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Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg

Title: Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 1

Autor:in: Michael Mößlein (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Die vorliegende Seminararbeit behandelt die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg. Ausgangsbasis der Betrachtungen ist der so genannte Tirpitz-Plan, der der Flot-tenpolitik als Kernstück der wilhelminischen Weltpolitik organisatorische Grundlage und rechtlicher Rahmen dient. Ziel der Arbeit ist es, die Verflechtungen zwischen dem Bau mächtiger Schlachtflotten in Deutschland und Großbritannien und dem Übergang zum Im-perialismus als wirtschaftlicher und politischer Expansion des Deutschen Kaiserreichs aufzuzeigen. Die imperialistische Politik findet dabei nur soweit inhaltlichen Eingang in die Arbeit, als sie konkret zur Erläuterung des Geschilderten notwendig erscheint.
Der Aufbau wurde so strukturiert, dass in insgesamt vier Abschnitten zunächst knapp von den Anfängen der Flotte im Deutschen Reich nach 1871 berichtet wird, um den Hintergrund für das deutsche Flottenbauprogramm unter Tirpitz zu schaffen, das im zweiten Abschnitt eine umfassende Darstellung findet. Abschnitt III schildert die parallel zur deutschen Flottenrüstung ablaufende britische Flottenrüstung, um im letzten Abschnitt schließlich die Differenzen zwischen beiden Ländern in der Flottenpolitik zu skizzieren.
Soweit möglich, und in den Kapiteln, in denen es der Übersicht wegen sinnvoll erscheint, sind die Ausführungen chronologisch gegliedert. Andere Aspekte werden dagegen problemorientiert besprochen, wobei es auch zu Überschneidungen beider Herangehensweisen kommt. Zentrales Bemühen des Verfassers ist es darüber hinaus, die Konfrontationspunkte deutsch-britischer Flottenrüstung bzw. –politik, um die es dem gestellten Thema gemäß in erster Linie geht, während des Verlaufs der Arbeit auf mehreren Ebenen darzustellen. Dabei wechselt der Blickwinkel zwischen der deutschen und der britischen Position, wobei der Schwerpunkt jedoch auf der deutschen Sicht liegt.
Grundlegende Quellenzitate sind Schriften Tirpitz‘, Johannes Hohlfelds „Deutsche Reichsgeschichte in Dokumenten“, Volker Berghahns Dokumentensammlung „Rüstung im Zeichen der wilhelminischen Weltpolitik“ sowie Michael Behnens „Quellen zur deutschen Außenpolitik im Zeitalter des Imperialismus 1890 – 1911“ entnommen. Bei der Sekundärliteratur stützt sich der Verfasser hauptsächlich auf Publikationen Michael Epkenhans, Hans Georg Steltzers, Michael Salewskis, Jürg Meyers, Baldur Kaulischs, Robert K. Massies und Paul M. Kennedys.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die Anfänge der Flotte im Deutschen Reich nach 1871

II. Der Ausbau der Flotte unter Alfred von Tirpitz: Der Tirpitz-Plan

1. Grundlagen und Zielsetzungen des Tirpitz-Plans

a) Der Amtsantritt Tirpitz‘ im Marineministerium

b) Offensivflotte mit „Bündniswert“

c) Der „Risikogedanke“ gegenüber England

2. Die Flottenpropaganda

3. Die erste Phase der Flottenaufrüstung

4. „Dreadnouhtsprung“ und Flottenhochrüstung

5. Das Scheitern des Tirpitz-Plans

III. Die Flottenrüstung in Großbritannien

1. Grundsätze britischer Seemacht-Politik

2. Die Grundzüge der britischen Flottenrüstung ab 1904

a) Die Entwicklung unter Lord Fisher

b) „Dreadnouthsprung“ – Vorsprung oder Nachteil?

IV. Deutsch-britische Differenzen in der Flottenfrage

1. Die Entwicklung der deutsch-britischen maritimen Beziehungen

a) Die politischen Rahmenbedingungen

b) Die Flottenverhandlungen

2. Zentrale Konfliktpunkte und Konfrontationsebenen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg. Ziel ist es, die Verflechtungen zwischen dem Bau mächtiger Schlachtflotten und dem Übergang zum Imperialismus aufzuzeigen sowie die daraus resultierenden Konfrontationen zwischen beiden Nationen zu untersuchen.

  • Der Tirpitz-Plan als organisatorische Grundlage der Flottenpolitik.
  • Die gezielte Flottenpropaganda und deren innenpolitische Auswirkungen.
  • Der Einfluss der britischen Reaktion und der „Dreadnought“-Technologie auf das Wettrüsten.
  • Politische Differenzen und die Auswirkungen der gescheiterten Flottenverhandlungen.

