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Die Behauptung Preußens im Siebenjährigen Krieg

Título: Die Behauptung Preußens im Siebenjährigen Krieg

Trabajo Escrito , 2009 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Falk Hesse (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Der Siebenjährige Krieg (1756-1763) stellt den letzten folgenschweren Konflikt im europäischen Mächtesystem des Ancien Régimes dar. Zum ersten Mal in der Geschichte der Neuzeit wurde hier ein Krieg ausgetragen, der nicht nur das europäische Festland betraf, sondern auch in den Kolonien der europäischen Großmächte ausgetragen wurde. In diesem Krieg kämpften (auf dem europäischen Kontinent) das miteinander verbündete Preußen und Großbritannien gegen eine Allianz bestehend aus Österreich, Frankreich, Russland, dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und Schweden. Demnach sah sich Preußen unter Friedrich II. eingekreist von Feinden, die die Hohenzollernmonarchie auf die Größe eines drittklassigen europäischen Staates degradieren wollten.
Die strategische Gesamtlage, als auch die ökonomischen Voraussetzungen waren so beschaffen, dass man auf der Seite der antipreußischen Allianz dem Ausgang des Krieges mit großer Zuversicht entgegensehen konnte. Dennoch gelang es Friedrich dem Großen, den Angriffen seiner Gegner über sieben Jahre lang standzuhalten und seine Großmachtstellung zu behaupten. Somit kam es am Ende des Siebenjährigen Krieges zu einer enormen Diskrepanz zwischen Angestrebtem und Erreichtem der Gegner Preußens und Großbritanniens.
Doch wie gelang es dem preußischen Militär, sich gegen einen Gegner zu behaupten, der fast dreimal so viele Truppen aufbringen konnte, wie Preußen selbst? Diese Arbeit soll dieser Frage nachgehen und zeigen, dass es (beinahe) nicht anders hätte kommen können, als dass Preußen sich im Siebenjährigen Krieg gegen seine Feinde behauptete.
Hierfür wird zunächst das Zustandekommen der Kriegskoalitionen (Renversement des Alliances), sowie der Aufbau der Truppen der jeweiligen Kriegsparteien betrachtet. Ebenfalls werden das Verhalten und die Wirkung des Militärs während des Krieges beleuchtet und im Anschluss die Folgen des Siebenjährigen Krieges betrachtet.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Das Renversement des Alliances

3. Schlesien und andere Kriegsgründe

4. Die Armeen zum Beginn des Siebenjährigen Krieges

5. Verhalten und Wirkung der Armeen während des Krieges

6. Die Folgen des Siebenjährigen Krieges

7. Schlussbetrachtung

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, wie sich das preußische Militär während des Siebenjährigen Krieges erfolgreich gegen eine zahlenmäßig weit überlegene Allianz behaupten konnte. Dabei wird analysiert, inwieweit strukturelle Schwächen der Gegner sowie die preußische Effizienz und strategische Führung diesen Ausgang beeinflussten.

  • Diplomatische Neuausrichtung und Bildung der Kriegskoalitionen (Renversement des Alliances)
  • Stärken und Defizite der beteiligten Armeen (Preußen, Österreich, Russland, Frankreich, Schweden)
  • Verhalten und operative Probleme der Allianz-Streitkräfte während des Krieges
  • Politische und wirtschaftliche Konsequenzen des Siebenjährigen Krieges für die beteiligten Großmächte
  • Preußens Aufstieg zur europäischen Großmachtstellung

Auszug aus dem Buch

4. Die Armeen zum Beginn des Siebenjährigen Krieges

Zu Beginn des Siebenjährigen Krieges besaß das Königreich Preußen mit 170.000 Mann die viertgrößte Armee Europas hinter Russland, Österreich und Frankreich. Im Schnitt flossen zwei Drittel des Staatshaushaltes in den Aufbau und die Unterhaltung des preußischen Heeres, wohingegen andere europäische Staaten lediglich ca. 40 bis 50% aufwendeten. Die starke Fixierung Friedrichs des Großen auf sein Heer sorgte dafür, dass „Preußen, gemessen an den Möglichkeiten der Zeit, eine extrem effiziente Ressourcenmobilisierung auf allen kriegswichtigen Sektoren staatlichen Wirkens gelungen war“, was Preußen den anderen europäischen Staaten gegenüber einen etwa dreißigjährigen Entwicklungsvorsprung einbrachte. Mit dem Einsatz ausgedienter Soldaten in niedere Beamten- und Lehrstellen wurde eine militärische Durchdringung des Verwaltungsapparates sowie anderer ziviler Bereiche angestrebt, die es auf eine Disziplinierung und den Gehorsam des preußischen Volkes anlegte. Andererseits sind zugunsten dieser stringenten militärischen Politik andere Staatsressorts vernachlässigt worden, wie zum Beispiel das Bildungswesen oder die Invalidenversorgung. Ausschließlich eine derartige Finanzpolitik ermöglichte ein starkes Heer und damit eine reelle Chance auf einen Sieg. Ein weiterer Vorteil ergab sich in punkto Militärhierarchie. Im Gegensatz zu seinen Kontrahenten hatte Friedrich II. nicht nur das Amt des Souveräns inne, sondern war als oberster Heerführer ebenso weder auf einen Konsens mit den Heerführern angewiesen, noch durch Kabinettsodres handlungseingeschränkt.

