In dieser Arbeit untersucht der Autor den Mehrwert von Kollaborationsplattformen für Mitarbeiter in Unternehmen anhand von vier aufgestellten Thesen.
Zur Erreichung fundierter statistischer Aussagen und zur Bewertung der Bestätigung oder Widerlegung der zuvor aufgestellten Thesen wird eine methodisch durchgeführte Online-Umfrage durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen zeigt sich, dass Kollaborationsplattformen im Allgemeinen einen Mehrwert für die Anwender bieten. Insbesondere die Funktionalität der Dokumentenbearbeitung wird als besonders vorteilhaft bewertet, während Kommunikations- und Koordinationsfunktionen weniger Mehrwert bieten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Kollaboration
2.2 Kollaborationsplattformen
2.3 Forschungsmethode
3. Aufbau der quantitativen Analyse
3.1 Bildung der Thesen
3.2 Aufbau der Umfrage
3.3 Vorgehen beim Auswerten der Umfrage
4. Darstellung der erhobenen Daten
5. Darstellung der Ergebnisse
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den tatsächlichen Mehrwert von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende in deutschen Unternehmen vor dem Hintergrund der durch die Coronapandemie forcierten Digitalisierung. Zentral ist dabei die Beantwortung der Forschungsfrage, in welcher Form diese technischen Lösungen die Zusammenarbeit unterstützen und ob sie eine Überforderung der Anwender nach sich ziehen.
- Grundlagen der digitalen Kollaboration und Definition von Kollaborationsplattformen
- Methodik der quantitativen Online-Befragung zur Datenerhebung
- Analyse und Prüfung von Thesen zum Mehrwert spezifischer Funktionskategorien
- Bewertung von Überforderungspotenzialen bei der Nutzung neuer Technologien
- Empirische Darstellung der User-Erfahrungen in Unternehmen
Auszug aus dem Buch
2.1 Kollaboration
Um den Begriff der Kollaborationsplattform im Rahmen dieser Arbeit zu verstehen, muss zuerst der Begriff der Kollaboration betrachtet werden.
Der Begriff Kollaboration steht in der Lehre in einem engen Zusammenhang mit den drei Aspekten der Kooperation, Kommunikation und Koordination. Eine Abgrenzung der Begriffe Kollaboration und Kooperation ist dabei für das Verständnis besonders wichtig, da im deutschsprachigen Raum die beiden Begriffe häufig synonym verwendet werden. Dies basiert auf der durch die historische Vergangenheit negative Konnotation des Begriffs Kollaboration und Empfehlungen einiger Autoren zur Nutzung des Begriffs Kooperation anstelle von Kollaboration.8 Der Begriff der Kollaboration legt allerdings einen verstärkten Fokus auf die Gruppe und die Verwirklichung eines gemeinsamen Ziels, wohingegen Kooperation sich mit einzelnen Akteuren und ihrer Interaktion beschäftigt. Folglich beinhaltet Kollaboration somit mehr als die reine Kooperation.9
Heute wird Kollaboration nicht mehr als die Zusammenarbeit mit dem Feind verstanden, sondern das gemeinsame und parallele Arbeiten einer Gruppe im Rahmen einer Arbeitsaufgabe oder eines Prozesses.10 Die Fähigkeit zur Kollaboration wird als eine der Schlüsselkompetenzen für den digitalen Wandel angesehen und betont, dass die Fähigkeit kollaborativ zu arbeiten zunehmend durch digitale Technologie wie Kollaborationsplattformen unterstützt wird.11
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Digitalisierungsschub durch die Coronapandemie und leitet die Forschungsfrage nach dem Mehrwert von Kollaborationsplattformen ein.
2. Theoretische Grundlagen: Definiert die Fachbegriffe Kollaboration und Kollaborationsplattform und begründet die Wahl der quantitativen Forschungsmethodik.
3. Aufbau der quantitativen Analyse: Entwickelt die Thesen der Arbeit und skizziert das methodische Vorgehen bei der Online-Umfrage sowie deren Auswertung.
4. Darstellung der erhobenen Daten: Präsentiert die deskriptiven Ergebnisse der Umfrage unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale.
5. Darstellung der Ergebnisse: Vergleicht die empirischen Daten mit den aufgestellten Thesen und bewertet den Mehrwert sowie Überforderungseffekte.
6. Fazit und Ausblick: Fasse die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Studie und zeigt künftige Forschungsfelder auf.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Kollaboration, Kollaborationsplattformen, Homeoffice, Unternehmen, Online-Umfrage, quantitative Analyse, Wissensaustausch, digitale Zusammenarbeit, Kommunikation, Koordination, Mehrwert, Überforderung, Wirtschaftsinformatik, digitale Arbeitswelt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den tatsächlichen Mehrwert, den Kollaborationsplattformen Mitarbeitenden in deutschen Unternehmen in Zeiten zunehmender digitaler Arbeit bieten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einbettung digitaler Zusammenarbeit, der quantitativen Messung von Mehrwerten durch verschiedene Softwarefunktionen und der Untersuchung von Überforderung bei Anwendern.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit geht der Frage nach, ob und in welcher Form Kollaborationsplattformen für die Mitarbeitenden in deutschen Unternehmen einen messbaren Mehrwert darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse deskriptiv analysiert wurden, um vorab formulierte Thesen zu überprüfen.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Herleitung von Thesen zur Softwarenutzung und die anschließende empirische Auswertung der gewonnenen Umfragedaten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Kernbegriffe sind Kollaboration, Digitalisierung, Kollaborationsplattformen, quantitativer Mehrwert, digitale Arbeitsplatzgestaltung und Anwenderüberforderung.
Welchen Mehrwert bieten Kollaborationsplattformen laut der Studie konkret?
Die Studie zeigt, dass vor allem Kollaborationsfunktionen wie Dokumentenablage und -bearbeitung als besonders wertvoll wahrgenommen werden, während Kommunikations- und Koordinationsfunktionen moderat bewertet werden.
Führen Kollaborationsplattformen zwangsläufig zu Überforderung bei Mitarbeitenden?
Überraschenderweise nicht: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass lediglich rund 10 Prozent der Anwender sich durch die Nutzung der Plattformen überfordert fühlen, deutlich weniger als in der ursprünglichen These angenommen.
- Citar trabajo
- Jonathan Reese (Autor), 2022, Eine Analyse des Mehrwerts von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende in Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1471201