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Die politische Kultur Deutschlands

Title: Die politische Kultur Deutschlands

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Verfasst man eine Arbeit über die politische Kultur einer Nation, dürfen zwei Namen in der Hinführung an das Thema keinesfalls ausgespart werden: Gabriel A. Almond und Sidney Verba. Diese beiden Herren brachten wie niemand sonst die „Political Culture-Forschung“ in den 50er und 60er Jahren ins Rollen. Spätestens mit der Veröffentlichung ihrer Studie „The Civic Culture“ im Jahr 1963 hauchten die beiden Politikwissenschaftler dem Gebiet der komparativen Kulturforschung ihr Leben ein. Hierin verglichen sie an Hand von je 1000 Interviews fünf Demokratien (Deutschland, USA, Großbritannien, Mexiko und Italien) hinsichtlich ihrer „ „politischen Orientierung“ (als Sammelbegriff für politische Einstellung, politische Werte, Ideologien, Nationalcharakter etc.)“ miteinander. Diese empirischen vergleichenden Untersuchungen gelten trotz veralteter empirischer Daten und vielfach ausgeübter Kritik bis heute als die Grundlage der vergleichenden Politikforschung und werden in einschlägigen Publikationen immer wieder zitiert.
Das Neuartige an dieser „Political Culture-Forschung“ und die Intention bestand darin, dass es weder deckungsgleich mit dem Konzept des politischen Systems ist noch den Begriff der allgemeinen Kultur überschreibt . „Die politische Kultur umfa[ss]t nicht das, was in der Politik geschieht, sondern das, was die Mitglieder der Gesellschaft darüber denken: empirische Glaubensüberzeugungen darüber, was vor sich geht und Ansichten über Werte und Ziele, die in der Politik verfolgt werden sollen.“
Während Almond sich damals in seinem Aufsatz mit einer vergleichsweise simplen und dehnbaren Formulierung zufrieden gab, lassen sich heute die unterschiedlichsten und beliebig erweiterbaren Definitionen politischer Kultur finden. All diese Definitionsansätze in ihrer Vielfalt aufzuführen und zu analysieren, würde einer eigenen Arbeit bedürfen, weshalb in dieser Einleitung auf eine ausführliche und abstrakte Vermittlung des Analysekonzeptes der Politischen Kultur verzichtet werden soll. „Fa[ss]t man [jedoch all die zahlreichen Definitionen] zusammen, dann lä[ss]t sich politische Kultur umschreiben als die Verteilung von politischen Kenntnissen, politischen Wertüberzeugungen, politischen Einstellungen und politischen Verhaltensweisen innerhalb der Bevölkerung einer Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt.“
Auf dieser Grundlage soll nachfolgend die Politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Politische Kultur als politologisches Analysekonzept

B. Die politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland

1. Politische Kultur nach 1945

1.1 1945-1966: Nachwirkungen älterer Verhältnisse

1.2 1967-1982: Partizipatorische Tendenzen und Verunsicherung

1.3 Seit 1983: Politische Kultur des geringen Engagements

2. Aktuelle empirische Befunde

2.1 Das Phänomen der Politikverdrossenheit

2.2 Erklärungsansätze

C. Politische Kultur in Ost- und Westdeutschland

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der politischen Kultur in Deutschland seit 1945, untersucht die Ursachen für aktuelle Phänomene der Politikverdrossenheit und beleuchtet die Unterschiede sowie Integrationsprozesse zwischen der politischen Kultur in Ost- und Westdeutschland.

  • Entwicklungsphasen der politischen Kultur in der Bundesrepublik
  • Wissenschaftliche Grundlagen der „Political-Culture-Forschung“
  • Analyse des Vertrauensverhältnisses zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen
  • Ursachenforschung zur Politikverdrossenheit in der modernen Gesellschaft
  • Vergleich der politischen Kulturen in den neuen und alten Bundesländern

Auszug aus dem Buch

A. Politische Kultur als politologisches Analysekonzept

Verfasst man eine Arbeit über die politische Kultur einer Nation, dürfen zwei Namen in der Hinführung an das Thema keinesfalls ausgespart werden: Gabriel A. Almond und Sidney Verba. Diese beiden Herren brachten wie niemand sonst die „Political Culture-Forschung“ in den 50er und 60er Jahren ins Rollen. Almond setzte bereits 1956 mit seinem Aufsatz „Comparative Political Systems“ ein Zeichen und spätestens mit der Veröffentlichung ihrer Studie „The Civic Culture“ im Jahr 1963 hauchten die beiden Politikwissenschaftler dem Gebiet der komparativen Kulturforschung ihr Leben ein.

