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Ein neuer Patriotismus oder doch nur "Partyorismus"?

Die Patriotismusdebatte in Deutschland während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im diskursanalytischen Vergleich von vier Tageszeitungen

Title: Ein neuer Patriotismus oder doch nur "Partyorismus"?

Term Paper , 2006 , 46 Pages , Grade: 2

Autor:in: Lars Lorbeer (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Summary Excerpt Details

1 EINLEITUNG 3
2 LEITBEGRIFFE DER PATRIOTISMUSDEBATTE 5
2.1 Heimatgefühl 7
2.2 Patriotismus 7
2.3 Nationalismus 9
2.4 Nationalsymbole 10
3 METHODISCHES VORGEHEN DER UNTERSUCHUNG 12
3.1 Auswahlkriterien des Materials 13
3.2 Wahl des Untersuchungszeitraums 14
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER VIER TAGESZEITUNGEN IM ZEITRAUM VOM 01.06.06 – 31.07.06 15
4.1 Der Zeitraum vom 01.06.06 – 14.06.06 15
4.2 Der Zeitraum vom 15.06.06 – 30.06.06 22
4.3 Der Zeitraum vom 01.07.06 – 14.07.06 30
4.4 Der Zeitraum vom 15.07.06 – 31.07.06 38
5 FAZIT 39
6 ANHANG 43
7 LITERATURVERZEICHNIS 45

1 Einleitung

Im Sommer 2006 geschah in Deutschland etwas, mit dem wohl nur wenige Menschen zuvor gerechnet hatten. Im Juni und Juli 2006 herrschte überall in Deutschland ausgelassene Stim-mung. Deutschlandfahnen wurden geschwenkt und das Deutschlandlied lautstark mitgesungen. Die Straßen glichen einem Fahnenmeer aus Schwarz-Rot-Gold, und speziell junge Leute bekannten sich zu Deutschland und seinen Nationalsymbolen. Das war das erste Mal in der Nachkriegszeit, dass patriotische Accessoires keine Ladenhüter waren.
Die Massenmedien hatten die Fußballweltmeisterschaft als ein Mega-Event vorbereitet, aber von der gebotenen Gastfreundschaft, Offenheit und Vaterlandsliebe in einem solchen Ausmaß wurden auch sie überrascht. Jeder wollte dabei sein, und so überboten sie sich gegenseitig im Zeigen der Nationalfarben.
Das Motto der Weltmeisterschaft lautete: „Die Welt zu Gast bei Freunden“, und so präsentier-te sich die deutsche Nation auch in aller Welt. Plötzlich war weltweit ein „Neues Deutschland“ zu sehen. Das Land befand sich in einem Rausch, eine Nation voller guter Laune. Deutschland erhielt dafür Anerkennung von überall her, und das nicht nur für die gute Organisation und den perfekten Ablauf. Die deutschen Nationalfarben als Symbol für ein gelungenes Fest, ohne Triumphgeschrei und Schlachtenlärm. Eine vergleichbare Begeisterung rief zuletzt am 9.November 1989 der Mauerfall hervor. Im Unterschied zu damals, als man nur sich bejubelte, feierte man diesmal mit sich und der ganzen Welt. Die gute und positive Stimmung strahlte von der Nationalmannschaft ins Land hinein.
Jürgen Klinsmann, der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, hatte es geschafft, aus ei-nem Haufen stark kritisierter Fußballprofis eine Einheit, eine funktionierende Nationalmann-schaft zu formen. Er hatte sein Ziel erreicht, alle waren hochmotiviert etwas zu bewegen, auf dem Platz und auf den Rängen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 LEITBEGRIFFE DER PATRIOTISMUSDEBATTE

2.1 Heimatgefühl

2.2 Patriotismus

2.3 Nationalismus

2.4 Nationalsymbole

3 METHODISCHES VORGEHEN DER UNTERSUCHUNG

3.1 Auswahlkriterien des Materials

3.2 Wahl des Untersuchungszeitraums

4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER VIER TAGESZEITUNGEN IM ZEITRAUM VOM 01.06.06 – 31.07.06

4.1 Der Zeitraum vom 01.06.06 – 14.06.06

4.2 Der Zeitraum vom 15.06.06 – 30.06.06

4.3 Der Zeitraum vom 01.07.06 – 14.07.06

4.4 Der Zeitraum vom 15.07.06 – 31.07.06

5 FAZIT

6 ANHANG

7 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht diskursanalytisch, ob die im Sommer 2006 während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland beobachtete öffentliche Euphorie und Verwendung nationaler Symbole als Ausdruck eines „neuen Patriotismus“ gewertet werden kann oder ob es sich lediglich um ein kurzlebiges, durch Medien und sportliche Begeisterung initiiertes Phänomen handelt.

  • Analyse der medialen Berichterstattung in vier überregionalen Tageszeitungen.
  • Differenzierung zwischen Patriotismus, Nationalismus und Heimatgefühl.
  • Untersuchung der Rolle von Nationalsymbolen im Kontext sportlicher Großereignisse.
  • Hinterfragung der Nachhaltigkeit des in der Debatte postulierten neuen Nationalgefühls.

