Ziel dieser Arbeit ist es die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ambulante und stationäre Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen zu untersuchen. Dabei werden die Herausforderung und Strategien der ambulanten und stationären Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen während der COVID-19 Pandemie thematisiert.
Die COVID-19-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen gehabt. Im März 2020 zeigten sich Rückgänge bei Krankenhauseinweisungen für elektive Herzoperationen sowie für Herzinfarkte. Diese Entwicklung beeinflusste die ambulante und stationäre Versorgung von Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz. Die Gründe für die Behandlungsverzögerungen und Rückgänge sind vielfältig und umfassen sowohl die direkten Auswirkungen der Corona-Infektionen als auch die Überlastung der Intensivstationen. Viele Patient*innen zögerten zudem, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aus Angst vor einer Ansteckung. Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln, um die Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen auch in Zeiten von Pandemien sicherzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Corona-Pandemie
2.1 Krankheitsbild
2.2 COVID-19 in Deutschland
3 Ambulante und stationäre Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen
3.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
3.2 Kardiologische Diagnostik
3.3 Therapiebehandlungen
4 Methodik
4.1 Literaturrecherche und Auswahl von Studien
4.2 Analyse und Aufbereitung der Literatur
5 Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die ambulante und stationäre Versorgung von Herzkreislaufpatient*innen
5.1 Veränderungen des Versorgungsangebots
5.1.1 Versorgungslage in Zahlen im stationären Bereich
5.1.2 Versorgung im ambulanten Versorgungssystem
5.2 Eindämmungsmaßnahmen
5.3 Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung
5.4 Auswirkung der veränderten Versorgungssituation
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Interpretation
6.2 Stärken und Limitation
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ambulante und stationäre Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen, wobei insbesondere die Herausforderungen für die medizinische Betreuung und die veränderte Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen analysiert werden, um die Auswirkungen auf Behandlungspfade und Mortalitätsrisiken zu beleuchten.
- Strukturelle Veränderungen der Versorgungskapazitäten während der COVID-19-Pandemie
- Einfluss von Eindämmungsmaßnahmen auf die kardiologische Regelversorgung
- Analyse von Fallzahlrückgängen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der stationären und ambulanten Behandlung
- Herausforderungen in der Triage und Patientenversorgung unter Pandemiebedingungen
- Implikationen für die kardiologische Diagnose und Therapie bei Notfallpatient*innen
Auszug aus dem Buch
Die Herzchirurgie ist gekennzeichnet durch die invasive Behandlung komplexer Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die lebensverlängernden Effekte eindeutiger, dringender und geplanter Interventionen bei kritisch kranken Patient*innen stehen im Vordergrund und stellen oft ein Alleinstellungsmerkmal für eine Behandlung dar. Daher kann neben dem Fehlen einer symptomatischen Behandlung eine Einschränkung der herzchirurgischen Aktivität zum Verlust lebensverlängernder Wirkungen führen. Die Veränderungen der Corona-Pandemie wirken sich in zweierlei Hinsicht auf die Herzchirurgie aus. Es wurden elektive Operationen während des Lockdowns verschoben. Demnach schränkt die weit verbreitete Inanspruchnahme von Intensivpflegekapazitäten für COVID-19-Patient*innen die Möglichkeiten einer herzchirurgischen Versorgung ein, da große Herzeingriffe oft zumindest vorübergehend eine Intensivpflege erfordern. In der Praxis sind die von den Medien immer wieder beschriebenen kostenlosen Intensivbetten entweder nicht vorhanden oder nicht in Betrieb. Dies bedeutet, dass die hohe COVID-19-Belastung auf Intensivstationen die Fähigkeit zur frühzeitigen Versorgung von Nicht-COVID-19-Patient*innen einschränkt. Diese Themen sind auch in der zweiten und dritten Welle der Pandemie sehr wichtig (Herzbericht, 2020).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ein und erläutert die besondere Relevanz der Pandemie für die medizinische Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen in Deutschland.
