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Mission als Dialog – Konfliktpotential und Chancen eines kommunikativen Missionsbegriffs

Title: Mission als Dialog – Konfliktpotential und Chancen eines kommunikativen Missionsbegriffs

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Matthias Scheel (Author)

Theology - Miscellaneous
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Seitdem das Christentum existiert gibt es christliche Mission. Anders als im Judentum waren Christen stets bemüht, ihren Glauben weiterzugeben, andere mit ihrer Hoffnung anzustecken und Menschen in dem Namen des dreieinigen Gottes zu taufen.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit einem Verständnis von Mission auseinander, das die Würde und Selbstverantwortung des anderen ernst zu nehmen versucht und nicht von einem vermeintlich höherwertigen Exklusivitätsdenken herkommt.
„Mission“ und „Dialog“ sind dabei zwei Begriffe, die nicht schon natürlicherweise zusammengehören. Es gibt sowohl Verständnisse von Mission, die ohne große kommunikative Interaktionen auszukommen vermögen. Dagegen gibt es aber auch interreligiöse Kommunikation , die zwar „Dialog“ aber nicht „Mission“ genant werden kann.
Wie nun kommt die Verbindung von „Mission als Dialog“ zustande? Was bedeutet sie theologisch und wie kann dies praktisch aussehen? Welche Chancen eröffnen sich mit einem kommunikativen Missionsverständnis für das Christentum und die gesamte Welt? Wie kann missionarischer Dialog dazu dienen, die christliche Hoffnung in die Welt zu pflanzen?
Welches Konfliktpotential birgt der missionarische Dialog?
In dieser Arbeit soll der Versuch gemacht werden, ein Verständnis von „Mission als Dialog“ in begrenztem Rahmen allgemein darzustellen. Dabei soll in einem ersten Schritt der Begriff „Mission“ im christlichen Verständnis allgemein beleuchtet werden.
Ihm schließt sich die Darstellung eines kommunikativen Missionsbegriffs an, wobei sowohl Chancen als auch mögliche Konfliktfelder eines solchen Missionsverständnisses aufgezeigt werden sollen.
Eine exegetische und systematisch theologische Verankerung dieses Missionsbegriffs wird zwar im Ansatz versucht, kann aber in der erforderlichen Tiefe und Gründlichkeit im Rahmen dieser Arbeit nicht geleistet werden.
Auch die pastoralen und gemeindeinternen Chancen und Konfliktpotentiale, die unterschiedliche Missionsverständnisse stets in sich bergen, können aus Platzgründen nicht Inhalt dieser Arbeit sein.
In einem letzten Punkt wird schließlich die Verankerung von „Mission als Dialog“ im realen Lebensvollzug dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mission als christlicher Auftrag

2.1 Mission im Konflikt

2.2 Definitionen von Mission

2.3 Die biblische Grundlage für christliche Mission

2.3.1 Altes Testament

2.3.2 Neues Testament

3 Mission als Dialog – ein spannungsvolles Feld

3.1 Dialog als soziale Interaktion

3.2 Die Verschiedenheit des missionarischen Dialogbegriffs

3.2.1 Argumentativer Dialogbegriff

3.2.2 Narrativer Dialogbegriff

3.2.3 Appellativer Dialogbegriff

3.2.4 Expressiver Dialogbegriff

3.3 Die Chancen des Dialogs für die Mission

3.4 Christlich missionarischer Dialog als Ursache für Konflikte

4 Dialog als Konvivenz

4.1 Mission als ganzheitliches lebendiges Geschehen – „Mitleben“ mit dem Fremden

4.2 Mission als Segensauftrag Gottes

5 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht ein Verständnis von „Mission als Dialog“, das die Würde des Gegenübers achtet und sich von exklusiven Machtansprüchen distanziert, um christliche Hoffnung in einer pluralistischen Welt glaubwürdig zu kommunizieren.

  • Biblische Fundierung christlicher Mission
  • Unterscheidung verschiedener Dialogmodelle in der Theologie
  • Konfliktpotentiale im interreligiösen Dialog
  • Verknüpfung von Mission, Dialog und Konvivenz
  • Die Rolle des Christen im alltäglichen Lebensvollzug

Auszug aus dem Buch

3.1 Dialog als soziale Interaktion

Unter Dialog verstehen wir die Kommunikation zweier Subjekte, bei der nicht nur eine Seite etwas zu sagen hat und die andere nur Adressat ist, sondern beide miteinander kommunizieren und aufeinander hören.22