Hierin verglichen sie an Hand von je 1000 Interviews fünf Demokratien (Deutschland, USA, Großbritannien, Mexiko und Italien) hinsichtlich „politischer Orientierung“ (als Sammelbegriff für politische Einstellung, politische Werte, Ideologien, Nationalcharakter etc.) miteinander. Diese empirischen vergleichenden Untersuchungen gelten trotz veralteter empirischer Daten und vielfach ausgeübter Kritik bis heute als die Grundlage der vergleichenden Politikforschung und werden in einschlägigen Publikationen immer wieder zitiert.

Das Neuartige an dieser „Political Culture-Forschung“ und die Intention bestand darin, dass es weder deckungsgleich mit dem Konzept des politischen Systems ist noch den Begriff der allgemeinen Kultur überschreibt. „Die politische Kultur umfa[ss]t nicht das, was in der Politik geschieht, sondern das, was die Mitglieder der Gesellschaft darüber denken: empirische Glaubensüberzeugungen darüber, was vor sich geht und Ansichten über Werte und Ziele, die in der Politik verfolgt werden sollen.“

Zusammenfassung der Kapitel

A. Politische Kultur als politologisches Analysekonzept: Das Kapitel führt in die Grundlagen der „Political-Culture-Forschung“ ein und definiert den Begriff der politischen Kultur anhand der Pionierarbeit von Almond und Verba.

B. Die politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland: Hier wird die historische Entwicklung der politischen Kultur in drei Phasen nach 1945 dargestellt und um aktuelle empirische Daten zur Politikverdrossenheit sowie deren theoretische Erklärungsansätze ergänzt.

C. Politische Kultur in Ost- und Westdeutschland: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Traditionen und Entwicklungen der politischen Kulturen im vereinten Deutschland und diskutiert die Herausforderungen der politisch-kulturellen Integration.

Schlüsselwörter

Politische Kultur, Politische Partizipation, Politikverdrossenheit, Systemakzeptanz, Deutschland, Demokratie, Institutionenvertrauen, Ostdeutschland, Westdeutschland, Politische Bildung, Political-Culture-Forschung, Politische Orientierung, Transformation, Soziale Kohäsion, Obrigkeitsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und den Zustand der politischen Kultur in Deutschland seit 1945 bis in die Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Phasenbildung der politischen Kultur, das Vertrauen der Bürger in demokratische Institutionen sowie die Erklärungsmodelle für das Phänomen der Politikverdrossenheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für das aktuelle politische Klima in Deutschland zu schaffen und zu beleuchten, wie historische Prägungen das moderne Demokratieverständnis der Bürger beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die theoretischen Grundlagen der komparativen Politikwissenschaft (Almond/Verba) sowie auf die Sekundäranalyse empirischer Umfragedaten zur politischen Einstellung der Bevölkerung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse der politischen Entwicklung seit 1945 sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Politikverdrossenheit und deren Ursachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Politische Kultur, Politikverdrossenheit, Transformation, Institutionenvertrauen und Partizipation charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die politische Kultur in Ost- und Westdeutschland laut der Arbeit?

Die Arbeit stellt fest, dass in Ostdeutschland eine massivere staatliche Einflussnahme stattfand und die Gesellschaft heute zum Teil konservativere Züge aufweist, während im Westen eine eher pragmatische, aber distanzierte Haltung dominiert.

Was ist die „Plastilintheorie“ von Werner Patzelt?

Diese Theorie beschreibt die falsche Erwartungshaltung vieler Bürger, Politik ließe sich durch Politiker wie „Plastilin“ beliebig formen, obwohl Politik tatsächlich von vielen unbeeinflussbaren Faktoren abhängt.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Die politische Kultur Deutschlands
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V146707
ISBN (eBook)
9783640556359
ISBN (Book)
9783640556571
Language
German
Tags
Kultur Deutschlands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2008, Die politische Kultur Deutschlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146707
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