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Schule unter multikulturellem Aspekt

Title: Schule unter multikulturellem Aspekt

Seminar Paper , 2002 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Eva Busch (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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In Deutschland leben (Werte von 2000) ungefähr 82,2 Millionen Menschen, darunter 7,3
Millionen (9%) Migranten.
Ungefähr 12% (9960800) aller in Deutschland lebenden Menschen sind Kinder, Jugendliche
oder junge Erwachsene, die eine allgemeinbildende Schule besuchen. Unter ihnen sind 10%
(950500) Migranten (wobei man allerdings immer beachten muss, dass es sich dabei um eine
gesamtdeutsche Statistik handelt, die besonders markante Fälle egalisiert und so die Situation,
wo vielleicht 50% oder mehr der Schüler allophone Schüler sind, völlig im Verborgenen
lässt). Jugendliche Migranten unterliegen genauso wie deutsche Schüler der Schulpflicht
(Entschluss der Kultusministerkonferenz von 1952 - Einzig Asylbewerber unterliegen nicht
der Schulpflicht, wenn sie voraussichtlich nur einen kurzen Aufenthalt in Deutschland haben
werden, sie haben zwar ein Recht auf Schule, jedoch keinen Anspruch auf außerschulische
Förderung wie z.B. gesonderte Nachhilfestunden).
Schüler, die einen ausländischen Pass haben (dies ist das nivellierende Kriterium für
„ausländisch“ in Statistiken und auch in vielerlei Empfehlungen), sind in allen Schularten der
Bundesrepublik vertreten und haben unterschiedlichste Migrationsmotive, Nationalitäten,
Muttersprachen, sind in unterschiedlichsten Kulturen aufgewachsen, haben in ihrem Leben
unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt (nicht selten sogar sehr einschneidende Erlebnisse
erlebt, sei es nun „nur“ ein Umzug von weit her oder gar eine Flucht gewesen, haben mitunter
Hass und Angst erfahren müssen) und wie auch die Kinder deutscher Herkunft haben Sie
völlig unterschiedliche soziokulturelle Familienhintergründe und so ihr ganz besonderes
individuelles Selbstverständnis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Schule unter multikulturellem Aspekt

1. Die multikulturelle Situation in Deutschland

2. Die seit vielen Jahren existierende Vielfalt und ihre Veränderung

3. Wie Bildungssystem und Schulen der multikulturellen Vielfalt mit einem monokulturellen Habitus entgegentreten

4. Auffällige Probleme von Migranten mit und in der Schule

5. Das Erzeugen scheinbarer sozialer Ordnungen durch die Schule

6. Die Nachteile des deutschen Bildungssystems

7. Die Interkulturelle Pädagogik als "Zielsetzer"

8. Die Schule als adäquater Rahmen für Interkulturelle Bildung und Erziehung

9. Andere Länder als Vorbilder (Norwegen, Schweden und die Niederlande)

10. Positive Entwicklungen in Deutschland

11. Weitere Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen, um Interkulturelle Bildung zu ermöglichen

12. Erste Schritte sind getan- weitere müssen folgen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des deutschen Bildungssystems im Kontext einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft und analysiert, wie Schulen mit kultureller Heterogenität umgehen, welche institutionellen Defizite bestehen und welche Lösungsansätze eine zukunftsorientierte interkulturelle Pädagogik bietet.

  • Multikulturelle Realität und demografische Veränderungen in Deutschland
  • Kritik am monokulturellen Habitus des deutschen Bildungssystems
  • Analyse von Benachteiligungen und sozialen Selektionsprozessen
  • Interkulturelle Pädagogik als Ansatz für Chancengleichheit und demokratische Erziehung
  • Best-Practice-Beispiele internationaler Bildungssysteme

Auszug aus dem Buch

1. Die multikulturelle Situation in Deutschland

In Deutschland leben (Werte von 2000) ungefähr 82,2 Millionen Menschen, darunter 7,3 Millionen (9%) Migranten. Ungefähr 12% (9960800) aller in Deutschland lebenden Menschen sind Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die eine allgemeinbildende Schule besuchen. Unter ihnen sind 10% (950500) Migranten (wobei man allerdings immer beachten muss, dass es sich dabei um eine gesamtdeutsche Statistik handelt, die besonders markante Fälle egalisiert und so die Situation, wo vielleicht 50% oder mehr der Schüler allophone Schüler sind, völlig im Verborgenen lässt).

Jugendliche Migranten unterliegen genauso wie deutsche Schüler der Schulpflicht (Entschluss der Kultusministerkonferenz von 1952 - Einzig Asylbewerber unterliegen nicht der Schulpflicht, wenn sie voraussichtlich nur einen kurzen Aufenthalt in Deutschland haben werden, sie haben zwar ein Recht auf Schule, jedoch keinen Anspruch auf außerschulische Förderung wie z.B. gesonderte Nachhilfestunden).

