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Zirkuläre Fragen als konstruktivistische Lehr- Lernmethode innerhalb der Erwachsenenbildung

Unter dem besonderen Aspekt der (interkulturellen) Kommunikation/Kompetenz

Titre: Zirkuläre Fragen als konstruktivistische Lehr- Lernmethode innerhalb der Erwachsenenbildung

Dossier / Travail , 2009 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Joerg Sydow (Auteur)

Pédagogie - Education des adultes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Es waren nicht Überlegungen von allgemeiner Natur hinsichtlich spezieller Methoden innerhalb des Systems der Erwachsenenbildung, sondern Betrachtungen über die menschliche Kommunikation als solche und über die interkulturelle Kommunikation im Besonderen, welche mich zu diesem Thema führten.
Das Auffinden von zirkulären Kommunikationsstrukturen und letztendlich die systemische Betrachtungsweise der Kommunikation waren dabei die ausschlaggebenden Aspekte.
Es lag nahe die drei Ebenen der (interkulturellen) Kommunikation/Kompetenz mit der Methode der Triadischen Fragen (K. Reich) zu verbinden und eine bestimmte Nähe (Übereinstimmung) der Zirkularität innerhalb der Methode mit der allgemeinen Auffassung von Zirkulartät innerhalb der Kommunikation zu vermuten.
Den Ausgangspunkt meiner Arbeit bildete das zirkuläre Kommunikationsmodell des systemischen Konstruktivismus im Unterschied zu einem linearen, kausalen Ursache/Wirkungsmodell.
Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Betrachtung der Methode der zirkulären Fragen hinsichtlich ihres Einsatzes innerhalb der Erwachsenenbildung. Dabei lag der wesentliche Gesichtspunkt in der Überprüfung dieser Methode auf ihre Tauglichkeit im Bereich der (interkulturellen) Kommunikation/Kompetenz. Triadische Fragen als Initiator bzw. Träger von Metakommunikation. Metakommunikation wird dabei verstanden als «therapeutische» Kategorie zur erfolgreichen Gestaltung und Bearbeitung von Kommunikationsprozessen.
Meine weitere Vorgehensweise war ähnlich den Verfahren in der darstellenden Geometrie, ich platzierte die verschiedenen Aussagen der Bereiche; Methode und (interkulturelle) Kommunikation/Kompetenz übereinander und gewann auf diese Weise eine Art Schnittmenge. Diese Schnittmenge zeichnet sich dadurch aus, dass alle Elemente in ihrem Aufbau ähnliche Strukturen und Parameter besitzen. Die Bestandteile sind also zueinander ähnlich.
Als Ergebnis meiner Arbeit leitete ich von der obigen Schnittmenge deren Metakompetenz und die eventuellen Einsatzmöglichkeiten dieser Methode für den Bereich der Erwachsenenbildung ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe und erkenntnistheoretische Einordnung

2.1. Kommunikation (Watzlawick)

2.2. Interkulturelle Kommunikation, interkulturelle Kompetenz (Fischer/Arnold/Siebert)

2.3. Systemischer Konstruktivismus (K. Reich)

3. Eingrenzung

3.1. Der Beziehungsaspekt (Watzlawick)

3.2. Interkulturelles Missverständnis (R.Arnold)

3.3. Reflexionsfähigkeit/Metakommunikation (Watzlawick)

4. Methode der Zirkulären Fragen (K. Reich)

4.1. Darstellung

4.2. Quellen

4.3. Begründung

5. Gemeinsame Schnittmengen der Methode und der (interkulturellen) kommunikativen Anforderungen

5.1. Tabelle

6. Ergebnisse

6.1. Das universelle Prinzip der Kreisförmigkeit

6.2. Mögliche Anwendungen und Methodenkombinationen

6.3. Abgeleitete Anforderungen an die Lehrer und Lerner

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz zirkulärer Fragen als konstruktivistische Lehr-Lernmethode im Kontext der Erwachsenenbildung. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie diese Methode zur Förderung interkultureller Kompetenz und zur Verbesserung der Kommunikation in interkulturellen Settings beitragen kann.

