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Ereigniskorrelierte Potentiale. Eine Analyse von Hirnaktivität und psychischen Prozessen

Titel: Ereigniskorrelierte Potentiale. Eine Analyse von Hirnaktivität und psychischen Prozessen

Referat (Ausarbeitung) , 2011 , 10 Seiten , Note: 11

Autor:in: Mirko Krämer (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich insbesondere den ereigniskorrelierten Potentialen (EKPs) und untersucht ihre Erfassung, Auswertung und Beschreibung. Basierend auf der Einführung der Universität Trier in die EKPs werden verschiedene Aspekte behandelt, darunter die Beschreibung der EKPs, ihre Erfassung und Auswertung sowie die prominentesten, stimulusbezogenen Komponenten. Die Zusammenfassung am Ende der Arbeit fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und gibt einen Überblick über die behandelten Themen.

Die Entdeckung der spontanen elektrischen Spannungsschwankungen der Hirnrinde und die Ableitung unterschiedlicher Aktivierungsmuster durch Hans Berger im Jahr 1924 legte den Grundstein für die moderne Hirnforschung. Obwohl Bergers Erkenntnisse zunächst auf Skepsis stießen, erscheint es heute selbstverständlich, die Spuren psychologischer Prozesse direkt im Gehirn zu untersuchen. Das Elektroenzephalogramm (EEG) und die EKPs dienen als Fenster ins menschliche Gehirn und ermöglichen die direkte Erfassung und Analyse elektrischer Signale in Bezug auf psychische Vorgänge.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs)

2.1 Erfassung und Auswertung von EKPs

2.2 Beschreibung von EKPs

2.3 Einige prominente, stimulusbezogene Komponenten

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Grundlagen, die Erfassung und die wissenschaftliche Bedeutung von ereigniskorrelierten Potentialen (EKPs) im Kontext des Elektroenzephalogramms (EEG) zur Untersuchung menschlicher psychischer Prozesse.

  • Historische Entwicklung des Elektroenzephalogramms (EEG)
  • Physikalische Grundlagen und methodische Erfassung von EKPs
  • Differenzierung und Klassifizierung von EKP-Komponenten
  • Analyse spezifischer stimulusbezogener Komponenten wie Nd, MMN und P3
  • Bedeutung der EKP-Forschung für die moderne Hirnforschung

Auszug aus dem Buch

2.1 Erfassung und Auswertung von EKPs

Damit in einem Organismus überhaupt elektrische Signale entstehen können, müssen elektrische Ladungen bewegt werden, die im elektrolytischen Milieu des Organismus aus positiven und negativen Ionen bestehen.

Als EEG bezeichnet man die elektrischen Spannungsschwankungen der Großhirnrinde, die aus einer Folge von exzitatorischen und inhibitorischen postsynaptischen Potentialen resultieren. Grundvoraussetzung für die Messbarkeit dieser Potentiale ist, dass größere Zellhaufen synchron Ladung abgeben und sich die elektrischen Felder um die einzelnen Zellen aufsummieren, da das gebündelte Signal erst dann groß genug ist, um es durch den Schädel aufzeichnen zu können. Diese Addition elektrischer Felder benötigt allerdings bestimmte physikalische Gegebenheiten, die nicht in jedem Areal des Gehirns aufzufinden sind, weshalb es Prozesse unter der Schädeloberfläche gibt, die sich nicht im EKP niederschlagen und dementsprechend nicht untersucht werden können.

Generell kann schon die Polarität eines Potentials zur Interpretation des zugrundeliegenden Prozesses genutzt werden. So zeigt eine Positivierung an, dass Zellen deaktiviert bzw. gehemmt werden und somit stumm bleiben, während sie bei einer Negativierung erregt sind. Diesbezüglich sind im EEG und im EKP diejenigen Informationen zu sehen, die vom Cortex an andere Hirnregionen weitergegeben werden, wenn die entsprechenden Zellen aktiv sind bzw. sich Ladungen verschieben.

Um die physikalischen Vorbedingungen zu schaffen, ein Signal auf der Hirnrinde ableiten zu können, wird die entsprechende Stelle auf der Schädeloberfläche erst gesäubert und anschließend leicht angeraut, bevor dann, zur besseren Leitbarkeit mit Elektrodenpaste gefüllte, Elektrode – meist eine Napfelektrode – angebracht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entdeckung des Elektroenzephalogramms durch Hans Berger und führt in die Bedeutung von ereigniskorrelierten Potentialen als Fenster in menschliche psychische Prozesse ein.

2. Ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs): Dieses Kapitel erläutert die elektrophysiologischen Grundlagen, die methodische Erfassung sowie die Klassifizierung und Beschreibung spezifischer Komponenten von EKPs.

3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung des EEGs für die Hirnforschung und vergleicht es mit modernen bildgebenden Verfahren.

Schlüsselwörter

Elektroenzephalogramm, EEG, Ereigniskorrelierte Potentiale, EKP, Gehirnströme, Potentiale, Neurophysiologie, Hirnforschung, Signalauswertung, Elektroden, elektrische Spannung, postsynaptische Potentiale, Stimulus, Psychophysiologie, Messmethodik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und die methodische Analyse von ereigniskorrelierten Potentialen (EKPs), die aus einem Elektroenzephalogramm (EEG) abgeleitet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Geschichte des EEGs, die elektrophysiologischen Voraussetzungen, die technische Erfassung, die Interpretation von Potentialen sowie die Analyse bekannter EKP-Komponenten.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Nutzung von EKPs als wissenschaftliches Instrument zur Untersuchung von psychischen Vorgängen im Gehirn zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird thematisiert?

Es wird die Methode des Elektroenzephalogramms (EEG) sowie die spezielle Auswertungstechnik zur Identifizierung ereigniskorrelierter Potentiale durch Mittelung und Epochenbildung erläutert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Entstehung elektrischer Signale im Cortex, der Platzierung von Elektroden, der Unterscheidung zwischen positiven und negativen Potentialen sowie der Vorstellung spezifischer Komponenten wie der P3 oder der Mismatch-Negativität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Elektroenzephalogramm (EEG), Ereigniskorrelierte Potentiale (EKP), elektrische Spannungsschwankungen, postsynaptische Potentiale und Stimulusverarbeitung.

Warum sind die ersten sechs Gipfel (I-VI) des EKPs für die psychologische Forschung kaum relevant?

Diese Gipfel beschreiben Hirnstammpotentiale, welche nicht durch psychologische Variablen beeinflusst werden, weshalb sie für das Verständnis komplexer psychischer Prozesse von geringem Interesse sind.

Was erklärt die „Oddball“-Aufgabe in Bezug auf die P3-Komponente?

In der Oddball-Aufgabe werden Probanden sowohl häufige als auch seltene Reize präsentiert; die P3-Komponente korreliert dabei mit der Verarbeitung des seltenen Reizes, was sie zu einer der am häufigsten analysierten Komponenten macht.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ereigniskorrelierte Potentiale. Eine Analyse von Hirnaktivität und psychischen Prozessen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für medizinische Psychologie)
Veranstaltung
Lexikon
Note
11
Autor
Mirko Krämer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V1461298
ISBN (PDF)
9783389011072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ereigniskorrelierte Potentiale Zusammenfassung Überblick Erfassung Auswertung Komponenten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mirko Krämer (Autor:in), 2011, Ereigniskorrelierte Potentiale. Eine Analyse von Hirnaktivität und psychischen Prozessen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1461298
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Leseprobe aus  10  Seiten
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