Lo que más me interesaba era algo que la guionista me decía: Vamos
a hacer una historia donde bajamos de casa, a mano derecha está la
historia.
Pedro Pérez-Rosado (Regisseur von „Agua con sal“)1
Diese Worte verdeutlichen den engen Zusammenhang zwischen der
Realität und der Handlung des Films „Agua con sal“. Der Film bietet
einen Einblick in die gesellschaftliche Wirklichkeit Spaniens, was im
Spanischunterricht zum Zweck einer interkulturellen Lernsituation
genutzt werden kann.
Häufig werden Videos im Fremdsprachenunterricht kurz vor den Ferien
oder zum Vergleich mit einer literarischen Vorlage eingesetzt. Darüber
hinaus können sich durch den Einsatz von Videofilmen allerdings
zahlreiche weitere Lernmöglichkeiten ergeben, beispielsweise im
Zusammenhang mit interkulturellem Lernen, wie oben bereits erwähnt.
Im Vordergrund sollte dabei das aktive Sehverhalten der Schüler
stehen, welches durch gezielte Aufgaben bewirkt werden kann.
Die DVD-Technik hat zu einer einfacheren Handhabung von Filmen
geführt und Filme auf Videokassetten mittlerweile größtenteils abgelöst.
In der vorliegenden Arbeit soll die Bezeichnung Film synonym für Video
verwendet und so unabhängig von technischen Verfahren betrachtet
werden.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Nutzen von Filmen im Spanischunterricht,
besonders im Hinblick auf interkulturelles Lernen, deutlich zu machen
und Methoden aufzuzeigen, durch die dies in der Praxis realisiert
werden kann.
Im ersten Teil der Arbeit sollen die Besonderheiten dieses Mediums, die
Gründe, welche für einen Einsatz von Filmen im Spanischunterricht
sprechen, sowie die Ziele, die dadurch erreicht werden können,
dargestellt werden. Anschließend soll interkulturelles Lernen mit dem
Lernziel der interkulturellen Kompetenz, insbesondere im
Zusammenhang mit Filmen, erläutert werden. Nach allgemeinen
Überlegungen zur didaktischen Umsetzung soll im zweiten Teil der
Arbeit ein Modell zu dem Film „Agua con sal“ Beispiele für die
Auseinandersetzung mit einem ausgewählten Film und den darin
enthaltenen Themen geben. Abschließend wird dargelegt, welche
Möglichkeiten der Film „Agua con sal“ bietet, interkulturelles Lernen
initiieren zu können. Die Beschäftigung mit dem Film „Agua con sal“ soll
dabei den Schwerpunkt der Arbeit bilden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DAS MEDIUM FILM
3 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ VON SPIELFILMEN IM SPANISCHUNTERRICHT
4 LERNZIELE DER ARBEIT MIT SPIELFILMEN
5 INTERKULTURELLES LERNEN MIT FILM
5.1 Interkulturelles Lernen
5.2 Entstehung interkultureller Lernsituationen durch Filme
6 METHODEN DES EINSATZES VON FILMEN IM SPANISCHUNTERRICHT
6.1 Allgemeine methodische Hinweise zum Einsatz von Filmen
6.2 Aufgaben vor dem Sehen
6.3 Aufgaben während des Sehens
6.4 Aufgaben nach dem Sehen
7 DER FILM „AGUA CON SAL“
7.1 Allgemeine Informationen zum Film
7.2 Inhalt des Films
7.3 Eignung des Films für den Unterricht
7.4 Themenbereiche des Films
7.4.1 Immigration in Spanien
7.4.2 Die kubanische Santería
7.4.3 Frauenschicksale
7.5 Der Einsatz von „Agua con sal“ im Spanischunterricht
7.5.1 Aufgaben vor dem Sehen von „Agua con sal“
7.5.2 Aufgaben während des Sehens von „Agua con sal“
7.5.3 Aufgaben nach dem Sehen von „Agua con sal“
7.6 Interkulturelles Lernen mit „Agua con sal“
8 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von Spielfilmen im Spanischunterricht, mit einem besonderen Fokus auf die Förderung interkultureller Kompetenz. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie Filme als authentisches Medium zur Simulation interkultureller Lernsituationen eingesetzt werden können und welche didaktischen Methoden den Erwerb interkulturellen Verstehens im Unterricht am effektivsten unterstützen.
- Didaktische Potenziale des Mediums Film im Fremdsprachenunterricht
- Entwicklung und Anwendung interkultureller Kompetenz durch audiovisuelle Medien
- Methodik der Filmphasen: Vor dem Sehen, Während des Sehens und Nach dem Sehen
- Analyse des Spielfilms „Agua con sal“ als konkretes Unterrichtsmodell
- Thematische Schwerpunkte: Immigration, kubanische Santería und soziale Geschlechterrollen
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Lo que más me interesaba era algo que la guionista me decía: Vamos a hacer una historia donde bajamos de casa, a mano derecha está la historia.
