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Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht

Title: Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 20 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Steffen Blatt (Author)

Didactics - Earth Science
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Interkulturelles Lernen ist ein Thema, das in unserer heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt. Dies ist vor dem Hintergrund globaler Migrationsbewegungen, dem offenen europäischen Arbeitsmarkt und den Prozessen der Globalisierung so zu sehen. Deshalb müssen unsere Schülerinnen und Schüler auf diese trankulturelle Gesellschaft vorbereitet werden.
In diesem Sinne versucht diese Arbeit die Geschichte des interkulturellen Lernens in Deutschland im Allgemeinen und im Geographieunterricht im Speziellen zu reflektieren. Dabei wird auf verschiedene Konzepte des interkulturellen Lernens eingegangen und damit verbundene Theorien erklärt. Anschließend wird versucht die heutige Situation des interkulturellen Lernens in der Praxis des Geographieunterrichts widerzuspiegeln. Dafür wurden Lehrpläne wie auch Schulbücher analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine Begriffsbestimmung „Interkulturelles Lernen“

3. Die Entwicklung hin zum interkulturellen Lernen

4. Die Entwicklung des interkulturellen Lernens im Geographieunterricht

5. Interkulturelles Lernen heute - Ein Auszug aus der Praxis

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung des interkulturellen Lernens in Deutschland im Allgemeinen und dessen spezifische Implementierung sowie aktuelle Relevanz im Geographieunterricht zu analysieren und kritisch zu reflektieren.

  • Historische Entwicklung interkultureller Erziehungsansätze in Deutschland.
  • Wandel der Darstellung fremder Kulturen im Geographieunterricht über verschiedene Epochen.
  • Bedeutung von Konzepten wie Multikulturalität und Transkulturalität für den Bildungskontext.
  • Analyse aktueller Kernlehrpläne und Schulbücher hinsichtlich der Umsetzung interkultureller Kompetenz.
  • Diskussion aktueller Herausforderungen wie des Neo-Assimilationismus und des Bedarfs an einer nachhaltigen, weltoffenen Bildung.

Auszug aus dem Buch

4. Die Entwicklung des interkulturellen Lernens im Geographieunterricht

Parallel zur allgemeinen Entwicklung des interkulturellen Lernens in der Pädagogik, gab es auch eine Entwicklung innerhalb der Geographie. Der Geographieunterricht hat sich schon immer mit "Kultur" und "Raum" beschäftigt, allerdings haben sich die didaktischen Begründungen und die Art und Weise der Vermittlung im Laufe der Zeit stark verändert.

Der Geographieunterricht fing im 19. Jahrhundert mit der klassischen Länderkunde an, bei der die verschiedenen Völker identifiziert wurden. Es wurde angenommen, dass die Entwicklung der verschiedenen Kulturen mit den jeweiligen Klimaten zusammen hing. Das Klima und die naturgegebenen Vorraussetzungen eines Raumes bestimmten wie sich die Menschen dort entwickelten. Idealerweise sollten "Land", "Volk" und "Staat" eine Einheit bilden und demnach hatte ein Staat eine homogene Bevölkerung (Schultz 1999: 35). Dies traf damals sicherlich auch noch mehr zu, als es dies heute tut und hatte damit eine gewisse Berechtigung. Besonders eindeutig war hier auch noch der Fokus auf das Feststellen von Differenzen zu den anderen Völkern. Gemeinsamkeiten wurden vernachlässigt, aber Differenzen genau untersucht (Wardenga 2006: 31). Auf diese Weise wurde ein Bild der Völker auf der Erde skizziert, in dem alle Kulturen friedlich miteinander leben, aber jeweils in dem eigenen Land durch die Natur vorgegeben und ohne Interaktionen mit den anderen Völkern (ebenda: 35).

