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Facetten und Möglichkeiten des modernen Krankenhaus-Controlling

Konzepte, Ziele und Herausforderungen in der Krankenhauspraxis

Title: Facetten und Möglichkeiten des modernen Krankenhaus-Controlling

Diploma Thesis , 2008 , 95 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Robert Taboga (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit hat den Anspruch einen Einblick in die vielseitigen Möglichkeiten des Controllings für das Krankenhaus zugewähren. Eine einfache Übertragung der, in den anderen marktwirtschaftlich
agierenden Unternehmen häufig schon verbreiteten und etablierten, Controlling-Instrumente und den damit verbundenen Möglichkeiten ist durch die Besonderheiten des Krankenhausbetriebs oftmals nicht sinnvoll bzw. möglich. So kann ein Krankenhaus im deutschen
Gesundheitswesen bspw. nicht ausschließlich auf der Basis von kapitalistischen Bestrebungen geführt werden. Die öffentliche Allgemeinheit und damit deren Repräsentant der Staat hat ein Interesse daran diesen grundlegenden Teil der Gesundheitsversorgung und dessen Markt zu steuern. Daher greift der Staat regulierend ein, um eine bedarfsgerechte Versorgung der
Bevölkerung mit leistungsfähigen, eigenverantwortlich wirtschaftenden Krankenhäusern zu gewährleisten. Zu diesem Zweck existieren z.B. gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Investitionstätigkeiten, den Mindestumfang der Kosten- und Leistungsrechnung oder die Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen regeln. Die ethischen Grundvoraussetzungen
für den Krankenhausbetrieb unterstreichen endgültig die gesonderte Stellung der Krankenhäuser in der Unternehmenswelt. Ein weiteres Bestreben des Gesetzgebers ist es ein Umfeld zu generieren, das die wirtschaftliche Leistungserbringung im Krankenhausbereich fördert und somit zu sozial tragbaren Pflegesätzen beiträgt. Das Potential, dass das Controlling bietet, wird bisher, in dem sich erst langsam den marktwirtschaftlichen Kräften öffnenden Krankenhausbereich, noch nicht ausreichend genutzt. Diese Tatsache und die oben beschriebenen Besonderheiten des Krankenhauses sind der Anlass für die eigenständige Betrachtung des Krankenhauscontrollings in der vorliegenden Arbeit. Es kann und soll jedoch nicht der Anspruch dieser Arbeit sein, eine allumfassende und gleichzeitig komplett erschöpfende Darlegung der Materie zu gewährleisten.
Aus diesem Grund wurden neben der Kosten- und Leistungsrechnung, die Bereiche des Personalcontrollings, des Finanz- und Investitionscontrollings, des Marketingcontrollings, sowie die krankenhauseigenen Clinical Pathways, als Ausprägungen des modernen Krankenhauscontrollings ausgewählt. Die Beschränkung auf diese Aspekte des Krankenhauscontrollings ermöglichte einen Kompromiss zwischen dem Umfang der Arbeit und der notwendigen Detailtiefe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesundheitswesen in Deutschland