Schüler, die einen ausländischen Pass haben (dies ist das nivellierende Kriterium für „ausländisch“ in Statistiken und auch in vielerlei Empfehlungen), sind in allen Schularten der Bundesrepublik vertreten und haben unterschiedlichste Migrationsmotive, Nationalitäten, Muttersprachen, sind in unterschiedlichsten Kulturen aufgewachsen, haben in ihrem Leben unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt (nicht selten sogar sehr einschneidende Erlebnisse erlebt, sei es nun „nur“ ein Umzug von weit her oder gar eine Flucht gewesen, haben mitunter Hass und Angst erfahren müssen) und wie auch die Kinder deutscher Herkunft haben Sie völlig unterschiedliche soziokulturelle Familienhintergründe und so ihr ganz besonderes individuelles Selbstverständnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die multikulturelle Situation in Deutschland: Beschreibt die demografischen Rahmenbedingungen und die heterogene Schülerschaft im deutschen Bildungssystem.

2. Die seit vielen Jahren existierende Vielfalt und ihre Veränderung: Analysiert den Wandel der Zuwanderung und die zunehmende Komplexität der soziokulturellen Hintergründe von Schülern.

3. Wie Bildungssystem und Schulen der multikulturellen Vielfalt mit einem monokulturellen Habitus entgegentreten: Kritisiert die Festhalten an monolingualen Strukturen und die dysfunktionalen Auswirkungen auf die Bildungspraxis.

4. Auffällige Probleme von Migranten mit und in der Schule: Thematisiert den Leidensdruck von Zuwandererfamilien aufgrund mangelnder interkultureller Sensibilität.

5. Das Erzeugen scheinbarer sozialer Ordnungen durch die Schule: Beleuchtet, wie schulische Selektionsprozesse soziale Ungleichheiten festigen.

6. Die Nachteile des deutschen Bildungssystems: Identifiziert die mangelnde Vorbereitung der Lehrkräfte und die Selektionsmechanismen der Dreigliedrigkeit als zentrale Probleme.

7. Die Interkulturelle Pädagogik als "Zielsetzer": Stellt Konzepte vor, die Integration durch Anerkennung von Vielfalt statt durch Assimilation fordern.

8. Die Schule als adäquater Rahmen für Interkulturelle Bildung und Erziehung: Diskutiert die notwendigen institutionellen Voraussetzungen für einen erfolgreichen interkulturellen Lernprozess.

9. Andere Länder als Vorbilder (Norwegen, Schweden und die Niederlande): Vergleicht das deutsche System mit skandinavischen und niederländischen Ansätzen.

10. Positive Entwicklungen in Deutschland: Zeigt auf, wie sich erste Schulen und Bildungspolitiken schrittweise der multikulturellen Realität öffnen.

11. Weitere Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen, um Interkulturelle Bildung zu ermöglichen: Formuliert konkrete Anforderungen an Lehrerrolle, Unterrichtsgestaltung und Schulorganisation.

12. Erste Schritte sind getan- weitere müssen folgen: Fazit über den Stand der Entwicklung und Notwendigkeit weiterer Reformen.

Schlüsselwörter

Multikulturelle Gesellschaft, Interkulturelle Pädagogik, Bildungssystem, Migration, Schulpflicht, Heterogenität, Integrationsaufgabe, Chancengleichheit, Monokultureller Habitus, Schullaufbahnempfehlung, Diskriminierung, Interkulturelles Lernen, Gesamtschule, Sprachenvielfalt, Sozialklima.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation von Migrantenkindern an deutschen Schulen und kritisiert die fehlende Anpassung des Bildungssystems an die multikulturelle gesellschaftliche Realität.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen der monokulturelle Habitus deutscher Schulen, strukturelle Benachteiligungen von Migranten, die Bedeutung interkultureller Pädagogik sowie internationale Vergleichsbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Defizite aufzuzeigen und Ansätze für eine inklusive, interkulturell ausgerichtete Schulpraxis zu formulieren, die alle Schüler gerecht fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung basierend auf pädagogischer Fachliteratur, Forschungsprojekten sowie statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Schulsituation, eine Analyse systemischer Probleme und die Vorstellung von Lösungsansätzen sowie positiven Entwicklungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Interkulturelle Bildung, Heterogenität, Selektionsmechanismen, Chancengleichheit und die Transformation des Schulsystems zur Begegnungsstätte.

Warum ist laut der Arbeit eine "monolinguale Ausrichtung" problematisch?

Sie gilt als dysfunktional, da sie der gelebten Pluralität der Schülerschaft nicht gerecht wird, Sprachbarrieren verstärkt und Lernpotenziale ungenutzt lässt.

Wie bewertet die Autorin das skandinavische Modell im Vergleich?

Als sehr positiv, da dort durch längeres gemeinsames Lernen, Ganztagsangebote und bessere Ressourcenausstattung für Lehrer eine effektivere Integration gelingt als im deutschen dreigliedrigen System.

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Details

Title
Schule unter multikulturellem Aspekt
College
University of Cologne  (Pädagogisches Seminar)
Course
Interkulturelle Aspekte der Bildung
Grade
1,3
Author
Eva Busch (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V14721
ISBN (eBook)
9783638200400
Language
German
Tags
Schule Aspekt Interkulturelle Aspekte Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Busch (Author), 2002, Schule unter multikulturellem Aspekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14721
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