Zeitallokationstheoretischer Beitrag zur Erklärung des Kaufentscheides bei Berufskleidung

Eine Arbeit aus marketingtheoretischer Sicht


Seminararbeit, 2008
11 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Begriffsabgrenzung „Berufskleidung“

2. Einführung in die Zeitallokationstheorie von Gary S. Becker
2.1 Die Person Gary S. Becker
2.2 Allokation der Zeit

3. Beitrag zur Erklärung des Kaufentscheides von Berufskleidung
3.1 Der Kaufentscheid
3.2 Zeitersparnis als Einflussgröße
3.2.1 Funktionalität als Zeitersparnis
3.2.2 Schutz und Sicherheit als Zeitersparnis

4. Ableitbare Praxisimplikationen
4.1 Marketing
4.2 Produktentwicklung

5. Fazit und weiterer Forschungsbedarf

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung „Strategische Unternehmensführung“ an der Universität Hamburg gefertigt. Unter dem Titel „Zeitallokationstheoretischer Beitrag zur Erklärung des Kaufentscheides bei Berufskleidung“ wird zuerst eine Begriffsdefinition des Terminus „Berufskleidung“ vorgenommen. Im weiteren Verlauf wird die Zeitallokationstheorie Gary S. Beckers dargestellt und zusammengefasst, wobei auch eine kurze Übersicht über Beckers Tätigkeiten und weitere Forschungsfelder gegeben wird. Die im zweiten Teil erarbeiteten Themenkomplexe werden schließlich auf die Branche der Berufskleidung transferiert bzw. in den Bezug zum Kaufentscheid gestellt und anhand zweier Eigenschaften von Berufskleidung in Verbindung mit der Allokation der Zeit gebracht, woraus im vierten Teil Praxisimplikationen abgeleitet werden. Im Fazit der Arbeit wird weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt und ein Resümee gezogen.

1.2 Ziel der Arbeit

Ein Ziel der Arbeit besteht darin, dem Leser die Theorie der Allokation der Zeit von Becker zu erläutern und ihm so eine andere Sichtweise des ökonomischen Handelns aufzuzeigen. Ein zweites Ziel besteht darin, die theoretischen Ansatzpunkte auf die Berufskleidung zu übertragen und Managementimplikationen zu erarbeiten, die im Rahmen der strategischen Unternehmensführung und des Marketing, insbesondere hier im Kundenbindungsmanagement, von Bedeutung sein können.

1.3 Begriffsabgrenzung „Berufskleidung“

Berufskleidung, auch Work-Wear, ist diejenige Bekleidung, die ein Arbeitnehmer im Zuge der Ausübung seiner Tätigkeit im Interesse des Arbeitgebers zu tragen hat.[1]

Sie dient zum einen dem Schutz des Arbeitnehmers vor besonderen Widrigkeiten, die im Zusammenhang mit der Ausübung seiner Tätigkeit stehen, wie z.B. dem Schutz vor Schmutz, Hitze, Wetter oder dergleichen. Zum anderen erfüllt sie den Sinn der besonderen Kenntlichmachung beispielsweise innerhalb eines Betriebes.[2] Das „uniformierte“ oder einheitliche Auftreten der Mitarbeiter strahlt Professionalität, Seriosität und eine hohe Qualität des Betriebes aus, was zu positiven Resonanzen gegenüber dem Kunden der Betriebe, die umfangreich Berufskleidung tragen, führen kann - frei nach dem Motto „Kleider machen Leute“.[3] Des Weiteren können als Folge Wettbewerbsvorteile gesichert werden.

Mit dem Begriff Corporate-Wear hat die Berufskleidung einen großen Einfluss auf die Corporate-Identity (CI) eines Unternehmens, worunter man die Bildung einer Individualität mit Charakterzügen eines Unternehmens versteht.[4]

Die Produktpalette führender Berufskleidungsunternehmen reicht von einfacher Work-Wear ohne besonderen Schutzanspruch über qualitativ hochwertige Funktionsbekleidung bis zur sog. Corporate-Casual-Wear, worunter man einheitliche (Freizeit-)Kleidung versteht, wie zum Beispiel Polo-Shirts etc., die eine dynamische und sportliche CI eines Unternehmens vermitteln soll und dennoch einen Funktionalitätsnutzen hat.[5]

Unter den Oberbegriff Berufskleidung fällt auch die relativ neue Entwicklung der Workwear-Fashion. Hierbei handelt es sich um Mode des täglichen Lebens, die der Arbeitskleidung nachempfunden ist.[6] Ein legendäres Beispiel ist die Jeanshose, die ursprünglich als sehr widerstandsfähige Arbeitshose gedacht war und heute ein weit verbreitetes Kleidungsstück ist. Die Entwicklung geht jedoch weiter und wird durch die Hip-Hop-Szene in den USA, sowie die BMX-Szene vorangetragen. Musiker kreierten ihren eigenen Stil und suchten sich bequeme, widerstandsfähige und authentische Kleidung, die bis heute zu einem Mode-Trend wurde.[7]

[...]


[1] Vgl. Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. Februar 2003 (Az. 6 AZR 536/01)

[2] Vgl. Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. Februar 2003 (Az. 6 AZR 536/01)

[3] Vgl. Handelsblatt „Attraktive Verpackung für alle Mitarbeiter“ vom 31. März 2006

[4] Vgl. BBE-Studie „Branchenreport Berufskleidung ´95/´96“, S. 247

[5] Vgl. Frost & Sullivan „Executive Summery“ (2002), S. 7

[6] Vgl. www.wikipedia.de – Stichwort „Jeans“

[7] Vgl. germanfashion.net „Trends der Berufskleidung“, 2005

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Zeitallokationstheoretischer Beitrag zur Erklärung des Kaufentscheides bei Berufskleidung
Untertitel
Eine Arbeit aus marketingtheoretischer Sicht
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Strategische Unternehmensführung
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V146457
ISBN (eBook)
9783640574292
ISBN (Buch)
9783640573974
Dateigröße
890 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufskleidung, Arbeitskleidung, Berufsbekleidung, Arbeitsbekleidung, Marketing, Werbung, Gery S. Becker, Becker, Zeitallokationstheorie, Zeitallokation, Kaufentscheidung
Arbeit zitieren
Philip Kamm (Autor), 2008, Zeitallokationstheoretischer Beitrag zur Erklärung des Kaufentscheides bei Berufskleidung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146457

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