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Sozialisationstheorien I

Title: Sozialisationstheorien I

Term Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Dipl.-Päd. Frank Stula (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Beim Studium der Pädagogik ist es unumgänglich, sich mit dem
Thema Sozialisation zu befassen. Zu diesem Zweck hielt Herr R.
Maier im WS 99/00 an der Johannes Gutenberg – Universität in
Mainz das Seminar „Sozialisationstheorien“. In Bezug auf die
Soziogenese darf dabei die Sozialisation in den Bereichen Familie
und gesellschaftliche Schicht nicht unbeachtet bleiben. Diese
Bereiche bereiten aber auch große Schwierigkeiten, denn das
soziale Umfeld von „Familie“ und „Gesellschaftsschicht“ unterliegt
einer großen Anzahl von Einflussfaktoren, die sowohl die
Familienmitglieder, als auch den mit ihnen verbundenen
Sozialisationsrahmen betreffen, bzw. die Arbeitserfahrung und das
damit verbundene gesellschaftliche Weltbild. Solche sind u.a. die
ökonomischen Verhältnisse und die damit verbundenen
Unterpunkte wie Gesellschaftsschicht, Beruf, u.s.w. . Darum soll es
in dieser Arbeit gehen. Als Grundlage dient hier der Artikel
„Gesellschaftsstruktur, familiale Sozialisation und
gesellschaftliches Bewußtsein“ von Walter R. Heinz. Die
Gliederung der Arbeit soll sich stark an der Gliederung des Artikels
orientieren, um einen besseren Vergleich mit dem Originaltext zu
ermöglichen und die Sinnabschnitte zu erhalten.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Voraussetzungen und Begriffsklärung

4 Gesellschaftsstruktur und schichtspezifisches Sozialisationsforschen

4.1 Arbeitssituation und gesellschaftliches Bewusstsein

4.2 Arbeitserfahrung

4.3 Kategorien zur Schichtanalyse nach Deppe

4.4 Kriterien der Probanden zur Beschreibung der Gesellschaftsstruktur nach Mayer

4.5 Ursachen und Überleitung zur familialen Sozialisation

5 Sozialisationskonzeptionen

5.1 Funktionalistische Sozialisationskonzeption

5.2 Konstruktionskonzeption

5.3 Legitimationskonzeption

6 Die Familie als Vermittlungsagentur gesellschaftlichen Bewusstseins

7 Kommentar/Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Artikel „Gesellschaftsstruktur, familiale Sozialisation und gesellschaftliches Bewußtsein“ von Walter R. Heinz auseinander. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen ökonomischen Rahmenbedingungen, der Arbeitssituation und der familialen Sozialisation im Hinblick auf die Ausbildung eines gesellschaftlichen Bewusstseins bei Kindern und Jugendlichen zu untersuchen und die verschiedenen theoretischen Sozialisationskonzeptionen zu reflektieren.

  • Analyse des Einflusses von Klassen- und Schichtzugehörigkeit auf die Sozialisation.
  • Gegenüberstellung funktionalistischer, konstruktivistischer und legitimationskritischer Ansätze.
  • Untersuchung der Rolle der Familie als Instanz zur Vermittlung gesellschaftlicher Wirklichkeitsdeutungen.
  • Kritische Reflexion der Bedeutung von Arbeitserfahrungen für das kollektive und individuelle Bewusstsein.

Auszug aus dem Buch

Die Familie als Vermittlungsagentur gesellschaftlichen Bewusstseins

Heinz erörtert, dass die familiale Sozialisation in Bezug auf die Ausbildung gesellschaftlichen Bewusstseins am besten interaktionstheoretisch formuliert werde. Sie gehe nämlich „...sowohl auf Kommunikationsprozesse als auch auf sozial geprägte Identitäten und gesellschaftlich strukturierte Erfahrungsbereiche...“ (Hurrelmann 1976, S.100) ein. Der Schwerpunkt läge jedoch auf der symbolischen Kommunikation, speziell der Sprache.

Er setzt seinen Schwerpunkt auch hier auf den Einfluss der Arbeitssituation als besondere gesellschaftliche Bedingung für den familialen Sozialisationsprozess. Sie wirke sich in mehrfacher Hinsicht auf die Familie aus, unabhängig aus welcher sozialen Schicht diese käme. Lediglich Prägnanz und Richtung des Einflusses seien variabel. Als Beispiel führt er die vorangegangenen Untersuchungen der Kategorienbildung bei Arbeitern zur Gliederung der Gesellschaftsstruktur an. Er schlussfolgert aus den Ergebnissen, dass Reichweite und Differenziertheit der Kategorien, sowohl auf die eigene Gesellschaftsposition, als auch auf die Beschreibung der allgemeinen gesellschaftlichen Schichtstruktur bezogen, den materiellen und arbeitsbedingten Reproduktions-bedingungen der Familien entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Relevanz des Themas Sozialisation im pädagogischen Kontext dargelegt und die methodische Orientierung an Walter R. Heinz erläutert.

