten der meistgesehenen Sendungen im deutschen Fernsehen regelmäßig von Sportsendungen angeführt. In den letzten zehn Jahren waren dies ausschließlich Übertragungen von Fußball-Welt- oder Europameisterschaftsspielen - meist mit deutscher Beteiligung und mit Marktanteilen von beinahe 90% (vgl. ZUBAYR/GERHARD 2004, 29f).

Der Sport als Hybrid aus Unterhaltung und Information lässt sich medial viel- fältig verwerten und ist deshalb Inhalt verschiedenster Darstellungsformen. Als Zugpferd der Medien-Verkaufsförderung ist der Sport ein gefragter jour- nalistischer Inhalt, immer als Mittel zur Popularisierung eines neuen Medi- ums, einer neuen Technik und neuer Märkte (vgl. LOOSEN 2006, 328). Vor dem Hintergrund dieser Kommerzialisierungs- und Mediatisierungsten- denzen muss sich der/die Sportjournalist/in auf Veränderungen in sei- nem/ihrem Metier einstellen, darf sich ihnen aber nicht kritiklos unterordnen.

3 Arbeitsmarkt Sport und Journalismus

Mittlerweile gilt der Sport als wachsender und bedeutender Arbeitsmarkt. Im Zuge dessen haben sich immer mehr Studiengänge in diesem Bereich ent- wickelt. In Deutschland gibt es derzeit 67 sportwissenschaftliche Hochschul- einrichtungen (vgl. http://www.sportwissenschaft.de/index.php?id=33, Zugriff am 1. August 2008). Um zu untersuchen, wie sich die AbsolventInnen auf dem Arbeitsmarkt etablieren und um die Studiengänge daran anpassen zu können, wurden immer wieder Absolventen- bzw. Verbleibsstudien durchge- führt. Welche Studien mit welchen Ergebnissen veröffentlicht wurden und wie sich die Arbeitsmarktsituation für JournalistInnen und SportjournalistInnen darstellt, wird in diesem Kapitel gezeigt.

3.1 Forschungsstand: Absolventenstudien an sportwis- senschaftlichen Hochschuleinrichtungen

Sportspezifische akademische Ausbildungen waren in Deutschland bis An- fang der 80er Jahre beinahe nur im Rahmen von Lehramtsstudiengängen zu erwerben. Erst danach etablierten sich im Zuge des strukturellen Wandels des Sports Studiengänge, die auf außerschulische Berufsfelder im Bereich des Sports vorbereiteten (vgl. HARTMANN-TEWS/MRAZEK 2002, 43). Die Ab- solventenstudien dieser Studiengänge mit Diplom- oder Magisterabschluss ab den 90er Jahren bis heute sind für die vorliegende Arbeit interessant. Grundsätzlich besteht allerdings das Problem, dass Absolventenstudien häu- fig nicht systematisch archiviert werden und nur als Graue Literatur existieren

(vgl. JANSON/TEICHLER 2007, 12). Folgende Studien wurden in Büchern, Fachzeitschriften oder Hochschulschriften veröffentlicht.

3.1.1 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen ohne Schwerpunkt Medien/Publizistik

BUCHMEIER/ZIESCHANG untersuchten im Jahr 1992 AbsolventInnen des Dip- lomstudiengangs „Sportökonomie“ der Universität Bayreuth. Hierbei bildeten die bis dahin 170 AbsolventInnen die Zielgruppe der Befragung, wovon 106 Personen antworteten. Die Studie gilt als repräsentativ. Zentrales Ergebnis war hier die Dominanz der Vollzeitbeschäftigung mit Sportbezug im Ange- stelltenverhältnis. Die Hauptarbeitgeber waren Sportvereine, -verbände, -agenturen, der Sportartikelhandel und Sportinformationsabteilungen. Nur ein Fünftel der AbsolventInnen startete in einen Beruf ohne jeglichen Sportbezug. 6% waren arbeitslos. 1996 veröffentlichten BELZ/VOLCK die Tübinger Studie über die Diplom- Sportpädagogen der Jahrgänge 1987-1994. Die Rücklaufquote betrug nur 37.8% (N = 59), entsprach aber der Grundgesamtheit. Zentrale Ergebnisse waren, dass es bei den AbsolventInnen kein einheitliches Berufsfeld gab. Des Weiteren besetzten viele AbsolventInnen anfänglich Stellen, die nach Aufgabe, Vergütung und Verantwortung keinen Universitätsabschluss erfor- derten. Außerdem waren Berufserfahrung bzw. praktische Erfahrung bedeu- tend für eine Einstellung, die steigenden Anspruchstandards jedoch zeigten die Tendenz zur Verschärfung der Einstiegsvoraussetzungen.

Im Jahre 1998 und 2002 befragten EMRICH/PITSCH wiederholt AbsolventInnen des Saarbrücker Studiengangs Sportwissenschaft (Studienschwerpunkte: Leistungs-, Gesundheits-, oder Freizeitsport). 170 AbsolventInnen beantwor- teten den Fragebogen. Zentrale Ergebnisse waren, dass der Erwerb zusätz- licher außeruniversitärer sportbezogener Qualifikationen die Chance auf Aus- übung einer hauptberuflichen Tätigkeit kaum verbesserte und dass kein Zusammenhang zwischen Studiendauer, Gesamtnote und Berufserfolg be- stand. Außerdem hing der Einstieg ins Berufsleben in hohem Maße von der Eigeninitiative ab.

[...]


1 Mittlerweile gibt es 67 sportwissenschaftliche Hochschuleinrichtungen in Deutschland (http://www.sportwissenschaft.de/index.php?id=33, Zugriff am 1. August 2008)

2 1970 wurde die DSHS Köln als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Satzungs-, Promotions- und Habilitationsrecht anerkannt (vgl. MESTER 1995, 14).

3 Auf die jeweils weibliche und männliche (hier: Absolventinnen und Absolventen) Schreib- weise wird verzichtet. Stattdessen wird die verlängerte geschlechtsneutrale (AbsolventIn- nen) Schreibweise verwendet. Wenn nicht ausdrücklich auf Absolventinnen und Absolven- ten etc. hingewiesen wird, sind unter der neutralen Schreibweise sowohl die Frauen als auch die Männer zusammengefasst.

4 Titel seiner Dissertation

5 Hier können Absolventenstudien auch Evaluationscharakter besitzen um herauszufinden, ob Reformziele erreicht wurden (vgl. JANSON/TEICHLER 2007, 8).

6 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden ge- währleistet. Eine Zensur findet nicht statt (http://www.bundestag.de/parlament/funktion/ gesetze/grundgesetz/gg_01.html, Zugriff am 15. Juli 2008).

7 Diese Tatsache zeigte sich aktuell z.B. in der Vor- und Nachberichterstattung der Fußball- EM 2008, bei der die ModeratorInnen vom Sender selbst auch zu „Helden“ des Spektakels stilisiert wurden.

8 2004 wurden rund 37 Stunden Sport täglich im deutschen Fernsehen angeboten; das ist ein Anteil von 12% am gesamten Programm (berücksichtigt wurden dabei die öffentlich- rechtlichen Sender ARD, ZDF, die sieben dritten Programme, die privaten Vollprogramme RTL und SAT.1 sowie die Sportspartensender Eurosport und DSF (ZUBAYR 2007, 57).

9 Titel der Dissertation von WEISCHENBERG 1976.

10 MERTES, H. (1974): Der Sportjournalist. Ein Beitrag zur Kommunikatorforschung. Magis- terarbeit; WEISCHENBERG, S. (1976): Die Außenseiter der Redaktion. Dissertation; EGGER, P. (1979): Der Sportjournalist in der deutschsprachigen Schweiz. Lizentiatsarbeit.

11 NAUSE, M. (1987): Das Selbstverständnis von Sportjournalisten unter besonderer Berücksichtigung sich wandelnder Strukturen. Magisterarbeit; LERCH, G. (1989): Der Sportjournalismus aus der Sicht von Sportjournalisten. Magisterarbeit.

12 WEISCHENBERG, S. (1995): Annäherung an die Außenseiter; KNIEF, M. (1991): Sportjour- nalismus als Beruf - eine Befragung; MERTENS, F. (1993): Zur Sachkompetenz und zum Selbstverständnis der Sportjournalisten an ausgewählten deutschen Tageszeitungen.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten

Details

Titel
Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Note
2,1
Autor
Jahr
2008
Seiten
110
Katalognummer
V146103
ISBN (eBook)
9783640568697
ISBN (Buch)
9783640568567
Dateigröße
970 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportstudium, Beruf, Absolventinnen, Absolventen, Studienschwerpunktes, Medien, Kommunikation, Jahrgänge, DSHS, Köln
Arbeit zitieren
Diplom-Sportwissenschaftlerin Eva-Marie Günzler (Autor), 2008, Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146103

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden