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Die Haftung der GmbH-Gesellschafter wegen Unterkapitalisierung

Titre: Die Haftung der GmbH-Gesellschafter wegen Unterkapitalisierung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 47 Pages , Note: 16 Punkte

Autor:in: Erik Stegner (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
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Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen der Unterkapitalisierung bei der GmbH und den in Frage kommenden Haftungstatbeständen, denen die Gesellschafter in dieser Situation ausgesetzt sind. Insbesondere wird das Institut der Durchgriffshaftung kritisch beurteilt.
Der in der Arbeit noch als Mindermeinung vertretenden Ansicht haben sich zwischenzeitlich auch BHG und h.L. angeschlossen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Haftung der GmbH-Gesellschafter wegen Unterkapitalisierung

A) Problematik der Unterkapitalisierung

B) Definition und Vorraussetzungen der Unterkapitalisierung

I) Vorraussetzungen einer Unterkapitalisierung

1) Verhältnis Eigenkapital zu Gesellschaftszweck

2) Verhältnis Eigenkapital zu Geschäftsumfang

3) Verhältnis Eigenkapital zu Unternehmensrisiko

4) Verhältnis Eigenkapital zu Fremdkapital

5) Kreditunwürdigkeit als Kriterium

II) Arten der Unterkapitalisierung

1) Materielle und nominelle Unterkapitalisierung

2) Anfängliche und nachträgliche Unterkapitalisierung

3) Einfache und qualifizierte Unterkapitalisierung

III) Abgrenzung zu anderen Fallgruppen

1) Existenzvernichtender Eingriff

(a) Unterkapitalisierung als Untergruppe des Existenzvernichtenden Eingriffs

(b) Unterkapitalisierung als selbständige Gefährdungslage

(c) Ergebnis

2) Unterbilanz

3) Nominelle Unterkapitalisierung

C) Notwendigkeit einer Haftung - die Schutzfunktion des Stammkapitals

I) Trennungsprinzip als Grundregel des GmbH-Rechts

II) Funktion des Stammkapitals als Risikoträger

III) Unterkapitalisierung als unangemessene Gläubigerbenachteiligung

D) Begründungsansätze einer Haftung aus Unterkapitalisierung

I) Subjektive Missbauchslehre

II) Lehre von der Organisationsfehlerhaftung

1) Unterkapitalisierung als Missachtung eines Organisationsprinzips

2) Keine gesetzliche Pflicht zu bestimmter Kapitalausstattung

III) Lehre von der Erklärungshaftung

IV) Organhaftungslehre

V) Normzwecklehre

1) Begründung einer Durchgriffshaftung

2) Vorraussetzungen einer Haftung

(a) Qualifizierte Unterkapitalisierung

(b) Insolvenz

(c) Kausalität und Zurechenbarkeit

(d) Rechtsfolgen

(i) Umfang der Haftung

(ii) Innen- oder Außenhaftung

VI) Standpunkt der Rechtsprechung

VII) Stellungnahme

1) Keine Kapitalausstattungspflicht

2) Praktische Durchführbarkeit

3) Wertung des Trennungsprinzips

4) Ergebnis

E) Allgemeine Haftungstatbestände des BGB

I) § 826 BGB

1) Sittenwidriges Verhalten

2) Vorsatz

3) Schaden

4) Kausalität

5) Haftung im Innenbereich nach § 826 BGB

6) Ergebnis

II) Culpa in contrahendo

1) Inanspruchnahme besonderen Vertrauens

2) Besonderes Interesse am Vertragsschluss

3) Ergebnis

III) Insolvenzverschleppung

IV) Sonstige Haftungstatbestände

F) Zusammenfassende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtliche Problematik der Haftung von GmbH-Gesellschaftern bei einer Unterkapitalisierung der Gesellschaft. Dabei wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen eine persönliche Haftung gegenüber Gläubigern oder der Gesellschaft selbst in Betracht kommt und ob allgemeine Haftungstatbestände des BGB, insbesondere § 826 BGB, hierfür als Grundlage dienen können.

  • Grundlagen und Definition der Unterkapitalisierung im GmbH-Recht
  • Abgrenzung der Unterkapitalisierung zu anderen Gefährdungslagen wie dem existenzvernichtenden Eingriff
  • Kritische Würdigung verschiedener dogmatischer Begründungsansätze für eine Gesellschafterhaftung
  • Anwendbarkeit allgemeiner Haftungstatbestände (insb. § 826 BGB und Culpa in contrahendo)
  • Rechtsprechung des BGH zur Durchgriffshaftung und deren Entwicklung

Auszug aus dem Buch

B) Definition und Vorraussetzungen der Unterkapitalisierung

Zunächst ist die Begrifflichkeit näher zu untersuchen. Wann also kann man bei einer GmbH von einer Unterkapitalisierung sprechen? Es besteht über die Begrifflichkeit nur insoweit Einigkeit, als die Kapitalausstattung von irgendeiner als normal zu bezeichnenden Bezugsgröße abweichen muss. Eine Gesellschaft ist dann unterkapitalisiert, wenn sie unzureichend mit Eigenkapital ausgestattet wurde.

