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Freibrief für KFOR im Kosovo?

Untersuchung und Analyse der Steuerungs- und Kontrollmechanismen, die bei der Erfüllung des Auftrags von KFOR im Kosovo einwirken am Fallbeispiel der Deutschen KFOR-Kontingente

Title: Freibrief für KFOR im Kosovo?

Bachelor Thesis , 2009 , 75 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hans-Juergen Klein (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Summary Excerpt Details

Mithilfe der Prinzipal-Agent-Theroie wird die komplexe Auftragnehmer-Auftraggeber-Struktur analysiert. Dabei wird das agieren der Deutschen KFOR-Kontingente als Fallbeispiel zugrunde gelegt. Ziel dieser Arbeit war es zu beweisen, dass trotz einer "Verwässerung" des Auftrags der UNO, über die verschiedenen Stufen hinweg, die Akteure zwar "shirking" betreiben. Dieses "shirking" aber endogen in der in der Struktur des kollektiven Akteurs begründet liegt. Trotz dieses Mankos ist alle involvierten Akteure - in der Rolle des Auftragnehmers - bemüht den Auftrag im Sinne der Auftragnehmers zu erfüllen.

Excerpt


Gliederung

A Einleitende Gedanken

A.1 Definition der Schlüsselbegriffe „Mandat“ und „Steuerungs- und Kontrollmechanismen“

A.1.1 Definition des Schlüsselbegriffs „Mandat“

A.1.2 Definition des Schlüsselbegriffs „Steuerungs- und Kontrollmechanismen“

A.2 Hypothesenentwicklung

A.3 Erläuterung der Vorgehensweise

B Hauptteil

B.1 Wissenschaftliche Überlegungen zum Thema

B.1.1 Begründung des politikwissenschaftlichen Erkenntnisinteresses

B.1.2 Stand der Forschung auf diesem Politikfeld

B.1.3 Verortung der Fragestellung innerhalb der Politikwissenschaften

B.1.4 Erarbeitung der theoretischen Rahmenbedingungen für die Analyse

B.1.5 Grundüberlegungen zur Prinzipal-Agent-Theorie und Neuen Politischen Ökonomie

B.2 Das Kosovo im Überblick

B.2.1 Strukturdaten des Kosovos

B.2.2 Kurzer Abriss der Ereignisse im Kosovo von 1999 bis 2009

B.2.3 Verortung des Kosovokonflikts innerhalb der Kriegstypologien

B.3 Gedanken über permanent existierende Steuerungs- und Kontrollmechanismen auf internationaler Ebene

B.3.1 Das Humanitäre Völkerrecht, ein Steuerungs- und Kontrollmechanismus?

B.3.2 Die Medien als Steuerungs- und Kontrollmechanismus

B.3.3 Resümee der auf internationaler Ebene

B.4 Präsentation der Hauptakteure in Rahmen dieser Untersuchung

B.4.1 Die UNO und das Leitbild der UNO

B.4.1.1 Entschlussfassung im UN-Sicherheitsrat

B.4.1.2 Skizzierung der Rahmenbedingungen, unter denen die UN Resolution 1244 gefällt worden ist

B.4.1.3 Auflistung, der für die NATO relevante Inhalte der UN-Resolution 1244

B.4.1.4 Alternativen zum Mandat

B.4.1.5 Analyse des Auftraggebers UNO und der Vergabe des Auftrags in Form eines Mandats

B.4.2 Die NATO

B.4.2.1 Leitbild der NATO

B.4.2.2 Beschlussfassungen im Nordatlantikrat

B.4.2.3 Doppelrolle der NATO aus Auftragnehmer und Auftraggeber

B.4.2.4 Wie setzt die NATO das Mandat inhaltlich um?

