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Die Pflegevisite als zeitgemäßes Steuerungs- und Qualitätssicherungsinstrument in der Pflegepraxis

Título: Die Pflegevisite als zeitgemäßes Steuerungs- und Qualitätssicherungsinstrument in der Pflegepraxis

Tesis de Máster , 2023 , 97 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Christian Freismuth (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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Die tägliche Auseinandersetzung mit dem Pflegeprozess ist noch nicht in jeder Klinik oder Pflegeeinrichtung integriert, insbesondere das Führen einer korrekten Pflegedokumentation bereitet häufig Schwierigkeiten. Dementsprechend wird der mündlichen Weitergabe pflegerischer Informationen ein hoher Stellenwert beigemessen. Professionell Pflegende haben dazu eine große Fülle an verschiedenen Informations- und Kommunikationsmethoden entwickelt. Beispiele dafür sind Übergabegespräche, Team-, Standort- sowie Fallbesprechungen und Pflegevisiten. Diese verschiedenen Instrumente unterscheiden sich oft je nach Land, Pflegeeinrichtung und gelegentlich auch nach Station in derselben Klinik.

Aufgrund der Zunahme an Komplexität in der Pflege und der steigenden Hochaltrigkeit sowie der häufigen Multimorbidität von Pflegeempfänger:innen, aber auch wegen der demografischen, epidemiologischen und politischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben qualitätssichernde Instrumente und Methoden in der Pflegepraxis beträchtlich an Bedeutung gewonnen. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden und die laufende Qualität in der Pflege zu erfassen, zu sichern, zu überprüfen sowie zu verbessern, ist neben dem Pflegeprozess und der Dokumentation das Instrument der Pflegevisite mit ihren unterschiedlichen Formen und Durchführungsarten ein effektives und nachhaltiges Werkzeug.

In den letzten 30 Jahren haben sich auch die zu Pflegenden weiterentwickelt. Sie sind nicht mehr passive Leistungsempfänger:innen, sondern fordern im Sinne einer Qualitätsoptimierung die Erfüllung ihrer Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen ein. Die Identität und die Individualität der Pflegeempfänger:innen sind in den Vordergrund gerückt. Die Krankheit und ihre Auswirkung sind nicht mehr der Mittelpunkt, sondern wie die Betroffenen die Krankheit empfinden und wie professionell mit ihnen darüber gesprochen wird. In diesem Zusammenhang sind die Ergebnisqualität der Pflege- und Betreuungsleistungen sowie die kontinuierliche Qualitätssicherung mithilfe der Pflegevisite in den zentralen Fokus gerückt und weisen damit einen neuen wesentlichen Stellenwert auf. Diese Entwicklung ist laut Pflegefachleuten positiv und explizit zu begrüßen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemerfassung

1.1 Forschungsfragen und Hypothesen

1.2 Methodik

1.3 Aufbau der Masterarbeit

2 Ausgangslage

2.1 Theorie des Pflegeverständnisses

2.2 Pflegerischer Leistungsauftrag

2.3 Machtgefälle zwischen Pflegepersonen und zu Pflegenden

2.4 Professionelle pflegetherapeutische Beziehung

3 Überblick der Forschungslage

3.1 Begriffsbestimmung: Qualität und Pflegequalität

3.2 Begriffsbestimmung: Qualitätssicherung

3.3 Qualitätsdefinition nach DIN EN ISO 9001

3.4 Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus

3.5 Qualitätsmanagementmodell für Excellence der EFQM

3.6 Qualitätsdimensionen der Pflegequalität

3.6.1 Strukturqualität

3.6.2 Prozessqualität

3.6.3 Ergebnisqualität

3.7 PDCA-Zyklus und der Pflegeprozess

3.8 Begriffsbestimmung: Pflegeprozess

3.9 Systematische Pflegearbeit mit dem Pflegeprozess

3.9.1 Begriffsbestimmung: Pflegediagnose

3.9.2 Begriffsbestimmung: Pflegedokumentation

3.10 Pflegeprozess nach Fiechter und Meier

3.10.1 Informationssammlung

3.10.2 Erkennen von Problemen und Ressourcen

3.10.3 Festlegen der Pflegeziele

3.10.4 Planung der Pflegemaßnahmen

3.10.5 Durchführung der Pflege

3.10.6 Beurteilung/Evaluierung der Pflege

3.11 Die Pflegevisite und ihr Ruf in der Praxis

3.12 Begriffsbestimmung: Pflegevisite

3.13 Die Pflegevisite aus der Sichtweise des Qualitätsmanagements

3.14 Formen der Pflegevisite

3.14.1 Mikro- und Makrovisite

3.14.2 Primäre und sekundäre Pflegevisite

3.14.3 Pflegevisite als Dienstübergabe gemeinsam mit Pflegeempfänger:innen

3.14.4 Pflegevisite als Führungs- und Steuerungsinstrument

3.14.5 Pflegevisite als Instrument zum Einbezug der Pflegeempfänger:innen

3.15 Implementierung und Akzeptanz der Pflegevisite

3.16 Die drei Phasen der Pflegevisite

3.16.1 Phase 1: Vorbesprechung

3.16.2 Phase 2: Durchführung der Pflegevisite

3.16.3 Phase 3: Nachbesprechung und Auswertung

4 Empirische Untersuchung

4.1 Grundlagen der qualitativen Forschung

4.2 Forschungsdesign

4.2.1 Erstellung und Pre-Testung des Fragebogens

4.2.2 Definition der Grundgesamtheit

4.2.3 Erhebungszeitraum

4.2.4 Analyse der Stichprobe

4.3 Methodik zur Auswertung der Ergebnisse

4.4 Forschungsfragen und Hypothesen

4.5 Forschungsergebnisse

4.5.1 Kategorie 1: Integration der Pflegevisite

4.5.2 Kategorie 2: Wertigkeit der Pflegevisite

4.5.3 Kategorie 3: Formen und Frequenzen von Pflegevisiten

4.5.4 Kategorie 4: Ablauf von regulären Pflegevisiten

4.5.5 Kategorie 5: Miteinbezug und Reaktionen von Interessensgruppen

4.5.6 [Erfolgreiche Pflegevisite]

4.5.7 Kategorie 7: Pflegerische Erkenntnisse und Ziele

4.5.8 Kategorie 8: Potenziale und Ressourcen

4.5.9 Kategorie 9: Verbesserung der Pflegequalität

4.5.10 Kategorie 10: Beitrag der Pflegevisite zur Optimierung von Vorgaben

4.5.11 Kategorie 11: Anerkennung der Pflegevisite

5 Diskussion

5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

5.2 Beantwortung der forschungsgeleiteten Fragestellungen

5.3 Verifikation der aufgestellten Hypothesen

5.4 Kritische Würdigung

5.5 Resümee und Handlungsempfehlungen für die Pflegepraxis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Pflegevisite als Instrument zur Steuerung und Qualitätssicherung in der österreichischen Pflegepraxis. Das Hauptziel besteht darin, zu analysieren, wie effektiv die Pflegevisite in den Pflegeprozess integriert ist und welche Merkmale sowie Potenziale eine zielführende Ausgestaltung bieten kann, um die Pflegequalität nachhaltig zu erhöhen.

  • Implementierung und Stellenwert der Pflegevisite in der aktuellen Pflegepraxis
  • Qualitätsmanagement und systematische Pflegeprozessoptimierung
  • Miteinbezug von Pflegeempfänger:innen und Interessensgruppen
  • Herausforderungen wie Zeitmangel und Ressourcenknappheit
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Praxisanwendung