2 Die Corona-Pandemie: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des SARS-CoV-2-Virus, dessen Krankheitsbild sowie die gesundheitspolitischen Maßnahmen in Deutschland.
3 Ambulante und stationäre Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen: Das Kapitel definiert Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beschreibt die Strukturen der fachärztlichen kardiologischen Diagnostik sowie die verschiedenen Therapieansätze in der ambulanten und stationären Versorgung.
4 Methodik: Hier wird das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche über die Fachdatenbanken PubMed und Google Scholar dargelegt, einschließlich der Anwendung des PICO-Schemas zur Ausarbeitung der Forschungsfrage.
5 Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die ambulante und stationäre Versorgung von Herzkreislaufpatient*innen: Dieses zentrale Kapitel analysiert anhand von Daten die strukturellen Veränderungen im Versorgungsangebot, die Auswirkungen der getroffenen Eindämmungsmaßnahmen und die veränderte Inanspruchnahme der kardiologischen Versorgung während der Pandemie.
6 Diskussion: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier interpretiert, kritisch diskutiert und in den Kontext der bestehenden kardiologischen Herausforderungen sowie der medizinischen Handlungsempfehlungen gesetzt.
7 Fazit: Das abschließende Fazit resümiert die wesentlichen Erkenntnisse zur negativen Beeinflussung der Versorgung von Herz-Kreislauf-Patient*innen und unterstreicht die Notwendigkeit einer gesicherten kardiovaskulären Notfallversorgung trotz Pandemiebedingungen.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, COVID-19, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stationäre Versorgung, ambulante Versorgung, Herzinfarkt, Intensivstationen, Gesundheitswesen, Inanspruchnahme, Herzchirurgie, Triage, kardiologische Diagnostik, Patientensicherheit, Gesundheitskompetenz, Notfallversorgung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das medizinische Versorgungssystem von Herz-Kreislauf-Patient*innen in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der veränderten Behandlungskapazitäten und Patienteninanspruchnahme.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Strukturänderungen in Kliniken, der Rückgang elektiver und akuter Behandlungsfälle, die Auswirkungen von Schutzmaßnahmen sowie die Rolle der Digitalisierung (Telemedizin) zur Aufrechterhaltung der Versorgung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, in einer systematischen Analyse zu klären, inwiefern die COVID-19-Pandemie die ambulante und stationäre kardiologische Regelversorgung sowie spezialisierte Eingriffe beeinflusst hat.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed und Google Scholar, ergänzt durch die Auswertung empirischer Berichte, Statistiken und Stellungnahmen relevanter Gesundheitsorganisationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die klinischen Auswirkungen der Pandemie, die temporären strukturellen Veränderungen und die methodische Aufbereitung der Studienlage sowie die Ergebnisse bezüglich Versorgungseinschränkungen detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind COVID-19, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stationäre/ambulante Versorgung, Herzinfarkt-Behandlungsraten, Infektionsschutzmaßnahmen und kardiologische Notfallintervention.
Welchen Einfluss hatte der "Medienrummel" oder die Pandemie-Kommunikation?
Die Berichterstattung hat maßgeblich zur Verunsicherung der Patient*innen beigetragen, was dazu führte, dass aus Angst vor einer nosokomialen Infektion im Krankenhaus lebensnotwendige Arztbesuche vermieden oder Notrufe erst spät abgesetzt wurden.
Warum haben Herzinfarkt-Fallzahlen während der Lockdowns abgenommen?
Der Rückgang ist vermutlich eine Kombination aus tatsächlichem Stressabfall durch Homeoffice (als Hypothese) und primär einem Vermeideverhalten der Patient*innen, die Krankenhausaufenthalte trotz akuter Beschwerden scheuten, was das Risiko für schwerwiegende Spätfolgen erhöhte.
- Quote paper
- Amy Gyabeng (Author), 2022, Auswirkung der Corona-Pandemie auf die ambulante und stationäre Versorgung von Herz-Kreislaufpatient*innen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1470312