I) Vorraussetzungen einer Unterkapitalisierung

Es zeigt sich hier jedoch, dass kaum konkret festgelegt werden kann, wann das Eigenkapital unzureichend ist, hängt die Höhe des benötigten Kapitals für ein Unternehmen schließlich von vielen kaum abzuschätzenden Faktoren ab. So wird der Gegenstand der Geschäftstätigkeit, die persönlichen Fähigkeiten der Unternehmensführung, sowie weitere kaum klar kalkulierbare Faktoren Einfluss auf die Höhe des benötigten Kapitals nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Problematik der Unterkapitalisierung: Einleitung in die Problematik des unfreiwilligen Endes einer GmbH bei unzureichender Kapitalausstattung und der daraus resultierenden Haftungsfragen.

B) Definition und Vorraussetzungen der Unterkapitalisierung: Untersuchung der Begrifflichkeiten und verschiedener Ansätze zur Bestimmung, wann eine Gesellschaft als unterkapitalisiert gilt.

C) Notwendigkeit einer Haftung - die Schutzfunktion des Stammkapitals: Erörterung der Schutzfunktion des Stammkapitals im Spannungsfeld zum Trennungsprinzip des GmbH-Rechts.

D) Begründungsansätze einer Haftung aus Unterkapitalisierung: Diskussion dogmatischer Lehren wie der subjektiven Missbrauchslehre, der Organisationsfehlerhaftung und der Normzwecklehre.

E) Allgemeine Haftungstatbestände des BGB: Prüfung, inwieweit die allgemeinen Haftungstatbestände des BGB, speziell § 826 BGB und die Culpa in contrahendo, eine Gesellschafterhaftung rechtfertigen können.

F) Zusammenfassende Betrachtung: Abschließende Bewertung, die eine direkte Haftung aus dem Tatbestand der Unterkapitalisierung als problematisch einstuft und auf existierende Haftungsmechanismen verweist.

Schlüsselwörter

GmbH, Gesellschafterhaftung, Unterkapitalisierung, Durchgriffshaftung, Stammkapital, Gläubigerschutz, § 826 BGB, Existenzvernichtender Eingriff, Trennungsprinzip, Kapitalerhaltung, Organisationsfehlerhaftung, Insolvenz, Normzwecklehre, Culpa in contrahendo

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die komplexe Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen GmbH-Gesellschafter persönlich für die Schulden ihrer Gesellschaft haften müssen, wenn diese aufgrund einer unzureichenden Kapitalausstattung (Unterkapitalisierung) in wirtschaftliche Schieflage gerät.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition der Unterkapitalisierung, das Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital, die Schutzfunktion des Stammkapitals sowie die Abgrenzung zur Insolvenzverschleppung und zum existenzvernichtenden Eingriff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob es einen eigenständigen Haftungstatbestand der "Unterkapitalisierung" gibt oder ob das Problem durch bereits bestehende allgemeine zivilrechtliche Haftungsregeln gelöst werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die klassische juristische Dogmatik, indem sie aktuelle Rechtsprechung des BGH, verschiedene Lehrmeinungen der Literatur sowie die gesetzliche Systematik des GmbHG und BGB analysiert und bewertet.

Was ist der wesentliche Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert verschiedene dogmatische Begründungsansätze für eine Haftung (z.B. Missbrauchslehre, Normzwecklehre) und prüft kritisch die Anwendung der deliktsrechtlichen Generalklauseln des BGB (§ 826 BGB) auf die Unterkapitalisierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind GmbH-Haftung, Unterkapitalisierung, Durchgriffshaftung, Gläubigerschutz, Stammkapital und § 826 BGB.

Warum lehnt der Autor eine direkte Haftung wegen Unterkapitalisierung ab?

Der Autor argumentiert, dass eine solche Haftung dem Trennungsprinzip des GmbH-Rechts widersprechen würde und dass bestehende Instrumente, wie § 826 BGB für Extremfälle, ausreichen, um Gläubiger angemessen zu schützen.

Welche Bedeutung kommt der Normzwecklehre in der Arbeit zu?

Die Normzwecklehre wird als der im Ergebnis am ehesten vertretbare Ansatz für eine Durchgriffshaftung diskutiert, jedoch unterliegt auch sie erheblichen dogmatischen und praktischen Einwänden, die gegen eine breite Anwendung sprechen.

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Résumé des informations

Titre
Die Haftung der GmbH-Gesellschafter wegen Unterkapitalisierung
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
16 Punkte
Auteur
Erik Stegner (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
47
N° de catalogue
V146314
ISBN (ebook)
9783640556007
ISBN (Livre)
9783640588824
Langue
allemand
mots-clé
Gesellschafter Haftung Unterkapitalisierung existenzvernichtender Eingriff GmbH-Gesellschafter 826 BGB Durchgriffshaftung GmbH mangelnde Kapitalausstattung Geschäftsführer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Erik Stegner (Auteur), 2007, Die Haftung der GmbH-Gesellschafter wegen Unterkapitalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146314
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Extrait de  47  pages
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