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Der Terminator: Eine Figur - viele Ansichten

Ein Überblick über die literarischen Zuschreibungen für den Terminator, in James Camerons Terminator 2

Title: Der Terminator: Eine Figur - viele Ansichten

Essay , 2007 , 6 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Stegmann (Author)

Communications - Movies and Television
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Die Kampfmaschinen werden in den Filmen als Cyborgs bezeichnet. Dieser Begriff wurde 1960 von Manfred E. Clynes und Nathan S. Kline kreiert. Er stellt eine Verbindung der Worte „kybernetisch“ und „Organismus“ dar und wurde in Verbindung mit NASA-Forschungen erdacht, die sich mit Veränderungen am menschlichen Körper befassten, die das Ziel hatten diesen überlebensfähig für extraterrestrische Umwelten zu machen. Cyborg bezeichnet somit einen technisch aufgerüsteten Menschen. Dass den Terminatoren des Films eigentlich kein Organismus zu Grunde liegt und sie daher als Roboter bezeichnet werden müssten, soll in diesem Essay ausgeblendet werden.
In der Literatur ist mit dieser Begriffsbestimmung noch längst nicht alles gesagt. Verschiedene Autoren finden und untersuchen diverse Ansätze. Insbesondere Arnold Schwarzenegger als T800, steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Dieses Essay soll einen Überblick über die Analysen geben und versucht am Ende zu einem Resumee zu gelangen, welches Bild am sinnvollsten erscheint, oder ob es sich doch lediglich um einen Actionhelden handelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Terminatoren

3. Theorien

3.1 CHRISTINE CORNEA

3.2 THOMAS OBERENDER

3.3 PETER SLOTERDIJK

4. FAZIT MIT DONNA HARAWAY

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay untersucht die vielschichtige Bedeutung der Cyborg-Figur in der Terminator-Filmreihe, mit besonderem Fokus auf den zweiten Teil der Trilogie. Ziel der Arbeit ist es, durch die Gegenüberstellung verschiedener wissenschaftlicher Theorien zu analysieren, welches Bild des "Terminators" – vom reinen Actionhelden bis zum komplexen, gesellschaftlichen Symbol – am treffendsten ist.

  • Analyse der Cyborg-Figur als Spiegel gesellschaftlicher Krisen und Männlichkeitsbilder.
  • Untersuchung der Verbindung zwischen Science-Fiction-Motiven und traditionellen Formen des Jahrmarkttheaters.
  • Betrachtung der religiösen und metaphysischen Dimensionen des T800 als "Gesandter" oder "Maschinenengel".
  • Dekonstruktion der Grenzen zwischen Mensch, Maschine, Natur und Geschlecht nach Donna Haraway.

Auszug aus dem Buch

THOMAS OBERENDER

Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt Thomas Oberender. Er erkennt eine Verbindung zum Jahrmarkttheater oder „teatro dell´arte“. „Es liegt der Reiz des populären Theaters wie auch des Science Fiction-Films nicht in der literarischen Qualität verborgen, sondern in seiner sinnlichen Erscheinungsform, dem trickreichen Spiel, der Unterhaltung, Überraschung und dem offensichtlich kunstvoll – keineswegs illusionistisch – „Gemachten“.“ Viele Motive aus Terminator 2 entstammen diesem Ursprung. Beispielsweise verkehren beide Terminatoren „(...) wie ihre Ahnen des Jahrmarkts – in einem gewissen Sinne die Wirklichkeit“. Der „böse“ Terminator erscheint als guter Polizist oder Wärter, indem er sie berührt kann er ihre Form annehmen. Dadurch erhält er Zugang und Unterstützung. Die Folge davon ist, dass es keine sicheren Räume mehr gibt und kein wirklicher Schutz mehr möglich ist. Dagegen kleidet sich der „gute“ Terminator als Rocker.