Der bloße Versuch oder der Wunsch, mit einem anderen ins Gespräch zu kommen, kann demnach noch nicht als Dialog bezeichnet werden. Um zu einem Dialog zu gelangen, muss die Qualität der Kommunikation einigen Bedingungen genügen:

a) Es müssen mindestens zwei Partner das Bestreben haben, sich über ein gemeinsames Thema auszutauschen. Ist man in der Folge bereit, sowohl dem anderen den eigenen Standpunkt mitzuteilen als auch auf dessen Meinung zu hören, so wird ein Dialog entstehen können. Falls allerdings sowohl das eine als auch das andere überbetont wird, oder sich die Dialogpartner auf kein gemeinsames Gesprächsthema einigen können, wird das „Gespräch“, solange es überhaupt stattfindet, lediglich in einzelne Monologe zerfallen.

b) Die Dialogpartner müssen bereit sein, den anderen in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren und ihn auch so zu belassen. Dialog ist immer auch ein Stück gemeinsam verbrachte Lebenszeit, auch wenn es nur für die Dauer eines Gespräches ist. Der erste Schritt muss daher sein, zu versuchen, „den anderen so zu verstehen, wie er sich selbst versteht.“23 Den anderen darf ich zunächst als von Gott geliebtes Geschöpf ausdrücklich ernst nehmen, auch wenn ich mit seinem Verhalten oder seiner Einstellung etc. in bestimmten Bereichen nicht einverstanden bin.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik eines kommunikativen Missionsverständnisses ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Verbindung von Mission und Dialog.

2 Mission als christlicher Auftrag: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen und biblischen Kontext christlicher Mission und hinterfragt kritisch klassische, einseitige Missionsbegriffe.

3 Mission als Dialog – ein spannungsvolles Feld: Hier werden theoretische Dialogmodelle analysiert und sowohl die Chancen als auch die Konfliktpotentiale eines dialogischen Missionsverständnisses detailliert aufgezeigt.

4 Dialog als Konvivenz: Dieses Kapitel verknüpft Mission mit dem Konzept der Konvivenz und betont die Notwendigkeit, Mission als ganzheitliches Leben und Segensauftrag in der Gemeinschaft zu verstehen.

5 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert dafür, Mission als dialogische Existenz und ureigenstes Lebensprinzip des christlichen Glaubens zu begreifen.

Schlüsselwörter

Christliche Mission, Dialog, Konvivenz, missio dei, Kommunikation, interreligiöser Dialog, theologische Grundlagen, Gottes Handeln, Gemeindeaufbau, Lebenszeugnis, Weltmission, Identität, christlicher Glaube, Versöhnung, Religionsdialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Wandel des Missionsbegriffs hin zu einem dialogorientierten Verständnis, das den anderen als Subjekt achtet und christliche Hoffnung durch einen respektvollen Austausch kommuniziert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der biblischen Verankerung, der Analyse unterschiedlicher theologischer Dialogmodelle sowie der praktischen Umsetzung von Mission als „Mitleben“ (Konvivenz).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis von Mission zu entwickeln, das ohne koloniale oder exklusive Machtansprüche auskommt und den Glauben glaubwürdig in die heutige Welt vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische Untersuchung, die auf Basis biblischer Exegese und wissenschaftlicher Literatur verschiedene Dialog- und Missionsbegriffe kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biblische Grundlegung, eine differenzierte Analyse von Dialogansätzen (argumentativ, narrativ, appellativ, expressiv) sowie die Erörterung von Chancen und Konflikten im Dialog.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Mission als Dialog, Konvivenz, missio dei, christliche Identität, interreligiöse Kommunikation und das Handeln Gottes in der Welt.

Wie unterscheidet sich der argumentative vom narrativen Dialogbegriff?

Der argumentative Ansatz (Pannenberg) zielt auf die rationale Überzeugung und Konversion ab, während der narrative Ansatz (Thielicke) den Schwerpunkt auf das Erzählen von Gottes Handeln legt, um Raum für das Wirken des Heiligen Geistes zu lassen.

Warum spielt der Begriff „Konvivenz“ eine entscheidende Rolle?

Konvivenz bezeichnet das Zusammenleben und Anteilnehmen am Nächsten und bildet für den Autor die notwendige lebendige Basis, ohne die jedes Glaubensgespräch theoretisch und damit wirkungslos bliebe.

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Details

Title
Mission als Dialog – Konfliktpotential und Chancen eines kommunikativen Missionsbegriffs
College
Friedensau Adventist University  (Mission und Gemeindeaufbau)
Grade
1,0
Author
Matthias Scheel (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V146699
ISBN (eBook)
9783640576807
ISBN (Book)
9783640577279
Language
German
Tags
Mission Dialog Kommunikation interreligiös Missionsbegriff Missionswissenschaft Miteinander Missionskonflikt Religionskonflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Scheel (Author), 2007, Mission als Dialog – Konfliktpotential und Chancen eines kommunikativen Missionsbegriffs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146699
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