  • Systemische Grundlagen und Kommunikationstheorien nach Watzlawick und Reich
  • Bedeutung der Interkulturellen Kompetenz in pädagogischen Kontexten
  • Zirkuläre Fragen als Werkzeug zur Reflexion und Perspektivübernahme
  • Schnittstellen zwischen systemischer Beratung und interkultureller Bildung
  • Praktische Implikationen für die Rollen von Lehrenden und Lernenden

Auszug aus dem Buch

4. Methode der Zirkulären Fragen (K. Reich)

Die zirkulären Fragen sind als Methode im Bereich der systemischen Beratung angesiedelt, einem Bereich der auf Grund seines lösungsorientierten Ansatzes speziell für die Pädagogik von Interesse ist, denn die systemische Beratung versteht Beratungsprozesse als Hilfe zur Selbsthilfe und deckt sich in diesem Sinne mit den klassischen pädagogischen Ansprüchen (Vgl. K. Reich, 2005, S. 235). Das bedeutet die Methode dient dazu „zirkuläre Prozesse in Beziehungssystemen aufzudecken und starre Kommunikations- und Interaktionsmuster, die Konflikte innerhalb eines Systems verursachen, durch gezielte Einnahme von unterschiedlichen Beobachtungspositionen und Perspektivwechseln zu verflüssigen“ (Reich, Stand 20.01.2009).

Die grundlegende Idee dieser Methode basiert auf dem Axiom von Watzlawick, dass jedes Verhalten in einem sozialen System eine kommunikatives Angebot ist (Vgl. Schlippe u.a., 2007, S. 138). Ein Beispiel aus dem Buch Systemische- konstruktivistische Pädagogik von K. Reich: „Wir können zwar immer direkt fragen, was ein Gegenüber denkt, empfindet, fühlt usw. , (...) «Warum reagierst du so heftig und wirst so aggressiv?» Hier wird der Andere direkt angesprochen. Der Frager drückt damit aber indirekt die Erwartung aus, dass im Anderen etwas los ist. In einer zirkulären Frage erweitert sich die Perspektive. In dieser Frage wird die kommunikative Wirkung mitbedacht. So wechseln wir die Perspektive: Statt nur nach der inneren Sicht eines Gegenübers zu fragen, suchen wir eine kommunikative Bedeutung und Funktion zu ergründen. Die Frage verändert sich damit: «Was meinst du, wird deine heftige Reaktion und Aggression bei mir auslösen?» Oder aus der Sicht des Dritten: «Was meinst du Franz, wird deine Reaktion und Aggression für Eva bedeuten?» Und dies kann man endlos erweitern: «Was meins du, Franz, was es bei deiner Mutter auslöst, wenn du Eva so behandelst?»“ (K. Reich, 2005, S. 236).

Das Beispiel zeigt anschaulich den triadischen Charakter der zirkulären Fragetechnik (Vgl. Reich, Stand 20.01.2009). Dabei wird deutlich wie viele zusätzliche Informationen, neue Sichtweisen bzw. Denkprozesse durch diese Fragetechnik erzeugt werden können (Vgl. Schlippe u.a. 2007, S. 141).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation dar, zirkuläre Fragen aus der systemischen Theorie auf die Herausforderungen der interkulturellen Erwachsenenbildung zu übertragen.

2. Begriffe und erkenntnistheoretische Einordnung: Hier werden theoretische Fundamente wie die Kommunikationstheorie von Watzlawick, Konzepte der interkulturellen Kompetenz und der systemische Konstruktivismus nach Reich dargelegt.

3. Eingrenzung: In diesem Kapitel werden Kernaspekte der Kommunikation, insbesondere der Beziehungsaspekt, Interkulturelle Missverständnisse und die Rolle der Metakommunikation, fokussiert.

4. Methode der Zirkulären Fragen (K. Reich): Der Abschnitt widmet sich der Darstellung, Herkunft und Begründung der zirkulären Fragetechnik als konstruktivistisches Werkzeug.

5. Gemeinsame Schnittmengen der Methode und der (interkulturellen) kommunikativen Anforderungen: Eine tabellarische Übersicht stellt die Korrespondenz zwischen systemischen Methoden und Anforderungen an interkulturelle Kommunikation direkt gegenüber.

6. Ergebnisse: Dieses Kapitel diskutiert das universelle Prinzip der Kreisförmigkeit, praktische Anwendungen in verschiedenen Settings sowie die Anforderungen, die sich für Lehrende und Lernende ergeben.

Schlüsselwörter

Zirkuläre Fragen, Systemischer Konstruktivismus, Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelle Kompetenz, Metakommunikation, Kommunikationstheorie, Erwachsenenbildung, Beziehungsaspekt, Perspektivwechsel, Pädagogik, Systemische Beratung, Lernprozesse, Konstruktivismus, Soziale Systeme, Reflexionsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen Nutzen und die praktische Anwendbarkeit der "zirkulären Fragen" – einer Methode aus der systemischen Beratung – innerhalb der interkulturellen Erwachsenenbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft systemtheoretische Konzepte (nach Watzlawick und Reich) mit Ansätzen der interkulturellen Bildung und analysiert, wie Kommunikation in komplexen, multikulturellen Systemen gestaltet werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie zirkuläre Fragen helfen können, kommunikative Blockaden in interkulturellen Settings aufzulösen und Lernende zur Reflexion über eigene und fremde kulturelle Muster anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturstudie, die systemtheoretische Grundannahmen mit pädagogischen Fragestellungen der interkulturellen Kommunikation vergleicht und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Methode, deren Begründung durch konstruktivistische Ansätze sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Methodenelemente mit interkulturellen Anforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind: Zirkuläre Fragen, Systemischer Konstruktivismus, Interkulturelle Kompetenz, Metakommunikation und Perspektivwechsel.

Wie unterscheidet sich die zirkuläre Methode von einer herkömmlichen Fragetechnik?

Im Gegensatz zu linearen Fragen, die oft auf Kausalität abzielen, fördern zirkuläre Fragen den Perspektivwechsel und machen Beziehungsstrukturen sowie Rückkopplungsschleifen im Kommunikationssystem sichtbar.

Warum ist das "universelle Prinzip der Kreisförmigkeit" für den Autor relevant?

Der Autor sieht in der Kreisförmigkeit die Basis jeder Kommunikation. Das Erkennen dieser Dynamik ermöglicht es Lehrenden und Lernenden in der Erwachsenenbildung, Konflikte nicht als einfache Ursache-Wirkung-Probleme, sondern als Teil eines sich wechselseitig beeinflussenden Systems zu begreifen.

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Résumé des informations

Titre
Zirkuläre Fragen als konstruktivistische Lehr- Lernmethode innerhalb der Erwachsenenbildung
Sous-titre
Unter dem besonderen Aspekt der (interkulturellen) Kommunikation/Kompetenz
Université
University of Kaiserslautern  (Distance & International Studies Centre)
Cours
postgradualer Masterstudiengang
Note
1,0
Auteur
Joerg Sydow (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V146814
ISBN (ebook)
9783640577576
ISBN (Livre)
9783640577477
Langue
allemand
mots-clé
Autopoiesis Interkulturelle Kommunikation Interkulturelles Missverständnis Reflexion Metakommunikation Systemischer Konstruktivismus Systemische Methoden Beziehungsaspekt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Joerg Sydow (Auteur), 2009, Zirkuläre Fragen als konstruktivistische Lehr- Lernmethode innerhalb der Erwachsenenbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146814
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Extrait de  16  pages
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