Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

28 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhalt

Einleitung

I. Die Anfänge der Flotte im Deutschen Reich nach 1871

II. Der Ausbau der Flotte unter Alfred von Tirpitz: Der Tirpitz-Plan
1. Grundlagen und Zielsetzungen des Tirpitz-Plans
a) Der Amtsantritt Tirpitz‘ im Marineministerium
b) Offensivflotte mit „Bündniswert“
c) Der „Risikogedanke“ gegenüber England
2. Die Flottenpropaganda
3. Die erste Phase der Flottenaufrüstung
4. „Dreadnouhtsprung“ und Flottenhochrüstung
5. Das Scheitern des Tirpitz-Plans

III. Die Flottenrüstung in Großbritannien
1. Grundsätze britischer Seemacht-Politik
2. Die Grundzüge der britischen Flottenrüstung ab 1904
a) Die Entwicklung unter Lord Fisher
b) „Dreadnouthsprung“ – Vorsprung oder Nachteil?

IV. Deutsch-britische Differenzen in der Flottenfrage
1. Die Entwicklung der deutsch-britischen maritimen Beziehungen
a) Die politischen Rahmenbedingungen
b) Die Flottenverhandlungen
2. Zentrale Konfliktpunkte und Konfrontationsebenen

Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die vorliegende Seminararbeit behandelt die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg. Ausgangsbasis der Betrachtungen ist der so genannte Tirpitz-Plan, der der Flottenpolitik als Kernstück der wilhelminischen Weltpolitik organisatorische Grundlage und rechtlicher Rahmen dient[1]. Ziel der Arbeit ist es, die Verflechtungen zwischen dem Bau mächtiger Schlachtflotten in Deutschland und Großbritannien und dem Übergang zum Imperialismus als wirtschaftlicher und politischer Expansion des Deutschen Kaiserreichs aufzuzeigen. Die imperialistische Politik findet dabei nur soweit inhaltlichen Eingang in die Arbeit, als sie konkret zur Erläuterung des Geschilderten notwendig erscheint.

Der Aufbau wurde so strukturiert, dass in insgesamt vier Abschnitten zunächst knapp von den Anfängen der Flotte im Deutschen Reich nach 1871 berichtet wird, um den Hintergrund für das deutsche Flottenbauprogramm unter Tirpitz zu schaffen, das im zweiten Abschnitt eine umfassende Darstellung findet. Abschnitt III schildert die parallel zur deutschen Flottenrüstung ablaufende britische Flottenrüstung, um im letzten Abschnitt schließlich die Differenzen zwischen beiden Ländern in der Flottenpolitik zu skizzieren.

Soweit möglich, und in den Kapiteln, in denen es der Übersicht wegen sinnvoll erscheint, sind die Ausführungen chronologisch gegliedert. Andere Aspekte werden dagegen problemorientiert besprochen, wobei es auch zu Überschneidungen beider Herangehensweisen kommt. Zentrales Bemühen des Verfassers ist es darüber hinaus, die Konfrontationspunkte deutsch-britischer Flottenrüstung bzw. –politik, um die es dem gestellten Thema gemäß in erster Linie geht, während des Verlaufs der Arbeit auf mehreren Ebenen[2] darzustellen. Dabei wechselt der Blickwinkel zwischen der deutschen und der britischen Position, wobei der Schwerpunkt jedoch auf der deutschen Sicht liegt.

Grundlegende Quellenzitate sind Schriften Tirpitz‘, Johannes Hohlfelds „Deutsche Reichsgeschichte in Dokumenten“, Volker Berghahns Dokumentensammlung „Rüstung im Zeichen der wilhelminischen Weltpolitik“ sowie Michael Behnens „Quellen zur deutschen Außenpolitik im Zeitalter des Imperialismus 1890 – 1911“ entnommen. Bei der Sekundärliteratur stützt sich der Verfasser hauptsächlich auf Publikationen Michael Epkenhans, Hans Georg Steltzers, Michael Salewskis, Jürg Meyers, Baldur Kaulischs, Robert K. Massies und Paul M. Kennedys.

I. Die Anfänge der Flotte im Deutschen Reich nach 1871

In den Anfangsjahren des Deutschen Reichs schenkte man der Frage einer deutschen Kriegsmarine eher geringe Beachtung. Zwar verabschiedete der Reichstag bereits am 7. März 1873 mit großer Mehrheit einen Flottengründungsplan[3], aber dennoch spielte die Flotte in den folgenden Jahren eine, wie es Jürg Meyer nannte, „Aschenbrödelrolle von äusserster Bescheidenheit“[4].

