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Das Verhalten der Zentrumspartei im Angesicht des Ermächtigungsgesetzes

Título: Das Verhalten der Zentrumspartei im Angesicht des Ermächtigungsgesetzes

Trabajo Universitario , 2009 , 19 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: David Otten (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Diese Hausarbeit untersucht und analysiert die Politik der Deutschen Zentrumspartei im Angesicht des „Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich“ vom 24. März 1933. Jenes Gesetz, mit dem sich die Parteien des Reichstages im Jahre 1933 selbst entmachteten und ihre Befugnisse Reichskanzler Adolf Hitler überließen.
Aufgrund der Ausschaltung der gesamten Mandatsträger der Kommunistischen Partei Deutschlands und von acht Abgeordneten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Zuge der „Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat“ vom 28. Februar 1933 wurde das Ermächtigungsgesetz nur scheinlegal verabschiedet. Doch selbst nach dieser gesetzeswidrigen Manipulation benötigten die Nationalsozialisten immer noch die Stimmen des demokratisch gesinnten Zentrums, um das Gesetz verabschieden zu lassen. Dem Zentrum kam als Vertretung der katholischen Mitte bei der Abstimmung als viertstärkste Partei im Reichstag somit eine entscheidende Rolle zu. Ihr Verhalten bedarf daher besonderer Aufmerksamkeit.

Was diese Partei im Rahmen ihres Einflusses getan hat, soll in dieser Arbeit die Fragestellung bilden. Welche Gründe sie zur Zustimmung bewogen hat und welche Alternativen es gab, wird dabei von besonderer Bedeutung sein.

Zuerst wird diese Arbeit im ersten Teil auf die katholische Grundlage der Partei eingehen, da die Grundlage die Politik des Zentrums maßgeblich beeinflusste. Daraufhin wird das Verhalten des Zentrums gegenüber Hitler vor dessen Ernennung zum Reichskanzler analysiert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem zweiten Teil der Arbeit. Hier werden konkret die Gründe nach dem des Zentrums, die zur Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz führten, erforscht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Katholische Grundlage des Zentrums

3 Die Politik des Zentrums bis zum 30.01.1933

3.1 Die Reichskanzlerschaft von Heinrich Brüning

3.2 Unbedingte Verfassungstreue

4 Die Politik des Zentrums ab dem 30.01.1933

4.1 Die Forderungen an die neue Reichsregierung

4.2 Der letzte Wahlkampf und der Reichstagsbrand

4.3 Verhandlungen und Gespräche vor dem Ermächtigungsgesetz

4.4 Das Ermächtigungsgesetz

5. Papen und Kaas in Rom

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und analysiert das politische Verhalten der Deutschen Zentrumspartei in der entscheidenden Phase zwischen dem Rücktritt Heinrich Brünings und dem Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes am 24. März 1933, mit besonderem Fokus auf die Gründe für die Zustimmung der Partei zu diesem Gesetz.

  • Die katholischen Grundlagen und die Parteistruktur des Zentrums
  • Die politische Rolle des Zentrums in der Endphase der Weimarer Republik
  • Der Einfluss von Prälat Ludwig Kaas auf die Parteientscheidungen
  • Die taktischen Überlegungen Hitlers und der Druck auf die Abgeordneten
  • Die Bedeutung der Hoffnung auf ein Reichskonkordat für die Zustimmung

Auszug aus dem Buch

4.3 Verhandlungen und Gespräche vor dem Ermächtigungsgesetz

Das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ war nicht das erste Ermächtigungsgesetz der Weimarer Republik. Besonders weitgefasst waren unter anderem die Ermächtigungsgesetze vom 13. Oktober und 8. Dezember 1923. Sie ermächtigten die Regierung unter Reichskanzler Gustav Stresemann, die Maßnahmen zu treffen, die für die Bewältigung der finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Krise notwendig waren. Im Winter 1932/33 bedeutete die Erteilung eines Ermächtigungsgesetzes auch deswegen nichts Außerordentliches mehr, weil der parlamentarische Gesetzgeber ohnehin durch die Notverordnungen in den Hintergrund getreten war.

Die Überlegung, wie die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommen könne, beschäftigte die Regierung seit dem 30. Januar 1933. Zum Einen sollten möglichst viele Oppositionsmitglieder von der Abstimmung ferngehalten werden – dies geschah durch das Verbot der KPD und im Zuge der Reichstagsbrandverordnung durch Verhaftungen etc. – und des Weiteren musste trotz alledem die Beschlussfähigkeit des Reichstages gewahrt bleiben. Der Reichminister ohne Geschäftsbereich Hermann Göring formulierte in der Ministerbesprechung vom 7. März 1933 die zu gebrauchende Taktik gegenüber dem Zentrum:

„Der Fraktionsvorsitzende [richtig: Fraktionsgeschäftsführer] der Preußischen Zentrumsfraktion, [Fritz] Grass, sei schon vor der Wahl bei ihm gewesen. Grass habe das Angebot gemacht, vor der Wahl keine Personalveränderungen mehr vorzunehmen, dann werde das Zentrum zur Mitarbeit bereit sein. […] [Somit] sei es am Besten, dem Zentrum zu erklären, dass seine sämtlichen Beamten aus den Ämtern entfernt werden würden, wenn das Zentrum nicht dem Ermächtigungsgesetz zustimme.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, warum das Zentrum trotz der politischen Umstände dem Ermächtigungsgesetz zustimmte und welche methodischen Ansätze hierfür gewählt wurden.

