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Regionalpolitische Implikationen der Neuen Ökonomischen Geographie

Title: Regionalpolitische Implikationen der Neuen Ökonomischen Geographie

Diploma Thesis , 2003 , 64 Pages , Grade: 2

Autor:in: Thorsten Wilke (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen meiner Arbeit studiere ich, wie ausgewählte regionalpolitische Maßnahmen der EU auf der Grundlage einzelner Modelle der Neuen Ökonomishcen Geographie (NEG) beurteilt werden können. Dazu untersuche ich, wie Infrastrukturinvestitionen, finanzielle Transfers und Innovationsförderung auf die Raumstruktur, das Wachstum und die Einkommensverteilung wirken und ob die EU mit diesen Instrumenten die von ihr angestrebten Ziele erreichen kann. Darauf aufbauend werde ich abschließend Empfehlungen für eine zukünftige EU-Regionalpolitik aufzeigen, die sich aus den erzielten Ergebnissen ableiten lassen.

Zunächst skizziere ich die Ziele und Instrumente der EU-Regionalpolitik und lege die wirtschaftliche Situation der EU anhand von empirischen Untersuchungen dar. Indem ich die Grundlagen der NEG kurz darstelle, werde ich zeigen, dass sie geeignet ist, die EU-Regionalpolitik zu bewerten.

In einem weiteren Schritt untersuche ich anhand eines Zentrum-Peripherie-Modells, wie eine Verbesserung der Infrastruktur auf die räumliche Struktur und die Einkommensverteilung der Wirtschaftssubjekte wirkt. Im Rahmen eines kombinierten, die Wirklichkeit besser abbildenden Modells aus NEG und neuer Wachstumstheorie, zeige ich ferner, wie Transferzahlungen in die arme Region, eine Verbesserung der Infrastruktur und Investitionen in Humankapital wirken und lege dabei einen Zielkonflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Gleichverteilung in der wirtschaftlichen Aktivität und im Einkommen dar.

Darauf aufbauend erarbeite ich, was die Modellergebnisse der NEG für die Ausgestaltung regionalpolitischen Handels auf der europäischen Instrumentenebene implizieren und stelle dar, was sich für Handlungsempfehlungen an eine zukünftige EU-Regionalpolitik ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Regionalpolitik der Europäischen Union und die Neue Ökonomische Geographie

2.1 Ziele und Instrumente der europäischen Regionalpolitik

2.2 Konvergenz oder Divergenz – ein empirischer Befund für die EU

2.3 Die Aussagen der Neuen Ökonomischen Geographie

3. Das Zentrum-Peripherie-Modell

3.1 Das Zentrum-Peripherie-Modell mit immobilen Arbeitskräften

3.2 Verbesserung der Infrastruktur

3.3 Erweiterung des Modells und empirische Relevanz

3.4 Konsequenzen für die EU-Regionalpolitik

4. Endogenes Wachstum im Modellrahmen der Neuen Ökonomischen Geographie

4.1. Der Modellrahmen

4.1.1 Finanzieller Transfer in die arme Region

4.1.2 Verbesserung der Infrastruktur

4.1.3 Förderung von Forschung und Entwicklung

4.2 Empirische Relevanz des Modells

4.3 Konsequenzen für die EU-Regionalpolitik

5. Handlungsempfehlungen für eine zukünftige EU-Regionalpolitik

5.1 Investitionen in Humankapital

5.2 Förderung regionaler Innovationsnetzwerke

5.3 Förderung regionaler Wachstumszentren

6. Einige kritische Anmerkungen zur Anwendbarkeit der NEG

7. Fazit

8. Anhang

8.1 Statistischer Anhang

8.2 Mathematischer Anhang

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen ausgewählter regionalpolitischer Maßnahmen der EU auf Basis der Modelle der Neuen Ökonomischen Geographie (NEG). Ziel ist es zu analysieren, ob Infrastrukturinvestitionen, finanzielle Transfers und Innovationsförderung die angestrebte räumliche Konvergenz und ökonomische Stabilität bewirken können, um daraus Handlungsempfehlungen für eine künftige EU-Regionalpolitik abzuleiten.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Transportkosten, räumlicher Industriekonzentration und Einkommensunterschieden.
  • Untersuchung des Zielkonflikts zwischen regionaler Gleichverteilung und gesamtwirtschaftlichem Wachstum.
  • Bewertung des Einflusses von Wissenstransfer und Innovationsförderung auf die regionale Entwicklung.
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit theoretischer NEG-Modelle auf reale politische Entscheidungsprozesse in der EU.

Auszug aus dem Buch

Ergebnis: Eine Regionalpolitik, die Forschung und Entwicklung fördert, sorgt für ein erhöhtes Wachstum in der gesamten Ökonomie, verringert die realen Einkommensunterschiede zwischen den Regionen sowie zwischen Kapitalbesitzern und Lohnempfängern und sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung der wirtschaftlichen Aktivität.

Das Modell zeigt, dass sowohl bei einem direkten Einkommenstransfer, als auch bei einer Verbesserung der Infrastruktur ein regionalpolitischer Trade-Off zwischen Wirtschaftswachstum und regionaler Gleichheit besteht. Dies wurde in empirischen Studien weitgehend belegt. So zeigt QUAH [1997] in einer Untersuchung der Länder Portugal, Spanien und Griechenland, dass in den beiden Ländern mit einem hohen Wirtschaftswachstum (Spanien und Portugal) ein erheblicher Divergenzprozess in Raumstruktur und Einkommen eingesetzt hat. In Griechenland, gekennzeichnet durch ein geringes Wirtschaftswachstum, setzte hingegen kein Divergenzprozess ein.