Während die Armeen der 25 einzelnen Bundesstaaten als Kontingente des Reichsheeres fortbestanden, wurde die Kriegsmarine des Reiches laut Art. 53 der Reichsverfassung dem Oberbefehl des Kaisers unterstellt, der auch in Fragen der Organisation und Zusammensetzung Einfluss geltend machen konnte[5]. Damit war die Marine Teilstück der preußisch-deutschen Reichspolitik.

Reichskanzler Otto von Bismarck zeigte sich niemals als besonders engagierter Verfechter von Marineinteressen[6]. Dennoch erkannte er angesichts der zunehmenden kolonialen Bemühungen des Deutschen Reichs den Einsatz der Flotte im überseeischen Dienst an[7] und hat dort, wo das Primat der großen Politik bewahrt wurde, stets geschicktes und tatkräftiges Eingreifen deutscher Seestreitkräfte gewürdigt. Nur dann hatte Bismarck kein Erbarmen, wenn voreilige maritime Einzelaktionen seine politischen Konzeptionen störten[8].

Sah Bismarck in der Einrichtung einer deutschen Flotte auch die Möglichkeit, die Einheitsbestrebungen im Innern des Reiches zu erwärmen[9], und stand einem Flottenausbau grundsätzlich nicht abgeneigt gegenüber, so lehnte er jedoch bis zu seinem Tod zwei Hauptmerkmale der späteren Tirpitz’schen Marine ab: Das Schlachtflottenprinzip und die sich abzeichnende Wendung gegen England[10].

II. Der Ausbau der Flotte unter Alfred von Tirpitz: Der Tirpitz-Plan

1. Grundlagen und Zielsetzungen des Tirpitz-Plans

a) Der Amtsantritt Tirpitz‘ im Marineministerium

Als Alfred von Tirpitz im Juni 1897 das Amt des Staatssekretärs im Marineministerium übernahm, begann an höchsten Stellen der deutschen Flottenleitung nicht nur ein frischer Wind zu wehen, sondern Tirpitz hatte nun die Position inne, die es ihm erlaubte, seine Vorstellungen von der künftigen deutschen Marine zu realisieren. Schon zuvor hatte er sich als Chef des Stabes im Oberkommando der Marine daran gemacht, neue Gefechtstaktiken zu entwickeln sowie die ständige Kampfbereitschaft der Flotte eingeübt[11].

Dabei hatte Tirpitz aber gegen beachtliche marineinterne Widerstände anzukämpfen, denn in großen Teilen des Marineoffizierskorps herrschten Zweifel und Missfallen, zumindest jedoch Desinteresse an den Plänen Tirpitz‘, die u.a. eine verstärkte Flottenrüstung beinhalteten[12]. Unterstützung fanden die Vorstellungen beschleunigter Flottenrüstung, als sich im Zuge der sich rasch entwickelnden deutschen Wirtschaft, der sie begleitenden Konzentration von Produktion und Kapital sowie des einsetzenden Monopolisierungsprozesses und des damit verbundenen Drangs nach neuen Rohstoff- und Absatzmärkten die Stimmen zu mehren begannen, die statt einer ausschließlich kontinentalen Macht- und Militärpolitik den Aufbau deutscher Seemacht forderten[13]. Die Marine wurde so mehr und mehr als Gradmesse für die politische und wirtschaftliche Macht des Landes herangezogen. Für das Deutsche Reich bedeutete dies nach der Analyse Tirpitz‘, dass deutsche Weltgeltung ohne starke Flotte „wie ein Weichtier ohne Schale“ bliebe[14].

Um seinen Kurs des Flottenbaus erfolgreich verfolgen zu können, sah Tirpitz allerdings die Notwendigkeit, die Realisierung seiner Politik, des Tirpitz-Plans, langfristig der Kontrolle des Parlaments und verschiedener Marinebehörden und somit den Schwankungen der Tagespolitik zu entziehen[15]. Die Möglichkeit hierzu fand er in der Einbringung des Flottengesetzes (s. II,3).

b) Offensivflotte mit „Bündniswert“

Bevor wir uns dem Flottengesetz und seinen Novellierungen zuwenden, werfen wir an dieser Stelle zunächst einen Blick auf die strategische und politische Bedeutung, die Tirpitz der deutschen Flottenrüstung beimaß.

