Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

(Wie) nutzen DiplomsozialarbeiterInnen, die in der öffentlichen Jugendwohlfahrt arbeiten, ihre Mediationsausbildung?

Title: (Wie) nutzen DiplomsozialarbeiterInnen, die in der öffentlichen Jugendwohlfahrt arbeiten, ihre Mediationsausbildung?

Master's Thesis , 2008 , 122 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martin Kutej (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Sozialarbeit beschäftigt sich im Rahmen der Jugendwohlfahrt in vielen Bereichen mit Konflikten. In manchen dieser Bereiche entscheiden letztendlich Gerichte für die Konfliktparteien, z.B. in Fragen der Obsorge und des Besuchsrechtes.
Gerade diese Bereiche sind emotional stark besetzt, „kämpfen“ doch hier Eltern um das Wohl ihrer Kinder. Deshalb bietet sich der Einsatz der Mediation in der Jugendwohlfahrt als Konfliktlösung an, wenn die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind.
Einige JugendamtssozialarbeiterInnen in Österreich haben Mediationslehrgänge absolviert. Mit qualitativen Interviews wird erörtert, ob und wie sehr sie diese Ausbildung in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen.
Die 9 Interviewten meinen, mediative Elemente in ihr Konfliktverhalten zu integrieren, die Rahmenbedingungen am Jugendamt aber die Durchführung abgeschlossener Mediationen erschweren.
Die Interviewten schildern den Umgang mit Allparteilichkeit/Parteilichkeit bei Mediationen am Jugendamt unterschiedlich.

In many areas of youth welfare social work is often confronted with conflicts. Too often courts make the final decisions for the disputing parties, for example in questions concerning the permission to visit the child or guardianship in general.
Especially these areas involve high emotional conflicts, as parents show commitment for the welfare and wellbeing of their children. Are the basic conditions given, the use of mediation would therefore provide a solution.
Some public employees of the youth welfare department in Austria completed studies for mediation. The aim of this paper is to discuss the possibility of using the studies in their daily work by analyzing several interviews with social workers.
The nine interview partners believe in integrating aspects of mediation in their work to solve everyday conflicts. But within the situation in the youth welfare system a full mediation can hardly be achieved. They also describe their problems and personal conflicts with partiality.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sozialarbeit