B.4.2.5 Analyse der Steuerungs- und Kontrollmechanismen die auf den Akteur „NATO“ einwirken

B.4.3 Die Bundesrepublik Deutschland

B.4.3.1 Ziele der Bundesrepublik Deutschland im Kosovokonflikt

B.4.3.2 Analyse der Akteurskonstellation „UNO – Bundesrepublik “ aus der Prinzipal-Agent-Perspektive

B.4.3.3 Analyse der Inhalte des Antrags der Deutschen Bundesregierung Nr. 14/1133

B.4.3.4 Analyse der Einstellung der Medien und Repräsentanten der öffentlichen Meinung zur KFOR-Mission

B.4.3.5 Fazit der Analyse des Akteurs Bundesrepublik Deutschland

B.4.4 Die Bundeswehr und das Leitbild der Bundeswehr

B.4.4.1 Das Deutsche Einsatzkontingent

B.4.4.2 Steuerungs- und Kontrollmechanismen der NATO

B.4.4.3 Nationale Steuerungs- und Kontrollmechanismen

B.4.4.4 Fazit der Analyse der Steuerungs- und Kontrollmechanismen für das Deutsche Einsatzkontingent

B.5 Die Märzunruhen des Jahres 2004

B.5.1 Ursache und Ablauf der Märzunruhen

B.5.2 Beschreibung der Unruhen am 17./18.03.2004 in Prizren

B.5.3 Analyse und Fazit der Ursachensuche bei den Steuerungs- und Kontrollmechanismen

B.5.4 Verbesserung des Steuerungs- und Kontrollmechanismus durch Nachbesserungen

B.6 Zusammenfassung

B.6.1 Akteur UNO

B.6.2 Akteur NATO

B.6.3 Akteur Bundesrepublik Deutschland

B.6.4 Akteur Deutsches Einsatzkontingent

C Abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Effizienz und Effektivität von Steuerungs- und Kontrollmechanismen bei internationalen Friedensmissionen am Beispiel der KFOR-Mission im Kosovo. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob den beteiligten Akteuren (UNO, NATO, Bundesrepublik Deutschland, Bundeswehr) durch das Mandat der UN-Resolution 1244 ein „Freibrief“ für ihr Handeln erteilt wurde oder ob effektive Mechanismen der Steuerung und Kontrolle existieren.

  • Analyse der mehrstufigen Akteurskonstellationen zwischen UNO, NATO und Deutschland.
  • Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf internationale Organisationen und Sicherheitsstrukturen.
  • Untersuchung der Rolle von Medien und öffentlicher Meinung als Kontrollinstanzen.
  • Fallbeispiel der Märzunruhen 2004 zur Validierung der Steuerungsmechanismen.

Auszug aus dem Buch

A.1.1 Definition des Schlüsselbegriffs „Mandat“

Der Begriff Mandat kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Vollmacht“ oder „Auftrag“. Die Römer verbanden damit, dass ein Auftragnehmer (Mandatar) für einen Auftragnehmer (Mandant) ein übertragenes Geschäft für ihn unentgeltlich ausführte (vgl.: dtv Lexikon Bd.11: 231-232). Eine Definition aus dem politikwissenschaftlichen Bereich definiert „Mandat“ sinngemäß als eine schriftliche verbriefte Vollmacht (engl. = authorization (Longman: 58)), die ein Auftragnehmer von einem Auftraggeber erhält, um eine bestimmte Aufgabe selbständig im Sinne des Auftraggebers zu erledigen (vgl.: Klein/Schubert: 190). Das Schlüsselwort „selbständig“ impliziert erst einmal, dass der Auftraggeber gegenüber dem Auftragnehmer großes Vertrauen in seine Kompetenzen und Loyalität hat. Beide Definitionen enthalten keine direkten Hinweise auf Steuerungs- und Kontrollmechanismen, die aus den Vertragsinhalten und Vertragszwecken herausresultieren. Ob diese Überlegungen von Hobbes und Rousseau ein direkter Gegenentwurf zu Machiavellis „Il Principe“ (vgl.: Machiavelli) sind, kann an dieser Stelle nicht geklärt werden. Fest steht jedoch, dass ein gewisses Misstrauen bezüglich der Verlässlichkeit und Treue von Akteuren existiert. Dieses Spannungsfeld bildet die Grundlage für die folgende Untersuchung von korporativen Akteuren auf internationaler Ebene in der Gegenwart.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitende Gedanken: Einführung in die Thematik der Steuerungs- und Kontrollmechanismen in internationalen Verträgen sowie Herleitung der Fragestellung und Hypothesenentwicklung.