„(...) [D]ie Wirklichkeit innerhalb der Wirklichkeit [wird] verkehrt, und somit wird auf eine verkehrte Wirklichkeit hingewiesen.“ In Anlehnung an das Harlekinprinzip ist es möglich, die Kampfmaschinen als Gegensätze zu sehen. Auf der einen Seite steht der T1000. Er ist modern, unzivilisiert, sittenlos und dieser Auftritt markiert ihn als das „Andere“. Bereits im 18. Jahrhundert reagierten Besucher mit Abscheu auf solcherart Figuren. „Das wohl Bestürzendste für sie war die Ambivalenz in einem Menschen; die Erfahrung, daß der Mensch „Zweierlei Gestalt in einer Person beherbergen konnte (...). Diese „so jählinge Veränderung in den Gemütsbewegungen eines Menschen, ohne die geringste äußerliche Ursache“ sahen die schlauen Aufklärer in nichts anderem begründet, „als in der Einbildungskraft der Rasenden“.“ Der T1000 lässt sich nicht fassen, nicht definieren und nicht auf einen Nenner bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel führt in die Filmreihe ein und definiert den Begriff des Cyborgs, um die Grundlage für die anschließende theoretische Analyse zu schaffen.

2. Terminatoren: Hier wird der Terminator als popkulturelles Phänomen verortet und der Fokus auf die Analyse der Charaktere, insbesondere den T800 und T1000, gelegt.

3. Theorien: In diesem Kapitel werden drei unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze (Cornea, Oberender, Sloterdijk) vorgestellt, die verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der Terminator-Figur bieten.

4. FAZIT MIT DONNA HARAWAY: Das Kapitel nutzt Haraways Cyborg-Manifest, um die verschiedenen Perspektiven zusammenzuführen und das Verwischen von Grenzen zwischen Natur, Technik und Identität abschließend zu bewerten.

Schlüsselwörter

Cyborg, Terminator, Science-Fiction, Männlichkeit, Identität, Körperpolitik, Technik, Mensch-Maschine, T800, T1000, Metaphysik, Haraway, Cornea, Oberender, Sloterdijk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmwissenschaftlichen Analyse der Cyborg-Figur in der Terminator-Reihe, insbesondere im Hinblick auf den zweiten Teil.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Darstellung von Männlichkeit im Kino, die Grenzziehung zwischen Mensch und Maschine sowie die philosophische und metaphysische Bedeutung von künstlichen Wesen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine theoretische Auseinandersetzung zu klären, ob der Terminator lediglich als Actionheld fungiert oder tiefgreifendere symbolische Funktionen innerhalb des Genres erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse angewandt, bei der verschiedene filmtheoretische Perspektiven kontrastiert und abschließend mit Donna Haraways Konzepten synthetisiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ansätze von Christine Cornea, Thomas Oberender und Peter Sloterdijk detailliert gegenübergestellt, um unterschiedliche Deutungsebenen der Filmcharaktere aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Cyborg, Identität, Körperpolitik, Technik, Mensch-Maschine-Kombination und die fachspezifische Theorie von Donna Haraway.

Wie unterscheidet sich der T800 vom T1000 in der Theorie von Oberender?

Oberender sieht den T1000 als modernen, unzivilisierten "Trickster" und das "Andere", während der T800 als archaischer "Techno-Gladiator" fungiert.

Welche religiöse Rolle schreibt Sloterdijk dem T800 zu?

Sloterdijk interpretiert den T800 als "angelische Maschine" und eine Art "Gesandten Gottes", der in einer messianischen Konstellation die Rettung der Menschheit verkörpert.

Warum spielt die Grenze zwischen Natur und Technik für Donna Haraway eine so große Rolle?

Für Haraway verdeutlicht der Cyborg, dass diese Grenzen in der modernen Welt zunehmend verwischt sind, was tradierte Konzepte von Familie, Geschlecht und Natur in Frage stellt.

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Details

Title
Der Terminator: Eine Figur - viele Ansichten
Subtitle
Ein Überblick über die literarischen Zuschreibungen für den Terminator, in James Camerons Terminator 2
College
University of Weimar
Course
Männerfilm
Grade
1,3
Author
Markus Stegmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
6
Catalog Number
V147140
ISBN (eBook)
9783640588817
Language
German
Tags
terminator DONNA HARAWAY CHRISTINE CORNEA THOMAS OBERENDER PETER SLOTERDIJK james cameron terminator 2 zuschreibungen theorien cyborg kybernetisch organismus kampfmaschine t800 t1000 tx männlichkeit maskulin science fiction Techno-Gladiator maschine trickster Multipersonalität messias Christopherus actionheld filmanalyse filmwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Stegmann (Author), 2007, Der Terminator: Eine Figur - viele Ansichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147140
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