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Die Darstellung der Ehe im Roman "La maison du Chat-qui-pelote" von Honoré de Balzac. Einfluss der sozialen Klasse und gesellschaftlichen Erwartungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts

Titel: Die Darstellung der Ehe im Roman "La maison du Chat-qui-pelote" von Honoré de Balzac. Einfluss der sozialen Klasse und gesellschaftlichen Erwartungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts

Hausarbeit , 2024 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit analysiert den Roman "La maison du Chat-qui-pelot" von Honoré de Balzac hinsichtlich der Darstellung der Ehe. Dabei soll vor allem der Einfluss der sozialen Klassen und der gesellschaftlichen Erwartungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts berücksichtigt werden. Somit liegt der Arbeit folgende Forschungsfrage zugrunde: Wie werden Liebe und Gefühle in einer Welt dargestellt, in der eine Ehe häufig aus finanziellen oder sozialen Gründen geschlossen wird? Auch der Frage, inwiefern sich diese äußeren Elemente auf die Authentizität und Intimität der zwischenmenschlichen Beziehung auswirken, soll nachgegangen werden.

Um die Frage zu beantworten, muss sie zunächst in den historischen Kontext eingebettet werden, der die gesellschaftliche Struktur und die Stellung der Frau in Frankreich im 19. Jahrhunderts darstellt. Danach wird die Institution der Ehe untersucht, um die soziale Bedeutung der Ehe und die Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter zu beschreiben.

Aus dieser Perspektive ist Beziehung zwischen Augustine Guillaume und Théodore de Sommervieux in Balzacs Erzählung besonders interessant. Von ihrer ersten Begegnung bis zu den späteren Stadien ihrer Ehe, sind ihre Interaktionen von echter Zuneigung und den Realitäten der sozialen Mobilität sowie des materiellen Gewinns geprägt.

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird der literarische Realismus als Bewegung und die Anwendung realistischer Erzählmethoden in Balzac Werk diskutiert. Dies ist von Bedeutung, weil Balzac in "La Maison du Chat-qui-pelote" realistische Elemente wie Metaphern verwendet, um die Beziehung von Augustine und Théodore darzustellen und dadurch sozialkritische Aspekte hervorhebt.

Der Schwerpunkt der Arbeit, konzentriert sich darauf, die Ehe in Bezug auf Kommunikation, Liebe und Romantik zwischen den beiden Charakteren sowie den Einfluss des sozialen Milieus und verschiedenen Ehevorstellungen zu analysieren. Diese Analyse zeigt die grundlegenden Unterschiede in Balzacs Werk, um zu verstehen wie er die Beziehung von Augustine und Théodore als ein Mikrokosmos der Gesellschaft seiner Zeit darstellt. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2. DIE GESELLSCHAFT IN FRANKREICH DES 19. JHD.

2.1 DIE GESELLSCHAFTLICHE STRUKTUR IN FRANKREICH

2.2 DIE STELLUNG DER FRAU

3. DIE EHE ALS INSTITUTION IM 19. JAHRHUNDERT

3.1 DIE SOZIALE BEDEUTUNG DER EHE

3.2 DIE ROLLE DER FRAU ALS EHEFRAU UND MUTTER

4. DER REALISMUS UND BALZAC

4.1 REALISMUS ALS LITERARISCHE BEWEGUNG

4.2 BALZACS REALISTISCHE ERZÄHLTECHNIKEN

5. ANALYSE DER EHE IM ROMAN ZWISCHEN AUGUSTINE UND THÉODORE

5.1 KOMMUNIKATION

5.2 LIEBE UND ROMANTIK

5.3 SOZIALE UNTERSCHIEDE

5.4 EHEVORSTELLUNG

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Honoré de Balzac in seinem Roman „La maison du Chat-qui-pelote“ den Einfluss der sozialen Schichtung und gesellschaftlicher Erwartungen des 19. Jahrhunderts auf die Ehe zwischen Augustine Guillaume und Théodore de Sommervieux darstellt und kritisch hinterfragt.

  • Der historische Kontext Frankreichs im 19. Jahrhundert sowie die rechtliche und soziale Stellung der Frau.
  • Die Rolle der Ehe als sozioökonomisches Bindungsinstrument statt als reine Liebesbeziehung.
  • Literarische Techniken des Realismus bei Balzac zur Charakterisierung und Gesellschaftsanalyse.
  • Die Auswirkungen sozialer Dissonanz auf die Kommunikation und Stabilität einer Ehe.

Auszug aus dem Buch

Die Kommunikation

[…] la jeune fille,à peine éveillée, laissa errer ses yeux bleus [..] par une sorte d’habitude, elle les baissa sur les sombres régions de la rue; où ils recontrèrent aussitôt ceux de son adoratuer […].