2.1 Was ist Sozialarbeit? Wer darf sich SozialarbeiterIn nennen?

2.2 SozialarbeiterInnen -Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung

2.2.1 Geschichte der Ausbildung in der Sozialen Arbeit in Österreich

2.2.2 Fort- und Weiterbildung

2.3 Nötige Grundhaltungen und Eigenschaften von SozialarbeiterInnen

2.4 Ansätze und Orientierungen in der Sozialen Arbeit

2.4.1 Ressourcenorientierung

2.4.2 Empowerment

2.4.3 Gesprächsführung als Teil Sozialer Arbeit

2.5 Gefahren, Schwierigkeiten, Herausforderungen in der Sozialen Arbeit

3 Mediation

3.1 Aufgaben und Anwendungsgebiete

3.1.1Grundannahmen des Mediationskonzeptes

3.2 Abgrenzung und Gemeinsamkeiten - Sozialarbeit/Mediation

3.3 Mediation in der Sozialen Arbeit

3.4 Ausbildungen Sozialarbeit/Mediation im Vergleich

3.5 Berufsbild des/der MediatorIn nach der Ausbildung

4 Mediation am Jugendamt

4.1 Aufgaben des Jugendamtes

4.1.1 Obsorge

4.1.2 Besondere Verfügungen bei Gefahr in Verzug §§ 215 ff ABGB

4.1.3 Unterhaltsrecht §§ 212 ff ABGB

4.2. Situation der öffentlichen Jugendwohlfahrt

4.3 Beispiel eines möglichen Einsatzes von Mediation am Jugendamt – Obsorgeregelung/Besuchsrechtsregelung

4.3.2 Mediation als Möglichkeit

4.4 Emotionale Erfahrungen der Kinder im Scheidungsprozess

4.5 Situation der Eltern

4.6 Obsorgeentscheidungen – Reaktion der Gerichte, Jugendamt

4.6.1 ABGB Besuchsbegriff

4.6.2 Aufgaben und Möglichkeiten von Pflegschaftsgericht, Jugendamt und Mediation

4.6.3 Kindschafts-Rechts-Änderungs-Gesetz 2001

4.6.4 Mitwirkung des Jugendamtes

4.6.5 Besuchsrechtsmediation

5 Empirischer Teil

5.1 Durchführung der Interviews

5.1.1 Ausführung

5.2 Die Teilnehmerinnen der Studie

5.3.1 Das Selbstverständnis der Interviewten

5.3.2 Mediationsausbildung der Teilnehmerinnen

5.3.3 Sozialarbeiterausbildung der Teilnehmerinnen

5.4 Interviews

5.4.1 Ergebnisse zu Fragen der Mediationspraxis

5.4.2 Sinn der Mediation am Jugendamt

5.4.3 Neutralität versus Auftrag des Jugendamtes

5.4.4 Arbeitssituation am Jugendamt

5.4.5 Verbesserung der Qualität der Sozialen Arbeit

5.4.6 Rolle der Kindeseltern am Jugendamt

5.4.7 Nachteile/Negatives der Mediationsausbildung

5.4.8 Nutzen der Mediation in der Jugendwohlfahrt?

6 Schlussfolgerungen, Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise DiplomsozialarbeiterInnen in der öffentlichen Jugendwohlfahrt ihre erworbene Mediationsausbildung in den Berufsalltag integrieren. Das primäre Ziel besteht darin, die Nutzbarkeit mediativer Elemente und Techniken zur Lösung von Konflikten am Jugendamt, insbesondere im Kontext von Obsorge- und Besuchsrechtsregelungen, zu evaluieren.

  • Integration mediativer Elemente in den sozialarbeiterischen Berufsalltag
  • Herausforderungen und Rahmenbedingungen der Mediation am Jugendamt
  • Vergleich von Mediationsausbildung und sozialarbeiterischer Professionalität
  • Qualitative Analyse durch Interviews mit SozialarbeiterInnen

Auszug aus dem Buch

4.4 Emotionale Erfahrungen der Kinder im Scheidungsprozess

Wenn Eltern sich trennen, tritt für Kinder eine massive Änderung ihres Lebensumfeldes auf, die zu Problemen führt.

Viele Eltern vertreten die Meinung, ihre Kinder zu schützen, in dem sie ihre Konflikte im Verborgenen austragen. Für die Kinder bedarf es aber keiner offenen Konfliktaustragung. Sie spüren die Spannung zwischen den Elternteilen und wissen, der „Haussegen hängt schief.“ Durch die Konflikte übertragen sich die Gefühle, Empfindungen und Spannungen unbewusst auf die Kinder, die gereizt, verunsichert und unruhig reagieren.

Wenn es zur Trennung kommt, bemühen sich Kinder häufig das zerbrochene Bild ihrer Familie zu retten, um den alten Zustand der Geborgenheit und Vertrautheit wieder herzustellen. Manche Kinder ändern ihr Verhalten, um besonders brav zu sein, andere werden sehr schwierig oder gar krank.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation des Autors und der Forschungsfrage bezüglich der Nutzbarkeit der Mediationsausbildung im Jugendamt.

2 Sozialarbeit: Überblick über das Berufsbild, die Ausbildung und grundlegende Ansätze sowie Herausforderungen in der Sozialen Arbeit.

3 Mediation: Theoretische Grundlagen der Mediation, deren Abgrenzung zur Sozialarbeit und eine Gegenüberstellung der jeweiligen Ausbildungen.

