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Der Genderwahn und die AfD. Männerrechtsbewegung und Genderrepräsentation in der Sprache

Titre: Der Genderwahn und die AfD. Männerrechtsbewegung und Genderrepräsentation in der Sprache

Dossier / Travail , 2024 , 21 Pages , Note: 1

Autor:in: Merle Proll (Auteur)

Etudes de Genre
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Inwiefern lassen sich Parallelen zwischen der Männerrechtsbewegung und rechtsextremen Kreisen identifizieren, und welchen Einfluss hat in diesem Bezug Gender(n) als Wahlkampfthema auf den Erfolg der AfD; darüber hinaus, wie kann die Wortwahl in diesem Kontext analysiert werden?

Im Spannungsfeld gesellschaftlicher Debatten, politischer Bewegungen und aktueller politischer Entwicklungen rückt die vorliegende Seminararbeit die Thematik des Zusammenhangs zwischen Männerrechtsbewegung, rechter Politik und dem Diskurs Gender(n) in den Fokus. In den letzten Jahrzehnten haben populistische Parteien und Bewegungen in fast ganz Europa an Einfluss gewonnen. In diesem Zusammenhang ist in der Bundesrepublik Deutschland natürlich auf den Einzug der Alternative für Deutschland (AfD) in den Bundestag zu verweisen, ebenso wie auf die nachweislichen Erfolge bei Landtagswahlen und auf regionaler Ebene. Bei den letzten Landtagswahlen bis Oktober 2023 erreichte die AfD in den entsprechenden Bundesländern neue Rekordstimmenanteile. Während die Unterstützung der dauerhaften Wähler*innenschaft im Osten Deutschlands auf etwa 30% stieg, erreichte die AfD bei der Landtagswahl in Hessen sogar 18,4 Prozent der Stimmen. An der Entwicklung ist ablesbar, dass die AfD in den letzten Jahren eine signifikante Unterstützung von Wähler*innen erfahren und ihren politischen Einfluss in verschiedenen politischen Gremien ausgeweitet hat. Dabei ist interessant zu beachten, dass bisher auf Bundesebene in Deutschland noch keine wirklich bedeutende populistische Partei aufgetreten ist, was einerseits auf historische Ereignisse, andererseits auch auf ein Defizit an mobilisierenden Persönlichkeiten zurückzuführen sein könnte. In der Vergangenheit war die Bundesrepublik Deutschland weitgehend von einem umfassenden Eindringen rechtspopulistischer Parteien verschont geblieben, doch mit dem Aufstieg der AfD deutet sich eine Veränderung an.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VON DER MÄNNERRECHTSBEWEGUNG ZUM RECHTSEXTREMISMUS

3. DIE AFD UND DAS GENDERN

3.1 Wahlkampfprogramm

3.2 Rechtspopulistische Vereinnahmung von Begriffen aus dem politisch linken Spektrum

3.3 Sprachanalyse

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Männerrechtsbewegung, rechter Politik und dem Diskurs um Gender(n). Ziel ist es, die rhetorischen Strategien und politischen Agenden der AfD – insbesondere in Bezug auf geschlechtsspezifische Themen – zu analysieren und Parallelen zu rechtsextremen Strömungen aufzuzeigen.

  • Analyse der inhaltlichen und strukturellen Schnittstellen zwischen der antifeministischen Männerrechtsbewegung und rechtsextremen Ideologien.
  • Untersuchung der Rolle von „Gender“ und „Gendern“ als politisches Kampfinstrument der AfD.
  • Dekonstruktion populistischer Rhetorik und Framing-Strategien im Wahlprogramm der AfD.
  • Untersuchung der diskursiven Vereinnahmung linker Begriffe (z.B. „politische Korrektheit“) durch rechte Akteure.
  • Reflektion über die Gefahren geschlechterpolitischer Rückschritte in der heutigen Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3.2 Rechtspopulistische Vereinnahmung von Begriffen aus dem politisch linken Spektrum

Die Begriffe „political correctness" oder "politische Korrektheit" sowie „Gender" haben ihre Wurzeln im politisch linken Spektrum und wurden ursprünglich von linken Sozialwissenschaftler*innen geprägt. Politische Korrektheit zielt darauf ab, Aussagen und Verhaltensweisen zu vermeiden, die Minderheiten verletzen, beleidigen, diskriminieren oder ausgrenzen könnten. Dieser Ursprung liegt in einer ethischen Grundlage, die sich für Werte wie Würde, Selbstbestimmung und Gleichheit einsetzt, insbesondere für jene Subjekte, die gesellschaftlichen Schutz und soziale Anerkennung benötigen. Im online Duden heißt es:

Einstellung, die alle Ausdrucksweisen und Handlungen ablehnt, durch die jemand aufgrund seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht, seiner körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Neigung diskriminiert wird.