Auszug aus dem Buch

3 Methodisches Vorgehen der Untersuchung

Die hier untersuchte Patriotismusdebatte wird anhand einer Diskursanalyse durchgeführt. Im Folgenden möchte ich kurz beschreiben, wie das Verfahren der hier angewandten Diskursanalyse aussieht. Diese Arbeit bezieht sich bei der Durchführung der Analyse grob auf die Vorgehensweise von Siegfried Jäger., die er unter dem Titel „Einen Königsweg gibt es nicht. Bemerkungen zur Durchführung von Diskursanalysen“ beschreibt.

Der Zweck von Diskursanalysen ist es, einen oder mehrere Diskursstränge historisch oder gegenwartsbezogen zu analysieren. Ein Diskursstrang ist ein thematisch einheitlicher Diskursverlauf, der aus einer Vielzahl von Elementen, auch Diskursfragmenten genant, zusammengesetzt wird.

Die Diskursanalyse beginnt mit der Fragestellung und einer genauen Bestimmung des Zentralthemas. Hierbei wird unter anderem genauer auf verschiedene Leitbegriffe des Diskurses eingegangen.

Da Diskursstränge sich auf verschiedenen Diskursebenen, wie zum Beispiel der Politik oder der Medien abspielen, ist die Ebene des zu untersuchenden Diskursstranges zu benennen. In dieser Untersuchung wird sich auf nur eine Diskursebene, das Medium Tageszeitung, konzentriert. Der Grund bei der Auswahl für die vier Tageszeitungen, "Süddeutsche Zeitung", "Bild", "Die Welt" und die "Frankfurter allgemeine Zeitung“ liegt darin, dass es alle überregionale Zeitungen sind, die abgesehen vom Wochenende täglich erscheinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung des Ausgangsereignisses (WM 2006) und der Fragestellung, ob das aufkommende Nationalgefühl einen „neuen Patriotismus“ darstellt.

2 LEITBEGRIFFE DER PATRIOTISMUSDEBATTE: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe wie Heimatgefühl, Patriotismus, Nationalismus und Nationalsymbole.

3 METHODISCHES VORGEHEN DER UNTERSUCHUNG: Erläuterung der angewandten diskursanalytischen Methode und Begründung der Auswahl des Materials sowie des Zeitraums.

4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER VIER TAGESZEITUNGEN IM ZEITRAUM VOM 01.06.06 – 31.07.06: Chronologische Analyse der medialen Berichterstattung in vier Blöcken zur Identifikation der Entwicklung der Patriotismusdebatte.

5 FAZIT: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsthese, dass es sich um ein mediales Produkt handelte.

Schlüsselwörter

Patriotismus, Nationalismus, Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Diskursanalyse, Tageszeitungen, Nationalsymbole, Wir-Gefühl, Medien, Deutschlandfahne, Identität, Partylaune, Heimatgefühl, Sport, Öffentlichkeit, politische Debatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der ausgeprägten öffentlichen Begeisterung in Deutschland während der WM 2006 und hinterfragt, ob dies einen "neuen Patriotismus" darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der Abgrenzung von Patriotismus und Nationalismus, der Bedeutung von Nationalsymbolen und dem Einfluss von Medienereignissen auf das gesellschaftliche Wir-Gefühl.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob das Phänomen des Sommers 2006 ein „neuer Patriotismus“ war oder lediglich eine temporäre, durch sportliche Begeisterung ausgelöste „Partylaune“.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine Diskursanalyse, basierend auf dem methodischen Ansatz von Siegfried Jäger, um die Berichterstattung in vier überregionalen Tageszeitungen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine chronologische, diskursanalytische Untersuchung der Berichterstattung in der „Süddeutschen Zeitung“, „Bild“, „Frankfurter allgemeinen Zeitung“ und „Die Welt“ über einen Zeitraum von acht Wochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Patriotismus, Nationalismus, Medienberichterstattung, WM 2006, Identität und Nationalsymbole geprägt.

Inwiefern beeinflusste die BILD-Zeitung die Debatte?

Die Analyse zeigt, dass die BILD-Zeitung aktiv versuchte, patriotische Gefühle und ein spezifisches Wir-Gefühl durch die Wahl ihrer Schlagzeilen zu konstruieren und zu steuern.

Was ist das zentrale Ergebnis der Arbeit?

Der Autor kommt zum Schluss, dass der „WM-Patriotismus“ ein Produkt der Medien war und der „neue Patriotismus“ wissenschaftlich nicht haltbar ist, da es sich um ein kurzlebiges Event-Phänomen handelte.

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Details

Title
Ein neuer Patriotismus oder doch nur "Partyorismus"?
Subtitle
Die Patriotismusdebatte in Deutschland während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im diskursanalytischen Vergleich von vier Tageszeitungen
College
University of Hamburg  (Fachbereich Sozialökonomie)
Course
Empirisches Praktikum
Grade
2
Author
Lars Lorbeer (Author)
Publication Year
2006
Pages
46
Catalog Number
V146675
ISBN (eBook)
9783640576166
ISBN (Book)
9783640575824
Language
German
Tags
Lars Lorbeer LarsLorbeer Patriotismus Partyorismus Fußball Deutschland National Nationalität Weltmeisterschaft Klinsmann Fans Nationalismus Heimat Symbole Fahnen Medien Vaterland Freude Spaß Party Fanmeile Nation Nationalfarben Team Nationalmannschaft Land deutsch Trainer Weltmeister Sieg Debatte Patriotismusdebatte Zeitung Tageszeitung Massen Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Lorbeer (Author), 2006, Ein neuer Patriotismus oder doch nur "Partyorismus"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146675
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