Schon in der Dienstschrift IX unterstreicht Tirpitz, dass nur eine Offensivflotte nach außen hin eine begehrenswerte Allianzkraft bilde[16]. Diese Konzentration auf die Durchsetzung einer offensiv ausgerichteten Flotte durchzieht eine Vielzahl der schriftlichen Stellungnahmen Tirpitz‘[17]. Neben strategisch-militärischen Überlegungen steckte dahinter in erster Linie die Überzeugung, dass nur eine Offensivflotte den „Bündniswert“ Deutschlands gegenüber anderen Mächten erhöhe[18]:

„Denn nur eine Flotte, welche Bündniswert für andere Großmächte darstellte, also eine

leistungsfähige Schlachtflotte, konnte unserer Diplomatie dasjenige Werkzeug in die

Hand geben, das [...] unsere festländische Macht ergänzte.“[19]

Zwei bis drei hochgeschulte Geschwader würden Deutschland selbst dem größten Seestaat Europas – also England – gegenüber das notwendige diplomatische Gewicht verleihen, um seine Interessen wahren zu können[20]. Nur eine starke deutsche Flotte – nicht die Armee – verleihe dem Kaiserreich die Macht, sich weltpolitisch vielseitige Optionen zu eröffnen[21].

Um aber als homogenes Machtinstrument wirken zu können, lag für Tirpitz der Schwerpunkt der Flottenkonzeption auf der Bildung einer Schlachtflotte mit Konzentration in der Nordsee (gegen England gerichtet). Kreuzer-Einheiten in Übersee waren dafür in seinen Augen zu vernachlässigen[22]. Tirpitz wandte sich damit offen gegen Vorstellungen der jeune école unter den Marinefachleuten, die die Aufstellung von Defensivgeschwadern sowie einen auf überseeische Häfen gestützten Kreuzerkrieg gegen die feindliche Handelsschifffahrt befürworteten[23]. Kritiker dieser Einstellung hatten in der kaiserlichen Marine keine Chance, sich gegen Tirpitz durchzusetzen[24].

Trotzdem Tirpitz in seiner Flottenstrategie prinzipiell von dem Offensivwert der Marine ausging, formulierte er diesen aggressiven Aspekt der deutschen Flottenrüstung auffallend zurückhaltend und suggerierte damit eine defensive Zielsetzung immer dann, wenn es ihm zweckdienlich erschien[25].

c) Der „Risikogedanke“ gegenüber England

Besondere konzeptionelle Bedeutung für Tirpitz‘ Flotten-Plan kam dem so genannten „Risikogedanke“ zu, dessen Grundgedanke mit dem bisher Gesagten in enger Verbindung steht. Öffentlichen Ausdruck fand diese Begründung mit ihrer anti-englischen Stoßrichtung erstmals im Zusammenhang mit der Begründung des zweiten Flottengesetzes im Juni 1900. Nach Tirpitz‘ beinhaltete der „Risikogedanke“ die Vorstellung, dass die deutsche Flotte in einer Größe gehalten werden müsse, die es „auch der größten Seemacht [England; d. Verf.] den Angriff auf uns als ein gewagtes Unternehmen erscheinen [...] lassen.“[26] Doch die Intention des „Risikogedankens“ fand bei Tirpitz schon weit früher ihren Ausdruck[27] und sollte die weiteren Planungen deutscher Flottenrüstung als eine Art Dogma weiter beherrschen[28].

Die im „Risikogedanken“ implizierte Vorstellung politischer Abschreckung gegenüber den Feinden des Reichs, d.h. insbesondere gegenüber England, machte es Tirpitz leicht, der deutschen Öffentlichkeit den Ausbau der Hochseeflotte in der von ihm angestrebten Form als eine Art „Friedensgarantie“ darzustellen. Die Zeit bis zum Erreichen der angestrebten „Risikostärke“ betrachtete Tirpitz als „Gefahrenzone“ für Deutschland[29]. Erst danach würde die potenzielle maritime Bedrohung, die von der deutschen Flotte ausgeht, stark genug wirken, dass England dem Deutschen Reich als gleichberechtigten Partner, ja als „Wunschpartner“ begegnen würde[30]. Grundprobleme dieser Zielsetzung sind m.E. zwei Faktoren:

1) Die „Risikostärke“ der deutschen Flotte war nur dann zu erreichen, wenn zeitgleich die englische Flottenmacht vergleichsweise geringer würde und
2) Tirpitz‘ Politik der Stärke basierte ausschließlich auf der Konfrontation mit England, statt einen Ausgleich zu suchen.

