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Kriminelle Jugendliche

Ausmaß und Ursachen

Title: Kriminelle Jugendliche

Term Paper , 2002 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Soz. Pädagoge Robert Siegl (Author)

Social Work
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Im Rahmen dieser Arbeit setzt sich der Autor mit der immer wieder auch in den Medien thematisierten Problematik kriminalisierter Jugendlicher auseinander. Eine Übersicht über das quantitative Ausmaß und die Analyse verschiedener Erklärungsansätze für die Ursachen von Jugendkriminalität stellen hierbei die Grundlagen der Ausführungen dar.
Die Arbeit als Sozialarbeiter beinhaltet oft den Umgang mit diesem Klientel. Meist in direkter Art und Weise, mit einem spezifischen Arbeitsauftrag, wie zum Beispiel in der Jugendgerichtshilfe. Häufig aber auch durch zufällige Kontakte, wie dies in Jugendzentren und anderen Begegnungsstätten der Fall sein kann.
Um sich dieser Thematik adäquat zu nähern, ist es notwendig, sich mit den verschiedensten Teilbereichen des Gesamtproblems zu befassen. Daher werden die empirischen Daten des Bundeskriminalamtes und des Bundesamtes für Statistik berücksichtigt. Hierdurch ist es möglich, einen Überblick über das quantitative Ausmaß der Jugendkriminalität zu erlangen. Darüber hinaus lassen es diese Daten zu, die einzelnen Teilfaktoren des Gesamtaufkommens der Jugendkriminalität aufzuschlüsseln.
Um das Problem wissenschaftlich zu erfassen, wird auf die gängigen Kriminalitätstheorien zur Erklärung abweichenden Verhaltens eingegangen und diese werden teilweise mit den Erkenntnissen der empirischen Daten abgeglichen. Des Weiteren werden sozial- und persönlichkeitspsychologische Faktoren berücksichtigt, um das Gesamtbild abzurunden.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Definition von „Kriminelle Jugendliche“

3. Statistische Dimensionen der Jugendkriminalität

3.1 Gesamtheit der Tatverdächtigen Jugendlichen und Heranwachsenden

3.2 Die Verurteiltenstatistik 2000

3.3 Übersicht über den Anteil von verurteilten ausländischen Jugendlichen und Heranwachsenden

3.4 Zeitliche Entwicklungen der Jugendkriminalität von 1993 bis 2000

3.5 Verurteilte Jugendliche und Heranwachsende nach Art der Straftat

3.6 Auswertung und Beurteilung der Statistiken

4. Theorien abweichenden Verhaltens

4.1 Die Anomietheorie nach Durkheim

4.1.1 Merton´s Typologie abweichenden Verhaltens

4.1.2 Überblick über die Anomietheorie

4.1.3 Die Anwendung der Anomietheorien als Erklärungsansatz für Jugendkriminalität

4.2 Theorien der Subkultur

4.2.1 Die Subkulturtheorie nach Cohen

4.2.2 Hypothesenkette zur Subkulturtheorie nach Cohen

4.2.3 Überblick über die Subkulturtheorie

4.2.4 Die Anwendung der Subkulturtheorie als Erklärungsansatz für Jugendkriminalität

4.3 Die Theorien des differentiellen Lernens

4.3.1 Die Theorie der differentiellen Assoziation nach Sutherland

4.3.2 Die Theorie der differentiellen Verstärkung nach Burgess und Akers

4.3.3 Überblick über die Theorien des differentiellen Lernens

4.3.4 Die Anwendung der Theorien des differentiellen Lernens als Erklärungsansatz für Jugendkriminalität

4.4 Theorien des Labeling Approach

4.4.1 Primäre und sekundäre Devianz nach Lemert

4.4.2 Der Labeling Approach nach Becker

4.4.3 Übersicht über die Theorien des Labeling Approach

4.4.4 Die Anwendung des Labeling Approach als Erklärungsansatz für Jugendkriminalität

5. Sozialpsychologische Erklärungsansätze der Jugendkriminalität

5.1 Die Bedeutung der Familie

5.2 Außerfamiliäre Einflüsse

6. Persönlichkeitspsychologische Erklärungsansätze der Jugendkriminalität

6.1 Die Identitätsentwicklung

6.2 Mangelndes Selbstwertgefühl

7. Abschließende Worte

8. Quellennachweis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der Problematik der Jugendkriminalität, wobei das primäre Ziel darin besteht, sowohl das quantitative Ausmaß als auch die ursächlichen Hintergründe kriminellen Verhaltens bei Jugendlichen und Heranwachsenden wissenschaftlich zu durchleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche gesellschaftlichen, sozialpsychologischen und persönlichkeitspsychologischen Faktoren dazu beitragen, dass junge Menschen straffällig werden.