B Hauptteil: Detaillierte Analyse der wissenschaftlichen Grundlagen, des Kosovokonflikts, internationaler Steuerungsmechanismen und der spezifischen Akteurskonstellationen sowie Untersuchung der Märzunruhen 2004.

C Abschließende Gedanken: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Verneinung der Freibrief-These für KFOR und Fazit zur Funktionsweise von Steuerungsmechanismen in der internationalen Politik.

Schlüsselwörter

KFOR, Kosovo, UNO, NATO, Bundeswehr, UN-Resolution 1244, Mandat, Prinzipal-Agent-Theorie, Steuerungsmechanismen, Kontrollmechanismen, Märzunruhen, Sicherheitsstrukturen, Internationale Politik, Friedensmission, Auftragstaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Steuerungs- und Kontrollmechanismen zwischen den Akteuren UNO, NATO, der Bundesrepublik Deutschland und dem deutschen KFOR-Einsatzkontingent, um zu prüfen, ob diese Akteure im Kosovo ohne effektive Kontrolle agieren können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen internationale Beziehungen, die Anwendung von Prinzipal-Agent-Modellen auf Organisationsebenen sowie die Rolle von rechtlichen Rahmenbedingungen und öffentlichen Instanzen wie den Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Effizienz der Steuerungsketten, um die aufgeworfene Frage zu klären, ob die KFOR-Truppen einen „Freibrief“ für ihr Handeln besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen empirisch-analytischen Ansatz unter Zuhilfenahme der Prinzipal-Agent-Theorie (P.A.T.) und der Neuen Politischen Ökonomie (N.P.Ö.), ergänzt durch eine vertiefende Fallstudienanalyse der Märzunruhen 2004.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in wissenschaftliche Grundlagen, einen Überblick zum Kosovo, die Analyse permanenter internationaler Kontrollmechanismen, die detaillierte Vorstellung der beteiligten Akteure und eine spezifische Analyse der Märzunruhen 2004.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen KFOR, Mandat, UN-Resolution 1244, Prinzipal-Agent-Theorie, Steuerungs- und Kontrollmechanismen sowie das Deutsche Einsatzkontingent.

Inwiefern beeinflusst das Humanitäre Völkerrecht das Handeln von KFOR?

Es dient als institutioneller Rahmen und Normensystem, an das sowohl die NATO als auch die entsendenden Staaten gebunden sind, wodurch es eine verhaltenssteuernde Wirkung entfaltet.

Welche Rolle spielen die Märzunruhen 2004 für die Analyse der deutschen Bundeswehr?

Die Unruhen dienen als kritisches Fallbeispiel, an dem untersucht wird, wie nationale Einsatzvorbehalte, „Rules of Engagement“ (ROE) und der öffentliche Druck die Handlungsspielräume und das Verhalten des deutschen Kontingents determinierten.

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Details

Title
Freibrief für KFOR im Kosovo?
Subtitle
Untersuchung und Analyse der Steuerungs- und Kontrollmechanismen, die bei der Erfüllung des Auftrags von KFOR im Kosovo einwirken am Fallbeispiel der Deutschen KFOR-Kontingente
College
University of Hagen  (Internationale Politik)
Grade
2,3
Author
Hans-Juergen Klein (Author)
Publication Year
2009
Pages
75
Catalog Number
V146287
ISBN (eBook)
9783640571192
ISBN (Book)
9783640570959
Language
German
Tags
Freibrief KFOR Kosovo Untersuchung Analyse Steuerungs-
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans-Juergen Klein (Author), 2009, Freibrief für KFOR im Kosovo?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146287
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