Gesundheitserziehung/förderung - Das 4CID-Modell


Studienarbeit, 2010

16 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das 4 CID-Modell in der Praxis
2.1 Die Analyse der Kompetenz. Hierarchisierung der Fertigkeiten
2.2 Sequenzialisierte Aufgabenklassen
2.3 Lernaufgaben in ihrer praktischen Anwendung
2.4 Beispiele für unterstützende Informationen als Hilfestellung
2.5 Beispiele für just-in-time-Informationen

3. Theoretische Überlegungen zum 4CID-Modell
3.1 Lerntheoretische Überlegungen
3.2 Situiertes Lernen im Zusammenhang mit dem 4CID Modell
3.3 Didaktische Szenarien als Integrationshilfe für das 4CID Modell
3.4 Unterstützende Medien

4.0 Zusammenfassung und Fazit

1 Einleitung

Gesundheitserziehung/förderung als wissenschaftliche Disziplin „umfasst Maßnahmen und Aktivitäten, mit denen die Stärkung der Gesundheitsressourcen und-potentiale der Menschen erreicht werden sollen. Gesundheitsförderung ist als Prozess zu verstehen, der darauf abzielt, alle Bürger zu verantwortungsbewussten Entscheidungen hinsichtlich ihrer Gesundheit zu befähigen“ (Seite „Gesundheitsförderung“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Dezember 2008) Innerhalb der von der WHO verabschiedeten Ottawa-Charta werden Handlungsfelder-und strategien benannt. Der Setting-Ansatz betont dabei den Menschen als soziales Wesen innerhalb seines Lebensbereiches. Die Gesundheitsförderung in Schulen als einem Lebensbereich eignet sich besonders, da bereits im Kindesalter und über einen langjährigen Zeitraum Wissen und Kompetenzen vermittelt werden können. Hierfür sind Strategien vonnöten, die komplexes, kompetenzbasiertes Lernen zu fördern vermögen(Bastians et al, 2006, Instructional Design und Medien, S 91) Eine kognitive Überlastung muss vermieden werden. In diesem Zusammenhang ist es erforderlich, Instruktionsmodelle zu nutzen. Authentische Lernkontexte können so aufgenommen und in ihrer Komplexität reduziert werden. Diesen beiden Aspekten werde ich mich nachfolgend widmen. Das Four-Component- Instruction-Design Modell beabsichtigt eine positive Auswirkung auf die Lernleistung.

Im Folgenden werde ich das Modell anhand des vorliegenden Themas erläutern und exemplarisch anwenden: Ein Projekt „Gesunde Ernährung“ soll für den Unterricht an Schulen konzipiert und durchgeführt werden.

Es folgt eine theoretische Einordnung. Anschließend diskutiere ich Möglichkeiten für den Einsatz von Medien sowie geeignete didaktische Szenarien. Ich schließe meine Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Fazit.

2. Das 4CID- Modell in der Praxis

Das 4CID Modell widmet sich vorwiegend der Vermittlung von Handlungswissen, welches durch theoretische Kenntnisse ermöglicht wird. Ein Blueprint von Merrienboer und Kirschner (Abbildung 1) verdeutlicht die Gestaltung von komplexen Lernsituationen des 4CID Modells, in welchem vier Komponenten vorliegen:

Van Merrienboer, J. J. G., Clark, R. E., de Croock, M. B. M. (2002). Blueprints for complex learning: The 4C/ID-Model. Educational Technology Research and Development, 50(2), 39-64.

Abb.1: Blueprints for complex learning

Authentische Lernaufgaben, sogenannte learning tasks vermitteln realitätsnahes Wissen. Ziel ist der Erwerb kognitiver, komplexer Fähigkeiten. Hierfür erforderliche Kenntnisse werden entweder zu Beginn als auch parallel in Form von unterstützenden Informationen, sogenannte supportive information oder als just-in-time-Information (procedural information) gegeben. Für die Bearbeitung nicht wiederkehrender Fähigkeiten werden dabei unterstützende Informationen zu Beginn als auch parallel zur Verfügung gestellt; wiederkehrende Fähigkeiten werden durch während der Bearbeitung zur Verfügung gestellte Informationen unterstützt. Part-task practice bezeichnet die Möglichkeit, wiederkehrende Fähigkeiten, die automatisiert und routiniert abrufbar sein müssen, in Form von Übungen vorzunehmen. Ihrer Routine-und Marginalitätsfunktion wegen gehe ich in dieser Arbeit dem nicht weiter nach.

Die 4 Komponenten zerlegen van Merriboer und Kirschner in zehn Einzelschritte. Einige der grundlegenden Schritte werde ich nun anhand des vorgegebenen Themas erläutern.

2.1 Die Analyse der Kompetenz. Hierarchisierung der Fertigkeiten

Zur Steigerung des Lernerfolges und der tatsächlichen praktischen Umsetzbarkeit wegen werden stets authentische Lernsituationen ange-strebt, obwohl aufgrund einer Studie die Höherwertigkeit einer authentischen Lernumgebung grundsätzlich noch diskutiert wird (Gulikers et al. 2005, The Surplus Value of an Authentic Learning Environment. Computers in Human Behavior, 21(3), S.519). Aufgrund dessen besteht die Gefahr, dass der Lernende mit der Komplexität überfordert wird (Van Merriënboer et al 2003, Taking the load of a learners' mind: Educational Psychologist, 38(1), S.3) So befasst sich auch die cognitive load theory mit der begrenzten Kapazität des menschlichen gedächtnisspezifischen Lernvermögens (Merriënboer et al, 2007,Ten steps to complex learning, S.22). Eine kognitive Überlastung gilt es zu vermeiden. Eine Reduktion dieser Komplexität ist daher unerlässlich und beginnt mit der Analyse der Kompetenz: die zum Abschluss der Bildungsvermittlung und zur Erreichung des Lernziels benötigten Kompetenzen werden in sogenannte Teilfertigkeiten zerlegt. Innerhalb dieser Fertigkeitenhierarchie bestehen konditionale Zusammenhänge in vertikaler Form. Temporäre Relationen hingegen finden sich in der waagerechten Ebene.

In einem weiteren Schritt werden Leistungsziele für die einzelnen Kompetenzen formuliert, woraus die entsprechenden Lernaufgaben resultieren. Um den gewünschten Lernerfolg zu erzielen, ist eine gleichzeitige und ganzheitliche Einübung der innerhalb der jeweiligen Kompetenzen erforderlichen Fertigkeiten vonnöten.

Somit stellen sich auch die aus den jeweiligen Leistungszielen resultierenden Lernaufgaben als ganzheitlich dar.

Die Abbildung im Anhang verdeutlicht die Zusammenhänge einer Fertigkeitenhierarchie am vorgegebenen Beispiel des Bildungswissenschaftlers im Bereich der Gesundheitserziehung/förderung, hier exemplarisch für das Ernährungsschulungsprojekt:

Von links nach rechts gelesen findet sich die ganzheitliche, in Einzelbausteine zerlegte Fertigkeit. Innerhalb der vertikalen Ebene bauen die Teilfertigkeiten aufeinander auf und müssen in ihrer Hierarchie beachtet werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Gesundheitserziehung/förderung - Das 4CID-Modell
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V146528
ISBN (eBook)
9783640574803
Dateigröße
577 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
4CID, FernUni Hagen, Pädagogik, Gesundheitserziehung
Arbeit zitieren
Kerstin Funk (Autor), 2010, Gesundheitserziehung/förderung - Das 4CID-Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146528

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