Pedro Pérez-Rosado (Regisseur von „Agua con sal“)
Diese Worte verdeutlichen den engen Zusammenhang zwischen der Realität und der Handlung des Films „Agua con sal“. Der Film bietet einen Einblick in die gesellschaftliche Wirklichkeit Spaniens, was im Spanischunterricht zum Zweck einer interkulturellen Lernsituation genutzt werden kann.
Häufig werden Videos im Fremdsprachenunterricht kurz vor den Ferien oder zum Vergleich mit einer literarischen Vorlage eingesetzt. Darüber hinaus können sich durch den Einsatz von Videofilmen allerdings zahlreiche weitere Lernmöglichkeiten ergeben, beispielsweise im Zusammenhang mit interkulturellem Lernen, wie oben bereits erwähnt. Im Vordergrund sollte dabei das aktive Sehverhalten der Schüler stehen, welches durch gezielte Aufgaben bewirkt werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung begründet das Interesse an der Arbeit mit Spielfilmen im Spanischunterricht und formuliert das Ziel, Methoden zur Förderung interkulturellen Lernens anhand des Films „Agua con sal“ aufzuzeigen.
2 DAS MEDIUM FILM: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des Films als Informations- und Kommunikationsträger und hebt die Bedeutung filmsprachlicher Mittel wie Kameraeinstellungen und Akustik für die didaktische Nutzung hervor.
3 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ VON SPIELFILMEN IM SPANISCHUNTERRICHT: Hier werden die Argumente für den Filmeinsatz dargelegt, insbesondere der schülerorientierte Charakter des Mediums und die Möglichkeiten zur Förderung der Medienerziehung sowie des Sprachverstehens.
4 LERNZIELE DER ARBEIT MIT SPIELFILMEN: Das Kapitel definiert Lernziele, wobei neben der Schulung des Hörsehverstehens und der Erweiterung des Wortschatzes besonders die Medienkompetenz und das kommunikative Handeln im Vordergrund stehen.
5 INTERKULTURELLES LERNEN MIT FILM: Hier wird das Konzept der interkulturellen Kompetenz theoretisch fundiert und die Rolle des Films als authentisches Kulturprodukt für den Perspektivenwechsel beleuchtet.
6 METHODEN DES EINSATZES VON FILMEN IM SPANISCHUNTERRICHT: Es werden konkrete methodische Vorgehensweisen für die drei Phasen (vor, während und nach dem Sehen) vorgestellt, um ein aktives Sehverhalten sicherzustellen.
7 DER FILM „AGUA CON SAL“: Dieses Hauptkapitel wendet die zuvor entwickelten Theorien auf den Film „Agua con sal“ an, analysiert dessen inhaltliche Eignung und thematisiert Immigration, Santería und Frauenschicksale.
8 ZUSAMMENFASSUNG: Das abschließende Kapitel resümiert die theoretischen Überlegungen und die praktische Anwendbarkeit der vorgestellten Methoden zur Förderung des interkulturellen Lernens.
Schlüsselwörter
Spanischunterricht, Spielfilm, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Kompetenz, Sehverstehen, Hörsehverstehen, Didaktik, Medienkompetenz, Immigration, Santería, Geschlechterrollen, Perspektivenwechsel, Filmanalyse, Agua con sal, Fremdsprachenunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den didaktischen Möglichkeiten, Filme gezielt im Spanischunterricht einzusetzen, um neben sprachlichen Fertigkeiten vor allem interkulturelle Lernprozesse anzustoßen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Film-Didaktik, die Vermittlung interkultureller Kompetenz und die inhaltliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Immigration und Religion.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, den Nutzen von Filmen für die interkulturelle Bildung deutlich zu machen und praxisnahe Methoden aufzuzeigen, wie Schüler durch gezielte Aufgabenstellungen zu einem aktiven und reflektierten Umgang mit dem Medium geführt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung des Medieneinsatzes sowie der Entwicklung eines konkreten Unterrichtsmodells auf Basis des Films „Agua con sal“ basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung zum Einsatz von Filmen, eine Darstellung interkultureller Lernziele und eine umfangreiche methodische Anleitung zur didaktischen Bearbeitung des Films „Agua con sal“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben Begriffen wie Spanischunterricht, Filmanalyse und interkulturelle Kompetenz sind insbesondere das Sehverstehen und der Perspektivenwechsel zentrale Aspekte dieser Arbeit.
Warum wird der Film „Agua con sal“ in dieser Arbeit als Modellbeispiel verwendet?
Der Film eignet sich besonders gut, da er komplexe gesellschaftliche Themen wie Immigration, die afrokubanische Religion Santería und die soziale Stellung der Frau authentisch darstellt und somit vielfältige Anlässe zum interkulturellen Vergleich bietet.
Welche Rolle spielt die Santería in dem vorgestellten didaktischen Konzept?
Die Santería dient als kulturspezifisches Beispiel, anhand dessen Schüler ihre eigene kulturelle Perspektive mit fremden Riten vergleichen und dadurch ein tieferes Verständnis für religiöse Phänomene und deren Funktion entwickeln können.
- Arbeit zitieren
- Jana Crämer (Autor:in), 2008, Video im Spanischunterricht - Interkulturelles Lernen mit dem Film "Agua con sal", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146578