Allmählich wird das Thema der politischen Korrektheit jedoch vermehrt als Symptom und Bestätigung für jegliche Bedrohungsszenarien der Meinungsfreiheit missbraucht. Generell wird dieses Phänomen oft als Teilbereich emanzipatorischer und linker Theorie oder Praxis betrachtet und diskreditiert. Zugleich verändert der allgemeine Diskurs die Wahrnehmung von rechtsextremen und revisionistischen Ansichten, indem sie als angeblich notwendige Tabubrüche unter dem Schutz der Meinungsfreiheit in öffentlichen Diskussionen Raum finden sollen. Das Brechen von Tabus ist ein häufig auftretendes Muster, das charakteristisch für populistische Kommunikation ist. Seit dem Einzug der AfD in den Bundestag haben rhetorische Grenzüberschreitungen zugenommen, was der Partei erhöhte Aufmerksamkeit und vermehrte Berichterstattung verschafft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der Seminararbeit ein und erläutert den Zusammenhang zwischen Männerrechtsbewegung, rechter Politik und dem Gender-Diskurs im Kontext des AfD-Erfolgs.

2. VON DER MÄNNERRECHTSBEWEGUNG ZUM RECHTSEXTREMISMUS: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der antifeministischen Männerrechtsbewegung nach und beleuchtet ihre ideologischen Schnittstellen zu rechtsextremen Kreisen.

3. DIE AFD UND DAS GENDERN: Das Hauptkapitel untersucht das Wahlprogramm der AfD, die Vereinnahmung linker Begriffe sowie die spezifische Sprachwahl, welche zur Mobilisierung und Dramatisierung von Bedrohungsszenarien dient.

4. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Gefahr, die von der gezielten Nutzung populistischer Rhetorik und der Integration antidemokratischer Tendenzen für das gesellschaftliche Zusammenleben ausgeht.

Schlüsselwörter

AfD, Männerrechtsbewegung, Antifeminismus, Rechtsextremismus, Gendern, Gender-Ideologie, politische Korrektheit, Populismus, Rhetorik, Sprachanalyse, framing, Diskurs, Familienbild, Wahlprogramm, Gesellschaftstransformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Verknüpfungen zwischen der Männerrechtsbewegung, der Ideologie rechtsextremer Kreise und der politischen Agenda der AfD im Bereich der Geschlechterpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der rhetorischen Strategie der AfD, der Vereinnahmung linker Diskurse (Framing) und der Analyse von Begriffen wie „Genderismus“ oder „politischer Korrektheit“.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach den Parallelen zwischen der Männerrechtsbewegung und dem Rechtsextremismus, dem Einfluss des Themas Gendern auf den Wahlerfolg der AfD sowie der methodischen Analyse der dafür genutzten Wortwahl.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt qualitative Methoden der Diskurs- und Sprachanalyse, um politische Texte, insbesondere das Wahlprogramm der AfD und Online-Posts, systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Genese der Männerrechtsbewegung, den Inhalten des AfD-Wahlprogramms zur Europawahl 2024 und der sprachlichen Dekonstruktion rechtspopulistischer Begriffe und Narrative.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen AfD, Antifeminismus, Gender-Ideologie, Rechtspopulismus, Framing, politische Korrektheit und gesellschaftliche Transformation.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Sprache in der AfD-Kommunikation?

Die Autorin stellt fest, dass die AfD sehr gezielt Begriffe (wie „Gendergaga“ oder „Hysterie“) instrumentalisiert, um Emotionen zu wecken, Feindbilder zu schaffen und eine polarisierende Schwarz-Weiß-Dramaturgie zu erzeugen.

Welche Rolle spielt die EU in der Narration der Partei?

Die EU fungiert laut der Analyse als zentrales Feindbild und Sündenbock, dem unterstellt wird, durch „Gender-Mainstreaming“ und „politische Korrektheit“ die nationale Identität und Freiheit zu bedrohen.

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Résumé des informations

Titre
Der Genderwahn und die AfD. Männerrechtsbewegung und Genderrepräsentation in der Sprache
Université
University of Vienna  (Germanistik)
Cours
Gendern im Gegenwind - Wie kann die sprachlich normierte Geschlechterhierarchie der Ciswelt abgelöst werden?
Note
1
Auteur
Merle Proll (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
21
N° de catalogue
V1471972
ISBN (PDF)
9783389020449
ISBN (Livre)
9783389020456
Langue
allemand
mots-clé
AfD, Europawahl, Männerrechtsbewegung, Gender, Gendern, Gender-Mainstream, political correctness
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Merle Proll (Auteur), 2024, Der Genderwahn und die AfD. Männerrechtsbewegung und Genderrepräsentation in der Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1471972
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Extrait de  21  pages
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