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Konstruktivismus und Diskurse

Título: Konstruktivismus und Diskurse

Trabajo de Seminario , 2009 , 16 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Stefan Wagner (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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„Europäische Außenpolitik“ oder „Außenpolitik der Europäischen Union“? Diese Frage stellt sich anhand des aktuell gegebenen Untersuchungsrahmen und weißt bereits hier darauf hin, dass es möglicherweise Probleme gibt, wenn man die Europäische Union als einheitlichen außenpolitischen Akteur auffassen möchte oder auch bloß die theoretische Möglichkeit zu schaffen sucht zu einem solchen Ziel zu gelangen. Denn Außenpolitik muss sich in Europa mit einem ganzen Set von Akteuren und Organisationen befassen, welche neben ihren intergouvernementalen und supranationalen Einbindungen in zahlreich geschaffenen Institutionen noch immer auf nationaler Ebene parallel eigene Außenpolitiken betreiben, welche in ihren Ausprägungen nicht unter diejenigen beispielsweise der GASP subsumiert werden können.

(...)

In der Wissenschaft von den Internationalen Beziehungen wurden seit je her und bis heute unterschiedlichste theoretische Ansätze entwickelt und gebraucht, um die aktuellen Entwicklungen fassbar zu machen und möglicherweise Handlungsanweisungen geben zu können. Als es aus neorealistischer Sicht in den Jahren 1989 / 90 zum großen Zusammenbruch des in dieser Theorie als äußerst stabilen bipolaren Systems kam wurden nun neue Überlegungen stärker und der Platz für deren Ansichten war geschaffen. Seither ist der Konstruktivismus eine der führenden Strömungen, welcher, obwohl er nicht beansprucht eine ausgearbeitete Theorie der Internationalen Beziehungen bieten zu können, und er einer Theoriebildung, bei der aus allgemeinen Annahmen Gesetzesaussagen (Hypothesen) abgeleitet werden, eher kritisch gegenübersteht, vor allem aufgrund seiner Offenheit gegenüber Annahmen anderer Theorien sowie der Einbeziehung der lange als „low politics“ verachteten Politikfelder, entscheidende Anstöße zu einem Überdenken der aktuellen Lage geben kann, welche einem zukünftig andersartigen Handeln zu Grunde gelegt werden könnte.

...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konstruktivismus – Grundlegendes und Geschichtliches

3. Konstruktivistische Grundbegriffe

3.1 Ideen

3.2 Identitäten

3.3 Normen

4. Wirkungsweise konstruktivistischer Ansätze

5. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den theoretischen Gehalt und die Anwendungsmöglichkeiten konstruktivistischer Ansätze in den Internationalen Beziehungen, mit besonderem Fokus auf deren Bedeutung für die europäische Außenpolitik und den Prozess der Identitätsbildung politischer Akteure.

  • Konstruktivistische Denkkonzepte und ihre geschichtliche Entwicklung.
  • Zentrale Grundbegriffe: Ideen, Identitäten und Normen.
  • Die Rolle von Kommunikation und dem Konzept des kommunikativen Handelns.
  • Anwendung konstruktivistischer Theorien auf die Strukturen der Europäischen Union.
  • Überwindung staatszentrischer Sichtweisen in der Außenpolitik.

Auszug aus dem Buch

3. Konstruktivistische Grundbegriffe

Wie bereits zuvor erwähnt gibt es für konstruktivistische Ansätze einige wichtige Grundbegriffe, welche die theoretischen Annahmen stützen und deren genauere Erklärung notwendig sein wird.