  • Empirische Analyse der Jugendkriminalität anhand offizieller Statistiken.
  • Darstellung und kritische Reflexion klassischer Kriminalitätstheorien.
  • Einfluss sozialpsychologischer Faktoren wie familiäre Sozialisation und Peergroup-Dynamiken.
  • Psychologische Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung und des Selbstwertgefühls.
  • Präventionsmöglichkeiten und Implikationen für die sozialpädagogische Praxis.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Anomietheorie nach Durkheim

Die Anomietheorie geht auf die Forschungen von Emile Durkheim zurück. Der Begriff der Anomie wird hierbei als Regel- oder Normlosigkeit verwendet. Durkheim geht davon aus, dass es innerhalb einer modernen Industriegesellschaft zu einer gesellschaftlichen Arbeitsteilung innerhalb der Bevölkerung kommt. Diese Arbeitsteilung hat zur Folge, dass gesellschaftsinterne Differenzierungen notwendigerweise einsetzen. Umso differenzierter die Arbeitsteilung ist, desto abhängiger sind die einzelnen Gesellschaftsmitglieder voneinander, da jedes für sich nicht autark sein könnte und auf die Leistungen der anderen angewiesen ist. Durch Spezialisierungen in den einzelnen Arbeitsbereichen kommt es dann zum Aufbau von Ungleichheiten innerhalb der einzelnen Arbeitsbereiche. „Eine solche Gesellschaft kann als soziales System verstanden werden, dessen einzelne Elemente aufeinander angewiesen sind.“ (Theorien des abweichenden Verhaltens, Siegfried Lamnek, 5. Auflage, Fink, München, 1993, S. 110) Diese Art von Gesellschaft weist dann eine Solidarität (die organische Solidarität genannt wird), der einzelnen Systemkomponenten zueinander auf.

Dem entgegen steht der menschliche Trieb zur Individualität. Dies hat zur Folge, dass individuelle Differenzierungen betont und herausgestrichen werden. Dadurch wird das Gesamtkollektiv geschwächt und es kommt zur verstärkten Ausbildung von Unterschieden innerhalb des Systems. „Fehlt also die organische Solidarität durch Individualisierung, so entsteht der Zustand der Anomie […]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Jugendkriminalität ein und stellt die quantitative Erfassung sowie die Ursachenforschung als zentrale Leitfragen auf.

2. Definition von „Kriminelle Jugendliche“: In diesem Kapitel wird der Fokus auf die Zielgruppe gelegt, wobei Jugendliche und Heranwachsende im juristischen Sinne definiert werden.

3. Statistische Dimensionen der Jugendkriminalität: Hier erfolgt eine datengestützte Analyse des quantitativen Ausmaßes der Jugendkriminalität, inklusive geschlechtsspezifischer Verteilung und zeitlicher Trends.

4. Theorien abweichenden Verhaltens: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über zentrale kriminologische Theorien, wie Anomie-, Subkultur-, Lern- und Labeling-Theorien, und prüft deren Anwendbarkeit.

5. Sozialpsychologische Erklärungsansätze der Jugendkriminalität: Hier wird der Einfluss von Umweltfaktoren, insbesondere die Rolle der Familie und der Peergroup, als entscheidende Einflussparameter untersucht.

6. Persönlichkeitspsychologische Erklärungsansätze der Jugendkriminalität: Dieser Abschnitt beleuchtet individuelle Faktoren wie Identitätsentwicklung und Selbstwertgefühl als mögliche Ursachen für kriminelles Verhalten.

7. Abschließende Worte: Das Fazit reflektiert die Komplexität des Themas und plädiert für präventive staatliche Maßnahmen und eine vertiefte sozialpädagogische Ausbildung.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Kriminelle Jugendliche, Anomietheorie, Subkulturtheorie, Differentielles Lernen, Labeling Approach, Sozialisation, Familie, Peergroup, Identitätsentwicklung, Selbstwertgefühl, Jugendgerichtshilfe, Prävention, Devianz, Kriminologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit den Ursachen und dem quantitativen Ausmaß von Kriminalität unter Jugendlichen und Heranwachsenden auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft statistische Daten mit soziologischen Theorien über abweichendes Verhalten sowie mit sozial- und persönlichkeitspsychologischen Erklärungsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Entstehung von Jugendkriminalität zu gewinnen, um daraus notwendige präventive Ansätze für die sozialpädagogische Praxis abzuleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden empirische Statistiken des Bundeskriminalamtes und des Statistischen Bundesamtes analysiert und mit etablierten kriminologischen Theorien theoretisch abgeglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, eine tiefgehende Diskussion der klassischen Theorien abweichenden Verhaltens und eine Untersuchung individueller sowie familiärer Einflussparameter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Jugendkriminalität, Anomietheorie, Sozialisation, Labeling Approach und präventive Sozialarbeit.

Welche Bedeutung misst der Verfasser der Familie bei?

Die Familie wird als einer der wichtigsten Sozialisationsorte betrachtet, wobei insbesondere instabile oder inkonsequente Erziehungsstile als Risikofaktoren für delinquentes Verhalten identifiziert werden.

Inwieweit spielt die Peergroup eine Rolle bei kriminellem Verhalten?

Die Peergroup fungiert als Ersatz für fehlende familiäre Anerkennung; dort gelernte Verhaltensmuster und hierarchische Strukturen können die Grundlage für das Ausüben von Straftaten bilden.

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Details

Title
Kriminelle Jugendliche
Subtitle
Ausmaß und Ursachen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel  (Sozialwesen)
Grade
2,0
Author
Dipl. Soz. Pädagoge Robert Siegl (Author)
Publication Year
2002
Pages
30
Catalog Number
V14687
ISBN (eBook)
9783638200189
ISBN (Book)
9783638643573
Language
German
Tags
Kriminelle Jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Soz. Pädagoge Robert Siegl (Author), 2002, Kriminelle Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14687
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