Vor dem Ersten Weltkrieg und dann weitergeführt im Nationalsozialismus kam der Geopossibilismus in Mode und wurde in den Schulen gelehrt. In diesem Konzept spielte die Natur immer noch eine wichtige Rolle, aber sie war nicht mehr allein dafür verantwortlich wie sich eine Kultur oder ein Volk entwickelte. Stattdessen hielt die Natur Potenziale bereit, die von den dort lebenden Menschen je nach ihren Fähigkeiten bzw. ihrer "Kulturhöhe" umgesetzt werden konnten. Waren bestimmte Völker bzw. Staaten weiter entwickelt als andere, spiegelte dies die Überlegenheit der Rasse wieder. Auf diese Weise sollten Nationalstolz und Vaterlandsliebe geschürt werden und die Begründung des aggressiven Machtstaats geliefert werden (Budke 2008: 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesellschaftliche Notwendigkeit des interkulturellen Lernens im Kontext von Globalisierung und Migration ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit.

2. Eine Begriffsbestimmung „Interkulturelles Lernen“: Dieses Kapitel definiert interkulturelles Lernen als dynamischen Prozess der Interaktion und Abgrenzung zu anderen Bildungskonzepten.

3. Die Entwicklung hin zum interkulturellen Lernen: Hier wird der historische Wandel von der „Ausländerpädagogik“ hin zu modernen Ansätzen der interkulturellen Bildung in Deutschland nachgezeichnet.

4. Die Entwicklung des interkulturellen Lernens im Geographieunterricht: Dieses Kapitel analysiert, wie sich das Fach Geographie im Laufe der Zeit von einer klassischen Länderkunde zu einem Instrument für interkulturelles Verständnis gewandelt hat.

5. Interkulturelles Lernen heute - Ein Auszug aus der Praxis: Hier wird anhand von Lehrplänen und Schulbüchern untersucht, wie die theoretischen Anforderungen an interkulturelle Bildung heute in den Schulalltag integriert werden.

6. Schlussfolgerungen: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert zukünftige Herausforderungen, wie etwa die Gefahr des Neo-Assimilationismus.

Schlüsselwörter

Interkulturelles Lernen, Geographieunterricht, Globalisierung, Migration, Multikulturalität, Transkulturalität, Lehrplan, Schulbücher, interkulturelle Kompetenz, Neo-Assimilationismus, Länderkunde, Weltzivilisation, Identität, Diskriminierung, Integrationsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und der historischen Entwicklung des interkulturellen Lernens innerhalb des deutschen Geographieunterrichts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Migrationspädagogik, die Wandlung geographischer Unterrichtskonzepte, die Analyse von aktuellen Lehrplänen sowie der Einfluss von Globalisierung auf die kulturelle Identitätsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Wandel der Darstellung anderer Kulturen in der Geographie zu beleuchten und zu prüfen, inwieweit moderne Lehrwerke den Anspruch an interkulturelles Lernen einlösen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Literaturanalyse sowie eine vergleichende Untersuchung aktueller Lehrpläne und ausgewählter Geographie-Schulbücher.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die historische Genese der interkulturellen Erziehung in Deutschland, die Entwicklung des Geographieunterrichts vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie eine praktische Evaluation aktueller Unterrichtsmaterialien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Interkulturelles Lernen, Geographiedidaktik, Multikulturalität und Bildungsreform beschreiben.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Rolle der Schulbücher für das interkulturelle Lernen?

Der Autor stellt fest, dass das Thema in vielen Büchern ernst genommen wird und einen festen Platz einnimmt, wobei er dennoch auf Verbesserungspotenziale bei der Darstellung von Diversität hinweist.

Welche Gefahr sieht der Autor in Bezug auf den sogenannten Neo-Assimilationismus?

Der Autor warnt davor, dass ein Erstarken des Neo-Assimilationismus zu einer Rückkehr von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus führen könnte, was die Bemühungen um eine offene, interkulturelle Gesellschaft gefährden würde.

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Details

Title
Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht
College
University of Cologne
Grade
2.0
Author
Steffen Blatt (Author)
Publication Year
2010
Pages
20
Catalog Number
V146619
ISBN (eBook)
9783640556304
ISBN (Book)
9783640556434
Language
German
Tags
Interkulturelles Lernen Geographieunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Blatt (Author), 2010, Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146619
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