Im Zentrum sozialkonstruktivistischer Forschung steht die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Ideen. Ideen ermöglichen und rechtfertigen Handlungen, Handlungsspielräume und Strategien und können in eine kognitive (gedankliche) und eine handlungsleitende Dimension unterteilt werden sowie nochmals im Hinblick auf ihre Trägerschaft (individuell oder kollektiv) und ihre Reichweite (allgemein oder speziell). Ideen sind weiterhin insofern zentral, als dass sich Akteure selbst sowie ihre Interessen erst über Ideen konstituieren und Ideen somit zu einem Wissen über die Wirklichkeit werden, welches nicht nur die sogenannten „harten Daten“ einschließt, sondern auch Normen und ästhetische Urteile und Vorstellungen über die Identität eines Akteurs im Verhältnis zu anderen Akteuren. Diese herausragende Rolle von Ideen begünstigt die Tendenz der Re-Idealisierung der Welt durch den Konstruktivismus, indem festgehalten wird, dass sämtliche materielle Kategorien wie Macht und Interesse nicht von Ideen losgelöst werden können. Die Struktur des internationalen Systems macht nicht aus sich heraus deutlich, wer als Freund oder Feind betrachtet wird. Erst durch Vorstellungen und Interpretationen (Ideen) ist eine Entscheidung möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Identitätsbestimmung und Handlungsfähigkeit europäischer Akteure in der internationalen Politik ein und stellt den Kontext für eine konstruktivistische Untersuchung bereit.

2. Konstruktivismus – Grundlegendes und Geschichtliches: Es wird dargelegt, dass der Konstruktivismus keine einheitliche Theorie ist, sondern eine Metatheorie, die soziale Strukturen und Akteure als wechselseitig konstituierend begreift.

3. Konstruktivistische Grundbegriffe: Die zentralen Kategorien des Konstruktivismus – Ideen, Identitäten und Normen – werden detailliert definiert und als Grundlage für die soziale Konstruktion der Wirklichkeit erläutert.

4. Wirkungsweise konstruktivistischer Ansätze: Dieses Kapitel beleuchtet den Stellenwert von Kommunikation und rationalem Diskurs für die Ausgestaltung von Handlungsspielräumen und Normenbildung in anarchischen Systemen.

5. Schlussbetrachtungen: Die Arbeit bilanziert das Potenzial konstruktivistischer Analysen für die Europäische Union und deren Fähigkeit, über traditionelle, staatszentrierte Denkmuster hinauszugehen.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Internationale Beziehungen, Identität, Ideen, Normen, Soziale Konstruktion, Europäische Union, Kommunikatives Handeln, Anarchie, Sozialisation, Diskurs, Außenpolitik, Ideelle Wirklichkeit, Staatszentrismus, Interdependenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Beitrag konstruktivistischer Theorien zur Erklärung internationaler politischer Zusammenhänge, insbesondere wie soziale Strukturen und Identitäten das Handeln von Staaten beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des Konstruktivismus, die Bedeutung von Ideen, Identitäten und Normen sowie die Anwendung dieser Konzepte auf die Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den konstruktivistischen Ansatz als Alternative zum Neorealismus darzustellen und zu zeigen, wie durch soziale Interaktion und Kommunikation neue Handlungsspielräume in der internationalen Politik entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um bestehende konstruktivistische Konzepte (u.a. von Alexander Wendt und Jürgen Habermas) auf ihre Anwendbarkeit in der Außenpolitik zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Konstruktivismus, die detaillierte Definition der Grundbegriffe und die Diskussion der Wirkungsweise dieser Ansätze, insbesondere durch kommunikatives Handeln.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Konstruktivismus, soziale Identität, Normen, Ideen und die Transformation von Außenpolitik charakterisiert.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Ideen und materieller Realität?

Materielle Faktoren werden nicht geleugnet, aber es wird betont, dass sie erst durch ideelle Interpretationen eine Bedeutung für das politische Handeln erhalten und nicht von diesen losgelöst betrachtet werden können.

Welche Rolle spielt die Europäische Kommission laut dem Fazit?

Die Kommission wird als Akteur gesehen, der über Diskursangebote und Normsetzung den Prozess der Identitätsbildung innerhalb der EU maßgeblich beeinflussen und vom staatszentrischen Denken wegführen könnte.

Warum ist das Konzept des „kommunikativen Handelns“ laut Text wichtig?

Es dient dazu, Konflikte durch Argumentation und Verständigung zu lösen, anstatt bloß auf strategischem, interessengeleitetem Handeln zu basieren, was für die internationale Kooperation essenziell ist.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Konstruktivismus und Diskurse
Universidad
University of Leipzig
Calificación
2,3
Autor
Stefan Wagner (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
16
No. de catálogo
V146661
ISBN (Ebook)
9783640576104
ISBN (Libro)
9783640575862
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konstruktivismus Diskurse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Wagner (Autor), 2009, Konstruktivismus und Diskurse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146661
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