In der jüngeren Forschung wird die von Anfang an „gegen England“ gerichtete Flottenrüstung Tirpitz‘ erkannt[31]. Ungeklärt bleibt hingegen die Frage, ob Tirpitz mit seiner geplanten Schlachtflotte den Krieg mit England bewusst herbeiführen wollte, oder ob er davon ausging, dass der politische „Druckansatz“ ausreichen würde, um England den deutschen Wünschen gefügig zu machen.

2. Die Flottenpropaganda

Wenige Monate nach seinem Amtsantritt als Staatssekretär des Marineministeriums setzte auf Tirpitz‘ Initiative hin im Spätherbst 1897 eine gezielte und erfolgreiche Flottenpropaganda ein[32], nachdem die bescheidenen Anfänge einer Marineagitation seit Mitte der 1890-er Jahre bis dato wenige positive Ergebnisse gebracht hatte[33]. Nach Tirpitz‘ Auffassung bestand hier Potenzial, „größere Kreise für dieses Vorgehen [Flottenrüstung; d.Verf.] so zu erwärmen, daß von ihnen schließlich der erforderliche Druck für Reichstagsbewilligungen ausgeht.“[34] Für den Aufbau und die Koordination der reichsweiten Flottenpropaganda zeichnete seit Januar 1897 ein Nachrichtenbüro im Reichsmarineamt verantwortlich[35].

Tirpitz und seine Mitarbeiter schufen und dirigierten mit der Propaganda die Volksmeinung nicht nur tatsächlich, sondern es glückte ihnen bald, für ihre Politik den Anschein zu erwecken, als richte sie sich nach einem aus sich heraus geborenen, elementar aufgebrochenen Volkswillen[36]. Dabei erwiesen sich die Marinepropagandisten als Könner der Massenführung. Die Argumente für die Flotte, durch moderne Massenkommunikationsmittel verbreitet, waren gut durchdacht, leicht verständlich und versuchten möglichst alle Bereiche aus Wirtschaft und Politik zu erfassen. Obwohl manche Argumentationslinien bis ins Detail vorgegeben waren, gelang es, die zentrale Rolle der Marineführung lange Zeit geheim zu halten. Die Flottenbegeisterung erreichte so ungeahnte Stärke[37].

Dabei entwickelte die Begeisterung in der Bevölkerung eine Eigendynamik, eine Intensität, die Tirpitz zwar nicht unbedingt gefährlich erschien, ihn aber dennoch zur Vorsicht mahnen ließ. Deutlich wird dies im Zusammenhang mit dem Wirken des „Deutschen Flottenvereins“[38], der eine bedeutende Multiplikatorwirkung für die Propagandaideen besaß, die nicht mehr der vollen Kontrolle des Nachrichtenbüros oblag. Tirpitz äußerte hier Bedenken darüber, dass die Selbstinteressen des Flottenvereins in eine andere Linie gehen könnten, als die Interessen der Marine selbst, die einer systematischen und stetigen Entwicklung bedürfe, während der Flottenverein am besten bei „akuten Reklame-Vorlagen“ blühe. Tirpitz erklärte sogar, dass der Flottenverein überhaupt überflüssig werden würde, sobald das Flottengesetz voll ausgestaltet sei[39]. Ob der Flottenverein dann jedoch wirklich so einfach zu stoppen gewesen wäre, soll dahin gestellt bleiben.

Hauptträger der Kampagnen sollte die Presse sein, die die öffentliche Meinung trug und formte und seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert stark zugenommen hatte. Sie wurde dazu mit gezielt ausgewählten Informationen versorgt[40]. Eine besondere Gruppe innerhalb der Flottenagitatoren waren die so genannten „Flottenprofessoren“, meist Nationalökonomen und Historiker. Sie gründeten 1899 die „Freie Vereinigung für Flottenvorträge“[41]. Interessanterweise wurde das Seeoffizierskorps durch Vorschriften von der Teilnahme an der Flottenpropaganda abgehalten. Es sollte durch seine soziale Stellung wirken, die man im Nachrichtenbüro durch die Tätigkeit als Flottenwerber gefährdet sah. Offiziere, die die Marineführung öffentlich kritisierten, wurden rasch zum Schweigen gebracht[42].