4 Mediation am Jugendamt: Analyse der Aufgaben des Jugendamtes, der rechtlichen Rahmenbedingungen bei Obsorge- und Besuchsrechtsentscheidungen sowie der Rolle der Mediation in diesem Kontext.

5 Empirischer Teil: Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit SozialarbeiterInnen zu ihrer Mediationspraxis, dem Nutzen und den praktischen Hindernissen.

6 Schlussfolgerungen, Resümee: Synthese der Theorieergebnisse mit den empirischen Erkenntnissen und Fazit zur Relevanz von Mediation in der Jugendwohlfahrt.

Schlüsselwörter

Sozialarbeit, Jugendwohlfahrt, Mediation, Besuchsrecht, Obsorge, Konfliktregelung, Ausbildung, Jugendamt, Kindeswohl, Scheidung, Allparteilichkeit, Gesprächsführung, Ressourcenorientierung, Empowerment, qualitative Interviews.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie SozialarbeiterInnen, die zusätzlich eine Ausbildung zum Mediator/zur Mediatorin absolviert haben, ihre Kompetenzen in der täglichen Arbeit beim Jugendamt einsetzen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Bereich der Jugendwohlfahrt, Konfliktlösung in Trennungs- und Scheidungssituationen, die Anwendung mediativer Techniken sowie die berufliche Identität von SozialarbeiterInnen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: (Wie) nutzen DiplomsozialarbeiterInnen, die in der öffentlichen Jugendwohlfahrt arbeiten, ihre Mediationsausbildung in ihrem beruflichen Alltag?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der die Erfahrungen und Meinungen von SozialarbeiterInnen anhand von narrativen Interviews erhoben und analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sozialarbeit und Mediation, rechtliche Aspekte der Arbeit am Jugendamt und eine ausführliche Auswertung der durchgeführten Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Soziale Arbeit, Mediation, Jugendamt, Kindeswohl, Besuchsrecht und berufliche Weiterbildung.

Wie unterscheidet sich die Mediation von der täglichen Arbeit am Jugendamt?

Die Arbeit betont, dass Mediation Neutralität und Freiwilligkeit voraussetzt, während das Jugendamt oft ein hoheitliches, parteiisches Mandat (Kindeswohlwahrung) ausübt, was die Anwendung einer "reinen" Mediation am Amt erschwert.

Welche Rolle spielt der Zeitdruck in der Praxis?

Der Zeitdruck wird als wesentliches Hindernis identifiziert, das eine tiefgehende mediative Bearbeitung von Konflikten in der Jugendwohlfahrt oft unmöglich macht, da das System auf Krisenintervention und kurzfristige Entscheidungen ausgelegt ist.

Was sind die zentralen Ergebnisse bezüglich der Nutzung des Gelernten?

Die Befragten nutzen vor allem einzelne Gesprächstechniken und eine "mediative Haltung", um Beratungsgespräche effizienter zu führen, sehen jedoch kaum Möglichkeiten für die Durchführung kompletter Mediationsverfahren unter den aktuellen institutionellen Bedingungen.

Excerpt out of 122 pages  - scroll top

Details

Title
(Wie) nutzen DiplomsozialarbeiterInnen, die in der öffentlichen Jugendwohlfahrt arbeiten, ihre Mediationsausbildung?
College
ARGE Bildungsmanagement Wien
Grade
2,0
Author
Martin Kutej (Author)
Publication Year
2008
Pages
122
Catalog Number
V146930
ISBN (eBook)
9783640576456
ISBN (Book)
9783640576500
Language
German
Tags
Mediation Jugendwohlfahrt Gesprächsführung Jugendamt Sozialarbeit Sozialarbeiter Konfliktregelung Kommunikation Fürsorge gewaltfreie Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Kutej (Author), 2008, (Wie) nutzen DiplomsozialarbeiterInnen, die in der öffentlichen Jugendwohlfahrt arbeiten, ihre Mediationsausbildung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146930
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  122  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint