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Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln

Title: Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln

Diploma Thesis , 2008 , 106 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Diplom-Sportwissenschaftlerin Eva-Marie Günzler (Author)

Sport - Sport Sociology
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Summary Excerpt Details

Der Bereich des Sports hat sich im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte dynamisch entwickelt. Dies geschah vor dem Hintergrund des allgemeinen gesellschaftlichen Wandels, der ab den 1970er/80er Jahren den Begriff „post-industrielle Gesellschaft“ prägte. Galt Sport in den 60er Jahren noch als angenehme Nebensache für einzelne Gesellschaftsschichten, so ist er heutzutage in jeder Bevölkerungsgruppe präsent. Das Bewusstsein für Sport und
sein Stellenwert haben sich z.B. durch Fortschrittsdenken, Zunahme von Wohlstand und Freizeit, Individualisierung und neue Körperorientierung verändert. Bis zu zwei Drittel der Deutschen treiben heute regelmäßig Sport (vgl. LANGER 2006, 265).
Damit und mit den steigenden Anforderungen an das System Sport ging auch dessen wachsende Verberuflichung einher. Die Bedeutung einer fundierten Ausbildung wuchs, ihre Gestaltung wurde jedoch auch schwieriger, da es kein klares Berufsbild gab und bis heute nicht gibt. Diese Tatsache beruht nicht zuletzt darauf, dass sich das System Sport ständig im Wandel befindet und ausdifferenziert.
Die sportwissenschaftlichen Studiengänge bereiteten im Sinne des Begründers der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln – Carl DIEM (vgl. Rede bei der Gründungsfeier der DSHS Köln 1947) – zunächst nur auf den Beruf des Sportlehrers/der Sportlehrerin (mit Abschluss „Diplom-Sportlehrer/in“) vor. Auch in den 70er Jahren wurde noch auf das Ziel, nach dem Abschluss dem Lehrerberuf nachzugehen, hingearbeitet (vgl. Prüfungsordnungen
DSHS Köln 1971). Allmählich mussten die Studienordnungen aber modifiziert und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft und des Sports angepasst werden, auch weil sich die Berufsaussichten für Sportlehrer und Sportlehrerinnen an Schulen verschlechtert hatten. So entstanden – neben den Lehramtstudiengängen – zum Beispiel an der Deutschen Sporthochschule Köln im Jahr 1986 zunächst zwei Studienrichtungen
(A: Breiten- und Spitzensport; B: Rehabilitation und Behindertensport), die auch für außerschulische Berufsfelder qualifizierten. 1998 (weitere Modifikationen im Jahr 2002) wurden im Diplomstudiengang fünf Schwerpunkte festgelegt, die auf mehrere außerschulische Berufsfelder vorbereiten sollten und den AbsolventInnen den Titel „Diplom-Sportwissenschaftler/in“ verliehen. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Teil I: Einführung

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Fragestellung der Untersuchung

1.3 Aufbau der Arbeit

Teil II: Theoretische Aspekte

2 Strukturwandel des Sports und des Sportjournalismus

2.1 Strukturwandel und Professionalisierung des Sports

2.2 Strukturen und Wandel des Sportjournalismus

2.2.1 Wandel des Berufsstandes „Sportjournalist/in“

2.3 Bedeutung des Sports für die Medien und vice versa

3 Arbeitsmarkt Sport und Journalismus

3.1 Forschungsstand: Absolventenstudien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen

3.1.1 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen ohne Schwerpunkt Medien/Publizistik

3.1.2 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen mit Schwerpunkt Medien/Publizistik