Die innenpolitischen und pseudo-wissenschaftlichen Argumente, die für den Flottenbau propagiert wurden, zielten u.a. auf das Bevölkerungswachstum, den Schutz der deutschen Industrie und des Außenhandels sowie die Wahrung kolonialer Interessen. Zudem wurden eher ideelle Aspekte wie die „Kulturmission Deutschlands“ oder die christliche Mission angesprochen[43]. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass die häufig bekundete Auffassung von der unvermeidlich drohenden handelspolitischen Konfrontation zwischen Deutschland und England den Tatsachen widersprach. Trotz wechselseitiger hetzerischer Angriffe wurde der deutsch-englische Handel im Interesse der engen Verflechtungen des Wirtschaftslebens beider Staaten nicht gestört, sondern stieg seit 1905 sogar an[44].

[...]


[1] Vgl. Epkenhans, 1991, S. VIII.

[2] Z.B. unter den Aspekten technischer Entwicklungen, innen- und außenpolitischer Spannungen sowie finanzpolitischer Probleme.

[3] Vgl. Steltzer, 1989, S. 119. Baldur Kaulisch datiert den Flottengründungsplan dagegen auf April 1873 (vgl. Kaulisch, 1982, S. 23).

[4] Meyer, 1967, S. 5.

[5] Vgl. Steltzer, 1989, S. 116.

[6] Vgl. Steltzer, 1989, S. 116, sowie Steinmetz, 1974, S. 19.

[7] Vgl. Steinmetz, 1974, S. 9.

[8] Vgl. Steinmetz, 1974, S. 44 und S. 94.

[9] Vgl. Steinmetz, 1974, S. 93.

[10] Vgl. Meyer, 1967, S. 39.

[11] Vgl. Steltzer, 1989, S. 152 – 154.

[12] Eine bedeutende frühe Grundlage von Tirpitz‘ Vorstellungen bezüglich der künftigen deutschen Marine bietet die Dienstschrift Nr. IX der „Taktischen und Strategischen Dienstschriften des Oberkommandos der Marine“ vom 16. Juni 1894 über „Allgemeine Erfahrungen aus den Manövern der Herbstübungsflotte“ (in Auszügen bei Berghahn, 1988, S. 87 – 99.

[13] Vgl. Kaulisch, 1982, S. 54 f.

[14] Tirpitz, 1920, S. 50.

[15] Vgl. Epkenhans, 1991, S. 20, und Kaulisch, 1982, S. 79.

[16] Vgl. Dienstschrift IX (wie Anm. 12, bei Berghahn, 1988, S. 90).

[17] Z.B. Tirpitz‘ Denkschrift zum Programm für den Ausbau der deutschen Flotte vom 3. Januar 1896 (bei Behnen, 1977, S. 138), und schon im April 1891 in Tirpitz‘ Denkschrift über „Unsere maritim-militärische Fortentwicklung“ (bei Berghahn, 1988, S. 83 – 85).

[18] Vgl. Michalik, 1931, S. 13.

[19] Tirpitz, 1920, S. 51; vgl. hierzu auch Tirpitz, 1920, S. 80 f.

[20] Vgl. Denkschrift Tirpitz‘ zum Programm für den Ausbau der deutschen Flotte (bei Behnen, 1977, S. 138).

[21] Vgl. Schreiben von Tirpitz an Stosch vom 13. Februar 1896 (bei Behnen, 1977, S. 148).

[22] Vgl. Steltzer, 1989, S. 167 – 169.

[23] Vgl. u.a. Dienstschrift IX (wie Anm. 12, bei Berghahn, 1988, S. 96).

[24] So schlug z.B. der Lehrer für Taktik und Seekriegsgeschichte an der Marineakademie, Kapitän z.S. Curt Freiherr von Maltzahn, als Alternative zur alleinigen Schlachtflotte eine Kombination von Geschwaderkampf und Kreuzerkrieg vor, ohne für seine Ideen Gehör zu finden (vgl. Rahn, 1999, S. 59).