Auszug aus dem Buch

3.10.6 Beurteilung/Evaluierung der Pflege

Die Beurteilung oder Evaluation der Pflege erlaubt Aufschluss darüber, ob mit der geleisteten Pflege die beabsichtigte Wirkung erzielt wurde oder ob gegebenenfalls andere negative sowie positive Wirkungen eingetreten sind. Im Rahmen jeder Beurteilung sollte anhand der zu Beginn des Pflegeprozesses gesammelten Informationen kontrolliert werden, ob die angebotenen Pflegeinterventionen noch angemessen sind, um eine sogenannte Unter- oder Überpflege zu vermeiden. Aufgrund dieser Evaluierung kann bei korrekter Informationssammlung, genauer Problem- und Ressourcenfindung, gemeinsamer Zielsetzung und achtsamer Durchführung der geplanten Interventionen erkannt werden, ob die Pflegeziele erreicht wurden oder ob eine Anpassung erforderlich ist (vgl. Heering, 2012, S. 36–37). Wenn Pflegeziele nicht realisiert werden, gilt es herauszufinden, welche Gründe dafür erkennbar sind. Folglich wird der Pflegeprozess beginnend mit der Informationssammlung erneut durchlaufen (vgl. Hellmann & Rößlein, 2012, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemerfassung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Pflegevisite ein und verdeutlicht die Notwendigkeit von Instrumenten zur Qualitätssicherung angesichts steigender Anforderungen an die Pflege.

2 Ausgangslage: Hier wird der historische Wandel des Pflegeberufs sowie die Bedeutung professioneller pflegetherapeutischer Beziehungen und des Machtgefüges in der Patientenversorgung erörtert.

3 Überblick der Forschungslage: Dieser theoretische Teil definiert zentrale Begriffe wie Pflegequalität und Pflegeprozess und ordnet die Pflegevisite in übergeordnete Qualitätsmanagementmodelle ein.

4 Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Studie mittels problemzentrierter Interviews sowie die Aufarbeitung und Kategorisierung der gesammelten Daten.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, mit der vorhandenen Literatur abgeglichen und in konkreten Handlungsempfehlungen für die Pflegepraxis transformiert.

Schlüsselwörter

Pflegevisite, Pflegequalität, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Pflegeprozess, Pflegediagnostik, Pflegepraxis, Interdisziplinarität, Patientenpartizipation, Pflegedokumentation, Fehlernmanagement, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Implementierung, Gesundheitsversorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Pflegevisite als Instrument zur Steuerung und Qualitätssicherung innerhalb der intra- und extramuralen Pflegepraxis in Österreich und analysiert deren Integration in den Pflegeprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements in der Pflege, die praktische Bedeutung des Pflegeprozesses sowie die Identifikation von Potenzialen und Hindernissen bei der Umsetzung von Pflegevisiten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Antworten auf die Forschungsfragen nach der Zielführung der Pflegevisite und den spezifischen Merkmalen zu finden, die eine erfolgreiche Implementierung in der Praxis ausmachen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine qualitative Forschungsmethodik, konkret problemzentrierte Interviews, die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Aufarbeitung der Begriffe und Modelle sowie eine empirische Untersuchung, in der die Sichtweise von Pflegefachkräften und Leitungspersonen detailliert analysiert wird.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pflegequalität, Qualitätsmanagement, Pflegeprozess, Patientenpartizipation und die verschiedenen Formen der Pflegevisite (Mikro-/Makrovisite).

Welche Rolle spielt die Zeitressource in der Diskussion?

Die Arbeit identifiziert knappe Zeit- und Personalressourcen als signifikante Einflussfaktoren, die einer weitreichenden Integration der Pflegevisite in der aktuellen Praxis oft entgegenstehen oder diese erschweren.

Wie wird der Aspekt der Patientenpartizipation bewertet?

Die Pflegevisite wird als ein wertvolles Instrument zur Umsetzung der Patientenpartizipation angesehen, da sie den Einbezug der Pflegeempfänger:innen in ihren individuellen Pflegeprozess und die Reflexion über ihre Lebenssituation maßgeblich fördert.

Final del extracto de 97 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Pflegevisite als zeitgemäßes Steuerungs- und Qualitätssicherungsinstrument in der Pflegepraxis
Universidad
University of Applied Sciences Burgenland
Calificación
1
Autor
Christian Freismuth (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
97
No. de catálogo
V1461620
ISBN (PDF)
9783389008430
ISBN (Libro)
9783389008447
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pflegequalität Qualitätssicherung Qualitätsmanagement Pflegeprozess Pflegediagnostik Pflegevisite
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Freismuth (Autor), 2023, Die Pflegevisite als zeitgemäßes Steuerungs- und Qualitätssicherungsinstrument in der Pflegepraxis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1461620
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