Eine Reihe von Autoren, wie z.B. JAFFE ET AL. [1993] um nur ein Werk anzuführen, haben in empirischen Untersuchungen gezeigt, dass die räumliche Konzentration von Industrieunternehmen und die Raumstruktur allgemein entscheidende Auswirkungen auf das Wachstum, auf den Innovationsgrad und auf den Grad der Produktivität einer Volkswirtschaft haben. Dies Modell ist demnach deutlich realitätsnaher als die Grundmodelle der NEG.

ANSELIN ET AL. [1997] kommen darüber hinaus in einer Analyse zum Einfluss des Wissenstransfers von universitärer Forschung auf das regionale Innovationsverhalten im Bereich von High-Tech-Unternehmen für die USA zum Ergebnis, dass für die induzierten Wissens-Spillover ein signifikant positiver Effekt auf das regionale Wachstum in einem fünfzig Meilen Radius festgestellt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die regionale Heterogenität der EU und Vorstellung der Neuen Ökonomischen Geographie (NEG) als theoretischer Rahmen zur Erklärung räumlicher Divergenz.

2. Die Regionalpolitik der Europäischen Union und die Neue Ökonomische Geographie: Skizzierung der Ziele der EU-Regionalpolitik sowie Diskussion des Konvergenz-Divergenz-Befundes im Kontext der NEG.

3. Das Zentrum-Peripherie-Modell: Analyse, wie sich durch sinkende Transportkosten und Firmenstandortentscheidungen eine Zentrum-Peripherie-Struktur bildet und welche Konsequenzen dies für die Politik hat.

4. Endogenes Wachstum im Modellrahmen der Neuen Ökonomischen Geographie: Integration von Wachstumstheorie in die NEG, um den Zielkonflikt zwischen Wirtschaftswachstum und regionaler Gleichheit zu beleuchten.

5. Handlungsempfehlungen für eine zukünftige EU-Regionalpolitik: Ableitung politischer Strategien mit Fokus auf Humankapital, Innovationsnetzwerke und Wachstumszentren anstelle rein infrastrukturorientierter Ausgleichspolitik.

6. Einige kritische Anmerkungen zur Anwendbarkeit der NEG: Reflexion über die Restriktivität der mathematischen Modelle und die Notwendigkeit, Komplexität bei realen politischen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der regionalpolitischen Instrumente der EU unter Berücksichtigung des Trade-Offs zwischen Wachstum und Gleichheit.

Schlüsselwörter

Neue Ökonomische Geographie, Regionalpolitik, EU, Zentrum-Peripherie-Modell, Wirtschaftswachstum, räumliche Konvergenz, Infrastruktur, Innovation, Wissens-Spillover, Humankapital, industrielle Agglomeration, Einkommensverteilung, Standortentscheidung, Handelsintegration, endogenes Wachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von EU-Regionalförderprogrammen unter Anwendung theoretischer Modelle der Neuen Ökonomischen Geographie (NEG).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse räumlicher Divergenz, dem Effekt von Infrastruktur- und Transferinvestitionen sowie der Rolle von technologischem Wissen für regionales Wachstum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu beurteilen, ob die derzeitige EU-Regionalpolitik mit ihren Instrumenten die angestrebte wirtschaftliche Konvergenz erreichen kann und welche Empfehlungen sich daraus für die zukünftige Gestaltung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden mathematische Modelle der NEG und der endogenen Wachstumstheorie verwendet, ergänzt durch eine Analyse empirischer Studien und statistischer Daten zur regionalen Entwicklung in der EU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Szenarien (Transferzahlungen, Infrastrukturverbesserung, Innovationsförderung) anhand von Vier-Quadranten-Diagrammen und diskutiert den Trade-Off zwischen Wachstum und regionaler Ausgeglichenheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neue Ökonomische Geographie, Zentrum-Peripherie-Struktur, endogenes Wachstum, Innovationskosten und regionale Konvergenz.

Warum kritisiert der Autor Infrastrukturinvestitionen als Hauptinstrument der EU?

Modellberechnungen deuten darauf hin, dass die Verbesserung interregionaler Transportwege Agglomerationseffekte im Zentrum verstärken kann, was die wirtschaftliche Divergenz ungewollt erhöht statt sie abzubauen.

Welche politische Maßnahme wird als besonders effektiv hervorgehoben?

Der Autor empfiehlt eine verstärkte Förderung von Forschung und Entwicklung sowie Humankapital, da dies sowohl das gesamtwirtschaftliche Wachstum steigern als auch zur regionalen Einkommensangleichung beitragen kann.

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Details

Title
Regionalpolitische Implikationen der Neuen Ökonomischen Geographie
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Regionalforschung)
Grade
2
Author
Thorsten Wilke (Author)
Publication Year
2003
Pages
64
Catalog Number
V14629
ISBN (eBook)
9783638199773
ISBN (Book)
9783638699037
Language
German
Tags
Regionalpolitische Implikationen Neuen Geographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Wilke (Author), 2003, Regionalpolitische Implikationen der Neuen Ökonomischen Geographie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14629
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