[25] In der Begründung zum Entwurf des ersten Flottengesetzes vom November 1897 heißt es beispielsweise ausdrücklich: „Die Aufgabe der Schlachtflotte ist die Verteidigung der heimischen Küsten. Ausschließlich hiernach ist Zahl und Größe der Schiffe [zu; d.Verf.] bemessen“ (bei Berghahn, 1988, S. 153), obwohl Tirpitz im gleichen Zusammenhang eine offensive Verwendung „gegen schwächere Seemächte“ in Aussicht stellt (vgl. bei Berghahn, 1988 S. 153). An anderer Stelle bezeichnet er wieder die „Aufstellung offensiver Perspektiven [...] für unverantwortlich [...]“ (Denkschrift Tirpitz‘ vom 13. November 1905, bei Behnen, 1977, S. 334).

[26] Tirpitz, 1920, S. 106.

[27] So schrieb Tirpitz in diesem Sinn bereits im Juli 1897 in einer Denkschrift über „Allgemeine Gesichtspunkte bei der Feststellung unserer Flotte nach Schiffsklassen und Schiffstypen“: „Für Deutschland ist zur Zeit der gefährlichste Gegner zur See England. Es ist auch der Gegner, gegen den wir am dringendsten ein gewisses Maß an Flottenmacht als politischer Machtfaktor haben müssen“ (bei Berghahn, 1988, S. 122). Eine Randbemerkung des Staatssekretärs Tirpitz vom November 1899 zu den strategischen Vorstellungen des Kapitäns z.S. von Maltzahn und des Vizeadmirals a.D. Valois beinhaltete die Forderung, die gesamte Kraft auf die Schaffung der Schlachtflotte gegen England zu konzentrieren. Sie allein könne Deutschland Seegeltung gegenüber England verschaffen (vgl. bei Berghahn, 1988, S. 127).

[28] Vgl. z.B. den Entwurf des Vizeadmirals Capelle der Disposition für den Immediatvortrag des Admirals Tirpitz am 24. Oktober 1910 zur Frage einer Verständigung mit England über die Flottenrüstung (bei Berghahn, 1988, S. 329) sowie Tirpitz‘ „Erinnerungen“, wo Tirpitz nochmals hervorhebt, dass Deutschland seine „weltpolitische Allianzkraft“ verlöre, sollte vom Grundsatz des Risikogedankens abgewichen werden (vgl. Tirpitz, 1920, S. 193).

[29] Vgl. Meyer, 1967, S. 126.

[30] Vgl. Salewski, 1998, S. 122.

[31] Vgl. Salewski, 1998, S. 120.

[32] Vgl. Meyer, 1967, S. 21.

[33] Vgl. Meyer, 1967, S. 6.

[34] Undatierter Entwurf der Denkschrift Tirpitz‘ vom 3. Januar 1896 zum Flottenbauprogramm des Oberkommandos der Marine (bei Berghahn, 1988, S. 197).

[35] Vgl. Meyer, 1967, S. 27 – 40.

[36] Vgl. Meyer, 1967, S. 26.

[37] Vgl. Willicks, 1987, S. 298.

[38] Gegründet am 30. April 1898 (vgl. Willicks, 1987, S. 295).

[39] Vgl. Denkschrift Tirpitz‘ vom 13. November 1905 (bei Behnen, 1977, S. 332).

[40] Vgl. Willicks, 1987, S. 296.

[41] Vgl. Willicks, 1987, S. 296. Den Gründungsaufruf der „Freien Vereinigung für Flottenvorträge“ findet man bei Marienfeld, 1956, S. 108.

[42] Vgl. Willicks, 1987, S. 296.

[43] Zu dieser Thematik, die hier nicht ausführlicher erörtert werden kann, vgl. Willicks, 1987, S. 296 – 298, Meyer, 1967, S. 72 – 78, sowie besonders Marienfeld, 1956, S. 13 – 71.

[44] Vgl. Willicks, 1987, S. 297, und Meyer, 1967, S. 111. Die Diagnose von Baldur Kaulisch, der einen verschärften ökonomischen Konkurrenzkampf zwischen dem deutschen und dem englischen Imperialismus festgestellt hat (vgl. Kaulisch, 1982, S. 103 f.), darf wohl als falsch beurteilt werden.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte)
Veranstaltung
Das Zeitalter des Imperialismus
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V14647
ISBN (eBook)
9783638199896
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flottenrüstung, Weltkrieg, Zeitalter, Imperialismus
Arbeit zitieren
Michael Mößlein (Autor), 2003, Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14647

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