Voraussetzungen und Begriffsklärung: Heinz kritisiert die funktionalistische Sozialisationskonzeption und definiert Sozialisation als Aneignung von gesellschaftlichem Bewusstsein durch aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt.

Gesellschaftsstruktur und schichtspezifisches Sozialisationsforschen: Der Autor diskutiert die Mängel bisheriger Schichtanalysen und fordert eine differenziertere Betrachtung der Klassenverhältnisse.

Arbeitssituation und gesellschaftliches Bewusstsein: Hier wird der Zusammenhang zwischen der beruflichen Lebenswelt von Arbeitern bzw. Angestellten und ihren jeweiligen gesellschaftlichen Weltbildern aufgezeigt.

Arbeitserfahrung: Das Kapitel beleuchtet, wie Erfahrungen im Produktionsprozess, wie etwa Dequalifikation, die Identitätsbildung und die Übernahme von Leistungsideologien beeinflussen.

Kategorien zur Schichtanalyse nach Deppe: Heinz übernimmt Deppes Klassifizierung von Bewusstseinsformen, um verschiedene Arten gesellschaftlichen Bewusstseins zu systematisieren.

Kriterien der Probanden zur Beschreibung der Gesellschaftsstruktur nach Mayer: Es wird untersucht, welche Dimensionen (z.B. Prestige, Bildung) Individuen nutzen, um soziale Schichten zu differenzieren.

Ursachen und Überleitung zur familialen Sozialisation: Die familiale Sozialisation wird als zentraler Faktor für die Entwicklung von Bewertungskriterien der persönlichen Arbeitssituation identifiziert.

Sozialisationskonzeptionen: Eine kritische Auseinandersetzung mit der funktionalistischen, der konstruktivistischen und der Legitimationskonzeption.

Die Familie als Vermittlungsagentur gesellschaftlichen Bewusstseins: Zusammenfassende Darstellung der Familie als Ort, an dem durch symbolische Kommunikation und Erfahrungsbereiche gesellschaftliche Wirklichkeitsdeutung stattfindet.

Kommentar/Kritik: Eine kritische Würdigung des Ausgangstextes hinsichtlich seiner wissenschaftlichen Objektivität und theoretischen Tiefe.

Schlüsselwörter

Sozialisation, gesellschaftliches Bewusstsein, Schichtanalyse, familiale Sozialisation, Arbeitssituation, Interaktionstheorie, Leistungsideologie, Wirklichkeitsdeutung, Legitimationskonzeption, Klassengesellschaft, Identitätsentwicklung, Sozialstruktur, Pädagogik, Rollenerwartungen, Klassenbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der Sozialisation und untersucht, wie Familien als Vermittlungsagenturen das gesellschaftliche Bewusstsein ihrer Kinder maßgeblich beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen zählen die Auswirkungen der ökonomischen Situation auf die familiale Sozialisation, die Bedeutung von Arbeit für das individuelle Weltbild und der Vergleich verschiedener Sozialisationsmodelle.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist eine kritische Aufarbeitung und Gegenüberstellung der im Artikel von Walter R. Heinz diskutierten Theorien sowie deren Anwendung auf die soziologische Schichtungsforschung.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die eine gegebene Quelle systematisch gliedert, zusammenfasst und anhand pädagogischer sowie soziologischer Kriterien kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schichtanalysen, die Analyse von Sozialisationskonzeptionen (funktionalistisch, konstruktivistisch, legitimatorisch) und die Rolle der Familie bei der Ausbildung von Wirklichkeitsdeutungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Sozialisation, Gesellschaftsstruktur, familiale Sozialisation, Bewusstseinsbildung und Schichtanalyse definieren.

Wie bewertet der Verfasser die Rolle der Leistungsideologie?

Der Autor sieht in der Leistungsideologie eine mögliche Hemmschwelle für ein kritisches Bewusstsein, da sie den Kindern suggeriert, durch eigene Anstrengung in andere Schichten aufsteigen zu können, was oft zu einer Entfremdung von der eigenen Herkunft führt.

Welche Kritik übt der Verfasser an Walter R. Heinz?

Der Verfasser bemängelt eine fehlende Objektivität in Heinz’ Artikel und kritisiert, dass der Fokus stark auf Unter- und Mittelschichten liegt, während Vergleiche mit oberen Schichten weitgehend vernachlässigt werden.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Sozialisationstheorien I
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich Pädagogik)
Course
Sozialisationstheorien I
Grade
1-
Author
Dipl.-Päd. Frank Stula (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V1462
ISBN (eBook)
9783638109031
Language
German
Tags
Sozialisationstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Päd. Frank Stula (Author), 2000, Sozialisationstheorien I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1462
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