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Menagerien, Wunderkammern und botanische Gärten. Europäische Ausstellungsstätten der kolonialen Entwendungen im 17. und 18. Jahrhundert

Title: Menagerien, Wunderkammern und botanische Gärten. Europäische Ausstellungsstätten der kolonialen Entwendungen im 17. und 18. Jahrhundert

Term Paper , 2024 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Dietne (Author)

History - Miscellaneous
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Die Hausarbeit folgt der nachfolgenden Fragestellung: Inwiefern ging die Entwicklung von Menagerien zu Zoos und Zirkusbetrieben, Wunderkammern zu Museen und höfischen Gärten zu botanischen Gärten auch mit einem Bedeutungswandel einher?
Dabei wird im zeitlichen Rahmen des 17. und 18. Jahrhunderts zuerst die Vorgeschichte der kolonialen Erschließungen und Entwendungen beleuchtet. Anschließend wird herausgestellt, wie sich die Ausstellungsstätten entwickelten und woher die Exponate und kolonialen Artefakte stammten. Dabei werden die Kunst- und Wunderkammern, Menagerien und botanischen Gärten in ihrer Evolution betrachtet und entsprechend der Fragestellung analysiert, ob und inwiefern sich die Bedeutung der Institutionen veränderte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Koloniale Erschließungen, Entwendungen und Entstehung von Ausstellungsstätten

3. Sammelgründe, Exponate und Standorte

3.1 Wunder- und Kunstkammern

3.2 Menagerien

3.3 Botanische Gärten

4. Zusammenfassung

5. Bibliografie

5.1 Quellenverzeichnis

5.2 Literaturverzeichnis

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel von musealen und zoologischen Ausstellungsstätten vom 17. bis ins 18. Jahrhundert unter Berücksichtigung kolonialer Entwendungspraktiken und erforscht, inwiefern dieser Prozess mit einem Bedeutungswandel von der bloßen Prestigedarstellung hin zu wissenschaftlichen Institutionen einherging.

  • Historische Entwicklung von Menagerien, Wunderkammern und botanischen Gärten.
  • Einfluss der europäischen Expansion und des Kolonialismus auf Sammlungsbestände.
  • Wandlung von Exponaten als Prestigeobjekte zu wissenschaftlichen Untersuchungsobjekten.
  • Die Rolle der Aufklärung und des Bedeutungswandels in europäischen Kulturerbeeinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Menagerien

Genau wie die Raritäten in den Wunderkammern, zogen auch die lebenden Exponate die Betrachter des 17. und 18. Jahrhunderts in ihren Bann und entführten diese in eine fast mystische Zauberwelt. Exemplarisch hierfür steht die Beschreibung des Züricher Zoodirektor Heini Hedinger, der wie folgt einen Delfin beschrieb: „Diese Kreatur war […] so seltsam, so vollständig mysteriös, dass man versucht war, in ihr ein verzaubertes Wesen zu sehen.“

Dementsprechend wurde es in Menagerien zur Praxis, die Tiere auch als etwas Fremdes und Seltsames in engen Zwingern zu präsentieren und nicht wissenschaftlich zu beleuchten. Menagerien entstanden hauptsächlich an Höfen von Herrschenden und waren verknüpft mit Landschaftsgärten. Die Zwecke der Tierhaltung waren die Demonstration des Reichtums und der Macht sowie die Belustigung der Besitzer.

Dies steht im Gegensatz zu den späteren zoologischen Gärten, die als Orte der Wissensvermittlung etabliert wurden und Anspruch auf Wissenschaftlichkeit hatten. Dort wurden die Tiere in sozialen Gruppen artgerechter gehalten und der Zoo war eine großstädtische, gesellschaftliche Institution, die vom Bürgertum getragen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der europäischen Expansion ein und erläutert anhand des Beispiels der Nashorndame Clara den Bedeutungswandel von exotischen Tieren als Attraktion hin zu wissenschaftlichen Objekten.

2. Koloniale Erschließungen, Entwendungen und Entstehung von Ausstellungsstätten: Dieses Kapitel behandelt die Anfänge der kolonialen Expansion durch europäische Seefahrer und die damit verbundene erste Welle von Importen exotischer Tiere und Waren nach Europa.

3. Sammelgründe, Exponate und Standorte: Das Kapitel analysiert die Motive hinter der europäischen Sammelleidenschaft, unterteilt in die verschiedenen Typen der Wunderkammern, Menagerien und botanischen Gärten.