2.1 Definition des Krankenhausbegriffs

2.1.1 Historische Auffassung eines Krankenhauses

2.1.2 Heutige Definition vom Krankenhaus

2.2 Gründe für das Krankenhauscontrolling

3 Krankenhausfinanzierung

3.1 Historie der Krankenhausfinanzierung

3.2 Duale Krankenhausfinanzierung

3.2.1 Finanzierung von Investitionen

3.2.2 Finanzierung der Betriebskosten

3.2.2.1 Grundzüge der Diagnostis Related Group

3.2.2.2 Zusatzentgelte

4 Kosten- und Leistungsrechnung

4.1 Aufgaben und Ziel der Kosten- und Leistungsrechnung

4.1.1 Basis für betriebswirtschaftliche Entscheidungen

4.1.2 Ermittlung des Periodenerfolges

4.1.3 Kontrolle der Wirtschaftlichkeit

4.1.4 Preiskalkulation und Preisbeurteilung

4.1.5 Bewertung von Wirtschaftsgütern

4.2 Krankenhausbezogene Kosten- und Leistungsrechnung

4.2.1 Betriebsinterne Steuerung

4.2.2 Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit

4.2.3 Ermittlung der DRG relevanten Kosten

4.2.4 Erstellung der Leistungs- und Kalkulationsaufstellung

4.3 Erweiterungsmöglichkeiten der Kosten- und Leistungsrechnung

4.3.1 Kostenträgerrechnung auf Teilkostenbasis

4.3.2 Fallmixoptimierung

4.3.3 Prozesskostenrechnung

5 Clinical Pathways

5.1 Konzeption der Clinical Pathways

5.1.1 Definition der Clinical Pathways

5.1.2 Vorteile und Probleme der Clinical Pathways

5.2 Ziele der Clinical Pathways

5.2.1 Kostenorientierte Ziele

5.2.2 Qualitätsorientierte Ziele

5.2.3 Weitere Ziele

5.3 Entwicklungsschritte von Clinical Pathways

5.3.1 Grundlagenphase

5.3.2 Entwicklungsphase

5.3.3 Umsetzungsphase

5.3.4 Pfadmanagementphase

5.4 Internationale Nutzung

5.4.1 Verbreitung der Clinical Pathways

5.4.2 Metastudie über wirtschaftliche Effekte der Clinical Pathways

5.5 Beispiel aus der deutschen Krankenhaus Praxis

5.5.1 Praktische Maßnahmen der Pfadeinführung

5.5.2 Untersuchung und Auswertung der Pfadnutzung

5.5.3 Amortisationsdauer des Clinical Pathways

6 Personalcontrolling

6.1 Konzeption des Personalcontrollings

6.1.1 Operatives Personalcontrolling

6.1.2 Strategisches Personalcontrolling

6.2 Ziele des Personalcontrollings

6.3 Aufgaben des operativen Personalcontrollings

6.3.1 Personalbezogene Informationsversorgung

6.3.2 Personalkostencontrolling

6.3.3 Controlling von Personalprogrammen

6.4 Instrumente des Personalcontrollings

6.4.1 Kennzahlen im Personalcontrolling

6.4.1.1 Kennzahlen des Personalbedarfs

6.4.1.2 Kennzahlen des Personaleinsatzes

6.4.1.3 Kennzahlen der Personalkostenplanung

6.4.2 Personalbeurteilung

7 Finanz- und Investitionscontrolling

7.1 Finanzcontrolling

7.2 Investitionscontrolling

7.2.1 Definition einer Investition

7.2.2 Alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen

7.2.3 Investitionsrechnungsverfahren

7.2.3.1 Investitionsrechnungsverfahren für Einzelobjektentscheidungen

7.2.3.2 Investitionsrechnungsverfahren für Programmentscheidungen

7.2.4 Beispiel einer Scoring-Nutzenwertrechnung

8 Marketingcontrolling

8.1 Grundlagen des Marketingcontrollings

8.2 Aufgaben und Ziele des Marketingcontrollings

8.3 Instrumente des Marketingcontrollings

8.3.1 Operatives Marketingcontrolling: Kennzahlen

8.3.2 Marketing Scorecard

8.4 Probleme und Grenzen des Krankenhausmarketings

8.4.1 Kausalkettenbestimmung

8.4.2 Unelastische Nachfragefunktion

8.5 Marketingcontrolling in der deutschen Krankenhauspraxis

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen moderner Controlling-Instrumente im deutschen Krankenhauswesen vor dem Hintergrund zunehmenden ökonomischen Drucks und struktureller Veränderungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie spezialisierte Controlling-Ansätze zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung beitragen können.

  • Kosten- und Leistungsrechnung im Krankenhaus
  • Einsatz und Optimierung von Clinical Pathways
  • Strategisches und operatives Personalcontrolling
  • Finanz- und Investitionscontrolling
  • Marketingcontrolling zur Stärkung der Marktposition

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 Grundzüge der Diagnostis Related Group

Das System der Diagnostis Related Group (DRG) ist eine medizinische und ökonomische Klassifizierung von Patienten. Innerhalb dieses Klassifizierungssystems bildet eine DRG aus ökonomischer Perspektive eine kostenhomogene Fallgruppe. Die Einteilung der Patienten aus medizinscher Perspektive erfolgt primär durch die medizinische Diagnose und die gewählte Behandlung. In der Gesamtheit ergibt sich ein Fall- bzw. Patientenklassifikationssystem, das zu einer bestimmten DRG führt. Der Begriff einer DRG kann somit als diagnosebezogene Fallgruppe ins Deutsche übersetzt werden.

Die theoretischen Grundlagen wurden bereits vor über 50 Jahren, von einer Forschergruppe um Robert Fetter, an der US-amerikanischen Yale Universität gelegt. Im Jahr 1965 wurde mit der Messung und der Evaluation der Krankenhausleistungen und deren Ressourcenverbrauch begonnen. Die Forschung mündete schließlich 1969 in der Yale-DRG, auf deren Basis schließlich 1983 der erste praktische Einsatz in der US-amerikanischen Medicare-Versicherung erfolgte.

Die in Deutschland angewandte DRG-Version basiert ursprünglich auf dem australischen DRG-System. Durch die kontinuierliche Anpassungen und konsequente Weiterentwicklung des Fallgruppenkatalogs durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) wird heute von einer eigenständigen deutschen Version gesprochen. Deren primäre Aufgabe ist es ein durchgängiges patientengerechtes und leistungsorientiertes Vergütungssystem, für das Gesundheitswesen im Krankenhausbereich, bereitzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Controlling im Krankenhaus, um den Herausforderungen durch gesetzliche Regulierungen und ökonomischen Druck zu begegnen.

2 Gesundheitswesen in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Krankenhausbegriff und legt die Rahmenbedingungen dar, die ein Krankenhaus-Controlling erforderlich machen.

3 Krankenhausfinanzierung: Es wird die duale Finanzierung und deren Entwicklung in Deutschland erläutert, inklusive der grundlegenden Funktionsweise des DRG-Systems.

4 Kosten- und Leistungsrechnung: Das Kapitel behandelt die Methoden der internen Kostenrechnung und deren Spezifika bei der Ermittlung von DRG-relevanten Fallkosten.

5 Clinical Pathways: Hier werden Behandlungspfade als Controlling-Instrument zur Prozessoptimierung und Qualitätsverbesserung im Krankenhausalltag detailliert beschrieben.

6 Personalcontrolling: Dieses Kapitel widmet sich dem Einsatz von Kennzahlen zur Steuerung des wichtigsten Kostenfaktors im Krankenhaus, dem Personal.

7 Finanz- und Investitionscontrolling: Der Fokus liegt auf der Planung von Finanzmittelflüssen und rationalen Investitionsentscheidungen zur Sicherung der Krankenhausinfrastruktur.

8 Marketingcontrolling: Es werden Methoden zur Messung der Marketingaktivitäten vorgestellt, um den steigenden Wettbewerb zwischen den Kliniken erfolgreich zu steuern.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer strategischen Controlling-Denkweise für eine zukunftsfähige Krankenhausführung zusammen.

Schlüsselwörter

Krankenhauscontrolling, DRG, Fallpauschalen, Clinical Pathways, Kosten- und Leistungsrechnung, Personalcontrolling, Finanzcontrolling, Investitionscontrolling, Marketingcontrolling, Prozessoptimierung, Gesundheitsökonomie, Krankenhausfinanzierung, Qualitätsmanagement, Pfadmanagement, Leistungssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendungsmöglichkeiten von Controlling-Instrumenten im Krankenhaus, um wirtschaftliche Leistungserbringung und medizinische Qualität in Einklang zu bringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kosten- und Leistungsrechnung, Clinical Pathways, Personal-, Finanz-, Investitions- sowie Marketingcontrolling im Krankenhauskontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Controlling-Maßnahmen aufzuzeigen, die Krankenhäusern helfen, sich im wettbewerbsintensiven deutschen Gesundheitsmarkt effizient zu positionieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Fallstudien, etwa zum Einsatz von Clinical Pathways im Bundeswehrkrankenhaus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Finanzierung, KLR, Clinical Pathways, Personalmanagement und Marketing, wobei jeweils Konzepte und Kennzahlen besprochen werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Krankenhauscontrolling, DRG-System, Fallmixoptimierung, Prozesskostenrechnung und strategische Steuerungsinstrumente im Klinikmanagement.

Wie unterstützen Clinical Pathways die Wirtschaftlichkeit?

Durch Standardisierung von Diagnose- und Therapieabläufen reduzieren sie Prozesskosten, verkürzen Verweildauern und fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Welche Rolle spielt die Personalkostenplanung?

Da Personal den größten Kostenblock darstellt, dient das Personalcontrolling dazu, Personaleinsatz und -planung datengestützt zu optimieren, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden.

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Details

Title
Facetten und Möglichkeiten des modernen Krankenhaus-Controlling
Subtitle
Konzepte, Ziele und Herausforderungen in der Krankenhauspraxis
College
Technical University of Berlin  (Institut für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Controlling
Grade
1,7
Author
Robert Taboga (Author)
Publication Year
2008
Pages
95
Catalog Number
V146708
ISBN (eBook)
9783640574438
ISBN (Book)
9783640573851
Language
German
Tags
Diplomarbeit Krankenhaus Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Taboga (Author), 2008, Facetten und Möglichkeiten des modernen Krankenhaus-Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146708
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