In dieser Phase kommunizieren Augustine und Théodore zunächst nonverbal. Erst bei einem Besuch der Ausstellung von Théodores Gemälden im Louvre bietet sich die Gelegenheit der ersten Kontaktaufnahme.“ Vous voyez ce que l’amour m’a inspire“, sagt Théodore romantisch, um seine Zuneigung und Bewunderung für Augustine zu zeigen. Intimität und spielerische Romantik prägen ihre Kommunikation. Er spricht diese Worte leise und direkt in Augustines Ohr, was ihre Verlegenheit verstärkt: [..] dit l’artiste à l’oreille de la timitde créature qui resta tout épouvantée de ces paroles. Die verspielte und intime Art ihrer Kommunikation wird im weiteren Verlauf verdeutlich, indem Augustine Théodore nonverbal zu verstehen gibt, dass sie aufgrund der Anwesenheit von Mme Rougin Abstand halten muss:

et par un sentiment presque inexplicable, elle mit un doigt sur ses lèvres […]. L’inconnu répondit par un signe de tête et désigna madame Roguin, comme un trouble-fête afin de montrer à Augustine qu’elle était comprise.

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Eheproblematik bei Balzac ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Darstellung gesellschaftlicher Einflüsse auf die Ehe.

2. DIE GESELLSCHAFT IN FRANKREICH DES 19. JHD.: Dieses Kapitel beleuchtet die rigide soziale Hierarchie und die eingeschränkte Rolle der Frau unter dem Code Civil.

3. DIE EHE ALS INSTITUTION IM 19. JAHRHUNDERT: Hier wird die Ehe als strategisches Bindungsinstrument analysiert, das soziale Stabilität sichern sollte.

4. DER REALISMUS UND BALZAC: Dieses Kapitel definiert den literarischen Realismus und analysiert Balzacs spezifische Erzähltechniken, wie die Ekphrasis.

5. ANALYSE DER EHE IM ROMAN ZWISCHEN AUGUSTINE UND THÉODORE: Der Hauptteil untersucht anhand von Kommunikation, Liebe, sozialem Hintergrund und Eheverständnis das Scheitern der Beziehung.

6. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die Ehe im 19. Jahrhundert als unüberwindliche Institution die persönlichen Gefühle der Frau oft unterdrückte.

Schlüsselwörter

Realismus, Honoré de Balzac, 19. Jahrhundert, Ehe, soziale Schichtung, Bourgeoisie, Frankreich, Kommunikation, Frau im 19. Jahrhundert, Ehevorstellung, Soziokulturelles Umfeld, La maison du Chat-qui-pelote, Geschlechterrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Darstellung der Eheschließung und des Zusammenlebens im Roman "La maison du Chat-qui-pelote" von Honoré de Balzac im Kontext der französischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte sind die soziale Hierarchie, die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Frau, der Realismus als literarische Strömung sowie die Diskrepanz zwischen individueller Liebe und gesellschaftlicher Kalkulation.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Balzac den Einfluss der sozialen Herkunft und gesellschaftlicher Erwartungen auf das Scheitern der Ehe von Augustine und Théodore darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Textanalyse, eingebettet in einen historischen und soziologischen Kontext, unter Einbeziehung von Metaphern und Ekphrasis.

Was umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Beziehung entlang vier Kategorien: Kommunikation, Liebe und Romantik, soziale Unterschiede sowie Ehevorstellungen der Protagonisten.

Was charakterisiert die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung von primärliterarischer Analyse und zeithistorischen Sekundärquellen aus.

Welche Bedeutung hat das "Milieu" in Balzacs Erzählung?

Das Milieu ist zentral, da Balzac davon überzeugt war, dass die soziale Umgebung das Individuum bestimmt, weshalb Augustine an ihrer Herkunft scheitert, sobald sie in die artistische Sphäre Théodores tritt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Herzogin von Carigliano?

Sie fungiert als Gegenmodell zu Augustine; sie verkörpert die berechnende, aristokratische Sicht auf die Ehe als strategisches Geschäft, der persönliche Gefühle untergeordnet sind.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung der Ehe im Roman "La maison du Chat-qui-pelote" von Honoré de Balzac. Einfluss der sozialen Klasse und gesellschaftlichen Erwartungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Amour et Calcuation
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
26
Katalognummer
V1472252
ISBN (PDF)
9783389030615
ISBN (Buch)
9783389030622
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Honoré de Balzac Réalisme Le Mariage 19 siècle Le rôle de la femme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Die Darstellung der Ehe im Roman "La maison du Chat-qui-pelote" von Honoré de Balzac. Einfluss der sozialen Klasse und gesellschaftlichen Erwartungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1472252
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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