Sich seiner Vorteile bewusst, neigte der Hohenzollernmonarch aber auch dazu, seine Gegner zu unterschätzen. So war er davon überzeugt, dass das russische Heer nur schlechte Generäle anführten, weshalb er nur ein relativ geringes Truppenkontingent zur Verteidigung Ostpreußens zurückließ. Ebenso sah Friedrich der Große das Bündnis zwischen Wien und Versailles als zu schwach an. Seine Taktik war es folglich, mit einer strategischen Übermacht in Sachsen die Gegner zu entmutigen und so ein schnelles Kriegsende herbeizuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Preußen sich im Siebenjährigen Krieg trotz massiver numerischer Unterlegenheit behaupten konnte und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Das Renversement des Alliances: Das Kapitel beschreibt den Prozess der diplomatischen "Umkehrung der Allianzen", der zur Isolierung Preußens und zur Bildung der antipreußischen Koalition führte.

3. Schlesien und andere Kriegsgründe: Hier werden die unterschiedlichen nationalen Interessen der Bündnispartner analysiert, wobei besonders der österreichische Wunsch nach der Rückeroberung Schlesiens hervorgehoben wird.

4. Die Armeen zum Beginn des Siebenjährigen Krieges: Die militärischen Kapazitäten und strukturellen Bedingungen der beteiligten Armeen werden gegenübergestellt, wobei Preußens effiziente Ressourcenmobilisierung betont wird.

5. Verhalten und Wirkung der Armeen während des Krieges: Dieses Kapitel untersucht die operative Umsetzung der Kriegführung und die Probleme der Koalition, wie etwa mangelnde Logistik und zögerliche Befehlsstrukturen.

6. Die Folgen des Siebenjährigen Krieges: Abschließend werden die hohen menschlichen Verluste sowie die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen für Preußen, Österreich, Frankreich, Schweden und Großbritannien dargelegt.

7. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung bilanziert, dass die Allianz an ihrer mangelnden Abstimmung, fehlenden Ressourcen und der unzulänglichen operativen Umsetzung scheiterte, während Preußen von der zentralen Führung durch Friedrich II. profitierte.

8. Literaturverzeichnis: Dies ist das systematische Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Siebenjähriger Krieg, Preußen, Friedrich der Große, Renversement des Alliances, Österreich, Maria Theresia, Schlesien, Koalitionskrieg, Militärreform, europäisches Mächtesystem, Schlacht von Kolin, Schlacht von Roßbach, Subsidienverträge, Diplomatie, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die es Preußen im Siebenjährigen Krieg ermöglichten, seine Existenz gegen eine zahlenmäßig und wirtschaftlich überlegene Allianz aus europäischen Großmächten zu verteidigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der diplomatischen Vorgeschichte (Renversement des Alliances), der Struktur der beteiligten Armeen, den spezifischen Kriegszielen der Koalitionspartner sowie den militärischen und politischen Folgen für das europäische Mächtegleichgewicht.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie es dem preußischen Militär unter Friedrich II. trotz einer dreifachen numerischen Unterlegenheit gelang, den Krieg zu überstehen und den preußischen Staat zu behaupten.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, die durch den Rückgriff auf einschlägige Fachliteratur zur Diplomatie- und Militärgeschichte des 18. Jahrhunderts gestützt wird.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die diplomatischen Bündnisse, der Zustand der verschiedenen Armeen zu Kriegsbeginn sowie das operative Verhalten der militärischen Befehlshaber auf beiden Seiten detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind der Siebenjährige Krieg, das Renversement des Alliances, der Dualismus zwischen Preußen und Österreich sowie die Rolle Friedrichs des Großen als militärischer und politischer Führer.

Warum war das sogenannte "Renversement des Alliances" entscheidend für den Krieg?

Es veränderte die europäischen Bündnisstrukturen grundlegend, indem es Österreich und Frankreich zusammenführte und Preußen in die Enge trieb, was den Konflikt erst in seiner gefährlichen Form für Brandenburg-Preußen ermöglichte.

Welche Rolle spielte der Tod der russischen Zarin Elisabeth I. für den Ausgang des Krieges?

Der Regierungsantritt von Peter III., der für seine pro-preußische Haltung bekannt war, führte zum Ausscheiden Russlands aus der Koalition und rettete Preußen in einer existenzbedrohenden Lage vor dem Zusammenbruch.

Welchen Einfluss hatte der "Nimbus der Unbesiegbarkeit" auf die Kriegführung?

Der Verlust dieses Nimbus durch die Niederlage bei Kolin stärkte die Koalition und motivierte zuvor zögerliche Reichstände, sich ebenfalls gegen Preußen zu engagieren.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Behauptung Preußens im Siebenjährigen Krieg
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Curso
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation
Calificación
1,0
Autor
Falk Hesse (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
24
No. de catálogo
V146821
ISBN (Ebook)
9783640568413
ISBN (Libro)
9783640568284
Idioma
Alemán
Etiqueta
Preußen Siebenjähriger Krieg Friedrich der Große Friedrich II. Militär
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Falk Hesse (Autor), 2009, Die Behauptung Preußens im Siebenjährigen Krieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146821
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