3.2 Arbeitsmarkt Journalismus und Sportjournalismus

3.2.1 Arbeitsmarkt Journalismus

3.2.2 Arbeitsmarkt Sportjournalismus

4 Geschlechterverhältnisse im Journalismus

4.1 Geschlecht und Journalismus

4.2 Geschlecht und Sportjournalismus

5 Ausbildungswege

5.1 Ausbildungswege in den Journalismus

5.2 Ausbildungswege in den Sportjournalismus

Teil III: Empirische Untersuchung

6 Konzeption und Durchführung der empirischen Untersuchung

6.1 Methodik

6.2 Fragestellungen und Hypothesenbildung

6.3 Der Fragebogen

6.4 Die Befragten

6.5 Auswertung der Daten

7 Soziodemographische Daten

7.1 Geschlecht

7.2 Alter

7.3 Familienstand

7.4 Wohnort

7.5 Geschlechtsunterschiede

8 Studium

8.1 Studiendauer

8.2 Studienleistung

8.3 Studienzufriedenheit

8.4 Studieninhalte

8.4.1 Relevanz der Studieninhalte für den Beruf

8.4.2 Wünsche für weitere Inhalte des Sportstudiums

8.5 Geschlechtsunterschiede

9 Formale Zusatzqualifikationen

9.1 Formale Zusatzqualifikationen im Rahmen des Studiums

9.2 Formale Zusatzqualifikationen im Sport

9.3 Formale Zusatzqualifikationen in außersportlichen Bereichen

9.4 Geschlechtsunterschiede

10 Bewerbung und Arbeitsplatzsuche

10.1 Bewerbungserfolg nach dem Abschluss

10.2 Finden der Arbeitsstelle

10.3 Arbeitslosigkeit nach dem Abschluss

10.4 Geschlechtsunterschiede

11 Gegenwärtige berufliche Situation

11.1 Tätigkeit

11.1.1 Tätigkeitsbereich

11.1.2 Bezeichnung der Tätigkeit

11.1.3 Einkommen

11.1.4 Zufriedenheit und Zukunftsperspektiven

11.2 Gründe für die Anstellung

11.3 Arbeitsbedingungen

11.4 Nebenberuflich oder auf Honorarbasis Tätige

11.4.1 Tätigkeit

11.4.2 Arbeitszeit

11.4.3 Einkommen

11.5 Geschlechtsunterschiede

Teil IV: Diskussion

12 Zusammenfassende Diskussion und Ausblick

12.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

12.2 Zusammenfassung der Hypothesen

12.3 Probleme der Untersuchung

12.4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den beruflichen Werdegang von Absolventen des Studienschwerpunktes „Medien und Kommunikation“ (SP MuK) an der Deutschen Sporthochschule Köln im Vergleich zu anderen sportwissenschaftlichen Absolventen, um arbeitsmarktrelevante Erkenntnisse für die Gestaltung zukünftiger Studiengänge zu gewinnen.

  • Analyse der Beschäftigungssituation und des Berufseinstiegs
  • Untersuchung der Relevanz von Studieninhalten für die berufliche Praxis
  • Vergleich von erworbenen Zusatzqualifikationen und Arbeitsbedingungen
  • Evaluation von Geschlechtsunterschieden in der Sportpublizistik
  • Identifikation von Anforderungen an den modernen Sportjournalismus

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Wandel des Berufsstandes „Sportjournalist/in“

„Als sich der Sportteil der Zeitung etablierte, waren kompetente Sportjournalisten rar. Man musste auf Leute zurückgreifen, die aus der Sportbewegung kamen und wenigstens sportliches Sachwissen besaßen, um das bearbeiten zu können, was die anderen Redakteure mangels Kompetenz oder Interesse nicht übernehmen konnten oder wollten“ (WEISCHENBERG 1995, 125).

Die Dominanz der sportlichen gegenüber der journalistischen Kompetenz war Ursache für die anfängliche und lange währende Außenseiterstellung der SportjournalistInnen. Der Sportjournalismus war damals gekennzeichnet durch den Widerspruch zwischen dem Selbstverständnis von SportjournalistInnen, die Charakterbildungs- und Gesundheitswerte des Sports vermitteln zu wollen, und der Wirklichkeit der Sportkommunikation, die als Unterhaltungsware produziert und rezipiert wurde (vgl. ebd.).

Die ersten wissenschaftlichen Studien zur Kommunikatorforschung bei SportjournalistInnen gab es in den 70er Jahren (vgl. GÖRNER 1995, 63). Die Ergebnisse zeigen, dass damals SportjournalistInnen gegenüber ihren KollegInnen aus anderen Ressorts ein geringeres Ansehen genossen. Interessant ist hierbei, dass die SportjournalistInnen beim Rundfunk – trotz vergleichsweise höheren Bildungsniveaus, Prestiges ihres Mediums, zum Teil erheblicher Popularität und allgemein guten Arbeits- und Einkommensbedingungen – zu einer ähnlichen sozialen und beruflichen Selbsteinschätzung tendierten wie ihre KollegInnen bei den Printmedien.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Kapitel leitet in den Untersuchungsgegenstand ein, erläutert die Problemstellung der Verberuflichung im Sport und definiert die zentralen Zielsetzungen der Arbeit.

2 Strukturwandel des Sports und des Sportjournalismus: Hier werden die theoretischen Grundlagen des gesellschaftlichen Wandels und dessen Auswirkungen auf das Berufsfeld Sport sowie die Entwicklung des Sportjournalismus zum Medienspektakel dargelegt.

3 Arbeitsmarkt Sport und Journalismus: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Absolventenstudien und die Entwicklungen im Arbeitsmarkt für Journalisten und Sportjournalisten.

4 Geschlechterverhältnisse im Journalismus: Das Kapitel beleuchtet die strukturelle Unterrepräsentanz von Frauen im Journalismus und speziell in der „Männerdomäne“ Sportjournalismus.

5 Ausbildungswege: Hier werden verschiedene Qualifizierungswege wie Universitätsstudiengänge und Journalistenschulen für angehende Sportjournalisten kritisch betrachtet.

6 Konzeption und Durchführung der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, die Hypothesenbildung sowie das Design der Befragung.

7 Soziodemographische Daten: Es erfolgt eine statistische Auswertung der soziodemographischen Merkmale der Absolventen, unterteilt nach den beiden Vergleichsgruppen.

8 Studium: Dieses Kapitel analysiert Studiendauer, Studienleistungen und vor allem die subjektive Relevanz der Studieninhalte im Hinblick auf den späteren Beruf.

9 Formale Zusatzqualifikationen: Hier wird untersucht, inwieweit Absolventen über zusätzliche Qualifikationen verfügen und ob geschlechtsspezifische Unterschiede bei deren Erwerb bestehen.

10 Bewerbung und Arbeitsplatzsuche: Das Kapitel beleuchtet die Erfolgsquoten bei Bewerbungen und die Wege zur Findung der ersten Arbeitsstelle.

11 Gegenwärtige berufliche Situation: Hier werden aktuelle Tätigkeitsfelder, Einkommen, Arbeitsbedingungen sowie die Berufszufriedenheit der Absolventen ausgewertet.

12 Zusammenfassende Diskussion und Ausblick: Der abschließende Teil interpretiert die Ergebnisse, bewertet die Hypothesen und gibt Empfehlungen für zukünftige Studienpläne.

Schlüsselwörter

Sportjournalismus, Absolventenstudie, Arbeitsmarkt, Sportwissenschaft, Medien und Kommunikation, Berufsfeld, Professionalisierung, Geschlechterverhältnisse, Zusatzqualifikationen, Studieninhalte, Berufsqualifizierung, Sportökonomie, Medienrealität, Journalistenausbildung, Berufszufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den beruflichen Werdegang von Absolventen des Studienschwerpunktes „Medien und Kommunikation“ an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Fokus stehen die Arbeitsmarktsituation, die Relevanz des Sportstudiums für den Beruf, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Sportpublizistik und die Auswirkungen des Strukturwandels auf den Sportjournalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Übergang in den Beruf nachzuzeichnen, Tätigkeitsfelder darzustellen und zu evaluieren, ob die Studieninhalte den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine empirische Vollerhebung unter Absolventen durchgeführt, die zwischen 2003 und 2005 ihr Studium abgeschlossen haben, ergänzt durch statistische Analysen (SPSS).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Strukturwandel des Sports sowie einen empirischen Teil, der Soziodemographie, Studium, Bewerbungsprozesse und die aktuelle berufliche Situation analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Sportjournalismus, Absolventenstudie, Berufsfeld, Professionalisierung und Geschlechterverhältnisse.

Gibt es signifikante Unterschiede bei der Studienzufriedenheit zwischen den Gruppen?

Ja, die Absolventen des Schwerpunkts „Medien und Kommunikation“ zeigen eine signifikant höhere Zufriedenheit mit ihrem Studium als die Vergleichsgruppe.

Wie wirkt sich das Geschlecht auf die Karrierechancen aus?

Frauen sind im Sportjournalismus weiterhin unterrepräsentiert, wobei die Untersuchung insbesondere bei der Art der Bewerbung (verstärkt auf Stellenausschreibungen) signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzeigt.

Warum gibt es Schwierigkeiten bei der Interpretation der Einkommensdaten?

Die geringen Fallzahlen in einigen Untergruppen, insbesondere bei freiberuflich Tätigen, schränken die statistische Präzision der Einkommensaussagen ein.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die Gestaltung von Studienplänen?

Der Autor empfiehlt eine stärkere Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie die Einführung von Rhetoriktrainings und besseren Vernetzungsmöglichkeiten mit Unternehmen der Medienbranche.

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Details

Title
Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln
College
Sport Academy Cologne
Grade
2,1
Author
Diplom-Sportwissenschaftlerin Eva-Marie Günzler (Author)
Publication Year
2008
Pages
106
Catalog Number
V146103
ISBN (eBook)
9783640568697
ISBN (Book)
9783640568567
Language
German
Tags
Sportstudium Beruf Absolventinnen Absolventen Studienschwerpunktes Medien Kommunikation Jahrgänge DSHS Köln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sportwissenschaftlerin Eva-Marie Günzler (Author), 2008, Vom Sportstudium zum Beruf - Die Absolventinnen und Absolventen des Studienschwerpunktes Medien & Kommunikation der Jahrgänge 2003–2005 an der DSHS Köln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146103
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