3.1 Wunder- und Kunstkammern: Fokus auf die Entwicklung der Wunderkammern als Orte der Raritätensammlung und ihre Transformation zu frühen Vorläufern moderner Museen.

3.2 Menagerien: Untersuchung der höfischen Tierhaltung, ihrer Funktion als Statussymbol und der allmählichen Wandlung zur systematischen, wissenschaftlichen Tiererforschung.

3.3 Botanische Gärten: Analyse der Entstehung botanischer Gärten an Universitäten und Höfen, die sukzessive von reinen Repräsentationsgärten zu pharmazeutischen und wissenschaftlichen Forschungsstätten umgewandelt wurden.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert den Wandel der Institutionen von privaten Vergnügungsstätten für den Adel zu öffentlichen wissenschaftlichen und kulturellen Zentren.

5. Bibliografie: Bündelung der verwendeten Primärquellen sowie der wissenschaftlichen Fachliteratur.

6. Anhang: Detaillierte visuelle Beispiele wie historische Artefakte und Zeichnungen der Versailler Menagerie.

Schlüsselwörter

Kolonialismus, Wunderkammer, Menagerie, Botanische Gärten, europäische Expansion, Exponate, Zoologische Gärten, Wissenschaftliche Revolution, Prestigedarstellung, Naturforschung, Artenvielfalt, Kulturgeschichte, Wissenszuwachs, Le Vau, Carl Hagenbeck.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation befasst sich mit der Geschichte europäischer Sammlungsformen wie Menagerien, Wunderkammern und botanischen Gärten im 17. und 18. Jahrhundert unter Berücksichtigung kolonialer Einflüsse.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind der Prozess der kolonialen Entwendung, die Zurschaustellung des Exotischen in Europa sowie die Transformation dieser Sammlungen in wissenschaftliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, inwiefern die Entwicklung dieser Einrichtungen mit einem Bedeutungswandel einherging – weg von der reinen Zurschaustellung höfischen Prestigewillens hin zur systematischen, wissenschaftlich geleiteten Erkenntnisgewinnung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse zeitgenössischer Quellen und historischer Studien, um die Entwicklung der drei genannten Institutionstypen vergleichend und historisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichten der drei Kategorien (Wunderkammern, Menagerien, botanische Gärten) und beleuchtet deren Abhängigkeit von kolonialen Handelswegen und höfischen Interessen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Kolonialismus, europäische Wissensexpansion, Sammlungsgeschichte, wissenschaftliche Revolution und der Bedeutungswandel von Ausstellungsstätten sind für das Werk zentral.

Welche Rolle spielt die Menagerie des Schlosses Schönbrunn?

Die Menagerie Schönbrunn wird als beispielhafte dauerhafte kaiserliche Institution herangezogen, um den Wandel von der privaten höfischen Belustigung hin zu einer volksbildenden, naturkundlichen Institution in Wien aufzuzeigen.

Warum war der Einfluss des Kolonialismus für Sammlungen entscheidend?

Die europäische Expansion ermöglichte den stetigen Import fremder Flora und Fauna, was überhaupt erst die Basis für die Entstehung dieser Sammlungen bildete und maßgeblich den "Columbian Exchange" befeuerte.

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Details

Title
Menagerien, Wunderkammern und botanische Gärten. Europäische Ausstellungsstätten der kolonialen Entwendungen im 17. und 18. Jahrhundert
College
University of Potsdam  (Historisches Insitut)
Course
China, Indien und Japan - europäische Händler, Seeleute und Soldaten im Fernen Osten des 17. Jahrhunderts
Grade
1,3
Author
Markus Dietne (Author)
Publication Year
2024
Pages
23
Catalog Number
V1461185
ISBN (PDF)
9783389005767
ISBN (Book)
9783389005774
Language
German
Tags
Menagerien botanische botanische Gärten Wunderkammern Wunderkammer Kammer Kunstkammer VOC Vereinigte Ostindische Komagnie Geschichte der Zoos Zoo Zoo Geschichte Geschichte der Museen Geschichte Museen Geschichte Zoos Geschichte Zoo Kolonialismus Kolonialisierung Kolonialer Kunstdieb Kunstraub Seefahrer Kunst aus Afrika Koloniale Kunst Kolonialexponate Exponate Prestige am Hof Kunstgegenstände Kunst Reliquien Artefakte koloniale Artefakte Natualien wissenschaftliche wissenschaftliche Instrumente Raritäten Raritätenkammern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Dietne (Author), 2024, Menagerien, Wunderkammern und botanische Gärten. Europäische Ausstellungsstätten der kolonialen Entwendungen im 17. und 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1461185
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