2 Katholische Grundlage des Zentrums: Das Kapitel beleuchtet das Selbstverständnis des Zentrums als katholische Volkspartei und dessen enge, teils problematische Bindung an die katholische Kirche.

3 Die Politik des Zentrums bis zum 30.01.1933: Hier wird die Rolle des Zentrums unter der Kanzlerschaft von Heinrich Brüning analysiert, einschließlich des Strebens nach Verfassungstreue unter schwierigen parlamentarischen Bedingungen.

4 Die Politik des Zentrums ab dem 30.01.1933: Dieser Hauptteil widmet sich den Verhandlungen mit den Nationalsozialisten, der Wirkung des Terrors, dem Einfluss von Prälat Kaas sowie den direkten Hintergründen zur Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes.

5. Papen und Kaas in Rom: Das Kapitel beschreibt die Rolle von Papen und Kaas bei den Verhandlungen mit dem Vatikan, die schließlich zum Reichskonkordat führten.

6 Schluss: Das Schlusskapitel fasst zusammen, dass das Zentrum unter massivem Druck und in der Hoffnung auf kirchliche Absicherung einer Zwangslage nachgab, die in die politische Selbstaufgabe führte.

Schlüsselwörter

Deutsche Zentrumspartei, Ermächtigungsgesetz, Prälat Ludwig Kaas, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Hitler, Franz von Papen, Reichskonkordat, politischer Katholizismus, Reichstagsbrandverordnung, Fraktion, Machtübernahme, Verfassungstreue.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das politische Verhalten der Deutschen Zentrumspartei im Jahr 1933, insbesondere deren folgenschwere Entscheidung, dem Ermächtigungsgesetz zuzustimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der politische Katholizismus, die Rolle der Parteiführung unter Ludwig Kaas, der Einfluss des Terrors der Nationalsozialisten und die Bemühungen um ein Reichskonkordat.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Beweggründen, die das Zentrum zur Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz veranlassten, und ob es reale politische Alternativen für die Partei gab.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein hermeneutisch divergierender Ansatz verfolgt, bei dem verschiedene historiographische Positionen zu einer Synthese zusammengeführt und durch Quellenanalysen untermauert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Politik vor und nach der Machtübernahme durch Hitler, den internen Druck innerhalb des Zentrums, die Rolle von Prälat Kaas und den taktischen Umgang mit dem Ermächtigungsgesetz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zentrumspartei, Ermächtigungsgesetz, Ludwig Kaas, politische Zwangslage, Katholizismus und Machtübernahme.

Welche Rolle spielte Prälat Ludwig Kaas bei der Zustimmung zum Gesetz?

Kaas nahm eine autoritäre Führungsposition ein und drängte die Partei zur Zustimmung, da er die Hoffnung hegte, durch eine Kooperation mit Hitler die Interessen der katholischen Kirche und ein Konkordat sichern zu können.

Warum konnte sich das Zentrum laut der Arbeit nicht gegen das Gesetz entscheiden?

Die Abgeordneten standen unter enormem politischem Druck; eine Ablehnung hätte nach damaliger Einschätzung zur sofortigen Zerschlagung der Partei, zum Verlust der Arbeitsplätze von Zentrumsbeamten und zu physischer Bedrohung geführt.

Welche Bedeutung hatte das Reichskonkordat für das Handeln der Partei?

Die Aussicht auf ein Konkordat mit dem Vatikan diente als machtpolitisches Motiv, um die Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz parteiintern zu legitimieren und die Kirche in Deutschland rechtlich abzusichern.

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Detalles

Título
Das Verhalten der Zentrumspartei im Angesicht des Ermächtigungsgesetzes
Universidad
University of Cologne  (Historisches Institut)
Curso
Die nationalsozialistische Herrschaft 1933-1945. Probleme und Forschungsperspektiven.
Calificación
3,0
Autor
David Otten (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
19
No. de catálogo
V146847
ISBN (Ebook)
9783640568451
ISBN (Libro)
9783640568321
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ermächtigungsgesetz Zentrum SPD Gleichschaltung Machtergreifung Kaas Hitler Reichskonkordat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
David Otten (Autor), 2009, Das Verhalten der Zentrumspartei im Angesicht des Ermächtigungsgesetzes , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146847
Leer eBook
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