Es werden strategische Betrachtungen von Immobilien im Interesse der Immobilienbewirtschaftung angestellt. Wenn nicht nur der Instinkt, sondern der bewusste Erfolg entscheiden soll, sind Informationen und die Fähigkeit der Informationsaufbereitung von grundlegender Bedeutung. Immobilienentscheidungen gehören zu den strategisch(st)en Entscheidungen im Unternehmen. Daher wird nach möglichen Strategien für betriebliche Immobilien gesucht.
Die strategische Unternehmensführung ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe. Die vielfältigen Aktivitäten der Strategieformulierung und Strategieumsetzung werden in einem Zusammenhang und in einer zeitlichen und sachlich-inhaltlichen Reihenfolge dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ausgangspunkte von strategischen Betrachtungen zur Immobilie
2.1 Der Begriff Strategie
2.2 Unternehmensstrategie und strategisches Management
3 Die betriebliche Immobilie im strategischen Management
4 Mögliche Strategien für betriebliche Immobilien
4.1 Strategisches Zielkriterium Flexibilität der Immobilie
4.2 Anwendung des Lebenszyklusgedankens und Nutzungskostenbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, strategische Betrachtungsweisen für betriebliche Immobilien im Kontext der Unternehmensführung zu etablieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Immobilienentscheidungen nicht nur instinktiv, sondern bewusst als Teil des strategischen Managements getroffen werden können, um langfristige Erfolgspotenziale zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.
- Integration von Immobilienstrategien in das übergeordnete strategische Management.
- Entwicklung und Strukturierung von Zielsystemen für das betriebliche Immobilienmanagement.
- Bedeutung der Flexibilität als strategisches Zielkriterium für Gebäude.
- Ganzheitliche Betrachtung der Immobilie mittels Lebenszykluskonzept und Nutzungskostenanalyse.
Auszug aus dem Buch
2.1 Der Begriff Strategie
Der Begriff Strategie kommt aus dem militärischen und bedeutet auf das Management übertragen „Langfristige Verbesserung der Erfolgspotenziale“.
Etymologisch geht der Begriff auf das griechische Wort „strategos“ zurück. Eingang in die Wirtschaftswissenschaften fand der Strategiebegriff über die ökonomische Spieltheorie. Dort wird eine Strategie als „Planung einer bestimmten Folge von Spielzügen“ bezeichnet. Dabei wird jede Handlung in Abhängigkeit von den möglichen eigenen und fremden Spielzügen durchdacht.¹
Zur langfristigen Planung des Erfolges gehörten auch das Infragestellen der derzeitigen Aktivitäten in den bedienten Geschäftsfeldern und die Investition in Ideen, die dem Vorankommen dienen. Jede Aktion ist auf den langfristigen Erfolg zu überprüfen und hat sich dem ins Visier genommenen Ziel zu beugen, auch wenn das scheinbar vorübergehende Nachteile zur Folge hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer strategischen Anpassung von Unternehmen und ihren Standorten an sich wandelnde Rahmenbedingungen und Lebenszyklen.
2 Ausgangspunkte von strategischen Betrachtungen zur Immobilie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Strategie und dessen Übertragung auf das strategische Management sowie die Rolle der Unternehmensstrategie.
3 Die betriebliche Immobilie im strategischen Management: Hier wird die strategische Bedeutung von Immobilien für die Leistungserstellung sowie die mangelnde Einbeziehung dieser in bestehende Managementkonzepte analysiert.
4 Mögliche Strategien für betriebliche Immobilien: Das Kapitel erörtert verschiedene Zielkonzepte für das Immobilienmanagement und analysiert die Bedeutung von Flexibilität sowie den Lebenszyklusgedanken.
Schlüsselwörter
Strategisches Management, Betriebliche Immobilien, Immobilienstrategie, Erfolgspotenziale, Lebenszyklus, Flexibilität, Immobilienmanagement, Strategische Planung, Nutzungskosten, Wettbewerbsvorteile, Zielsystem, Immobilienökonomie, Standort, Unternehmensführung, Ressourcen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Bedeutung von Immobilien für Unternehmen und wie Immobilienbewirtschaftung proaktiv als Teil der Unternehmensstrategie gestaltet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Fokus stehen das strategische Management von Immobilien, die Entwicklung von Zielhierarchien, die Flexibilität von Gebäuden sowie die Anwendung des Lebenszykluskonzepts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Immobilienentscheidungen von einer rein instinktiven Ebene zu einem bewussten, strategisch fundierten Prozess transformiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung fachspezifischer Literatur aus den Bereichen Immobilienökonomie, strategisches Management und Betriebswirtschaftslehre.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Grundlagen der Strategieentwicklung, die Einordnung von Immobilien als strategische Ressource, Zielsysteme für Immobilien sowie Aspekte der Flexibilität und Lebenszykluskosten diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Strategisches Management, Immobilienstrategie, Lebenszyklus, Flexibilität und Wettbewerbsvorteile gekennzeichnet.
Warum wird im Dokument das "Großraumbüro" als Beispiel erwähnt?
Es dient als Fallbeispiel zur Verdeutlichung des Zielkonflikts bei der Umsetzung von Flexibilität, da die organisatorische Offenheit oft mit Einbußen bei arbeitspsychologischen Faktoren wie Geräuschpegel und Privatsphäre einhergeht.
Welche Bedeutung hat das Lebenszykluskonzept laut dem Autor?
Es wird als umfassende Planungsstruktur begriffen, die Mehrperiodigkeit, Durchgängigkeit und Ganzheitlichkeit ermöglicht, um Kostenoptimierungen über die gesamte Nutzungsdauer zu erzielen.
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- MSc Jens Rinneberg (Author), 2010, Kostenmanagement im Lebenszyklus von Immobilien I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147155