Auszug aus dem Buch

c) Der „Risikogedanke“ gegenüber England

Besondere konzeptionelle Bedeutung für Tirpitz‘ Flotten-Plan kam dem so genannten „Risikogedanke“ zu, dessen Grundgedanke mit dem bisher Gesagten in enger Verbindung steht. Öffentlichen Ausdruck fand diese Begründung mit ihrer anti-englischen Stoßrichtung erstmals im Zusammenhang mit der Begründung des zweiten Flottengesetzes im Juni 1900.

Nach Tirpitz‘ beinhaltete der „Risikogedanke“ die Vorstellung, dass die deutsche Flotte in einer Größe gehalten werden müsse, die es „auch der größten Seemacht [England; d. Verf.] den Angriff auf uns als ein gewagtes Unternehmen erscheinen [...] lassen.“

Die im „Risikogedanken“ implizierte Vorstellung politischer Abschreckung gegenüber den Feinden des Reichs, d.h. insbesondere gegenüber England, machte es Tirpitz leicht, der deutschen Öffentlichkeit den Ausbau der Hochseeflotte in der von ihm angestrebten Form als eine Art „Friedensgarantie“ darzustellen. Die Zeit bis zum Erreichen der angestrebten „Risikostärke“ betrachtete Tirpitz als „Gefahrenzone“ für Deutschland. Erst danach würde die potenzielle maritime Bedrohung, die von der deutschen Flotte ausgeht, stark genug wirken, dass England dem Deutschen Reich als gleichberechtigten Partner, ja als „Wunschpartner“ begegnen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der deutsch-britischen Flottenrüstung ein und umreißt die Struktur der Untersuchung sowie die methodische Vorgehensweise.

I. Die Anfänge der Flotte im Deutschen Reich nach 1871: Dieses Kapitel skizziert die geringe maritime Bedeutung im frühen Kaiserreich und den Wandel hin zu einer stärkeren Flottenorientierung.

II. Der Ausbau der Flotte unter Alfred von Tirpitz: Der Tirpitz-Plan: Das Kapitel behandelt detailliert die Grundlagen des Tirpitz-Plans, die Rolle der Propaganda, die Etappen der Aufrüstung und schließlich das Scheitern des ambitionierten Projekts.

III. Die Flottenrüstung in Großbritannien: Hier werden die britischen Grundsätze der Seemacht sowie die Reaktion unter Lord Fisher auf die deutsche Aufrüstung dargestellt.

IV. Deutsch-britische Differenzen in der Flottenfrage: Das letzte Kapitel analysiert die politische Entwicklung der maritimen Beziehungen, die gescheiterten Verhandlungsversuche und die zentralen Konfrontationspunkte.

Schlüsselwörter

Flottenrüstung, Tirpitz-Plan, Kaiserreich, Großbritannien, Schlachtflotte, Flottenpropaganda, Dreadnought, Imperialismus, Risikogedanke, Seekrieg, Hochseeflotte, Flottengesetz, Wettrüsten, Flottenpolitik, deutsch-britische Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die deutsch-britische Flottenrüstung in der Ära des Imperialismus vor dem 1. Weltkrieg und deren Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der deutsche Flottenbau unter Tirpitz, die britische Reaktion darauf, die Rolle der öffentlichen Meinung durch Propaganda und die gescheiterten diplomatischen Annäherungsversuche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Verflechtungen zwischen dem deutschen Flottenprogramm und den imperialen Machtansprüchen sowie die daraus resultierende Konfrontation mit der britischen Seemacht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Analyse von Primärquellen wie Denkschriften und Dokumentensammlungen sowie auf eine breite Auswertung der Sekundärliteratur zur Marinegeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die deutsche Flottenplanung und deren Propaganda, die britische Gegenstrategie sowie die Analyse der bilateralen Konfliktpunkte und maritimen Diplomatie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind hierbei der „Tirpitz-Plan“, der „Risikogedanke“, das „Wettrüsten“ sowie der „Dreadnought-Sprung“.

Was genau war der „Risikogedanke“ bei Tirpitz?

Es war die strategische Überlegung, eine Flotte aufzubauen, die so stark ist, dass selbst ein Sieg der britischen Flotte diese so empfindlich schwächen würde, dass sie ihre weltpolitische Vormachtstellung verlieren könnte.

Warum scheiterten die Flottenverhandlungen zwischen Deutschland und Großbritannien?

Sie scheiterten primär an inkompatiblen Zielen: Deutschland verlangte Neutralitätszusagen für einen Landkrieg, während Großbritannien den Erhalt seiner maritimen Suprematie als Existenzgrundlage sah.

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Details

Title
Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte)
Course
Das Zeitalter des Imperialismus
Grade
1
Author
Michael Mößlein (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V14647
ISBN (eBook)
9783638199896
Language
German
Tags
Flottenrüstung Weltkrieg Zeitalter Imperialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Mößlein (Author), 2003, Die deutsch-britische Flottenrüstung vor dem 1. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14647
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