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Herbert Marcuse, "Triebstruktur und Gesellschaft" und die 68er Bewegung

Título: Herbert Marcuse, "Triebstruktur und Gesellschaft" und die 68er Bewegung

Trabajo de Seminario , 2006 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Thomas Marx (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Herbert Marcuse hat sich wie kaum ein anderer Theoretiker oder Philosoph seiner Zeit mit den
internationalen Studentenbewegungen der 60er Jahre identifiziert und sich bemüht, ihnen
einen theoretischen Rahmen zu geben.
Von ihren Lehrmeistern erhofften sich die Studenten Hilfen und Anregungen für die Praxis. Nach
solchen Hinweisen wie denn nun die neuen, revolutionären Konzepte zu verwirklichen seien,
hungerten die Studentenbewegungen vor allem in Deutschland geradezu. Doch gerade damit
konnten oder wollten die Altmeister der Kritischen Theorie, wie eben zum Beispiel Adorno,
nicht dienen.
Entscheidend beeinflusst haben die Studentenschaft vor allendingen die Bücher Marcuses
„Triebstruktur und Gesellschaft“, „Der Eindimensionale Mensch“ sowie seine Schriften zur
repressiven Toleranz. Vor dem Hintergrund des Bestrebens der Studenten einen neuen, freien
Lebensstil zu etablieren und sich frei zu machen von alten und repressiven Einschränkungen,
strebten sie in der Folge auch nach einem Überwinden überkommener Moralvorstellungen im
Bezug auf das Sexuelle. Da wir uns im Rahmen des Seminars vornehmlich mit dieser
Komponente der 60er, speziell der 68er, befassten, wird auf „Triebstruktur und Gesellschaft“
ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Dieses Buch Marcuses, welches einen nicht
geringen Einfluss auf die Studentenbewegung hatte, beschreibt in einem philosophischen
Versuch der Neuinterpretation der Thesen Freuds, wie alle Kultur bis zum heutigen Tage ihrem Wesen nach unterdrückend ist, warum sie es ist und wie man womöglich einen Ausweg
aus dieser Unterdrückung zu finden vermag. Darüber hinaus ist das ganze Thema der Kultur,
und der Unterdrückung durch sie, untrennbar gekoppelt mit der individuellen Freiheit, und
hier ganz besonders mit der Freiheit, oder eben Unfreiheit, der Triebe und der Bedeutung
dieser.
Vornehmlich wird sich diese Arbeit also befassen mit den Thesen aus „Triebstruktur und
Gesellschaft“, woraus ersichtlich werden wird weshalb Marcuse, und speziell dieses Werk von
ihm, bei den Studenten eine so weite Rezeption fand. Abschließend wird die These einer
„freien Gesellschaft“ nach Marcuse untersucht werden, welche definitiv eine der wichtigsten
Ideen war für die Studenten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Triebstruktur und Gesellschaft

2.1 Die Befreiung vom Leistungsprinzip

3. Die Begeisterung der Studenten für Marcuse

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss des Philosophen Herbert Marcuse auf die 68er Studentenbewegung. Dabei wird analysiert, wie seine psychoanalytisch geprägte Theorie der Triebunterdrückung und sein Konzept der "freien Gesellschaft" als ideologische Grundlage für den Protest gegen bestehende Herrschaftsstrukturen und gesellschaftliche Tabus dienten.

  • Die psychoanalytische Deutung von Kultur als repressives System
  • Das Konzept des Leistungsprinzips und die zusätzliche Unterdrückung der Triebe
  • Die Vision einer nicht-repressiven, befreiten Gesellschaft
  • Die Rezeption Marcuses durch die 68er Bewegung und deren ideologische Verankerung

Auszug aus dem Buch

2. Triebstruktur und Gesellschaft

„Triebstruktur und Gesellschaft - Ein Philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud“ trägt von Anfang bis Ende die Form einer sich logisch gliedernden Argumentation, daher ist es notwendig zunächst dem grundlegenden Gedankenverlauf zu folgen, da die einzelnen Teile sonst vollständig aus dem Zusammenhang gerissen erscheinen würden. Zudem wird über weite Teile in Termini der psychoanalytischen Thesen Freuds gesprochen, bzw. bilden diese Thesen selbst die Grundlage, was eine Erklärung derselben erforderlich macht. Marcuse war der Ansicht, dass Freuds Entwicklung seiner psychoanalytischen Begriffe einer erneuten Untersuchung bedarf, und zwar nicht so sehr auf deren Gehalt im Sinne der Psychologie hin, sondern es ging ihm vielmehr darum ihre eigentliche politische und soziologische Substanz zu ergründen. Bevor man an den Versuch wagen kann, die Idee einer Kultur ohne Unterdrückung zu formulieren, muss sich vorher angeschaut werden was denn Kultur überhaupt ist, und warum sie schon ihrem Wesen nach, sowohl in der heutigen, als auch in jeder vorangegangenen Ausprägung, unterdrückend sein muss. Nach Freud ist die individuelle Freiheit kein Kulturgut, denn: „ Das Glück muss der Disziplin der Arbeit als Volltagsbeschäftigung untergeordnet werden, der Disziplin der monogamen Fortpflanzung, dem geltenden System von Recht und Ordnung. Die methodische Aufopferung der Libido, ihre strikt erzwungene Ablenkung auf sozial nutzbringende Tätigkeiten und Ausdrucksformen ist Kultur.“3 Grundlegend ist Marcuse jedoch der Ansicht, dass es eine Alternative geben kann, wenngleich sie auch nur durch eine ursprünglich repressive Kultur herbeigeführt zu werden vermag, wenn diese einen ausreichend hohen Stand des Fortschritts erreicht hat. Aber um zum Gedanken der Befreiung zu gelangen, muss zunächst einmal erläutert werden woraus bzw. wovon es sich zu befreien gilt, nämlich von der Herrschaft des Leistungsprinzips, welches unsere allgemeingültige Form des Realitätsprinzips darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert Marcuses Sonderstellung innerhalb der Frankfurter Schule und seine spezifische Verbindung zur Studentenbewegung, die nach theoretischen Anleitungen für die praktische Revolte gegen das bestehende System suchte.

2. Triebstruktur und Gesellschaft: Hier werden die philosophischen Grundlagen von Marcuses Freud-Interpretation dargelegt, wobei insbesondere die Entstehung von Kultur durch Triebverzicht und die Etablierung des Leistungsprinzips analysiert werden.

2.1 Die Befreiung vom Leistungsprinzip: Dieser Abschnitt untersucht Marcuses Vision einer zukünftigen, freien Gesellschaft, in der durch technologischen Fortschritt und Automatisierung die zusätzliche Unterdrückung überwunden und eine Resexualisierung des menschlichen Körpers ermöglicht werden könnte.

3. Die Begeisterung der Studenten für Marcuse: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für die enorme Popularität Marcuses bei den 68ern, die in seinen Schriften ein ideologisches Rüstzeug für ihren Kampf gegen Repression, verkrustete Moralvorstellungen und den Vietnamkrieg fanden.

4. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Marcuses Theorien zwar die 68er Bewegung stark prägten, eine reale Umsetzung seiner Utopie jedoch bis heute ausbleibt und die gesellschaftlichen Veränderungen oft vom bestehenden System assimiliert wurden.

Schlüsselwörter

Herbert Marcuse, 68er Bewegung, Triebstruktur, Leistungsprinzip, Repressive Toleranz, Frankfurter Schule, Sigmund Freud, Eros, Thanatos, Befreiung, Gesellschaftskritik, Studentenbewegung, Psychoanalyse, Realitätsprinzip, Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Zusammenhänge zwischen Herbert Marcuses philosophischem Werk "Triebstruktur und Gesellschaft" und den Idealen der 68er Studentenbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die psychoanalytische Kulturkritik, das Verhältnis von Arbeit und Triebunterdrückung sowie den Wunsch der Studenten nach gesellschaftlicher und sexueller Befreiung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu erklären, warum Marcuse eine so starke Anziehungskraft auf die 68er ausübte und wie seine theoretischen Konzepte als Rechtfertigung für den praktischen Protest dienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine theoretische Analyse der Primärtexte von Marcuse an und setzt diese in den historisch-politischen Kontext der Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung von Kultur durch Unterdrückung, der Funktionsweise des Leistungsprinzips und dem Potenzial für eine zukünftige, freie Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Triebstruktur, Leistungsprinzip, Repression, 68er Bewegung, Eros, Freud und gesellschaftliche Befreiung.

Inwiefern beeinflusste Marcuse das Verständnis von Sexualität der 68er?

Marcuse kritisierte die Einengung der Sexualität auf die genitale, monogame Fortpflanzung und lieferte damit eine philosophische Begründung für den Bruch mit moralischen Tabus durch die Bewegung.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit des Aufbegehrens um 1968?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die 68er zwar ein notwendiges Aufbegehren initiierten, die Forderungen jedoch oft vom System assimiliert wurden und Marcuses Vision einer freien Gesellschaft eine Utopie geblieben ist.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Herbert Marcuse, "Triebstruktur und Gesellschaft" und die 68er Bewegung
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Curso
"Dynamische Zeiten" - Sexualmoral und kultureller Umbruch
Calificación
1,7
Autor
Thomas Marx (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
15
No. de catálogo
V146450
ISBN (Ebook)
9783640569830
ISBN (Libro)
9783640570348
Idioma
Alemán
Etiqueta
Herbert Marcuse Triebstruktur Gesellschaft Bewegung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Marx (Autor), 2006, Herbert Marcuse, "Triebstruktur und Gesellschaft" und die 68er Bewegung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146450
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